Der igelfreundliche Mähroboter

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Zwischen Juni 2019 und Januar 2020 wurde an der Hochschule für Wirtschaft FHNW unter der Leitung von Oliver Bendel das Projekt HAPPY HEDGEHOG (HHH) durchgeführt. Die Studierenden Emanuel Graf, Kevin Bollier, Michel Beugger und Vay Lien Chang entwickelten im Kontext der Maschinenethik den Prototyp eines Mähroboters, der seine Arbeit einstellt, sobald er einen Igel entdeckt hat. HHH verfügt über eine Wärmebildkamera. Wenn er auf ein warmes Objekt stößt, wird dieses mittels Bilderkennung weiter untersucht. Nachts hilft eine oben angebrachte Lampe dabei. Nach dem Training mit hunderten Fotos kann HHH ziemlich treffsicher einen Igel identifizieren. Es ist nicht nur eine weitere moralische Maschine im Labor entstanden. Das Team liefert mit ihr auch einen Lösungsvorschlag für ein Problem, das in der Praxis häufig auftritt. Handelsübliche Mähroboter töten nämlich immer wieder Igelbabys in der Dunkelheit. HAPPY HEDGEHOG könnte dabei helfen, sie zu retten. Das Bild unterhalb des Beitrags zeigt ihn mit, das Video auf youtu.be/ijIQ8lBygME ohne Verkleidung. Der Roboter steht in der Tradition von LADYBIRD.

Abb.: HAPPY HEDGEHOG mit Verkleidung

Wie wollen wir im Alter leben?

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Zusammen mit dem Zentrum für Wissenschaftstheorie (Philosophisches Seminar der Universität Münster) veranstaltet das Centrum für Bioethik im Wintersemester 2019/2020 eine gemeinsame Ringvorlesung zur Maschinenethik, wobei auch Informationsethik und Roboterethik sowie Roboterrecht ein Thema sind. Die einzelnen Vortragsveranstaltungen finden jeweils donnerstags von 18 bis 20 Uhr statt. Oliver Bendel (Windisch, Schweiz) trägt am 9. Januar 2020 über „Pflege- und Therapieroboter aus ethischer Sicht“ vor. Wie wollen wir im Alter leben? Mit oder ohne Maschinen? So weit überwacht, dass wir zuhause bleiben können, oder so stark überwacht, dass unsere Privat- und Intimsphäre gefährdet ist? Armin Grunwald (Karlsruhe) spricht dann am 23. Januar 2020 über „Digitalisierung als Schicksal? Plädoyer für eine Rückeroberung von Gestaltungsoptionen“. Bereits im letzten Jahr referierten Klaus Mainzer (München), Jürgen Altmann (Dortmund), Michael Hauskeller (Liverpool, England) und Susanne Beck (Hannover). Ein Plakat zur Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen über www.uni-muenster.de/Bioethik/aktuelles/index.html.

Abb.: Wie wollen wir im Alter leben?

A Moral Machine in an Immoral One

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The book chapter „The BESTBOT Project“ by Oliver Bendel, David Studer and Bradley Richards was published on 31 December 2019. It is part of the 2nd edition of the „Handbuch Maschinenethik“, edited by Oliver Bendel. From the abstract: „The young discipline of machine ethics both studies and creates moral (or immoral) machines. The BESTBOT is a chatbot that recognizes problems and conditions of the user with the help of text analysis and facial recognition and reacts morally to them. It can be seen as a moral machine with some immoral implications. The BESTBOT has two direct predecessor projects, the GOODBOT and the LIEBOT. Both had room for improvement and advancement; thus, the BESTBOT project used their findings as a basis for its development and realization. Text analysis and facial recognition in combination with emotion recognition have proven to be powerful tools for problem identification and are part of the new prototype. The BESTBOT enriches machine ethics as a discipline and can solve problems in practice. At the same time, with new solutions of this kind come new problems, especially with regard to privacy and informational autonomy, which information ethics must deal with.“ (Abstract) The BESTBOT is an immoral machine in a moral one – or a moral machine in an immoral one, depending on the perspective. The book chapter can be downloaded from link.springer.com/referenceworkentry/10.1007/978-3-658-17484-2_32-1.

Fig.: A moral machine in an immoral one

Coop will Käse deklarieren

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An einem Fraunhofer-Institut wurde von Oliver Bendel vor über 15 Jahren „Das gläserne Produkt“ konzipiert. Es wird in seinem Buch „Die Rache der Nerds“ beschrieben: „Der Kunde interessiert sich im Tante-Emma-Laden oder im Supermarkt für ein bestimmtes Produkt. Er scannt mit dem Handy eine ID auf der Verpackung ein. Die ID wird mit einem persönlichen Profil gematcht, das auf dem Handy oder einem Server liegt. Auf dem Display wird eine Empfehlung angezeigt, etwa mithilfe eines Ampelsy­stems. Der Kunde weiß sofort, ob sich das Produkt für ihn eignet (grün) oder nicht (rot). Oder ob er sich anderweitig informieren sollte (gelb).“ Neben Vegetariern stellte man sich Allergiker und Diabetiker als Zielgruppen vor. Inzwischen hat sich viel getan. Es gibt Informationssysteme und Deklarationsfortschritte. In vielen Ländern wird z.B. Käse, der mit mikrobiellem Lab hergestellt wird, oftmals direkt auf der Verpackung als vegetarisch gekennzeichnet. In der Schweiz haben sich Coop und Migros bisher geweigert, das zu tun bzw. die Produzenten dazu anzuhalten. Oliver Bendel hat darauf immer wieder kritisch hingewiesen. In einem Telefonat hat ihm nun Philip Wyss, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung von Coop, einen Austausch der Verpackungen zugesichert. In den nächsten Monaten und Jahren werde ein entsprechender Vermerk aufgenommen. Damit kann man sich als Vegetarier künftig auch in der Schweiz vor Ort informieren und muss sich nicht auf veraltete Listen verlassen und sich auf eine oft erfolglose Suche in den je nach Standort unterschiedlich bestückten Regalen begeben. Dabei muss man noch nicht einmal mobile Dienste bemühen.

Abb.: Dies könnte vegetarischer Käse sein

Roboter der Lust

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„Die Digitalisierung hat längst auch unser Sexleben erfasst: Dating-Apps, ferngesteuerte Vibratoren, virtuelle Pornowelten. Nun steht mit humanoiden Sexrobotern der nächste große Schritt bevor. Worauf muss sich unsere Gesellschaft einstellen?“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Nora Belghaus, der am 28. Dezember 2019 in der TAZ erschienen ist. Zu Wort kommt u.a. Oliver Bendel, der sich mit Sexrobotern aus technischer und ethischer Perspektive befasst. Dabei interessieren ihn auch Details, etwa die Haut, der Mund, die Ohren und die Augen von Harmony. Der Hersteller, Realbotix aus San Marcos im San Diego County, ist offen gegenüber Hochschulen und hat Ende 2019 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei einem Workshop in Potsdam ein Kopfmodell zur Verfügung gestellt. Oliver Bendel war unter ihnen und hat Harmony eingehend untersucht. Zudem hat er beobachtet, wie die Anwesenden auf sie reagierten. Umringt war sie vor allem von Frauen – die einen zeigten sich hingewandt, die anderen wirkten angeekelt. Diese Polarisierung scheint sich auch in der Literatur widerzuspiegeln, von Kate Devlin – die zum Workshop eingeladen, aber leider verhindert war – bis Kathleen Richardson. Der Artikel „Roboter der Lust“ ist in der Printausgabe zu finden. Eine elektronische Version ist über taz.de/!5650790/ abrufbar.

Abb.: Harmony in Potsdam

Will Cozmo be Back?

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According to The Robot Report, Anki’s little robots might be making a comeback. Digital Dream Labs in Pittsburgh acquired the patents, trademarks, and domain. The start-up company „is planning to revive and manufacture more units of each product in the following order: Overdrive, Cozmo, Vector“ (The Robot Report, 26 December 2019). Digital Dream Labs founder H. Jacob Hanchar told The Robot Report „the goal is to have all three products available for purchase for Christmas 2020“ (The Robot Report, 26 December 2019). The small robots belong to the best that the industry has produced. What is special about Cozmo is the many emotions it can show (but of course doesn’t have). It also has face recognition and a night vision device. The future of it and its siblings is not yet clear, as Digital Dream Labs has not purchased „physical assets and inventory“ (The Robot Report, 26 December 2019). Fans are waiting and hoping.

Fig.: Cute Cozmo

Neues Grundlagenwerk zur Roboterethik

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Janina Loh hat den Disziplinen der Roboterethik und der Maschinenethik ein weiteres Grundlagenwerk hinzugefügt. Damit ist die Auseinandersetzung im deutschsprachigen Raum nicht abgeschlossen, aber schon mehr oder weniger vollständig. Aus der Verlagsinformation: „Die Philosophin Janina Loh befasst sich in ihrem grundlegenden Buch mit den moralischen Herausforderungen, die beim Bau von Robotern und im Umgang mit ihnen eine Rolle spielen: Sind Roboter autonom? Können sie gar moralisch handeln? Haben sie einen moralischen Wert? Sollten ihnen Rechte zuerkannt werden? Wer ist zur Rechenschaft zu ziehen, wenn ein Roboter einen Menschen schädigt? Kritisch diskutiert Loh diese und weitere ethische Fragen und stellt die wichtigsten Lösungsansätze vor.“ (Verlagsinformation Suhrkamp) Zusammen mit „Grundfragen der Maschinenethik“ (Catrin Misselhorn) und „Handbuch Maschinenethik“ (Oliver Bendel) erkundet das Werk den philosophischen und ethischen Raum, den u.a. Serviceroboter und Kampfroboter eröffnen. Weitere Infos über www.suhrkamp.de/buecher/roboterethik-janina_loh_29877.html.

Abb.: Sollte man Robotern Rechte zuerkennen?

Ich seh dir in die Augen, Kleines!

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Moderne Autos schauen in ihre Umgebung, aber auch in den Innenraum. Sie wollen sich zurechtfinden, Objekte und Personen erkennen, und sie wollen den Fahrer im Blick behalten oder ihm erlauben, die Instrumente zu bedienen. Dabei geht es oft um die Analyse der Lid- und Pupillenbewegungen. Um einen Klassiker zu zitieren: Ich seh dir in die Augen, Kleines! Fahrerassistenzsysteme (FAS) für die Umgebung können ein sicheres und komfortables Fahren ermöglichen und Menschen- und Tierleben retten. Sie können im Extremfall auch Schlafphasen erlauben. FAS wie Eyetracker und Sensorsysteme für den Innenraum können den Sekundenschlaf verkürzen und dazu beitragen, den Fahrer wach zu halten – ein Problem ist die Möglichkeit der Überwachung. Die Augenmaus mag ein Supplement oder eine Alternative zur Spracheingabe sein, ist aber ebenfalls wegen der Überwachungsmöglichkeiten auf den Prüfstand zu stellen. Ein Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 21. Dezember 2019 widmet sich diesem Themenkomplex. Zitiert wird Oliver Bendel, der die Chancen von Eyetracker und Augenmaus sieht, aber auch die Risiken. Letztlich schwindet der letzte Rest der Freiheit, der noch mit dem Auto verbunden war.

Abb.: Ich seh dir in die Augen, Kleines

DNA of Things

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„Beim Verfahren der DNA of Things (DoT) speichern DNA-Moleküle beliebige Daten. Die Moleküle befinden sich in winzigen Kügelchen aus Silikagel, die in unterschiedliche Materialien und Produkte eingebracht werden können. Wie bei 3D-Codes, einem optischen Ansatz, ist im Prinzip eine hohe Speicherkapazität umsetzbar, und es entsteht ein unveränderlicher Speicher.“ (Gabler Wirtschaftslexikon, 17. Dezember 2019) So beginnt ein neuer Beitrag im Gabler Wirtschaftslexikon von Oliver Bendel. Ethische und rechtliche Herausforderungen werden von ihm angedeutet – diesen wird man sich in den nächsten Jahren widmen müssen, wenn sich das Verfahren durchsetzt. „Die Forscher weisen darauf hin, dass nicht nur Daten in Alltagsgegenständen, sondern auch elektronische Gesundheitsakten in medizinischen Implantaten versteckt werden können. Zudem könne die Entwicklung von selbstreplizierenden Maschinen erleichtert werden, was die Vision von Robotern nährt, die sich auf fremden Planeten reproduzieren.“ (Gabler Wirtschaftslexikon, 17. Dezember 2019) Der Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/dna-things-121904 heruntergeladen werden.

Abb.: Die DNA der Dinge könnte eine Entwicklung mit Folgen sein

Living with Harmony

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„Living with Harmony“ by Kino Coursey, Susan Pirzchalski, Matt McMullen, Guile Lindroth, and Yuri Furuushi is a book chapter of „AI Love You“ by Yuefang Zhou and Martin H. Fischer. From the abstract: „Existing personal assistants and agents are by design limited in their ability to form or encourage close personal bonds. The Harmony system is designed to be a customizable personal companion agent capable of close personal interaction via the user’s phone, virtual reality headset, as well as through a physical interactive android body. In this chapter, we will describe the history that led to Harmony’s creation, the unique challenges and the overall system design. We will also look at user reactions to the system and anticipated future developments.“ (Abstract) Other authors in the book are Jessica M. Szczuka, Melinda A. Mende, John Danaher, Giuseppe Lugano, Yuefang Zhou, Martin H. Fischer, and Oliver Bendel. Some of them met at the international workshop „Learning from Humanoid AI: Motivational, Social & Cognitive Perspectives“ at the University of Potsdam on 30 November and 1 December 2019.

Fig.: Harmony in Potsdam

Internet of Bodies

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„Das Internet of Bodies (IoB), das Internet der Körper, kann als Teilbereich oder Erweiterung des Internet of Things (IoT), des Internets der Dinge, verstanden werden. Es vernetzt Dinge miteinander, die in bzw. an menschlichen oder tierischen Körpern untergebracht bzw. angebracht sind und die auf die Umgebung oder den Körper selbst einwirken können, und es verbindet sie mit Geräten und Systemen aller Art. Es hängt zusammen mit dem Bodyhacking. Insgesamt ist wie beim Internet der Dinge überhaupt der Aspekt der Vernetzung im informationstechnischen Sinne entscheidend.“ Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag von Oliver Bendel im Gabler Wirtschaftslexikon, der am 13. Dezember 2019 erschienen ist. Am Ende heißt es: „Das Internet of Bodies kann man aus ethischer Perspektive als Versuch sehen, das eigene oder fremde Leben und Erleben zu gestalten und zu verbessern und es in einen neuen Zusammenhang zu bringen. Problematisch wird es, sobald wirtschaftlicher, politischer oder gesellschaftlicher Druck entsteht, etwa wenn das Tragen eines Chips zur Steuerung von Geräten und Systemen, zur Speicherung und Übermittlung von Daten und zur Identifizierung von Personen zur Norm wird, der sich kaum jemand entziehen kann …“ (Gabler Wirtschaftslexikon) Der Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/internet-bodies-121902 aufgerufen werden.

Abb.: Internet of Bodies

Markt und Moral

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„Seit jeher werden moralische Kategorien und die Regelwerke der Marktwirtschaft in einem Zug erwähnt und immer wieder in ihrem explosiven Konfliktfeld diskutiert. Die Moral liegt in den Spiel-Regeln, und der Wettbewerb findet in den Spiel-Zügen statt, würde man sagen. Doch welche Moral? Und wer oder was setzt diese Regeln in einer inzwischen digitalen Welt, in der Menschen und Produkte der künstlichen Intelligenz mehr und mehr miteinander verknüpft sind?“ (Website Ö1) Mit diesen Worten beginnt die Beschreibung eines Radiobeitrags von Katrin Mackowski, dessen vier Teile an vier aufeinanderfolgenden Tagen (16. bis 19. Dezember 2019) im Radiokolleg von Ö1 unter dem Titel „Markt und Moral“ gesendet werden. Zu Wort kommen u.a. Dr. Margit Schratzenstaller-Altzinger, Prof. Dr. Wilfried Altzinger, Prof. Dr. Mathias Binswanger und – vor allem in der dritten Folge – Prof. Dr. Oliver Bendel. Weitere Infos über oe1.orf.at/programm/20191216#582319.

Abb.: Wie verändert sich die Moral in einer digitalen Welt?

Praktische Nutzung von KI in Versicherungen

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Die Euroforum-Konferenz „Automatisation & Data Analytics: Praktische Nutzung von KI in Versicherungen“ findet am 12. und 13. März 2020 in München statt. „Robotics und KI gesteuerte Prozessautomatisierung bieten der Assekuranz sowohl im Antrags- als auch Schadenmanagement die Chance zur Erhöhung von Qualität, Effizienz und Kundenzufriedenheit. Am ersten Konferenztag stellen Experten der Versicherer Allianz, VKB, Cosmos, Gothaer und das Start-up Joonko erfolgreiche Automatisierungsprojekte vor, berichten über ihre Umsetzungserfahrungen und geben Tipps und Tricks.“ (Website Konferenz) „Zukünftig wird ein Versicherer, der es schafft, eine gute Datenaufbereitung, -Qualität und -Sicherheit herzustellen, entscheidende Wettbewerbsvorteile haben. Doch bisher hängen die Daten der Versicherer unstrukturiert in Silos fest und können nicht für KI-Systeme genutzt werden. Am zweiten Konferenztag zeigen Experten von Google, Allianz, Markel, Coya und getsafe auf, wie Versicherer ihre Datensilos aufbrechen und aktivieren können.“ (Website Konferenz) Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geben Input. Dr. Andrea Cornelius spricht über die „Einführung von KI-Projekten“, Prof. Dr. Oliver Bendel über „KI und Big Data in der Versicherung aus ethischer Sicht“. Der Flyer kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Die Veranstaltung findet in München statt

Der Maschinenethiker in den Schweizer Medien

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Raffael Schuppisser, stellvertretender Chefredakteur und Leiter Kultur, Leben & Wissen von az Nordwestschweiz bzw. Schweiz am Wochenende, sprach Ende Oktober 2019 mit Oliver Bendel über Maschinenethik. Das Ergebnis wurde am 3. Dezember 2019 in zahlreichen Schweizer Medien publiziert, darunter Aargauer Zeitung und Basellandschaftliche Zeitung. In der Limmattaler Zeitung wurde die kritische Haltung des Informations- und Maschinenethikers zu autonomen Autos herausgestellt. Oliver Bendel sieht diese vor allem auf der Autobahn, nicht in der Stadt. Er rät dazu, sie nicht über Leben und Tod von Menschen entscheiden zu lassen. Moralisieren kann man sie aber mit Blick auf Tiere. In der Neuen Luzerner Zeitung wurde thematisiert, dass Oliver Bendel gegenwärtige moralische Maschinen als kleine Fundamentalisten ansieht – weil sie sich sklavisch an Regeln halten. Dies ist keinesfalls zu ihrem Nachteil und auch nicht zum Nachteil der Umwelt, in der sie sich bewegen – was man bei menschlichen Fundamentalisten nicht gerade behaupten kann. In Watson wird auf die Rolle der Maschinenethik bei Sexrobotern hingewiesen. Die Disziplin kann dabei mithelfen, diese im Sinne der Benutzer zu gestalten. Vorschläge dazu hat Oliver Bendel wiederholt gemacht, etwa 2016 auf der Konferenz „Love and Sex with Robots“ am Goldsmiths in London. Der Artikel in Watson kann über www.watson.ch/!197665855? abgerufen werden.

Abb.: Oliver Bendel im Gespräch mit dem GEO-Chefredakteur (Foto: Körber-Stiftung/Claudia Höhne)

What Do Men and Women See in Sex Robots?

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The international workshop „Learning from Humanoid AI: Motivational, Social & Cognitive Perspectives“ took place from 30 November – 1 December 2019 at the University of Potsdam. Dr. Jessica Szczuka raised the question: „What do men and women see in sex robots?“ … Some sentences from the abstract: „What do we see when we look at a sexualized robot? The presentation will focus on first empirical results on the visual perception of sexualized robots but will also share some insights on whether women do perceive sexualized robots as a potential threat to an existing romantic relationship and their own self-concept. Both aspects, the visual perception but also the social perception are crucial in order to understand the role sexualized robots may have in our society. Moreover, the role of the human-likeness of sex robots will be discussed.“ (Website Workshop) In her talk, Szczuka demonstrated „empirical evidences on the visual perception of sexualized robots and their potential to evoke jealousy in women“. She confronted 848 heterosexual women with the statement „Imagine you found out that your partner had sex with a human-like or a machine-like sex robot.“ … The results „revealed dimensions in which the jealousy-related discomfort was higher for female competitors compared to the robotic ones (e.g., discomfort caused by the idea of sexual intercourse), whereas in others the robots evoked the same or higher levels of jealousy-related discomfort (e.g., discomfort caused by feelings of inadequacy, discomfort caused by shared emotional and time resources)“ (Szczuka and Krämer 2018).

Fig.: The head of Harmony

Learning from Humanoid AI

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In 2018, Dr. Yuefang Zhou and Prof. Dr. Martin Fischer initiated the first international workshop on intimate human-robot relations at the University of Potsdam, „which resulted in the publication of an edited book on developments in human-robot intimate relationships“. This year, Prof. Dr. Martin Fischer, Prof. Dr. Rebecca Lazarides, and Dr. Yuefang Zhou are organizing the second edition. „As interest in the topic of humanoid AI continues to grow, the scope of the workshop has widened. During this year’s workshop, international experts from a variety of different disciplines will share their insights on motivational, social and cognitive aspects of learning, with a focus on humanoid intelligent tutoring systems and social learning companions/robots.“ (Website Embracing AI) The international workshop „Learning from Humanoid AI: Motivational, Social & Cognitive Perspectives“ will take place on 29 and 30 November 2019 at the University of Potsdam. Keynote speakers are Prof. Dr. Tony Belpaeme, Prof. Dr. Oliver Bendel, Prof. Dr. Angelo Cangelosi, Dr. Gabriella Cortellessa, Dr. Kate Devlin, Prof. Dr. Verena Hafner, Dr. Nicolas Spatola, Dr. Jessica Szczuka, and Prof. Dr. Agnieszka Wykowska. Further information is available at embracingai.wordpress.com/.

Fig.: In Potsdam

Service Robots in Health Care

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In his lecture „Service Robots in Health Care“ at the Orient-Institut Istanbul on 18 December 2019, Prof. Dr. Oliver Bendel from Zurich, Switzerland is going to deal with care robots as well as therapy and surgery robots. He will present well-known and less known examples and clarify the goals, tasks and characteristics of these service robots in the healthcare sector. Afterwards he will investigate current and future functions of care robots, including sexual assistance functions. Against this background, the lecture is going to consider both the perspective of information ethics and machine ethics. In the end, it should become clear which robot types and prototypes or products are available in health care, which purposes they fulfil, which functions they assume, how the healthcare system changes through their use and which implications and consequences this has for the individual and society. The program of the series „Human, medicine and society: past, present and future encounters“ can be downloaded here.

Fig.: The Orient-Institut is located near the Bosporus

Pflegeroboter im Spektrum Kompakt

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„‚Smarte‘ Technologien halten Einzug in unseren Alltag, mit allen Chancen, Risiken und Nebenwirkungen. Häufig sind wir uns gar nicht mehr bewusst, wo im Hintergrund bereits entsprechende Systeme agieren oder welche Effekte das zum Beispiel auf die Stabilität des Stromnetzes hat. Einem besonderen Bereich der smarten Unterstützung widmete sich das 23. Kolloquium der Daimler und Benz Stiftung am 22. Mai 2019 in Berlin: ‚Roboter in der Pflege – Wer hilft uns, wenn wir hilflos sind?'“ (Newsletter Spektrum, 25. November 2019) Eine Auswahl dieser Beiträge sowie zu Smart Living findet man in dem neuen Spektrum Kompakt. Dieses ist seit dem 25. November 2019 online erhältlich. Die Beiträge stammen von Prof. Dr. Oliver Bendel, dem wissenschaftlichen Leiter des 23. Berliner Kolloquiums, Prof. Dr. Susan L. Anderson, einer der bekanntesten Maschinenethikerinnen, und den Pflegeexperten Dr. Karsten Schwarz und Prof. Dr. Patrick Jahn. Das Heft kann drei Monate lang kostenlos über www.spektrum.de/pdf/spektrum-kompakt-smart-living/1675504 heruntergeladen werden. Ohne zeitliche Beschränkung steht „Weder Heilsbringer noch Vorboten des Weltuntergangs“ von Oliver Bendel hier kostenlos zur Verfügung.

Abb.: Susan L. Anderson im Gespräch (Foto: Daimler und Benz Stiftung)

Eine Ära der Cyborgs

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„‚Du hast aber nicht getrunken, oder?‘, fragt einer der Freunde, bevor Leon … sich selbst einen Mikrochip implantiert. Auf dem Tisch liegt der Injektionsapparat, mit einer ungefähr halben Zentimeter dicken Nadel. Darin befindet sich der Mikrochip. Leon will den Chip in seine Hand setzen, um seine Bitcoins ab jetzt unter der Haut tragen zu können. Auf seiner Hand ist schon ein Punkt vorgezeichnet, an dieser Stelle will er gleich einstechen.“ (jetzt, 17. November 2019) So beginnt der Beitrag „Warum lassen sich Menschen freiwillig Chips implantieren?“ im Jugendmagazin jetzt, erschienen am 17. November 2019. Es geht um Bio- und Bodyhacking, um Human und Animal Enhancement, um Cyborgs. Zu Wort kommt der Technikphilosoph Oliver Bendel. Er beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema und sieht sowohl Chancen als auch Risiken. Grundsätzlich hält er Bio- und Bodyhacking für eine interessante Möglichkeit der Bemächtigung. Wenn sie allerdings unter Druck geschieht, wenn der Bemächtigung eine Bemächtigung anderer Art vorausgeht, entstehen seiner Meinung nach Probleme, ebenso wenn eine Massenbewegung entstehen würde, eine regelrechte Ära der Cyborgs. Der Beitrag kann über www.jetzt.de/gesundheit/warum-leon-sich-selbst-einen-mikro-chip-implantiert-hat abgerufen werden.

Abb.: Eine Ära der Cyborgs

Cam-Girl und IT-Prof

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„Die Digitalisierung bedeutet für die verschiedensten Branchen Veränderungen. So auch für die Porno- und Sexindustrie. Wir haben uns gefragt, was das für die Menschen bedeutet, die in diesem Bereich arbeiten, und wie sie mit diesen Entwicklungen umgehen. Darum haben wir mit Aviva Rocks gesprochen, Pornodarstellerin und Cam-Girl, die uns über ihre Erfahrungen berichtete. Gleichzeitig verändert sich mit der Branche auch der Konsum. Oliver Bendel ist Wirtschaftsinformatiker und Technikphilosoph und erzählt, warum es wichtig ist, auch einer virtuellen Fantasie Grenzen zu setzen.“ (Tsüri.ch, 19. November 2019) Mit diesen Worten wird ein Video eingeleitet, das bei Tsüri.ch erschienen ist, dem audiovisuellen Zürcher Magazin, und bei Kapaw, einem Genfer Start-up. Adelina Gashi und Anna Kreidler trafen Oliver Bendel im Impact Hub Zürich – Colab. Im obersten Stock machten sie es sich mit Kamera und Mikrofon gemütlich und sprachen über Liebespuppen, Sexroboter und VR-Pornos. Hier geht es direkt zum Beitrag auf Tsüri.ch.

Abb.: Mit dem Notebook ist man mobil