About Basic Income and Basic Property

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Automation is advancing relentlessly. Already decades ago, digitization was its partner. In the industry, innovative robots, for example co-robots, are used. Service robots begin to spread in various areas. Systems of artificial intelligence perform tasks of all sorts, even creative activities. The studies on the development of the labor market reach different results. In any case, it can be said that certain jobs will disappear and many people will have to do without their familiar work. It can also be assumed that in many areas less human work has to be performed on behalf (e.g., for customers and employers). As possible solutions to economic and social problems, an unconditional basic income and a robot tax are suggested. The paper „Are Robot Tax, Basic Income or Basic Property Solutions to the Social Problems of Automation?“ by Oliver Bendel presents, discusses and criticizes these approaches in the context of automation and digitization. Moreover, it develops a relatively unknown proposal, unconditional basic property, and presents its potentials as well as its risks. The ethicist from Zurich will share his results between 25 and 27 March 2019 at the AAAI Spring Symposia (Stanford University).

Fig.: A nice property in Hawaii

Das Silicon Valley im Wirtschaftslexikon

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„Das Silicon Valley ist ein Tal südlich von San Francisco, in dem bedeutende Hightech-, IT- und Internetfirmen ihren Sitz haben. Der englische Begriff ’silicon‘ verweist auf das Silizium, der ’silicon chip‘ auf den Siliziumchip, der in Computern steckt. Menlo Park, Mountain View, Sunnyvale und Palo Alto sind bekannte Städte der Region, die von San Mateo bis nach San José reicht und das Santa Clara Valley mit einschließt.“ So beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler, der im Januar 2019 erschienen ist. Es wird der Zusammenhang zwischen Silicon Valley und Stanford University hergestellt und auf die Einhörner im Tal eingegangen. Gegen Schluss heißt es: „Der Boom im Silicon Valley hat dieses mitsamt seinem Umfeld weltweit bekannt gemacht und einigen Unternehmen und Personen großen Wohlstand gebracht. Andere leiden unter den gestiegenen Mieten und dem grundlegenden Umbau der Gegend.“ Tatsächlich sind die Mieten in Palo Alto mit denen in Zürich vergleichbar, und in San Francisco kann man mit einem durchschnittlichen Einkommen kaum noch wohnen. Die letzten Worte sind: „Wirtschafts- und Informationsethik widmen sich den Folgen disruptiver Technologien und stellen mit der diskursiven Methode eine Möglichkeit bereit, Interessen offenzulegen und Konflikte zu erkennen.“ Der gesamte Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/silicon-valley-119858 aufgerufen werden.

Abb.: Auch die Draper University sitzt im Silicon Valley

Mundmodell trifft Fliegendrohne

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Vor zehn Jahren erschien der Roman „Verlorene Schwestern“ von Oliver Bendel. Aus dem Klappentext: „Maik, ein 16-jähriger Junge, hat eine Drohne entwickelt, die einer Fliege gleicht und mit deren Hilfe er alles sehen kann, was er sehen will. Sein Plan ist, Prominente und Reiche auszuspionieren und, wenn er das ultimative Bild gefunden hat, zu erpressen. Nur seinem Tagebuch vertraut er sich an, einem digitalen Rekorder. Nancy, die früher als Mundmodell und für die Stasi gearbeitet hat, surft mit ihrer kleinen Maschine auf elektromagnetischen Wellen, bis sie auf Schallwellen trifft. Wie früher belauscht sie andere, aber ohne an verwanzte Räume gebunden zu sein – und nicht, um Böses zu schaffen, sondern um Böses zu verhindern. Maik und Nancy kommen über die ahnungslose Stadt. Sie wissen nichts voneinander, bis die Frau ein merkwürdiges Brummen hört. Fast eine Fliege. Aber eben nur fast.“ Der Roman ist 2009 im Leipziger Literaturverlag erschienen und noch als E-Book verfügbar. Er kann als Teil einer Trilogie angesehen werden – der erste Roman ist „Nachrückende Generationen“ von 2007, der zweite „Künstliche Kreaturen“ von 2008.

Abb.: Der vollständige Umschlag

Hotel kündigt Robotern

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Im Henn-na-Hotel in Sasebo in der Präfektur Nagasaki auf der japanischen Insel Kyushu „haben die Roboter mehr Arbeit gemacht, als sie selbst erledigt haben“. „Deshalb mussten viele von ihnen gehen.“ Dies meldete Golem am 16. Januar 2019. „In der Praxis zeigten sich die Roboter … oft nicht so nützlich. Wie Churi: Die etwas merkwürdig aussehende Puppe soll den Gast bei der Steuerung des Zimmers unterstützen: Auf Sprachbefehl reguliert sie etwa die Temperatur oder schaltet das Licht ein und aus. Das funktionierte allerdings oft nicht sehr gut … Ein Gast wurde nachts mehrfach von Churi geweckt – der Roboter interpretierte dessen Schnarchen als Ansprache und antwortete. Ein anderer wollte nach einer fruchtlosen Konversation mit dem Roboter entnervt die Rezeption anrufen – und stellte fest, dass es kein Telefon auf dem Zimmer gab. Denn für Fragen und Wünsche des Gastes ist der Churi da. Der Gast erreichte die Rezeption schließlich über sein Mobiltelefon.“ (Golem, 16. Januar 2019) Am Ende des Artikels von Werner Pluta wird das Ausmaß der Tragödie nochmals offenbar: „Inzwischen hat das Henn-na-Hotel mehr als die Hälfte seiner rund 250 Roboter stillgelegt.“ (Golem, 16. Januar 2019) Wie wir alle hoffen sie auf bessere Zeiten.

Abb.: Die Robotergewerkschaft ist informiert

Zur Finanzierung des Sozialstaats

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Im Rahmen des Zukunftsdialogs des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales fand am 11. Januar 2019 der Fachworkshop „Leitlinien einer künftigen Finanzierung des Sozialstaats“ ab 9.30 Uhr statt. Staatssekretär Dr. Rolf Schmachtenberg begrüßte und verabschiedete die Vortragenden und Anwesenden und war durchgehend präsent. Prof. Dr. Holger Bonin übernahm die Moderation. Prof. Dr. Oliver Bendel betonte in seinem Vortrag zunächst, es sei wichtig für Analyse und Bewertung von Robotisierung und Digitalisierung, konkrete Technologien zu beschreiben, konkrete Anwendungsgebiete zu beleuchten und konkrete Rollen bzw. Berufe herauszugreifen. Genau dies tat er im Folgenden, indem er auf den Einsatz von Soft- und Hardwarerobotern einging. Diese, so die Erkenntnisse, ergänzen und unterstützen Arbeitnehmende oder ersetzen sie, können Leben retten und Leben gefährden, verbessern teils die persönliche Autonomie, beeinträchtigen teils die informationelle Autonomie und sind mehrheitlich vernetzte Systeme. Im Anschluss präsentierte der Philosoph und Wirtschaftsinformatiker aus Zürich mehrere Arbeitsmodelle sowie Ansätze zur Lebenssicherung (inkl. bedingungslosem Grundeinkommen und -eigentum) und zur Finanzierung des Staats und seiner Bürgerinnen und Bürger. Er stellte Vor- und Nachteile der Robotersteuer gegenüber und fasste die Ergebnisse zusammen. Gegen 16 Uhr war der Workshop zu Ende.

Abb.: Aufzüge in Berlin

Ethische Dimensionen der Robotik

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Pandora, die Automatenmenschen des Daidalos oder die Skulptur des Pygmalion waren künstliche Geschöpfe des Mythos und der Fiktion. Später – ungefähr von 1475 bis 1850 – wurden tier- und menschenähnliche (Pseudo-)Automaten erdacht und teilweise umgesetzt und vorgeführt: das dreirädrige Fahrzeug, die körnerschluckende Ente, die kunstvollen Androiden, der doppelbödige Schachtürke. Mittlerweile hat die Realität die Illusion mehr und mehr abgestreift, behält aber die Simulation bei. Es werden Systeme und Roboter erschaffen, die den Menschen zum Verwechseln ähnlich sehen. Auch tierähnliche und dinghafte Artefakte scheinen plötzlich Eigenschaften zu haben, die man bisher Menschen zugeschrieben hat. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz entscheiden sie selbst über Optionen und führen Aktionen aus – unter Umständen mit weitreichenden Folgen. Gezähmt, dressiert, zivilisiert und moralisiert werden sie von sozialer Robotik und Maschinenethik. In seinem Vortrag „Die Entdeckung der Philosophie – ethische Dimensionen der Robotik“ am 9. Januar 2019 im Haus Huth am Potsdamer Platz in Berlin erklärte Prof. Dr. Oliver Bendel, wie man Roboterautos, Serviceroboter und Chatbots zu moralischen oder zu unmoralischen Maschinen machen kann. Und wie man dabei in manchen Fällen die Büchse der Pandora öffnet. Der Vortrag fand vor vollbesetztem Haus statt und rief lebhafte Diskussionen hervor.

Abb.: Das Haus Huth in Berlin

Was ist ein Exoskelett?

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„Exoskelette sind mechanische, maschinelle bzw. robotische Stützstrukturen für Menschen oder Tiere. Sie entlasten Arbeiter in der Fabrik, ermöglichen Behinderten das Aufstehen und Umhergehen oder dienen der Therapie. Manche verfügen über einen Antrieb, andere nicht.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag, der am 8. Januar 2019 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auch die Perspektive der Ethik wird am Ende eingenommen: „Insgesamt werden Exoskelette kontrovers diskutiert. Sie können Verletzungen und Überbeanspruchungen zu vermeiden helfen, aber auch – nicht nur durch unsachgemäßen Gebrauch – zu Verletzungen und Schäden führen. Informationsethik, Technikethik und Roboterethik diskutieren die Chancen und Risiken. Die Wirtschaftsethik stellt die Verwendung durch Arbeiter in den Mittelpunkt, die Medizinethik das Zusammenspiel mit Patienten.“ Der Beitrag von Oliver Bendel kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/exoskelett-119761 aufgerufen werden.

Abb.: Auch beim Cybathlon 2016 spielten Exoskelette eine Rolle

Was ist ein Einhorn?

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„Einhörner (Unicorns) sind Start-ups mit einer Marktbewertung von über einer Milliarde US-Dollar vor dem Börsengang oder einem Exit (also einem geplanten Ausstieg von Kapitalgebern aus einer Beteiligungsanlage). Der Begriff wurde 2013 von Aileen Lee in ihrem Artikel ‚Welcome To The Unicorn Club: Learning From Billion-Dollar Startups‘ verwendet.“ Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag von Oliver Bendel im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler. Am Ende heißt es: „Der Begriff des Einhorns kann kritisiert werden, weil er erklärungsbedürftig und uneindeutig ist. So steht das Horn für die Milliarde US-Dollar, aber in der Realität handelt es sich zuweilen um einen viel höheren Betrag. Begriffe wie ‚decacorn‘ (‚Zehnhorn‘) sollen diesbezüglich mehr Klarheit und einen größeren Rahmen schaffen. Einhörner selbst stehen unter Beobachtung, weil manche von ihnen Branchen verändern bzw. vernichten und mit Daten von Benutzern auf nicht immer verantwortungsvolle Weise umgehen.“ Der Beitrag ist am 8. Januar 2019 erschienen und kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/einhorn-119178 aufgerufen werden.

Abb.: Ein Einhorn als Spielzeug

Überlegungen zur Industrie 4.0

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„Industrie 4.0“ ist ein Marketingbegriff, der auch in der Wissenschaftskommunikation verwendet wird, und steht für ein „Zukunftsprojekt“ (so die Selbstauskunft) der deutschen Bundesregierung. Die sogenannte vierte industrielle Revolution, auf welche die Nummer verweist, zeichnet sich durch Individualisierung (selbst in der Serienfertigung) bzw. Hybridisierung der Produkte (Kopplung von Produktion und Dienstleistung) und die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse aus. Wesentliche Bestandteile sind eingebettete Systeme sowie (teil-)autonome Maschinen, die sich ohne menschliche Steuerung in und durch Umgebungen bewegen und selbstständig Entscheidungen treffen, und Entwicklungen wie 3D-Drucker. Die Vernetzung der Technologien und mit Chips versehenen Gegenstände resultiert in hochkomplexen Strukturen und cyber-physischen Systemen (CPS) bzw. im Internet der Dinge. Der Artikel „Chancen und Risiken 4.0“ ist im Dezember 2018 in der GS1 network 4/2018 erschienen. Er kann auch über die Website der Zeitschrift abgerufen werden. Es handelt sich um einen Nachdruck des gleichnamigen Beitrags aus der UnternehmerZeitung 2/2015.

Abb.: Welche Chancen und Risiken hat die Industrie 4.0?

The Moral Rights of Reverse Cyborgs

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Robots have no rights from a philosophical and ethical point of view and cannot currently get any rights. You only have such rights if you can feel or suffer, if you have a consciousness or a will to live. Accordingly, animals can have certain rights, stones cannot. Only human beings have human rights. Certain animals can be granted basic rights, such as chimpanzees or gorillas. But to grant these animals human rights makes no sense. They are not human beings. If one day robots can feel or suffer, if they have a consciousness or a will to live, they must be granted rights. However, Oliver Bendel does not see any way to get there at the moment. According to him, one could at best develop „reverse cyborgs“, i.e. let brain and nerve cells grow on technical structures (or in a robot). Such reverse or inverted cyborgs might at some point feel something. The newspaper Daily Star dealt with this topic on 28 December 2018. The article can be accessed via www.dailystar.co.uk/news/latest-news/748890/robots-ai-human-rights-legal-status-eu-proposal.

Fig.: Who gets the brain implanted?

Zivile Drohnen bedrohen die zivile Luftfahrt

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Ethik kann selten Probleme lösen. Sie kann aber auf Probleme und Konflikte aufmerksam machen. Im Februar 2015 erschien der Beitrag „Private Drohnen aus ethischer Sicht: Chancen und Risiken für Benutzer und Betroffene“ von Oliver Bendel in der Springer-Zeitschrift Informatik-Spektrum. Es wird darin ausgeführt, dass die private Drohne mit einer anderen Drohne, einem Flugzeug, einem Luftschiff oder einem Fesselballon zusammenstoßen und dadurch Menschen erschrecken oder verletzen kann. Sie kann, so der Artikel, abstürzen und in Lebewesen hineinfliegen. Selbst wenn sie nur wenige Kilogramm wiegt, hat ein Zusammenprall laut Oliver Bendel erhebliches Zerstörungspotenzial. Die verbreitete Vorgabe, dass man nur auf Sicht fliegen darf, womit die unvermittelte Sicht gemeint ist, mindere die Gefahr, beseitige sie aber nicht vollends. Was die Ethik nicht leisten kann, kann das Recht leisten. Von Anfang an hätte man größere Drohnen wie bewilligungspflichtige Waffen behandeln müssen. Inzwischen gibt es in mehreren Ländern entsprechende Verordnungen. Vielleicht hätte ein Vorfall wie in London Gatwick vermieden werden können. Der Beitrag kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Eine Drohne in der Luft

Professorship for Ethics of Digital Technologies

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In 2019, the Faculty of Philosophy and Educational Research at Ruhr-Universität Bochum will be awarding a W1 (W2) tenure-track professorship for Ethics of digital methods and technologies at the Institute of Philosophy I. „The future tenure-track professor will be representing the field of ethics in union with philosophy of current technology excellently in education and research. She/he has performed in different areas of digital ethics by pertinent publications and features excellent knowledge of digital methods and technologies. Ethical problems of digitisation are treated in close relation with epistemological and methodological analysis of current IT-developments. Close cooperation with nearby professorships in the humanities and social sciences and the emerging ‚Center for Computer Science‘ at RUB is expected.“ (Job advertisement) Applications and all relevant documents are to be submitted by e-mail by 31 January, 2019 to the Dean at the Faculty of Philosophy and Educational Research at Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Norbert Ricken. More information is available here.

Fig.: Building in Bochum

Sprachaufzeichnungen aus dem Schlafzimmer

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„Amazon gibt intime Alexa-Sprachdateien preis“, meldete Heise News. „Die Sprachaufzeichnungen stammen hörbar aus der Intimsphäre fremder Personen, beispielsweise aus Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad.“ (Heise News, 20. Dezember 2018) In „Die Spione im eigenen Haus“ von Oliver Bendel, erschienen in „Wissen – Macht – Meinung: Demokratie und Digitalisierung“ (2018), heißt es: „Sobald die Geräte in Situationen und Umgebungen benutzt werden, die als vertraut und geschützt eingestuft werden, wie es bei Kommunikations- und Transaktionsgeräten wie Echo (und mit Einschränkungen bei Smartphone und Notebook) der Normalfall ist, tauchen weitere Risiken für Privatheit, Intimsphäre und Datenschutz auf … In nicht- oder teilöffentlichen Räumen spricht man anders, teilt man etwas anderes mit, hat man Privat- und Betriebsgeheimnisse, und die Diskrepanz zwischen dem Vermögen der Geräte, die permanent etwas aufnehmen, abspeichern und weitergeben können, und dem Bedürfnis nach Privatsphäre, Persönlichkeitsschutz und Geheimhaltung ist groß. Das Eindringen in den Bereich der Sexualität kann als besonders gravierend angesehen werden – man denke nur, auf der stimmlichen Ebene, an das Stöhnen oder, auf der semantischen Ebene, an Kosewörter oder … Dirty Talk.“ Das Buch ist direkt bei Velbrück (und nicht nur bei Amazon) erhältlich. Bereits 2015 ist von Oliver Bendel „Der kleine Lauschangriff: Auditive Systeme aus Sicht der Ethik“ in Telepolis erschienen, wo ebenfalls auf Echo und Alexa eingegangen wurde.

Abb.: Schlafende (Foto eines „sleep“-Bilds von Gottfried Helnwein)

Robots and AI Systems in Healthcare

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Robots in the health sector are important, valuable innovations and supplements. As therapy and nursing robots, they take care of us and come close to us. In addition, other service robots are widespread in nursing and retirement homes and hospitals. With the help of their sensors, all of them are able to recognize us, to examine and classify us, and to evaluate our behavior and appearance. Some of these robots will pass on our personal data to humans and machines. They invade our privacy and challenge the informational autonomy. This is a problem for the institutions and the people that needs to be solved. The article “The Spy who Loved and Nursed Me: Robots and AI Systems in Healthcare from the Perspective of Information Ethics” by Oliver Bendel presents robot types in the health sector, along with their technical possibilities, including their sensors and their artificial intelligence capabilities. Against this background, moral problems are discussed, especially from the perspective of information ethics and with respect to privacy and informational autonomy. One of the results shows that such robots can improve the personal autonomy, but the informational autonomy is endangered in an area where privacy has a special importance. At the end, solutions are proposed from various disciplines and perspectives. The article was published in Telepolis on December 17, 2018 and can be accessed via www.heise.de/tp/features/The-Spy-who-Loved-and-Nursed-Me-4251919.html.

Fig.: When monitoring becomes surveillance

Für die akademische Freiheit in Europa

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In Europa formiert sich Widerstand gegen die Versuche von bestimmten Regierungsvertretern, von Rechtspopulisten, Verschwörungstheoretikern und Pseudowissenschaftlern, die akademischen Institutionen und Disziplinen und letztlich die akademische Freiheit zu zerstören. Auf der Website von swissuniversities wird gemeldet: „Vertreterinnen und Vertreter von zehn europäischen Rektorenkonferenzen, darunter auch swissuniversities, haben sich am 13. Dezember in Wien getroffen für eine Diskussion über die Rolle der Hochschulen in der heutigen Gesellschaft. Sie haben eine Erklärung unterschrieben, mit welcher namentlich die akademische Freiheit, die wissenschaftliche Integrität in Lehre und Forschung und die institutionelle Autonomie als wesentliche Elemente für die Entwicklung von Hochschulen festgehalten werden. Die Unterzeichner betonen den Beitrag der Hochschulen für die Gesellschaft, indem diese interkulturelles Verständnis, gleichberechtigten Zugang zur Bildung und staatsbürgerliches Engagement fördern.“ Weitere Informationen über www.swissuniversities.ch und uniko.ac.at.

Abb.: Auch die Schweiz hat die Wiener Erklärung unterzeichnet

Bertha-Benz-Preis 2019

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„Mit dem ‚Bertha-Benz-Preis‘ zeichnet die Daimler und Benz Stiftung jährlich eine Ingenieurwissenschaftlerin aus, die eine herausragende Promotion in Deutschland mit Dr.-Ing. abgeschlossen hat. Vorschlagsberechtigt sind die Leitungsgremien von Universitäten und selbstständigen Forschungsinstituten, Nominierungen sind ausschließlich über das Online-Portal möglich, Stichtag ist der 1. März 2019.“ (Website Daimler und Benz Stiftung) 2018 wurde der Bertha-Benz-Preis an zwei junge Wissenschaftlerinnen verliehen, an Dr.-Ing. Silvia Budday von der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg für ihre Dissertation „Mechanische Aspekte der Gehirnentwicklung“ und an Dr.-Ing. Despoina Petousi von der Fakultät IV – Elektrotechnik und Information der Technischen Universität Berlin für ihre Dissertation „Analysis of Integrated Silicon Depletion-Type Mach-Zehnder Modulators for Advanced Modulation Formats“. Weitere Informationen über die Website der Stiftung.

Abb.: Mit dem Benz unterwegs

Pflegeroboter im Deutschen Bundestag

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Im Deutschen Bundestag widmet man sich am 20. Februar 2019 den Chancen und Risiken von Pflegerobotern. Robotikerin Dr. Birgit Graf spricht über „Potenziale und Grenzen der Robotik für die Pflege – Stand der Technik und Anwendung, Herausforderungen für Forschung und Entwicklung“, Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler nimmt eine „Einordnung und Bewertung aus Sicht der Pflegewissenschaft“ vor. „Ethisch-normative Herausforderungen der Pflegerobotik“ ist der Titel des Vortrags von Prof. Dr. Oliver Bendel, Informations- und Maschinenethiker. Daneben gibt es Kommentare aus der Perspektive der Technikfolgenabschätzung (Dr. Bettina-Johanna Krings, KIT/ITAS), der Forschungsförderung (Christine Weiß, VDI/VDE-IT), der Pflegeträger (Alexander Huhn, Caritas-Zentrum Garmisch-Partenkirchen) und der Pflegekräfte (Peter Tackenberg, Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK)). Die Einführung wird Dr. Christoph Kehl vom Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) halten. Das Programm kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Im Reichstag

Einsatz von Pflegerobotern für Ältere

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Der Beitrag „Erfahrungen aus dem Einsatz von Pflegerobotern für Menschen im Alter“ von Michael Früh und Alina Gasser beschreibt die Erfahrungen bei der Entwicklung, Erprobung und Kommerzialisierung von Pflegerobotern aus Sicht der Firma F&P Robotics AG. „Vorbehalte gegenüber dem Einsatz von Robotik in der Pflege sind noch immer weit verbreitet. Die Haltung von F&P ist es, dass nicht das Ersetzen von Mitarbeitern, sondern die sinnvolle Zusammenarbeit von Mensch und Roboter gefördert werden soll. F&P ist ein Pionier in den Bereichen Personal- und Pflegerobotik und testet derzeit den Einsatz von Robotern in Alten- und Pflegeheimen. Im ersten Teil des Beitrags werden verschiedene Serviceroboter von F&P beschrieben und deren Einsatzbereiche und Nutzen erläutert. Im Rahmen einer Masterarbeit der Universität Basel wurde eine Studie bezüglich der Akzeptanz älterer Menschen gegenüber Pflegerobotern durchgeführt. Die Resultate werden im zweiten Teil präsentiert.“ (Früh und Gasser 2018) Der Beitrag ist im Buch „Pflegeroboter“ (herausgegeben von Oliver Bendel) enthalten, das im November 2018 bei Springer Gabler erschienen ist und über SpringerLink kostenlos heruntergeladen werden kann.

Abb.: Lio von F&P mit Brille

Ein Chatbot mit Emotionserkennung

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Der BESTBOT ist eine unmoralische Maschine in einer moralischen. Er ähnelt einer Matrjoschka, der Holzpuppe, in der weitere Holzpuppen stecken. Dies betonte Oliver Bendel in einem Gespräch mit dem Tages-Anzeiger. In die offene Welt würde er den Chatbot deshalb nicht entlassen. Dieser bleibt im Labor der Maschinenethik. Der BESTBOT wurde 2018 an der Hochschule für Wirtschaft FHNW entwickelt. Bereits im März 2018 stellte der Informations- und Maschinenethiker im Rahmen der AAAI Spring Symposia sein Paper „From GOODBOT to BESTBOT“ vor, das die Grundlage für das Projekt legte. David Studer programmierte den Chatbot in Java. Der BESTBOT ist ein vernetztes System, das Suchmaschinen und Lexika benutzt. Er analysiert die Texteingaben des Benutzers mit textbasierter Emotionserkennungssoftware. Zugleich wird Gesichtserkennung eingesetzt, wiederum mit Emotionserkennung. Wenn der Benutzer zum Beispiel angibt, dass es ihm gut geht, sein Gesicht aber anderes verrät, spricht der Chatbot diesen Widerspruch an. Dieser erkennt sowohl kleine als auch große Sorgen. Dies ist ohne Zweifel von hohem Nutzen, gerade wenn der Benutzer sich etwas antun will. Zugleich kann Gesichtserkennung, vor allem im Zusammenhang mit Emotionserkennung, hochproblematisch sein. Oliver Bendel rät davon ab, solche Systeme bei der automatisierten Kommunikation und im öffentlichen Raum einzusetzen. Der ganzseitige Artikel im Tages-Anzeiger zum BESTBOT ist am 12. Dezember 2018 erschienen und kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Der Chatbot verfügt über Emotionserkennung

Ein wertegetriebener Nao-Roboter

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Üblicherweise wird zwischen Ethik als Disziplin und Moral als Gegenstand dieser Disziplin unterschieden. Die Maschinenethik ist eine Disziplin, die nach der Möglichkeit maschineller Moral fragt. Dabei ist „maschinelle Moral“ ein Terminus technicus wie „künstliche Intelligenz“ (dieser Begriff steht für den Gegenstand, der wiederum von der Künstlichen Intelligenz als Disziplin hervorgebracht und erforscht wird). Man spielt auf ein Setting an, das Menschen haben, und man will Komponenten dieses Settings imitieren bzw. simulieren. Moralische und unmoralische Maschinen sind nicht gut oder böse, sie haben keinen freien Willen und kein Bewusstsein, sie haben keine Intuition und keine Empathie. Darum geht es in der „schwachen Maschinenethik“ auch nicht. Sie sollen moralische Regeln befolgen, die ihnen vorgegeben wurden, oder solche Regeln selbst anpassen bzw. entwickeln. Zu den führenden Maschinenethikern gehören Michael Anderson und Susan Leigh Anderson. Zusammen mit Vincent Berenz (Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme) haben sie einen Nao-Roboter mit einer Reihe von Werten programmiert, die sein Verhalten bestimmen und gleichzeitig einer Person in einer simulierten Einrichtung der Altenpflege helfen. In einem Video zeigen sie, wie der wertegetriebene Nao je nach Anforderung agiert und reagiert. Dieser ist ein weiteres überzeugendes Artefakt der Maschinenethik. Das Paper zu diesem Forschungsprojekt wird 2019 in den Proceedings of the IEEE publiziert und beim Berliner Kolloquium „Roboter in der Pflege“ präsentiert.

Abb.: Ausschnitt aus dem Video (Video: Anderson/Berenz)