Ethik für Nerds

“Fitnessdaten können Menschen zu einem gesünderen Lebensstil verhelfen. Sie könnten aber auch zur Benachteiligung Kranker führen. Das Beispiel zeigt, wie zweischneidig der digitale Fortschritt ist. Wenn Informatiker sich das immer vor Augen halten, werden sie bessere Computersysteme entwerfen. Das erhofft sich eine Kooperation von Informatik und Philosophie an der Saar-Uni, die Veranstaltungen zum Thema Computerethik anbietet.” (Saarbrücker Zeitung, 24. Mai 2016) Mit diesen Worten beginnt ein Artikel in der Saarbrücker Zeitung. Die Lehrveranstaltung von Kevin Baum trägt den Titel “Ethik für Nerds”. Vermittelt werden sowohl Grundlagen der Informationsethik als auch Konzepte aus der Maschinenethik. “Nehmen Sie das selbstfahrende Auto”, wird der junge Dozent zitiert. “Ich denke, es wird viele positive Wirkungen haben.” (Saarbrücker Zeitung, 24. Mai 2016) “Einerseits. Andererseits jedoch könnte die gleiche Technik, die für autonome Fahrzeuge entwickelt wurde, auch in autonome Waffensysteme verbaut werden. Solche Konsequenzen sollten sich diejenigen bewusst machen, die solche Systeme entwerfen.” (Saarbrücker Zeitung, 24. Mai 2016) Am Schluss des Artikels wird darauf hingewiesen, dass schon heute ein Autobauer in einer Anzeige nach Mitarbeitern suche, die technisches Verständnis mit “fundierter wissenschaftlicher Erfahrung im Bereich der Maschinenethik” (Saarbrücker Zeitung, 24. Mai 2016) verbinden.

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