Kategorie: Empfehlungen

Übernahme von KUKA

Vom Deutschen Bundestag, genauer gesagt vom Ausschuss Digitale Agenda, wurde Oliver Bendel im Vorfeld der Anhörung vom 22. Juni 2016 als Sachverständiger zu seiner Meinung zur Rolle von Deutschland bei der Entwicklung von Robotern befragt. Er hat dazu u.a. ausgeführt: “In Deutschland sind wichtige Robotikunternehmen angesiedelt, wie Krones und KUKA, weiterhin solche Unternehmen, die integrierende Elemente anbieten, sowie solche, die erfolgreich traditionelle Produkte in Roboter verwandeln, etwa Staubsauger oder Automobile. Zudem hat es wichtige Forschungseinrichtungen, die die Disziplin der Künstlichen Intelligenz vertreten.” Mit Blick auf KUKA und bestimmte Start-ups führte er aus: “Es ist wichtig, dass Know-how im Land bzw. in Europa bleibt und führende Robotikunternehmen nicht verkauft werden. Die Forschung zur Robotik, auch zur sozialen Robotik, ist auszubauen. Robotik muss zudem noch interdisziplinärer werden. Psychologie, Philosophie und andere Disziplinen, die beitragen können, sind an den Hochschulen zu stärken und in den Curricula zu erweitern. In Europa kann, vor dem Hintergrund der Aufklärung, des Humanismus und einer einflussreichen Tradition der philosophischen Reflexion, ein eigener Zugang zur Robotik geschaffen werden, der nicht technikzentriert, sondern menschen- und tierbezogen ist.” In den Medien wird in diesen Tagen über eine Übernahme von KUKA durch den chinesischen Konzern Midea berichtet. Die Anhörung kann über www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2016/kw25-pa-digitale-agenda/427996 aufgerufen werden.

Information Cultures in the Digital Age

Jared Bielby announced in these days that “Information Cultures in the Digital Age: A Festschrift in Honor of Rafael Capurro” is complete “and set to be published by Springer in July 2016″ (Information via ICIE mailing list). “Matt Kelly and I have had the privilege of working with some of the most forward thinking scholars of the field during our time as editors for this very important volume on information culture and practice.” (Information via ICIE mailing list) The Co-chair of the International Center for Information Ethics declared: “For several decades Rafael Capurro has been at the forefront of defining the relationship between information and modernity through both phenomenological and ethical formulations. In exploring both of these themes Capurro has re-vivified the transcultural and intercultural expressions of how we bring an understanding of information to bear on scientific knowledge production and intermediation. Capurro has long stressed the need to look deeply into how we contextualize the information problems that scientific society creates for us and to re-incorporate a pragmatic dimension into our response that provides a balance to the cognitive turn in information science.” (Information via ICIE mailing list) With contributions from 35 scholars from 15 countries, the book “focuses on the culture and philosophy of information, information ethics, the relationship of information to message, the historic and semiotic understanding of information, the relationship of information to power and the future of information education” (Information via ICIE mailing list). Further information at www.infoculturesbook.com.

Fig.: Selfies belong to the digital age

Mobile Connectivity im Unternehmen

Der Themenschwerpunkt “Mobile Connectivity” des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen schreibt nach Angaben der Veranstalter die Tradition des Forums fort, jedes Jahr die aktuelle Innovationsstufe bei mobilen Unternehmensanwendungen in den Blick zu nehmen. Tablets und Smartphones seien in Workplace Solutions heute selbstverständlich; nun werde unter dem Begriff “Smart Connected Devices” auch das Potenzial von vernetzten Brillen, Armbändern und Handschuhen in Mobile-Business-Lösungen untersucht, integriert und ausgeschöpft. “Das #mbforum16 greift diese Themen in Keynotes und interaktiven Formaten auf.” (Website Mobile Business Forum) An der Paneldiskussion zu “Future Mobile Innovation: Visions, Business, Barriers” nehmen Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW), Christoph Gugl (Helbling Technik AG), Reto C. Zbinden (Swiss Infosec AG) sowie Dr. Pekko Vehviläinen (“Most quantified Man in Finland”) teil. Oliver Bendel ist als Informationsethiker eingeladen. Er hat bereits über Human Enhancement und über Wearables gearbeitet. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zu den Referentinnen und Referenten über mbforum.iwi.unisg.ch.

Abb.: Mobile Connectivity wird immer wichtiger

IT-Jobs mit Sex-Appeal

Im FNT Kundenmagazin 2 (März 2016) ist ein Beitrag von Alexander Freimark mit dem Titel “IT-Jobs mit Sex-Appeal” erschienen. Darin werden neue Rollen und Berufe wie Data Scientist, Cyber-Security-Experte, Chief Service Officer und Maschinenethiker genannt. Datenwissenschaftler “entwickeln Modelle, um betrügerische Transaktionen von Kreditkarten, Störungen in Produktionsabläufen oder beleidigende Kommentare in Online-Foren zu erkennen” (FNT Kundenmagazin 2, März 2016). Dr. Angelika Voss verantwortet am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS das dazu passende Schulungsprogramm: “In der Regel sind unsere Teilnehmer Mitarbeiter von Unternehmen, die sich in der Datenanalyse auskennen, IT-affin sind – und die darüber hinaus noch verstehen, wie in ihrer Branche Geld verdient wird.” (FNT Kundenmagazin 2, März 2016) Die Sicherheitsexperten für den virtuellen Raum können sich “in die Denkweise der Kriminellen hineinversetzen” und können “Angriffe schon im Vorfeld verhindern” (FNT Kundenmagazin 2, März 2016). Der CSO ist “eine Art Coach der Service-Organisation” (FNT Kundenmagazin 2, März 2016). Zum Jobprofil des Maschinenethikers erläutert Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW: “In Zukunft müssen wir mehr nach der Moral von Maschinen fragen, weil immer mehr autonome und teilautonome Systeme Entscheidungen mit moralischen Implikationen treffen.” (FNT Kundenmagazin 2, März 2016) Dabei gehe vor allem auch darum, die Folgen der Entscheidungen abzuwägen. Der Artikel wurde vom Autor freundlicherweise zur Verfügung gestellt und kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Der Cyber-Security-Experte wendet heute andere Methoden an

Beitrag zu disruptiven Technologien

“Disruptive Technologien”, so beginnt ein neuer Beitrag im Wirtschaftslexikon von Gabler, “unterbrechen die Erfolgsserie etablierter Technologien und Verfahren und verdrängen oder ersetzen diese in mehr oder weniger kurzer Zeit. Sie verändern auch Gewohnheiten im Privat- und Berufsleben.” Weiter heißt es: “Oft sind sie zunächst qualitativ schlechter oder funktional spezieller, was mit ihrer Digitalisierung zusammenhängen kann, und gleichen sich dann nach und nach an ihre Vorgänger an bzw. übertreffen diese in bestimmten Aspekten. Das umstrittene Prinzip geht auf den amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler und Geistlichen Clayton M. Christensen zurück, der nach Ursachen für das Scheitern von Unternehmen suchte.” Oliver Bendel diskutiert den Begriff und stellt das Phänomen dar und geht am Ende kurz auf die ethische Dimension ein: “Die Informationsethik widmet sich den Chancen und Risiken disruptiver Technologien für die Informationsgesellschaft, die Wirtschaftsethik den Konsequenzen für Staat, Unternehmen, Mitarbeiter und Kunden.” Der Beitrag, erschienen am 5. April 2016, kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/disruptive-technologien.html aufgerufen werden.

Abb.: Auch das Tablet gehört zu den disruptiven Technologien

CSR im Informationszeitalter

“Unternehmensverantwortung gegenüber der Informationsgesellschaft” lautet der Titel eines Beitrags von Oliver Bendel für das OCG Journal (1/2016). Es handelt sich um eine Überarbeitung des Artikels “Unternehmensverantwortung im Informationszeitalter” für die Netzwoche. Es werden Begriffe der Wirtschafts- und der Informationsethik geklärt, und es wird auf CSR eingegangen. Dazu heißt es: “Die Frage, was Corporate Social Responsibility ist, muss im Informationszeitalter und gegenüber der Informationsgesellschaft neu beantwortet werden. Die Wirtschaftsethik hat sich … mit der Informationsethik zusammenzuschließen.” Den konkreten Aktivitäten widmen sich die letzten Zeilen: “In Deutschland hat man entsprechende Institute und Lehrstühle eingerichtet, und auch in der Schweiz engagiert man sich, an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur und an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten und Brugg-Windisch mit dem Fach Informationsethik. In Österreich haben die Kritischen Bibliothekarinnen und Bibliothekare im Jahre 2015 eine Tagung zum Thema veranstaltet.” Das Heft der Österreichischen Computer Gesellschaft, das den Schwerpunkt “Wirtschaftsethik in der digitalen Welt” hat, kann über www.ocg.at/sites/ocg.at/files/medien/pdfs/OCG-Journal1601.pdf heruntergeladen werden.

Abb.: Die Ethik gewinnt an Bedeutung

Neuerscheinung zur Moral in der Maschine

Die Maschinenethik hat die Moral von Maschinen zum Gegenstand. Die meisten ihrer Vertreter und Anhänger sitzen in den USA, doch auch in Europa wächst das Interesse am Thema. Philosophen, Robotiker oder Experten für Künstliche Intelligenz stellen sich Fragen dieser Art: Können Maschinen gut oder böse sein? Kann man von einer Moral der Maschinen sprechen? Verwendet man Regeln oder Fälle? Hat die Maschinenethik eine Existenzberechtigung? Ist sie Konkurrenz oder Pendant zur Menschenethik? Letzten Endes geht es darum, ob bzw. wie man (teil-)autonomen Systemen so etwas wie Moral beibringen kann. Untersucht und erweitert werden unter anderem Chatbots, Serviceroboter, autonome Drohnen, ob zivil oder militärisch genutzt, und selbstständig fahrende Autos. Im Telepolis-Buch “Die Moral in der Maschine” (Heise Medien), erschienen im Februar 2016, finden sich (populär-)wissenschaftliche und journalistische Beiträge von Oliver Bendel aus den Jahren 2012 bis 2016 zur Roboterethik und zur Maschinenethik. Sie sind in ganz unterschiedlichen schweizerischen und deutschen Zeitungen und Zeitschriften sowie auf einschlägigen Plattformen erschienen und widmen sich technischen Implementierungen, vor allem aber philosophischen Implikationen.

Abb.: Auch das Trolley-Problem kommt im Buch vor, als Roboterauto-Problem

Lektionen des Alters

Prof. Dr. Helmut Bachmaier hat mit “Lektionen des Alters” ein gehaltvolles und lesenswertes Buch vorgelegt, das u.a. in die Altersethik einführt. Im Vorwort findet sich auch die Perspektive der Informationsethik: “Leben wir bereits in einer Wirklichkeit, die einem Panoptikum gleicht? Das Panoptikum des utilitaristischen Philosophen Jeremy Bentham (1748-1832) bezog sich auf den Bau von Gefängnissen, übertragbar auf Fabrikanlagen, die von der Mitte, von einem Punkt, von einem Turm aus völlig überwacht werden können: Ein Einzelner kann gleichzeitig viele kontrollieren. Oder wird uns ‘Big Brother’ heimsuchen? Bei George Orwell … ist der Große Bruder der fiktive Diktator eines totalitären Staates, der die Kontrolle seiner Bürger hemmungslos durchführt und keinerlei Privatsphäre mehr zulässt. Jüngst hat Dave Eggers in seinem Roman ‘The Circle’ (2014) den ‘Silicon-Valley-Horror’ (NZZ) einer Welt der totalen Vernetzung anschaulich und plausibel vorgeführt, und zwar anhand einer Firma, die Google, Facebook, Twitter und Apple in eins ist. Eine von dort verliehene Internetidentität ersetzt unsere Individualität und degeneriert uns zu ohnmächtigen Subjekten. Sicher wird uns in solcher Umgebung klargemacht, was im Alter notwendig ist und wie wir leben müssen.” Und sicher sind es solche Gedanken wert, weitergesponnen zu werden, bis hin zu einer Informationsethik des Alters oder einer Altersethik der Informationstechnologie. Das Buch des Literaturwissenschaftlers und Alternsforschers hat 216 Seiten und ist 2015 bei Wallstein erschienen.

Abb.: Das Handy wird von allen Generationen genutzt

Maschinenethik im Comicheft

Yps war jahrzehntelang das Kultheft für Kinder. Diese fieberten vor allem den Gimmicks entgegen, von denen sich einige bis heute im kollektiven Gedächtnis erhalten haben, etwa der Solarzeppelin, das Abenteuerzelt und die Maschine, mit deren Hilfe man eckige Eier macht. Auch umstrittene Beilagen wie die Urzeitkrebse und die Tropenschmetterlinge müssen erwähnt werden. Eigene Produktionen, u.a. mit dem karierten Yps-Känguru, und lizensierte Comics dienten als leichtverdauliches Lesefutter. Ein paar Jahre nach der Einstellung im Jahre 2000 erschienen Testausgaben, die sich an Erwachsene richteten. Der große Erfolg blieb aus. Nach einer längeren Zeit versuchte man es nochmals, mit einer thematischen Fokussierung auf Mode, Automobile und Technik und einem durchgehenden Bezug – so die Pressemitteilung des Verlags – “zu Karos, Kängurus oder Kohl”. Das Konzept ging auf, und so erhalten die Kinder von damals inzwischen jeden zweiten Monat eine Ausgabe. Die erste des Jahres 2016 wartet mit einem Schwerpunkt zu Robotern und Cyborgs auf. Der “Blick in die Zukunft” widmet sich daneben Fleischimitaten und Traktorstrahlen. Auf Seite 20 findet sich ein Interview mit Oliver Bendel zu Robotik und Maschinenethik. Mit www.yps.de ist das Heft auch im Web präsent.

Abb.: Roboter im Comic

Workshop zur Ethik der Künstlichen Intelligenz

Der Call for Papers zum Workshop ETHICS FOR ARTIFICIAL INTELLIGENCE bei der 25th International Joint Conference on Artificial Intelligence IJCAI-16 sollte Informations-, Maschinen- und Roboterethiker gleichermaßen interessieren. In der Beschreibung heißt es: “Recent progress in various subfields of AI has caused some researchers and pundits to raise concerns about the dangers that AI might ultimately pose. These concerns range from questions about the ethics of delegating to military drones the authority to decide when to attack human targets, up to fears about a possible existential risk posed by AI technologies … Much of the debate surrounding these issues has taken place in a scientific vacuum, uninformed by the experiences and insights of practicing AI researchers. Meanwhile, a wide range of other and sometimes less obvious ethical issues arise from current and proposed use of AI in diverse areas such as medicine, social care, autonomous trading agents and autonomous vehicles.” (Website Workshop) Zum Ziel des Workshops wird gesagt: “The aim of this workshop is to bring together … AI researchers and others interested in understanding how the discipline of AI should respond to these concerns. The workshop particularly aims to foster an active exchange of ideas between attendees from different disciplinary backgrounds to gain a better understanding of the ethical issues surrounding AI.” (Website Workshop) Die Konferenz findet vom 9. – 15. Juli 2016 in New York statt. Weitere Informationen über www.cs.ox.ac.uk/efai/call-for-papers/.

Abb.: Autonome Autos sind ein Thema des Workshops

37 Grad im Schatten, sagt der Lügenbot

An der Hochschule für Wirtschaft FHNW wird ab Frühjahr 2016 im Rahmen einer Abschlussarbeit ein Lügenbot (Liebot) entwickelt. Der betreuende Professor, Dr. Oliver Bendel, hat seit 2013 mehrere Artikel über Münchhausen-Maschinen und den Lügenbot publiziert, etwa “Wenn ein Chatbot zum Lügenbot wird“, “Können Maschinen lügen? Die Wahrheit über Münchhausen-Maschinen” und “Der Lügenbot und andere Münchhausen-Maschinen“. In “Robots between the Devil and the Deep Blue Sea” wurde zudem das sogenannte Lügenbot-Problem vorgestellt, als eines von vier Dilemmata. In den Beiträgen wurde stets die Sprachlichkeit des Lügens betont. Wer etwas sagen kann, so der Autor, und dabei eine gewisse Absicht verfolgt, der kann auch die Unwahrheit sagen. Man könnte also Lügenmaschinen bauen, die mit falschen Versprechungen locken, das Blaue vom Himmel erzählen – und uns letztlich verwundert und verunsichert zurücklassen. Das müssen auch Unternehmen berücksichtigen, und sie müssen etwas dafür tun, damit unser Vertrauen in die Maschinen gerechtfertigt ist. Der Student wird den Chatbot für zwei Szenarien realisieren, den Einsatz im Auftrag der Lebensmittel- und der Tourismusbranche. Bereits 2013 kam der GOODBOT als einfache moralische Maschine auf die Welt. Der Lügenbot könnte als einfache unmoralische Maschine bezeichnet werden, wobei Lügen natürlich nicht per se schlecht ist. Er ist interessant für die Maschinenethik als Gestaltungsdisziplin und für die Informationsethik als Reflexionsdisziplin. Über die Resultate des Projekts wird zur gegebenen Zeit auf maschinenethik.net informiert.

Abb.: Auch ein Meister der Lüge

Lexikon zur Informationsethik

Anfang 2016 erscheint ein neues Springer-Lexikon mit dem Titel “300 Keywords Informationsethik”. Oliver Bendel, Wirtschaftsinformatiker, Informationsethiker und Maschinenethiker, Professor an der Hochschule für Wirtschaft FHNW, hat das ganze Werk mit seinen 250 Seiten verfasst. Dadurch handelt es sich um ein Nachschlagewerk aus einem Guss, was eine Seltenheit und eine Besonderheit ist. Manche der Begriffe werden kurz und knapp erklärt, andere seitenlang. Nach der Lektüre ist man umfassend in die Bereichsethik eingeführt, die auch mit dem Begriff der digitalen Ethik umrissen wird und der man Computerethik, Netzethik und Neue-Medien-Ethik zuordnen kann. Und auch die Maschinenethik und die Roboterethik sind einem nicht mehr fremd. Natürlich lernt der Leser den Big Brother (und den Little Brother) kennen, und es kommt ihm die Filter Bubble entgegengeschwebt. Gespannt sein darf man auf den Cyberhedonismus, den Sexroboter und den Wutbürger. Weitere Informationen sind über Springer erhältlich.

Abb.: Cover des neuen Lexikons

Technik unter der Haut

“Die mikroelektronische Revolution, die nach der Erfindung des Transistors und der integrierten Schaltkreise in den 1960er-Jahren einsetzte, eröffnete auch der Medizintechnik völlig neue therapeutische Wege.” Mit diesen Worten beginnt eine Pressemitteilung der Daimler und Benz Stiftung. Angekündigt wird der Vortrag “Technik unter der Haut – Elektronische Pillen oder Ersatzteile für Maschinenmenschen” von Prof. Dr. Thomas Stieglitz im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart. Gegenwärtig erlebe man eine enorme Ausweitung der Möglichkeiten, da es Forschern immer perfekter gelinge, Muster von Nervensignalen in Rückenmark und Gehirn zu verändern – und diese sozusagen zu überschreiben. So können laut der Stiftung “hochgradig gelähmte Menschen mittels Gedankenkraft Gegenstände steuern”, werden “fühlende Prothesen” entwickelt, können “epileptische Anfälle oder das Zittern bei Parkinson-Patienten verringert sowie Depressionen und Zwangsstörungen gelindert werden” (Pressemitteilung Daimler und Benz Stiftung). Diese sogenannten “Elektrozeutika”, eine Art von “elektronischen Pillen”, vermögen – so weiter die Ausführungen – “die Gabe von Medikamenten zu verringern oder gar zu ersetzen” (ebd.). “Dabei stellt sich aber eine wichtige ethische Frage: Kontrolliert der Mensch noch die Maschine oder wird er von ihr kontrolliert?” (ebd.) Dies ist eine Frage für Informations-, Technik- und Medizinethik und ein weiteres Beispiel dafür, dass diese eng kooperieren müssen. Weitere Informationen über www.daimler-benz-stiftung.de.

Abb.: Mensch und Maschine – wer kontrolliert wen?

Big Brother hört mit

Immer mehr Geräte, Produkte und Dienste haben ein Mikrofon bzw. Spracheingabe und -ausgabe. Im Beitrag “Auditive Systeme im Wohn- und Arbeitsbereich: Big Brother hört mit” wird auf ihre Funktionen eingegangen und gezeigt, dass ein Risiko vorhanden und Vorsicht geboten ist. Oliver Bendel lässt ihn mit den Worten beginnen: “Im Kinderzimmer wird es eng. Neben dem guten alten Teddybär und neben Hello Kitty als Puppe steht oder liegt Hello Barbie. Anders als ihre plüschigen und niedlichen Freunde und Freundinnen ist sie intelligent. Künstlich intelligent, aber immerhin. Sie versteht und hört mit.” Am Ende heißt es: “Man kann versuchen, auf bestimmte Geräte und Maschinen zu verzichten, und man kann mit Abwehrsystemen gegen diese vorgehen. Der Einzelne wird allerdings dem Ansturm der Möglichkeiten ausgeliefert sein. Deshalb braucht es ethische Überlegungen – vor allem aus Medien-, Technik- und Informationsethik heraus – und rechtliche Konsequenzen.” Der Artikel ist am 19. Oktober 2015 in der Zeitschrift ICTkommunikation erschienen und über ictk.ch/inhalt/auditive-systeme-im-wohn-und-arbeitsbereich-big-brother-h%C3%B6rt-mit aufrufbar.

Abb.: Albtraum Barbie?

Chancen und Risiken der Industrie 4.0

Mitte September 2015 ist die HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik, Band 52, Heft 5 (2015) mit dem Schwerpunkt Industrie 4.0 herausgekommen. Enthalten sind Beiträge wie “Nutzenpotentiale cyber-physischer Systeme für industrielle Dienstleistungen 4.0″ (Matthias Herterich, Falk Uebernickel und Walter Brenner) und “Wie das Internet der Dinge neue Geschäftsmodelle ermöglicht” (Daniel Huber und Thomas Kaiser). Auch sozialen und moralischen Fragestellungen wird Raum gegeben. Von Alexander Richter, Peter Heinrich, Alexander Stocker und Wolfgang Unzeitig stammt “Der Mensch im Mittelpunkt der Fabrik von morgen”, von Michael Hertel “Risiken der Industrie 4.0 – Eine Strukturierung von Bedrohungsszenarien der Smart Factory” – und von Oliver Bendel “Die Industrie 4.0 aus ethischer Sicht”. In diesem Beitrag wird u.a. die Perspektive von Informations-, Technik- und Wirtschaftsethik eingenommen. Weitere Informationen über link.springer.com.

Abb.: Die Industrie wächst über sich hinaus

Referenten der Tagung “Roboterethik”

Die Referenten der Tagung “Roboterethik – Sie sind stark, klug, selbstständig. Und was wird aus uns?”, veranstaltet von der Daimler und Benz Stiftung sowie vom Cologne Center for Ethics, Rights, Economics and Social Sciences of Health (ceres), stehen fest. Auf der Website der Einrichtung an der Universität Köln heißt es: “Während der eintägigen Veranstaltung soll aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden, wie autonome Systeme unser Leben und unsere Gesellschaft verändern und welche ethischen Spannungsfelder hierdurch in unterschiedlichen Lebensbereichen aufgeworfen werden bzw. zukünftig entstehen können. Neben Ausführungen zu Entwicklungsstand, Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten autonomer Systeme soll deren Einsatz in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft, Politik und Verkehrswesen insbesondere aus ethischer, philosophischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive betrachtet werden.” (Website ceres) Die Leitung der Tagung, die am 24. November 2015 in Berlin stattfindet, hat Christiane Woopen inne, die Referenten sind Alin Albi Schäffer, Oliver Bendel, Hartmut Hirsch-Kreinsen, Norbert Lammert, Catrin Misselhorn, Jochen Steil und Johannes Weyer. Weitere Informationen über ceres.uni-koeln.de/veranstaltungen/tagungen/roboterethik und www.daimler-benz-stiftung.de/roboterethik.

Abb.: Die Referenten stehen fest

“Smart Home” im Wirtschaftslexikon

Der Begriff “Smart Home” zielt, wie der neue Beitrag im Wirtschaftslexikon von Gabler verrät, auf das informations- und sensortechnisch aufgerüstete, in sich selbst und nach außen vernetzte Zuhause. Verwandte Begriffe seien “Smart Living” und “Intelligent Home”. Enge Beziehungen gebe es im Allgemeinen zum Internet der Dinge und im Speziellen zu Smart Metering. Angestrebt werde eine Erhöhung der Lebens- und Wohnqualität, der Betriebs- und Einbruchsicherheit und der Energieeffizienz, was sowohl ökonomische als auch ökologische Implikationen hat. Oliver Bendel, der Autor, gibt verschiedene Beispiele: “Automatisch gesteuerte Heizungen, Lüftungen, Türen, Fenster, Markisen, Jalousien und Lampen (Gebäude- oder Hausautomation) sowie manuell über mobile Geräte wie Smartphones kontrollier- und manipulierbare Systeme gehören genauso zu Smart Home wie Smart Metering und Smart Grid. Intelligente Kühlschränke und Kaffeemaschinen (Haushaltsgeräteautomation), die selbst eine Verknappung erkennen und selbstständig eine Bestellung auslösen, werden seit Jahren beschworen, haben sich aber kaum durchgesetzt. Waschmaschinen passen Wasserzufuhr und Waschdauer automatisch an, ohne deshalb zwangsläufig mit anderen Systemen vernetzt sein zu.” Auch auf Fragen der Informationsethik und der Technikethik geht er ein. Der Beitrag ist am 1. September 2015 erschienen und über wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/smart-home.html abrufbar.

Abb.: Ein Spiegelkabinett macht noch kein Smart Home

50 Beiträge zur Informationsethik

Im Folgenden eine Zusammenstellung von 50 Beiträgen, die Oliver Bendel seit 2010 zur Informationsethik und zu verwandten Themen geschrieben hat. Viele sind online verfügbar. Beiträge zur Maschinenethik sind an dieser Stelle nicht aufgeführt.

Bendel, Oliver. 300 Keywords Informationsethik. Springer Gabler, Wiesbaden 2015. (Erscheint November 2015)

Bendel, Oliver. Human Enhancement: Die informationstechnische Erweiterung und ihre Folgen. In: TATuP, 2/2015. S. 82 – 89. Auch als PDF verfügbar.

Bendel, Oliver. Schwarmintelligenz. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/schwarmintelligenz.html.

Bendel, Oliver. Die Industrie 4.0 aus ethischer Sicht. In: Reinheimer, Stefan (Hrsg.). HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik, 22. Juli 2015 (“Online-First”-Artikel auf SpringerLink).

Bendel, Oliver. Der kleine Lauschangriff: Auditive Systeme aus Sicht der Ethik. In: Telepolis, 5. Juli 2015. Über http://www.heise.de/tp/artikel/45/45319/1.html.

Bendel, Oliver. Medizinische Roboter mit Nebenwirkungen. In: SenLine,  27. Juni 2015. Über http://www.senline.ch/medizinische-roboter-mit-nebenwirkungen-id1093.

Bendel, Oliver. Tablet. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/tablet.html.

Bendel, Oliver. Zur Annäherung von Wirtschafts- und Informationsethik. In: Forum Wirtschaftsethik, Online-Ausgabe 1/2015. Über http://www.dnwe.de/forum-wirtschaftsethik-online-1-2015.html. S. 14 – 17.

Bendel, Oliver. Microblog. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/microblog.html.

Bendel, Oliver. Wearables. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/wearable.html.

Bendel, Oliver. Die Maschinenstürmer des Informationszeitalters. In: ICTkommunikation (Online-Ausgabe), 5. März 2015. Über http://ictk.ch/.

Bendel, Oliver. Drohne. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/drohne.html.

Bendel, Oliver. Chancen und Risiken 4.0. In: UnternehmerZeitung, 2 (2015) 21. S. 32 – 33. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Private Drohnen aus ethischer Sicht: Chancen und Risiken für Benutzer und Betroffene. In: Informatik-Spektrum, 14. Februar 2015 (“Online-First”-Artikel auf SpringerLink).

Bendel, Oliver. Smart Metering. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/smart-metering.html.

Bendel, Oliver. Selbstständig fahrende Autos. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/selbststaendig-fahrende-autos.html.

Bendel, Oliver. Big Data. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/big-data.html.

Bendel, Oliver. Die Moral der Informationsgesellschaft: Für eine Renaissance der Informationsethik und eine Stärkung der Technologiefolgenabschätzung. In: Bellucci, Sergio; Bröchler, Stephan; Decker, Michael et al. (Hrsg.). Technikfolgenabschätzung im politischen System: Zwischen Konfliktbewältigung und Technologiegestaltung. Reihe Gesellschaft – Technik – Umwelt. Edition Sigma, Berlin 2014. S. 109 – 120.

Bendel, Oliver. Die Roboter sind unter uns. In: Netzwoche, 22 (2014). S. 28. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Smartwatch. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/smartwatch.html.

Bendel, Oliver. Informationsethik. In: Kurbel, Karl; Becker, Jörg; Gronau, Norbert et al. (Hrsg.). Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik. 8. Aufl. Über http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de. Oldenbourg, München 2014.

Bendel, Oliver. Die Datenbrille aus Sicht der Informationsethik: Problemanalysen und Lösungsvorschläge. In: Informatik-Spektrum, 13. September 2014 (“Online-First”-Artikel auf SpringerLink).

Bendel, Oliver. Cyber-physische Systeme. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/cyber-physische-systeme.html.

Bendel, Oliver. Industrie 4.0. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/industrie-4-0.html.

Bendel, Oliver. Neun Thesen zur Ethik. In: zfo, 4/2014. S. 233 – 234.

Bendel, Oliver. Human Enhancement. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/human-enhancement.html.

Bendel, Oliver. Bildung für die Massen – Chancen und Risiken von MOOCs. In: Netzwoche, 20 (2014). S. 22. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Fahrerassistenzsysteme aus ethischer Sicht. In: Zeitschrift für Verkehrssicherheit, 2/2014. S. 108 – 110.

Bendel, Oliver. Wenn Roboter Selfies schiessen. In: ICTkommunikation (Online-Ausgabe), 8. April 2014. Über http://ictk.ch/content/wenn-roboter-selfies-schiessen.

Bendel, Oliver. Datenbrille. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/datenbrille.html.

Bendel, Oliver. Fahrerassistenzsystem. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/fahrerassistenzsystem.html.

Telesko, Rainer; Bendel, Oliver; Amstad, Fabienne; Wyl, Agnes von. Ein Companion für Jugendliche. In: UnternehmerZeitung, 1 (2014) 20. S. 32 – 33. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Der Spion im eigenen Haus. In: IT for Health, 01/2014. S. 22 – 24. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Ethikkommission. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/ethikkommission.html.

Bendel, Oliver. Die Medizinethik in der Informationsgesellschaft: Überlegungen zur Stellung der Informationsethik. In: Informatik-Spektrum, 6 (2013) 3. S. 530 – 535.

Bendel, Oliver. Informationsethik. In: Kurbel, Karl; Becker, Jörg; Gronau, Norbert et al. (Hrsg.). Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik. Über http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/wi-enzyklopaedie/lexikon/daten-wissen/Grundlagen-der-Informationsversorgung/Informationsethik. Oldenbourg, München 2013.

Bendel, Oliver. Technikethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2013. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/technikethik.html.

Bendel, Oliver. Medienethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2013. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/medienethik.html.

Bendel, Oliver. Netiquette. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2013. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/netiquette.html.

Bendel, Oliver. Sinnhafte Entcomputerisierung: Bereicherung durch weniger Automation. In: zfo, 01/2013. S. 64 – 66.

Bendel, Oliver. Medizinethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2013. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/medizinethik.html.

Bendel, Oliver. Whistleblowing. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2013. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/whistleblowing.html.

Bendel, Oliver. Die Medizinethik in der Informationsgesellschaft: Überlegungen zur Stellung der Informationsethik. In: Informatik-Spektrum, November 2012 (“Online-First”-Artikel auf SpringerLink).

Bendel, Oliver. Deutscher Ethikrat. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2012. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/deutscher-ethikrat.html.

Bendel, Oliver. Informationsethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2012. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/informationsethik.html.

Bendel, Oliver. Eine Frage der Moral: Informationsethik für Unternehmen. In: UnternehmerZeitung, 16 (2010) 18. S. 42 – 43. Auch über http://www.unternehmerzeitung.ch. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Die Medizin in der Moral der Informationsgesellschaft: Zum Verhältnis von Medizinethik und Informationsethik. In: IT for Health, 3 (2012) 2. S. 17 – 18. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Informationsethik im Unternehmen. In: Netzwoche, 4 (2012). S. 25 – 26. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Jugend ohne Namen: Zur Anerziehung der Anonymität im Netz. In: Computer + Unterricht, 2 (2010). S. 54 – 55.

Bendel, Oliver. Netiquette 2.0 – der Knigge für das Internet. In: Netzwoche, 5 (2010). S. 40 – 41. Auch als PDF erhältlich.

Über Schwarmintelligenz

“Schwarmintelligenz (im Sinne der kollektiven Intelligenz von Menschen, nicht von Agenten oder Robotern) meint den gezielten Einsatz von Fähigkeiten von Individuen und der Macht der Masse zur Lösung von Problemen und Bewältigung von Anforderungen. Beispielsweise werden Doktorarbeiten über Wikis von Benutzern daraufhin überprüft, ob sie Plagiate darstellen, oder virtuelle Friedhöfe mit Bildern von Grabsteinen und Informationen zu den Toten bestückt.” Mit diesen Worten beginnt ein neuer Eintrag im Wirtschaftslexikon von Gabler. Autor ist der Informations- und Maschinenethiker und Wirtschaftsinformatiker Oliver Bendel. Er hat in den letzten Jahren über 50 Artikel für das größte Nachschlagewerk für Wirtschaft im deutschsprachigen Raum erstellt, viele davon aus der Ethik heraus oder die Disziplin berücksichtigend. So schließt er denn auch mit den Worten: “Die Informationsethik wirft die Frage auf, wie sich die Intelligenz des Schwarms und die Moral der Benutzer zueinander verhalten und ob die Schwarmintelligenz von Dritten genutzt werden soll und darf.” Der Beitrag ist am 4. August 2015 erschienen und kann über die Adresse wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/schwarmintelligenz.html abgerufen werden.

Abb.: Ein Quallenschwarm

Von Big Data bis Maschinenethik

Das Dialogforum WISSENSWERTE 2015 in Bremen bietet vom 16. bis 17. November 2015 mehrere Workshops zu aktuellen und brisanten Themen an. Getragen wird die Reihe u.a. von Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft und Stifterband für die deutsche Wissenschaft. Am 17. November widmet man sich dem Thema “Maschinenethik – wenn Roboter über Leben und Tod entscheiden”. Der Fokus ist auf autonome Autos und autonome Waffensysteme gerichtet. Der Eröffnungsvortrag wird von Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW) gehalten. Weitere Workshops sind “Big Data in der Medizin – eine gesellschaftliche Revolution und was sie für uns bedeutet”, “Wie viel Evidenz steckt in unserem Gesundheitssystem?” und “Die Gene und die ‘Rassen’ – ein heikles Terrain”. Zudem wird am 24. November 2015 ein Rechercheworkshop zu “Palliativmedizin – warum geht es so langsam voran in Deutschland?” durchgeführt. Weitere Informationen über www.wissenswerte-bremen.de.

Abb.: Was sieht das autonome Auto?