Kategorie: Sendungen

Über Ubers Unfall

Bei einem Unfall mit einem Uber-Roboterauto ist in Tempe (Arizona) am 19. März 2018 eine Frau ums Leben gekommen. Sie schob ihr Fahrrad, als sie die Fahrbahn betrat. Der Insasse des Fahrzeugs griff nicht ein. Ralf Keuper vom Deutschlandfunk war am 20. März 2018 im Gespräch mit dem Roboterphilosophen, Informations- und Maschinenethiker Oliver Bendel, der 2012 eine Formel entwickeln ließ, die mögliche Unfallopfer qualifizieren und quantifizieren konnte, wobei er auf der European TA Conference in Prag, wo er diese Anfang 2013 vorstellte, davon abriet, sie autonomen Autos mitzugeben. Er plädiert seit Jahren dafür, hoch- und vollautomatisierten Individualverkehr in erster Linie auf Autobahnen stattfinden zu lassen. Was Uber und Co. in amerikanischen Städten machen, hält er für leichtfertig, unabhängig vom aktuellen Fall. Immer wieder hat er sich auch ein Bild vor Ort gemacht, etwa in San Francisco, wo selbstständig fahrende Autos im dichtesten Verkehr anzutreffen sind. Er rät dazu, solche Tests einzustellen. Der Beitrag “Das automatisierte Auto hat noch einen sehr langen Weg vor sich” wurde in der Sendung “Forschung aktuell” ausgestrahlt und ist über www.deutschlandfunk.de/forschung-aktuell.675.de.html aufrufbar.

Abb.: Oliver Bendel bei Audi (Foto: Audi)

Wie Roboter Gefühle in uns auslösen

In Radio SRF 3 (Input) wurde am 28. Januar 2018 zwischen 20.00 bis 21.00 Uhr die Sendung “Wie Roboter Gefühle in uns auslösen” ausgestrahlt. “Immer mehr Roboter kommen in unser Leben. Schon jetzt mähen sie unsere Rasen und betreuen uns im Alter. Wie müssen Roboter sein, damit wir sie akzeptieren, sie sympathisch finden und Seite an Seite mit ihnen arbeiten und leben können? Input-Redaktorin Mariel Kreis will es herausfinden – anhand der Roboter-Robbe Paro für demente Menschen, den beiden humanoiden Robotern Sophia und Pepper. Und anhand ihres eigenen Staubsauger-Roboters Franz.” (Website Radio SRF 3) Im Gespräch war Mariel Kreis mit Prof. Dr. Oliver Bendel, Informations- und Maschinenethiker aus Zürich, und Dr. Martina Mara, Roboterpsychologin aus Linz. Die Sendung kann über www.srf.ch/sendungen/input/wie-roboter-gefuehle-in-uns-ausloesen aufgerufen werden.

Abb.: Auch um Pepper geht es im Schweizer Radio

Gefühle gegenüber künstlichen Tieren

Paro wird in der Therapie eingesetzt, etwa um Dementen und Autisten zu helfen. Unter dem Fell hat der Roboter, der einer Babysattelrobbe nachempfunden ist, verschiedene Sensoren, mit denen er Helligkeit, Temperatur, Geräusche sowie Berührungen registrieren kann. Er ist ein erinnerungsfähiges und selbstlernendes System. Er dreht den Kopf in die Richtung eines Sprechenden und reagiert auf seinen Namen, den man ihm beigebracht hat. Warum und wie löst Paro Gefühle in uns aus? Dieser Frage geht SRF in seiner Sendung “Input KOMPAKT: Wie die Roboter-Robbe Gefühle in uns auslöst” vom 24. Januar 2018 nach. Zu Wort kommt auch der Informations- und Maschinenethiker Oliver Bendel, der in Zürich lebt. Er beschäftigt sich aus ethischer Sicht intensiv mit Operations-, Therapie- und Pflegerobotern. Zu Pflegerobotern hat er im September 2017 zusammen mit der Daimler und Benz Stiftung eine Konferenz durchgeführt. Das Buch zur Konferenz erscheint im Sommer 2018 bei Springer.

Abb.: Gefühle gegenüber echten Tieren

Wird uns die künstliche Intelligenz überflügeln?

“Der Traum, gottgleich etwas zu schaffen, ist dem Menschen eigen. Schon in der menschlichen Ideengeschichte gab es immer beides: Utopie und Dystopie. Mit Hilfe von Computern … ist es gelungen, eine künstliche Intelligenz zu kreieren, die uns nicht nur beim Go oder Pokern schlägt oder als Sprachassistentin behilflich ist.” Die Debatte um KI-gesteuerte Waffen, menschenähnliche Roboter oder selbstfahrende Autos zeige, “dass hier auch neue grundlegende ethische Fragen aufgeworfen werden”. “Die Sendung will Fakten und Einsichten zum Thema liefern.” (Website MDR Kultur) So MDR Kultur in der Ankündigung der Sendung “Auslaufmodell Mensch – wird uns die künstliche Intelligenz überflügeln?” vom 24. Januar 2018. Zu Wort kam am Ende der Informations- und Maschinenethiker Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Die einzelnen Beiträge können über die Website des MDR aufgerufen werden.

Abb.: Oliver Bendel am Campus Brugg-Windisch (Foto: Dominik Büttner)

Love Story der Zukunft?

Die Redaktion “Jäger und Sammler” von funk traf sich Ende 2017 in Berlin mit Oliver Bendel. In seinem Hotelzimmer sprach man über Sexroboter und Robotersex. Auch Kathleen Richardson wurde interviewt, per Videokonferenz. Der Filmbeitrag wurde am 3. Januar 2018 veröffentlicht. Während der Informations- und Maschinenethiker, der in Zürich lebt, eine neutrale Position einnimmt und Chancen und Risiken herausarbeitet, hat sich die Anthropologin von der Universität Leicester dem Kampf gegen Sexroboter verschrieben. Der Sender stellt sich wie folgt vor: “Hey, wir sind funk … und sowas wie die kleine Schwester von ARD und ZDF. Uns gibt es aber nur im Internet, nicht im Fernsehen. Wir veröffentlichen auf über 60 verschiedenen Kanälen unterhaltende, informierende, kritische und hoffentlich fesselnde Videos. funk-Kanäle findet man auf Plattformen wie YouTube, Facebook, Instagram und Snapchat. Aber wir haben auch ein Zuhause: Hier bei funk.net gibt es alle funk-Videos auf einen Schlag und eine Auswahl internationaler Serien.” (Website funk) Der Beitrag “Sexroboter: Love Story der Zukunft?” ist u.a. über https://www.youtube.com/watch?v=GvOu9QFnl_A aufrufbar.

Abb.: Love Story der Zukunft?

Maschinen sind und bleiben Maschinen

“Sex mit Maschinen” – so der Titel eines Beitrags auf SWR2 vom 19. Juli 2017 zu Sexrobotern und Robotersex. “Revolutionieren Roboter das Liebesleben?” – dies fragt der Untertitel. Im Beitrag geben u.a. Petra Grimm von der Hochschule der Medien in Stuttgart und Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW die Antworten. Petra Grimm erwähnt Galatea als frühe Liebesmaschine: “Wenn Sie an den Pygmalion-Mythos denken, weil er Verdruss über die Frauen hatte, die es dort gab, sich selbst so eine Elfenbeinfigur schuf, und die wurde dann lebendig und gebar ihm einen Sohn. Aus allen verschiedenen Kulturen haben wir dieses Phänomen, aus Materie sich einen Partner, meistens eine Partnerin zu schaffen.” Und auch Oliver Bendel verweist auf eine lange Tradition: “… dass Menschen Emotionen zu Maschinen entwickeln, das ist klar, das passiert auch schon lange, wir haben auch ein enges emotionales Verhältnis zu unserem Auto”. Wir können unser Auto lieben, wir können auch Sexroboter lieben, auf noch eindrücklichere Weise, aber wir bekommen, was die Gefühle anbetrifft, nichts von ihnen zurück. Maschinen sind und bleiben Maschinen.

Abb.: Maschinen sind und bleiben Maschinen

Küsse aus der Ferne

“Internet Of (Sex) Things” war der Titel eines Beitrags in der Sendung Zündfunk im Bayerischen Rundfunk vom 5. Mai 2017. Helene Reiner hatte im Vorfeld verschiedene Interviews geführt, etwa mit Dr. Beatrice Wagner, Sexualtherapeutin aus München-Bogenhausen, und Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Es ging um Kissenger, den Aufsatz für das Smartphone für Küsse aus der Ferne, und um Harmony, die Liebespuppe der kalifornischen Firma RealDoll. Oliver Bendel ist der Meinung, dass Sexroboter und Liebespuppen eine Nische bleiben werden. Sie können für Abwechslung sorgen und eine Bereicherung sein. Allerdings können sie auch Daten saugen und so den Datenschutz und die informationelle Autonomie gefährden. Sie beobachten und belauschen ihren Benutzer und geben die Daten potenziell an Dritte weiter. Der Informations- und Maschinenethiker weist aber darauf hin, dass dieses Problem bei vielen mobilen Servicerobotern vorhanden ist und man generell darauf reagieren muss. Die Sendung wurde moderiert von Caro Matzko und Ralf Summer und kann über www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/langer-freitag-im-zuendfunk-mit-caro-matzko-und-ralf-summer-102.html nachgehört werden.

Abb.: Küsse aus der Ferne

Space-X und Kill Switch

Das private US-Raumfahrt-Unternehmen Space-X will erneut eine Rakete ins All schießen. So beginnt die Beschreibung eines Podcasts auf SRF4 vom 13. Januar 2017. “Dies nachdem vor 4 Monaten eine Transport-Rakete von Space-X in Flammen aufging. Beim neuen Versuch sind Satelliten im Wert von über 3 Milliarden Dollar an Bord.” (Website SRF4) Der Podcast wird eröffnet mit Statements von Oliver Bendel zu einem Papier, das im Europäischen Parlament vorgestellt wurde und die Regulierung von Robotern und KI-Systemen zum Ziel hat. Das Papier hatte der Wirtschaftsinformatiker, Maschinenethiker und Informationsethiker im Sommer 2016 auf Wunsch eines Abgeordneten des Europäischen Parlaments diskutiert und kommentiert. Oliver Bendel wurde in einem Live-Interview am Morgen von Hans Ineichen befragt, u.a. zur Frage der Haftung und Verantwortung bei einem Unfall mit einem selbstfahrenden Auto und zu dem sogenannten “kill switch”, einem Schalter, mit dem man die Maschine im Notfall abschalten kann. Einige der Aussagen wurden in den Podcast aufgenommen. Dieser kann über www.srf.ch/sendungen/4×4/neue-hoffnung-bei-space-x heruntergeladen werden. Neben Space-X und Roboterrecht und -moral sind noch Fake-News bei Facebook ein Thema.

Abb.: Space-X

Münchhausen-Maschine

“Die Münchhausen-Maschine” – so der Titel eines Beitrags am 7. Januar 2017 bei Deutschlandradio Kultur (Breitband, 13.05  – 14.00 Uhr). “Können Maschinen lügen? Wenn man sie so programmiert wie der Maschinenethiker Oliver Bendel seinen Lügenbot, dann schon. Der produziert auf Basis von zehn Lügenstrategien Aussagen wie ‘Angela Merkel ist Bundeskanzlerin und die beste Rapperin der Welt’. Was können wir mit dieser ‘Lügen-Maschine’ herausfinden, wie dieses Wissen nutzen? Darüber sprechen wir mit seinem Erfinder Oliver Bendel.” (Website Deutschlandradio Kultur) Zudem geht es in der Sendung um Racial Profiling: “Der Tweet der Kölner Polizei mit dem Ausdruck ‘Nafri’ sorgte für Verärgerung im Netz. Aber er machte auf etwas aufmerksam, was in der Polizeiarbeit schon länger Praxis ist: Racial Profiling. Diese diskriminierende Ermittlungsmethode wird nicht nur von Menschen, sondern auch von Computern angewendet.” (Website Deutschlandradio Kultur) Und um Predicitive Policing, also “das Prinzip, mit Hilfe von Daten, statistischen Auswertungen und Profiling-Algorithmen Verbrechen erkennen und verhindern zu können”. “Wie viele Vorurteile im Predictive Policing stecken und wie die Polizei hierzulande arbeitet, hat sich Philip Banse gefragt.” (Website Deutschlandradio Kultur) Weitere Informationen über www.deutschlandradiokultur.de.

Abb.: Auch Pinocchio war ein Meister der Lüge

Gefahren und Chancen der Digitalisierung

“Gefahren und Chancen der Digitalisierung” – so der Titel einer Sendung im “Treffpunkt Europa” bei Euranet Plus, dem Radionetzwerk für EU-Nachrichten. Die Journalistin Urte Modlich ist im Gespräch mit Oliver Bendel, Professor an der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Auf der Website wird erklärt, worum es geht: “Mit Hilfe einer klaren Strategie will die EU-Kommission die Digitalisierung der europäischen Wirtschaft vorantreiben – das Ziel dahinter: Europa soll im Wettbewerb mit der Welt bestehen können.” (Website Euranet Plus) Oliver Bendel erklärt, was das Internet der Dinge und was eine Public bzw. eine Private Cloud ist – und stellt technische Lösungen vor, die Nutz- und Wildtieren helfen können. Auch auf den Initiativbericht zu “Civil Law Rules on Robotics”, der von ihm auf Wunsch eines Abgeordneten des EU-Parlaments kommentiert wurde, geht er ein. Die Sendung mit insgesamt fünf Interviewteilen wurde am 6. November 2016 zum ersten Mal ausgestrahlt und kann über www.euranetplus.de/2016/11/06/gefahren-und-chancen-der-digitalisierung-treffpunkt-europa/ abgerufen werden.

Abb.: Zwischen Barcode und WiFi

Am seidenen Faden

Beim Cybathlon in der SWISS Arena in Kloten bei Zürich, veranstaltet von der ETH Zürich, traten Sportler mit Behinderungen gegeneinander an. Aus der ganzen Welt waren die Teams angereist. Das Publikum ging begeistert mit, als das virtuelle Rennen mit Gedankensteuerung, das Fahrradrennen mit Muskelstimulation sowie der Armprothesen-, Beinprothesen- und Rollstuhl-Parcours stattfanden. Spektakulär der Exoskelett-Parcours, bei dem sich die Sportler langsam und konzentriert vorwärts bewegten, eine Tür öffneten und schlossen, von Stein zu Stein schritten und sich und ihren Apparat voller Freude über die Ziellinie brachten. Über den Köpfen der Zuschauer und Sportler schwebte eine Helium-Drohne, die an einem seidenen Faden zu hängen schien. Fünfmal war der Moderator Tobias Müller im Gespräch mit Oliver Bendel, dem Informations- und Maschinenethiker, der bei diesem Anlass vor allem Informations- und Roboterethiker war, den Einsatz von Implantaten, Prothesen und Robotern einordnend und bewertend. Einmal war Lino Guzzella mit dabei, der ETH-Präsident, einmal Robert Riener, der Initiator und Organisator des Cybathlon. Der Ethiker betonte immer wieder, dass gegen die technische Erweiterung aus Sicht der Ethik nichts spricht, wenn es um erwachsene, verständige Menschen geht, die ihre Autonomie oder Performanz verbessern wollen. Auch nicht, wenn es sich um gesunde Menschen handelt, wobei man bei diesen sicherlich körperliche Risiken bedenken muss. Anders sieht die Sache nach Meinung von Oliver Bendel aus, wenn die Benutzer nicht frei sind, nicht frei entscheiden können, etwa als Arbeitnehmer oder Soldaten, die Exoskelette tragen müssen. Diese rücken uns förmlich auf den Leib, und es sollte die individuelle Entscheidung bleiben, ob man sie tragen will oder nicht. Der Cybathlon wurde von SRF und 3sat unter dem Titel “SRF Menschmaschine” live übertragen.

Abb.: Helium-Drohne über dem Wettkampffeld

Verlieben wir uns bald in Roboter?

In 10vor10 vom 7. Oktober 2016 fragte Romana Kayser vom SRF: “Verlieben wir uns bald in Roboter?” Auf der Website der Sendung wird erklärt: “Roboter werden immer effizienter und dringen in immer mehr Bereiche unseres Lebens vor. Steuern wir auf eine Zukunft hin, in der Menschen und Roboter nebeneinander – oder gar miteinander leben? Können Menschen echte Gefühle für Roboter entwickeln? Ein Blick auf Japan, eines der roboterbegeistertsten Länder der Welt.” Zu Wort kommt Oliver Bendel, Informations- und Maschinenethiker an der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Er hat Beiträge zu Pflege-, Therapie- und Sexrobotern veröffentlicht und interessiert sich in seiner Forschung für die Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Er ist der Ansicht, dass diese immer einseitig bleiben wird und die Maschine darauf ab und zu hinweisen sollte; zugleich sei die Ideengeschichte voll mit Beispielen der Zuwendung zu künstlichen Kreaturen, von Pygmalions Liebe zu seiner Galatea bis hin zu Calebs Gefühlen für Ava in “Ex Machina”. Insofern ist eine Beziehung vorstellbar und möglich und vielleicht Inspiration für Kulturen und Individuen. Der Beitrag mit einer Länge von fast fünf Minuten kann über www.srf.ch/play/tv/10vor10/video/verlieben-wir-uns-bald-in-roboter?id=bdd4145c-4893-4805-b63f-9b1b310de1dd aufgerufen und heruntergeladen werden.

Abb.: Oliver Bendel im Interview in 10vor10

Chancen für Menschen mit Behinderung

“Aus dem Rollstuhl auf die Beine – der Roboter macht’s möglich” – das ist der Titel einer SRF-Doppelpunkt-Sendung am 4. Oktober 2016 ab 20 Uhr. “Was klingt wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film, ist bereits Wirklichkeit: Dank speziellen Roboteranzügen können Rollstuhlfahrer wieder aufrecht gehen.” (Website SRF) Der Doppelpunkt “gibt einen Einblick ins Training und fragt bei Forschern nach, was heute möglich ist und wo die Chancen für Menschen mit Behinderung liegen” (Website SRF). “Die Sendung beleuchtet auch die Frage, was geschieht, wenn Roboter-Technologien dazu verwendet werden, um gesunde Menschen leistungsfähiger zu machen: Wo liegen hier die Grenzen – technisch und ethisch?” (Website SRF) Zu den ethischen Fragen war Romana Kayser im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Bendel. Er wird auch den Cybathlon am Samstag, 8. Oktober 2016, begleiten. Bei diesem Wettkampf in der sogenannten SWISS Arena in Kloten bei Zürich treten Athleten mit Behinderungen mit Hightech-Prothesen und Exoskeletten gegeneinander an. Weitere Informationen zur Doppelpunkt-Sendung über www.srf.ch/sendungen/doppelpunkt/aus-dem-rollstuhl-auf-die-beine-der-roboter-macht-s-moeglich.

Abb.: Athlet mit Hightech-Prothese (Foto: ETH Zürich/Alessandro Della Bella)

Wenn Gedanken den Computer steuern

SRF3 Input bringt am 2. Oktober 2016 kurz nach 20 Uhr den Beitrag “Menschmaschine: Wenn Gedanken den Computer steuern und umgekehrt”. “Heute können wir Computergames mit der Kraft der Gedanken spielen. Die Schnittstelle zwischen Hirn und Computer ermöglicht es auch gelähmten Menschen, Dinge wieder selbst in die Hand zu nehmen. Nur, wohin führt das?“ (Website SRF) Zu Wort kommt u.a. Kevin Warwick, Deputy Vice-Chancellor für Forschung an der Coventry University. “Prior that he was Professor of Cybernetics at The University of Reading, England. His research areas are artificial intelligence, control, robotics and biomedical engineering.” (Website Warwick) Zu Wort kommt auch Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW, der mit der Journalistin und Moderatorin Sabine Meyer im Gespräch war. Sie unterhielten sich auf dem Campus Brugg-Windisch über autonome Autos und Waffen sowie über Chancen und Risiken von Gedankensteuerung und -lesen. Die Input-Macher seien, so die Website, Grubenarbeiter. “Sie graben sich in einem Thema fest. Bringen Fakten ans Tageslicht. Schälen den Kern der Sache heraus. Tragen Meinungen zusammen. Bilden Stimmungen ab. Fördern Analysen zutage.” (Website Input) Weitere Informationen über www.srf.ch/sendungen/input.

Abb.: Wenn Computer die Gedanken lesen

Eingeschränkt wahrnehmungsbereit

Im ARD-Mittagsmagazin vom 27. Juli 2016 stand Oliver Bendel als Technikphilosoph und Maschinenethiker der Moderatorin Hannelore Fischer Rede und Antwort. Zuvor war ein Film zum automatisierten Fahren gebracht worden. Der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ist sozusagen auf der Überholspur und lässt Bedenken, so ist es manchen der Stimmen zu entnehmen, die zu hören sind, weit hinter sich. Womöglich wird “wahrnehmungsbereit”, enthalten in der aktuellen Gesetzesvorlage, sogar Begriff des Jahres – der Interpretationsspielraum ist auf jeden Fall nicht weniger groß als die Bedenken. Der Fahrer soll wahrnehmungsbereit sein, wenn er sich auf das Autoauto verlässt, und weil er dieses voll nutzen will, wird er es nur eingeschränkt sein. In seinen Antworten versucht Oliver Bendel zu vermitteln. Er hat nichts gegen automatisiertes Fahren, ist aber der Meinung, dass es in erster Linie auf der Autobahn stattfinden soll, in der “natürlichen Umgebung” des Automobils. Städte seien zu komplex; während die Maschine dort in zahlreiche Unfälle verwickelt sein und die eine oder andere falsche (u.U. auch in moralischer Hinsicht schlechte) Entscheidung durch sie getroffen wird, ergeht es ihr auf der Autobahn, wenn es sich nicht gerade um einen amerikanischen Highway mit Wendemöglichkeit handelt, ganz anders, ist sie in ihrem Element, und die seltenen Unfälle – viele kann das Auto vermeiden helfen – wird die Gesellschaft verschmerzen können. Er ist ebenso wie Alexander Dobrindt der Meinung, dass automatische und autonome Autos nicht Menschen qualifizieren sollen, hält aber auch das Quantifizieren für nur bedingt tauglich. Eine befriedigende Lösung, die von der Ethikkommission, die vom Bundesverkehrsminister eingesetzt wird, erarbeitet werden könnte, sieht er im Moment nicht. Weitere Informationen über http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/mittagsmagazin/index.html; dort kann auch einige Wochen lang der Podcast aufgerufen werden.

Abb.: Live-Schaltung aus Zürich

Zurück in die Zukunft

Das Bayerische Fernsehen (BR Fernsehen) hat Oliver Bendel im Mai 2016 ins Verkehrszentrum des Deutschen Museums nach München eingeladen und dort ein Gespräch mit ihm geführt. “Mit über 4500 Exponaten zählen die Sammlungen des Landverkehrs zu den größten, wertvollsten und ältesten Sammlungen des Deutschen Museums.” (Website Verkehrszentrum) Es ging um autonome Autos und den Verkehr der Zukunft. Der Philosoph und Wirtschaftsinformatiker sprach sich dafür aus, die Autobahnen dafür vorzusehen und die Städte weitgehend zu verschonen. Im Museum war ein Prototyp von Daimler ausgestellt, bei dem das autonome Fahren bereits Mitte der 90er-Jahre mit Hilfe von Fernsehkameras realisiert wurde. Im Ankündigungstext wird unter dem Titel “Auch eine Frage der Moral” der Inhalt des Films skizziert und auf Dilemmata eingegangen: “Es gibt viele offene Fragen: Wie verhält sich ein autonomes Fahrzeug in einer Gefahrensituation? Was macht das Auto, wenn plötzlich ein kleines Mädchen vor ihm auf die Straße läuft? Was, wenn der Fahrer das Kind nur verschonen kann, indem er ausweicht, aber dadurch zum Beispiel einen Senioren gefährdet? Ist ein junges Leben mehr wert als ein älteres?” (Website BR) Das Gespräch mit Oliver Bendel führte Patrick Lerch, ausgestrahlt wird der Beitrag voraussichtlich – ursprünglich eingeplant für den 1., dann für den 8. Juni 2016 – am 13. Juli 2016. Weitere Informationen über www.br.de/br-fernsehen/sendungen/kontrovers/autonomes-fahren-selbstfahrende-autos-ethik-100.html.