The Next Brain-Computer Interface Race

The gates of the SWISS Arena in Kloten in the vicinity of Zurich will be opened for the second edition of the Cybathlon on 2 – 3 May 2020. The ETH Zurich website states: “After the six disciplines of the CYBATHLON 2016 have proven themselves, they will remain in the program of CYBATHLON 2020. This means that visitors and pilots can look forward to Brain-Computer Interface Race, Functional Electrical Stimulation Bike Race, Powered Arm Prosthesis Race, Powered Leg Prosthesis Race, Powered Exoskeleton Race as Powered Wheelchair Race. The tasks will continue to be relevant to everyday life, but will reflect advances in research.” (Website ETHZ) Athletes with disabilities competed against each other in the 2016 Cybathlon. The teams came from all over the world. The event has attracted international attention. Technical challenges and questions of information ethics and medical ethics were discussed. The scientific director is Prof. Dr. Robert Riener from ETH Zurich. Further information is available via www.cybathlon.ethz.ch/cybathlon-2020.html.

Fig.: Scene from the Cybathlon 2016

Berliner Kolloquium zu Robotern in der Pflege

Prof. Dr. Oliver Bendel aus Zürich ist der wissenschaftliche Leiter des nächsten Berliner Kolloquiums. “Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik treffen sich einmal pro Jahr in der Hauptstadt für einen ganzen Tag zum etablierten Berliner Kolloquium der Daimler und Benz Stiftung. Die Themenkomplexe werden von der Stiftung vorgegeben. Sie reichen von aktuellen Fragestellungen der Mensch-Maschine-Schnittstelle, der Molekularmedizin, der Neuro- und Kulturwissenschaften über die Psychologie, Ökologie, Urbanistik und Informatik bis hin zu Kommunikations- und Managemententwicklungen.” (Website Daimler und Benz Stiftung) Im Mai 2019 geht es um “Roboter in der Pflege”. Oliver Bendel hat als Informations- und Maschinenethiker zu diesem Thema zahlreiche Vorträge gehalten und Artikel verfasst sowie den letztjährigen Ladenburger Diskurs mit diesem Fokus veranstaltet. Im Spätherbst 2018 kommt das von ihm herausgegebene Springer-Buch “Pflegeroboter” heraus, das Beiträge renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und UK enthält. Informationen zur Daimler und Benz Stiftung sind über www.daimler-benz-stiftung.de/ verfügbar.

Abb.: In der Kuppel des Reichstags

In der Hand des Handys

Im Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon findet am 2. Oktober 2018 der smama Mobile Day statt. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW) zum Thema “In der Hand des Handys: Betrachtungen aus ethischer Sicht”. Es folgen Geoffry Ochs (Manager Commercial Accounts HMD) mit “Nokia, die erfolgreiche Wiedergeburt einer Marke”, Dr. Jana Hofmann (Universität Erfurt) mit “Medienstress durch Smartphones”, Walter Heutschi (Hotelier, Ex-CEO Swisscom Mobile) mit “Meine richtigen und falschen Prognosen” und Tobias Wirth (Head Digital Business at Aduno Group und Präsident smama) mit “Die Mobile-Only-Banken kommen”. Oliver Bendel wird mit persönlichen Betrachtungen beginnen – er hat ab 2007 den Handyroman in Europa bekannt gemacht und 2010 ein Haikubuch mit QR-Codes veröffentlicht – und stellt dann Chancen und Risiken des Handygebrauchs gegenüber. Weitere Informationen über www.smama.ch/event/smama-mobile-day-2-18/.

Abb.: In der Hand des Handys

Handbuch zur Maschinenethik

Seit Ende 2016 sitzen renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an ihren Kapiteln zum “Handbuch Maschinenethik”, das von Oliver Bendel herausgegeben wird. Eine Übersicht über die Beiträge, die laufend elektronisch veröffentlicht werden (elf sind bereits online), findet sich über link.springer.com/referencework/10.1007/978-3-658-17484-2 … Ende 2018 soll das gedruckte Werk erscheinen. Mit dabei sind etwa Luís Moniz Pereira aus Lissabon, einer der bekanntesten Maschinenethiker der Welt, Julian Nida-Rümelin, deutscher Philosoph und ehemaliger Kulturstaatsminister, Roboterethikerin Janina Loh, die in Wien mit Mark Coeckelbergh zusammenarbeitet, die Stuttgarter Philosophin Catrin Misselhorn, die ebenfalls einen hervorragenden Ruf in der Disziplin hat, und die Technikethiker Karsten Weber und Thomas Zoglauer. Oliver Bendel selbst steuert sieben Beiträge bei. Er klärt die Frage, wozu wir Maschinenethik brauchen, geht auf Pflegeroboter und Sexroboter aus Sicht der Maschinenethik ein und stellt Projekte zu moralischen und unmoralischen Maschinen vor.

Abb.: Die Erschaffung der Maschine

Ethische Leitlinien der GI

Die Ethischen Leitlinien der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) wurden in einer neuen Version am 29. Juni 2018 vom Präsidium verabschiedet. An den alten Versionen von 1994 und 2004 hatte es einige Kritik gegeben, die teilweise unerhört verhallte. Nun hat die Ethik einen hohen Stellenwert und die Fachgruppe “Informatik und Ethik”, die federführend bei der Weiterentwicklung war, mit Dr. Stefan Ullrich einen kompetenten Vertreter beider Disziplinen. In der Präambel wird betont, dass man den Willen hat, das “Handeln an den Werten auszurichten, die dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Charta der Grundrechte der Europäischen Union zu Grunde liegen”. “Die GI-Mitglieder fühlen sich insbesondere dazu verpflichtet, die Menschenwürde zu achten und zu schützen. Wenn staatliche, soziale oder private Normen im Widerspruch zu diesen Werten stehen, muss dies von den GI-Mitgliedern thematisiert werden.” (Website GI) Die Leitlinien können über gi.de/ueber-uns/organisation/unsere-ethischen-leitlinien/ heruntergeladen werden.

Abb.: GI-Mitglieder sollen den Werten des Grundgesetzes verpflichtet sein

Joi in Salzburg

Dr. Karlheinz Steinmüller eröffnet am 24. September 2018 im Literaturhaus Salzburg das Festival “Science meets Fiction”. Er ist Science-Fiction-Autor, Physiker und Philosoph. Sein Vortrag widmet sich den Wechselbeziehungen zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und literarischen Zukunftsvisionen. Am dararauffolgenden Tag wird “Blade Runner 2049″ von Prof. Dr. Oliver Bendel vorgestellt. Der Roboterphilosoph arbeitet derzeit an einem Buchbeitrag (“Hologram Girl”) über fiktive und reale Hologramme, zu denen man Liebesbeziehungen unterhalten kann. In seinem Vortrag geht er insbesondere auf die fiktiven Hologramme ein, die in “Blade Runner 2049″ eine wesentliche Rolle spielen. Joi, die holografische Gefährtin von Officer K, verschmilzt in einer spektakulären Szene mit einer Replikantin gleichsam zu einer dritten Frau, mit der sich der Blade Runner vergnügt, in einer anderen ist sie eine dreidimensionale Reklame, groß wie King Kong, und spricht den verzweifelten Officer K als einen Unbekannten an. An den darauffolgenden Tagen führt Dr. Petra Schaper-Rinkel vom Austria Institute of Technology in “Her” ein, Prof. Dr. Thomas Heistracher in “Ghost in the Shell” und Prof. Dr. Elmar Schüll in “Ex Machina”. Weitere Informationen über https://sciencemeetsfiction.org/.

Abb.: Oliver Bendel bei einem Vortrag bei der Migros (Foto: Meret Buser)

Die Moral der Roboter

In der neuen Ausgabe der Zeitschrift cooperativ (2/18) widmet man sich der Frage, ob Roboter Moral brauchen. Oliver Bendel zeigt seit einigen Jahren, wie maschinelle Moral entsteht, aus der Maschinenethik heraus, in Zusammenarbeit mit Künstlicher Intelligenz und Robotik. Ob Roboter Moral brauchen, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Es bieten sich Stellvertretermaschinen mit einer Stellvertretermoral an, die der Besitzer oder Benutzer mit Hilfe eines Moralmenüs erzeugen kann, mit einer gewissen Freiheit, die auf der einen Seite von Voreinstellungen, auf der anderen Seite von Verordnungen und Gesetzen eingeschränkt wird. Stellvertretermaschinen dieser Art können in geschlossenen oder halboffenen Umgebungen unterwegs sein, etwa als Staubsaugerroboter im Haushalt oder als Sicherheitsroboter auf dem Betriebsgelände. Oliver Bendel kommt in dem Beitrag von Hermann Fritzl ebenso zu Wort wie Matthias Scheutz von der Tufts University School of Engineering und Bertram F. Malle von der Brown University. Der Artikel mit dem Titel “Brauchen Roboter Moral?” kann über issuu.com/cooperativ_oegv/docs/cooperativ_02_18_web aufgerufen werden. Zudem steht er hier als PDF zur Verfügung.

Abb.: Elektro hat noch keine Moral

Google Duplex gibt sich zu erkennen

“Google hat ein neues Video seines telefonierenden Sprachassistenten veröffentlicht. Die … Funktion namens Duplex identifiziert sich jetzt eindeutig am Anfang eines Telefonats.” (Golem, 29. Juni 2018) Damit ist bei Google Duplex die erste der “10 Regeln für gute Maschinen” umgesetzt, die sich vor allem auf virtuelle Assistenten und Bots beziehen: “Ich, die Maschine, mache deutlich, dass ich eine Maschine bin.” Zudem wird die erste Funktion des Moralmenüs für Sprachassistenten berücksichtigt, als Voreinstellung, die sich nicht aushebeln lässt. Diese entspricht der Voreinstellung von LADYBIRD, der niemals Marienkäfer tötet. Golem schreibt weiter: “Damit unterscheidet sich die Funktion merklich von dem auf der I/O 2018 gezeigten Beispiel. Dort hatte der Assistant am Telefon keine Anstalten gemacht, sich als solcher zu erkennen zu geben.” Dies hatte für Kritik gesorgt. “Dabei spielten auch ethische Grundsätze eine Rolle: Ist es vertretbar, einen Menschen darüber im Unklaren zu lassen, dass er mit einem Computer spricht? Google hatte nach dem Aufkommen der Kritik versichert, dass sich Duplex eindeutig als nicht-menschlicher Gesprächspartner zu erkennen geben solle.” (Golem, 29. Juni 2018)

Abb.: Wer ist dran?

Mit Robotern gegen Plastikvermüllung

Die Gewässer auf der ganzen Welt sind hochgradig belastet. Vordergründig wirken manche sauber, und im Vergleich zu den 60er- und 70er-Jahren wurden in den westlichen Ländern in Bezug auf bestimmte Schadstoffe erhebliche Fortschritte erzielt. Allerdings hat zum Beispiel der Anteil von Kunststoffen stark zugenommen. Fische, Wasservögel und andere Lebewesen nehmen die Partikel auf und scheiden sie verändert aus. Auch der Mensch hat immer öfter Petflaschen auf seinem Speiseplan, durchaus unfreiwillig und mit nicht absehbaren gesundheitlichen Folgen. Es gibt unterschiedliche Strategien, Konzepte und Technologien gegen die Plastikverschmutzung und -vermüllung von Gewässern. In einem Projekt an der Hochschule für Wirtschaft FHNW, betreut von Oliver Bendel, soll erfasst werden, welche Verfahren in der Schweiz und auf der ganzen Welt üblich und möglich sind, um Gewässer von Kunststoff und anderen Schadstoffen zu befreien, von künstlichen Inseln, Schiffen mit Netzen bis hin zu Robotern. Bereits 2015 wurde das CLEANINGFISH-Projekt durchgeführt. Schwärme von Robotern könnten, so die Idee, rund um die Uhr Flüsse und Seen durchstreifen, die Plastikteilchen schlucken und an Stationen deponieren. Sie könnten auch Gegenstände am Grund des Bodens, wohin man mit üblichen Verfahren meist nicht vorzudringen vermag, einsammeln und abschleppen. Die Studie hatte festgehalten, dass der CLEANINGFISH einige Probleme lösen, andere aber schaffen könnte. Das neue Projekt mit dem Titel “Wie kann der Kampf gegen Plastikvermüllung und -verschmutzung von Gewässern gewonnen werden?” soll im September 2018 starten.

Abb.: Der CLEANINGFISH in Aktion

Geplante Social-Media-Richtlinien des ORF

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hat einen Entwurf für Social-Media-Richtlinien vorgelegt. Ist das Dokument, das derzeit in den sozialen Medien kursiert, echt, ist man beim Sender nicht in der Lage, den Begriff richtig zu schreiben. Mehrmals ist von “ORF Social Media-Richtlinien” die Rede. In den Medien wird die falsche Schreibweise teils stillschweigend korrigiert, was eine Verfälschung des Originals darstellt, teils kommentarlos übernommen. Aber weg vom Formalen, hin zum Inhaltlichen. Der Spiegel fasst zusammen, dass bei Inkrafttreten der Dienstanweisung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ORF sich “nicht mehr politisch kommentierend äußern” dürfen – “auch nicht als Privatpersonen” (SPON, 27. Juni 2018). Sogar “Likes, Dislikes, Recommends, Retweets oder Shares” seien zu unterlassen, denn eine “Meinungsbekundung” (SPON, 27. Juni 2018) könne auch indirekt erfolgen. Die Zeitschrift spricht in der Überschrift ihres Artikels von einem “Maulkorb”. In ihrer Analyse stellt sie fest, dass sich mit der geplanten Verordnung “Vertreter der Regierungsparteien ÖVP und FPÖ im Stiftungsrat … durchgesetzt haben” (SPON, 27. Juni 2018). SRF hatte ebenfalls rigide Richtlinien, die vor der No-Billag-Initiative etwas gelockert wurden, damit sich die Journalisten gegen diese aussprechen konnten. Grundsätzlich handelt es sich bei Social-Media-Richtlinien dieser Art um einen massiven Eingriff in die Meinungsfreiheit, der von Medien- und Informationsethik untersucht werden kann.

Abb.: Müssen ORF-Mitarbeitende künftig schweigen?

A Moral Menu for a Domestic Robot

LADYBIRD, the animal-friendly vacuum cleaning robot, was conceived in 2014 by Oliver Bendel and introduced at Stanford University (AAAI Spring Symposia) in 2017 and then implemented as a prototype at the School of Business FHNW. In the context of the project, a menu was proposed with which the user can set the morale of the vacuum cleaner robot. As the name implies, it spares ladybirds. It should also let spiders live. But if you want to have certain insects sucked in, you could define this via a menu. It is important that LADYBIRD remains animal-friendly overall. The idea was to develop a proxy morality in detail via the menu. The vacuum cleaner robot as a proxy machine does what the owner would do. In 2018 the moral menu (MOME) for LADYBIRD was born as a design study. It can be combined with other approaches and technologies. In this way, the user could learn how others have decided and how the personal morality that he has transferred to the machine is assessed. He could also be warned and enlightened if he wants to suck in not only vermin but also spiders.

Fig.: Moral menu for LADYBIRD

I Hurt Myself Today

Niemand sang das Lied von Schmerz und Leid so schön wie Johnny Cash: “I hurt myself today/To see if I still feel/I focus on the pain/The only thing that’s real”. Die Philosophie hat sich immer wieder mit dem Leiden beschäftigt, und dieses rückte bei Jeremy Bentham in den Mittelpunkt, mit der Aussage, “the question is not, Can they reason? nor, Can they talk? but, Can they suffer?” – sein Modell der normativen Ethik umfasste Menschen wie Tiere. Niemand will leiden, sich geißelnde Mönche ausgenommen, aber wenn die Fähigkeit zu leiden fehlt, ist dies ein Mangel. Forscher der Johns Hopkins School of Medicine haben nun, wie ICTkommunikation meldet, “eine neue Prothesenhaut entwickelt, die Schmerz und Berührungsintensität fühlen lässt”. Sie generiere elektrische Impulse, welche die Nerven im Oberarm stimulieren. “Es handelt sich bei der Haut um eine dünne Schicht aus Gummi und Stoff, die über den Fingerspitzen einer Prothese getragen wird.” (ICTkommunikation, 25. Juni 2018) Das neue Gadget wurde laut der Zeitschrift bereits an Amputierten getestet, die den Einsatz als “belebend” beschrieben haben. “Schmerz ist natürlich unerfreulich. Dennoch ist er essenziell und fehlt bei Prothesen, die Amputierten derzeit zur Verfügung stehen”, wird Luke Osborn von der amerikanischen Hochschule zitiert. Bei Johnny Cash ging es weiter mit den Worten: “The needle tears a hole/The old familiar sting/Try to kill it all away/But I remember everything.” Der Beitrag kann hier abgerufen werden.

Abb.: Hier überstrahlt das Glück der Zukunft den Schmerz der Gegenwart

MediaNight an der Hochschule der Medien

Die Weltpremiere des Kurzfilms “IGNARUS” findet am 5. Juli 2018 bei der MediaNight an der Hochschule der Medien in Stuttgart statt. Cara sitzt mit John, einem Wissenschaftler, so der Plot, in einem abgeschotteten Forschungsbunker auf einem fremden Planeten fest. Obwohl sie nur ein Hologramm und ein KI-System ist, verfügt sie über überaus menschliche Züge. Der Film wurde von der Schwesterplattform maschinenethik.net unterstützt. Auf der Website der Hochschule wird geworben: “In der Nobelstraße 10, 8 und 10a sind rund 110 Projekte aus nahezu allen Studiengängen der Hochschule zu sehen. Ihr Spektrum reicht von künstlerisch-kreativen Projekten bis hin zu alltagstauglichen Industrieanwendungen. Freuen Sie sich auf professionelle Computeranimationen, Kurz- und Dokumentarfilme, TV- und Tonproduktionen oder Software-Entwicklungen, Games und Printprodukte.” (Website Hochschule der Medien) Bei der MediaNight werden mehrere tausend Gäste erwartet. Weitere Informationen über www.hdm-stuttgart.de/medianight/#2824.

Abb.: maschinenethik.net ist mit dabei

Understanding AI & Us

The international workshop “Understanding AI & Us” will take place in Berlin (Alexander von Humboldt Institute for Internet and Society) on 30 June 2018. It is hosted by Joanna Bryson (MIT), Janina Loh (University of Vienna), Stefan Ullrich (Weizenbaum Institute Berlin) and Christian Djeffal (IoT and Government, Berlin). Birgit Beck, Oliver Bendel and Pak-Hang Wong are invited to the panel on the ethical challenges of artificial intelligence. The aim of the workshop is to bring together experts from the field of research reflecting on AI. The event is funded by the Volkswagen Foundation (VolkswagenStiftung). The project “Understanding AI & Us” furthers and deepens the understanding of artificial intelligence (AI) in an interdisciplinary way. “This is done in order to improve the ways in which AI-systems are invented, designed, developed, and criticised.” (Invitation letter) “In order to achieve this, we form a group that merges different abilities, competences and methods. The aim is to provide space for innovative and out-of-the-box-thinking that would be difficult to pursue in ordinary academic discourse in our respective disciplines. We are seeking ways to merge different disciplinary epistemological standpoints in order to increase our understanding of the development of AI and its impact upon society.” (Invitation letter)

Fig.: The Humboldt Box in Berlin

Therapie- und Pflegeroboter im Spiegel

Bei Spiegel Plus ist am 24. Mai 2018 der Artikel “Roboter als Altenpfleger – hier ist es bereits Realität” von Stefan Schultz erschienen. Es wird auf Therapie- und Pflegeroboter eingegangen, wie sie etwa in der Schweiz eingesetzt werden. “Sie spielen mit Dementen und heben Senioren aus dem Bett: Was passiert, wenn Roboter immer mehr Aufgaben in der Pflege übernehmen? Eine Reportage aus einem der fortschrittlichsten Altersheime der Welt.” (Spiegel, 24. Mai 2018) Dabei wird auch die Perspektive des Patienten eingenommen: “Für Irène Brehm, 65, ist es Liebe auf den ersten Blick. Fest hält sie die kleine Robbe im Arm, streichelt ihr Fell, liebkost ihre Schnurrhaare. Lacht, als die Robbe plötzlich losquiekt.” (Spiegel, 24. Mai 2018) Zu Wort kommt mehrmals der in Zürich lebende Wirtschaftsinformatiker und Roboterphilosoph Oliver Bendel. Er hat im September 2017 für die Daimler und Benz Stiftung den Ladenburger Diskurs zu Pflegerobotern ausgerichtet – der dazugehörige Herausgeberband (Open Access) erscheint bei Springer im Herbst 2018. Der Artikel ist kostenpflichtig. Der Teaser kann hier gelesen werden.

Abb.: Demente werden immer häufiger mit Therapierobotern konfrontiert

 

Bücher zur Ethik der Informationstechnik

Ariane Rüdiger hat in der iX 05/2018 die Bücher “300 Keywords Informationsethik: Grundwissen aus Computer-, Netz- und Neue-Medien-Ethik sowie Maschinenethik” und “3TH1CS – Die Ethik der digitalen Zeit” rezensiert: “Wer Literatur zum Einstieg in die Recherche zu Fragen rund um die Ethik der Informationstechnik sucht, kann beispielsweise auf die zwei folgenden Publikationen zurückgreifen. Sie befassen sich mit grundlegenden Debatten und Begriffen aus diesem weiten Feld. Zum einen das kurz und präzise gefasste Handbuch ’300 Keywords Informationsethik’ von Oliver Bendel, einem Vordenker der Roboterethik, der sich als Dozent für Wirtschaftsinformatik, Wirtschafts- und Informationsethik … seit Langem mit diesen Themen befasst. Das Handbuch beschreibt kurz und leicht verständlich, manchmal auch amüsant, alphabetisch geordnet und oft garniert mit praktischen, greifbaren Beispielen, was bestimmte informationsethische Begriffe in der Fachdiskussion genau bedeuten. Das reicht von Roboterethik bis zur informationellen Notwehr und von virtueller Realität bis zu Social-Media-Richtlinien. Bendel macht nicht den Fehler, seine Auffassungen zu bestimmten ethischen Fragen als allgemeinverbindlich zu erklären, sondern erwähnt stets auch abweichende Meinungen, was das broschierte Buch zu einer guten Grundlage für Diskussionen macht. Dazu trägt auch der übersichtliche Umfang bei. Wer einzelne Themen vertiefen möchte, über die gerade intensiv diskutiert wird, findet in der Veröffentlichung ’3TH1CS – Die Ethik der digitalen Zeit’ eine interessante, vielseitige und teilweise durchaus unterhaltsame Lektüre.” (iX, 05/2018)

Abb.: Die Rezension in der iX (Quelle: iX)

Über die Rechte von Robotern

Der Artikel “Haben Roboter Rechte?” von Oliver Bendel aus der Zeitschrift Edison (Ausgabe 2/2018) kann hier heruntergeladen werden. Die zuständige Disziplin für diese Frage ist die Roboterethik (bzw. die Roboterphilosophie). Während sich die Maschinenethik auf die maschinelle Moral und damit allenfalls verbundene Pflichten oder Verpflichtungen konzentriert, interessiert sich die Roboterethik auch für moralische Rechte von Maschinen, insbesondere von Robotern. Schon vor Jahrzehnten hat man über diese Frage nachgedacht, doch in letzter Zeit gibt es diesbezügliche Überlegungen und Forderungen, denen man als Ethiker etwas entgegensetzen muss. Denn Oliver Bendel ist der Meinung, dass Roboter keine Rechte haben, haben werden und haben sollen. In seinen Ausführungen zieht er Vergleiche mit Menschen, Tieren und Pflanzen (Tiere haben Rechte, Pflanzen nicht). Er erwähnt in “Haben Roboter Rechte?” auch Sophia, den humanoiden Roboter, dem in Saudi-Arabien die Staatsbürgerschaft verliehen wurde. Ihr wird in Edison zudem ein eigener Beitrag gewidmet.

Abb.: Haben Roboter Rechte?

Post-Drohne bringt Laborproben

“Nach Lugano und Bern steigen ab Ende Juni auch in der Stadt Zürich Drohnen mit Paketsendungen in die Luft.” Dies meldet der Tages-Anzeiger vom 13. Juni 2018. Es gehe dabei um Transporte im medizinischen Bereich. Bei der Drohne der Post, die in Zürich zum Einsatz kommt, handelt es sich um einen Quadrokopter “mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern, hergestellt von der amerikanischen Firma Matternet” (Tages-Anzeiger, 13. Juni 2018). “Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 10 Meter pro Sekunde, die Flughöhe liegt bei 100 bis 120 Metern über dem Boden. Die Drohne fliegt autonom auf einer vom Bundesamt für Zivilluftfahrt zertifizierten Route. Dank dem sogenannten Flarm-System ist sie für die Skyguides auf den Flughäfen Dübendorf und Kloten erkennbar.“ (Tages-Anzeiger, 13. Juni 2018) Medizinische Transporte in den Innenstädten können meist schneller als mit dem Auto durchgeführt werden, was etwa bei Laborproben von Bedeutung ist. Es kann allerdings Kollisionen mit anderen Drohnen und mit Vögeln geben, und ein Absturz kann für Fußgänger, Fahrradfahrer und Autofahrer gefährlich sein. Chancen und Risiken von Drohnen arbeitet ein Beitrag von Oliver Bendel aus dem Jahre 2015 heraus.

Abb.: Eine Drohne bringt ein Paket

Security and Privacy as Topics on Maui

Since the late 1960s, “the Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS) has been known worldwide as the longest-standing working scientific conferences in Information Technology Management” (Website HICSS). In 2019, one of the tracks is dedicated to the health sector. “Addressing the complexities of today’s healthcare issues requires more than one perspective. The Information Technology in Healthcare Track serves as a forum at which healthcare, computer science, and information systems professionals can come together to discuss issues related to the application of information technology in healthcare. In bringing technical, behavioral, clinical, and managerial perspectives together, this track provides a unique opportunity to generate new insights into healthcare problems and solutions.” (Website HICSS) The track includes the minitrack “Security and Privacy Challenges for Healthcare”: “Digitizing healthcare services can provide many new benefits and opportunities. However, it can also introduce new research challenges in terms of protecting the security and privacy security of patient data and electronic health records.” (Website HICSS) In the year 2019, the conference will take place on the island of Maui. Paper submission deadline is 15 June 2018, 11:59 pm HST. Further information is available on the HICSS website.

Fig.: On the island of Maui

SRF 2 Kultur zu Erotik 4.0

“Erotik 4.0 – Gedankenspiel Sexroboter” lautet der Titel einer Sendung bei SRF 2 Kultur, die am 13. Juni 2018 ab 9 Uhr ausgestrahlt wird. “In Dortmund gibt es ein Sexpuppen-Bordell, in Barcelona sogar schon ein Sexroboter-Bordell. Der Roboterphilosoph Oliver Bendel findet diese Entwicklung gefährlich. Denn noch wissen wir nicht, welche Folgen Sexroboter für uns Menschen haben, die empirische Forschung fehlt noch.” (Website SRF) Er spricht sich nicht gegen die Entwicklung aus, sondern ist eben dafür, Forschung in diesem Bereich zu betreiben und die Anwendung genau im Auge zu behalten. In der “Kontext”-Sendung geht es zunächst um Harmony. “Wer ist sie und was kann sie?” Dann wird die Frage gestellt: “Wie soll der Sexroboter aussehen?” Oliver Bendel denkt laut über das Aussehen von Sexrobotern abseits der Stereotype nach. Schließlich findet ein “Gedankenspiel” statt, und KI-Experte und Schachmeister David Levy, Roboterethikerin Kathleen Richardson und Roboterphilosoph Oliver Bendel kommen zu Wort. Weitere Informationen über www.srf.ch/sendungen/kontext/erotik-4-0-gedankenspiel-sexroboter.

Abb.: Wer ist sie und was kann sie?