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Hotel kündigt Robotern

Im Henn-na-Hotel in Sasebo in der Präfektur Nagasaki auf der japanischen Insel Kyushu „haben die Roboter mehr Arbeit gemacht, als sie selbst erledigt haben“. „Deshalb mussten viele von ihnen gehen.“ Dies meldete Golem am 16. Januar 2019. „In der Praxis zeigten sich die Roboter … oft nicht so nützlich. Wie Churi: Die etwas merkwürdig aussehende Puppe soll den Gast bei der Steuerung des Zimmers unterstützen: Auf Sprachbefehl reguliert sie etwa die Temperatur oder schaltet das Licht ein und aus. Das funktionierte allerdings oft nicht sehr gut … Ein Gast wurde nachts mehrfach von Churi geweckt – der Roboter interpretierte dessen Schnarchen als Ansprache und antwortete. Ein anderer wollte nach einer fruchtlosen Konversation mit dem Roboter entnervt die Rezeption anrufen – und stellte fest, dass es kein Telefon auf dem Zimmer gab. Denn für Fragen und Wünsche des Gastes ist der Churi da. Der Gast erreichte die Rezeption schließlich über sein Mobiltelefon.“ (Golem, 16. Januar 2019) Am Ende des Artikels von Werner Pluta wird das Ausmaß der Tragödie nochmals offenbar: „Inzwischen hat das Henn-na-Hotel mehr als die Hälfte seiner rund 250 Roboter stillgelegt.“ (Golem, 16. Januar 2019) Wie wir alle hoffen sie auf bessere Zeiten.

Abb.: Die Robotergewerkschaft ist informiert