PublikationenTagungen

Informationsethik in Österreich

Nikolaus Hamann hat seinen Bericht zur „Jahrestagung des Arbeitskreises kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (KRIBIBI) zum Thema Informationsethik 2015“ in den Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen & Bibliothekare veröffentlicht. Er beginnt ihn mit diesen Worten: „Wenn es um Informations- oder Bibliotheksethik geht, leben wir in Österreich in der Wüste. Es gibt hierzulande keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung ‚BibliothekarIn‘, es gibt kein Bibliothekswesen als solches, sondern Schulbibliotheken, öffentliche Büchereien und wissenschaftliche Bibliotheken nebeneinander mit unterschiedlichen oder gar keinen gesetzlichen Regelungen, es gibt keine gemeinsame bibliothekarische Ausbildung, in den diversen Ausbildungsgängen keine Befassung mit bibliotheksethischen Fragen (sieht man einmal von einem Wahlfach im Aufbaulehrgang der ULG ab), und es gibt natürlich und folgerichtig auch keinen Ethik-Kodex für Bibliotheken, bestenfalls ethische Splitter in diversen Leitbildern.“ Im Folgenden geht er auf die Vorträge von Oliver Bendel, Professor an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in der Schweiz, und Hermann Rösch, Professor am Institut für Informationswissenschaft der Fachhochschule Köln in Deutschland, ein. Beide führen aus ihrer Perspektive in die Informationsethik ein; der eine begreift sie eher als Ethik der Informations- und Kommunikationstechnologien, der andere eher als Ethik des Informationswesens. Der Beitrag kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Über den Dächern von Wien