Schlagworte: Bodyhacking

Bodyhacking aus ethischer Sicht

“Beim Bodyhacking greift man invasiv oder nichtinvasiv in den tierischen oder menschlichen Körper ein, oft im Sinne des Animal bzw. Human Enhancement und zuweilen mit der Ideologie des Transhumanismus. Es geht um die physische und psychische Umwandlung, und es kann daraus der tierische oder menschliche Cyborg resultieren.” Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler von Prof. Dr. Oliver Bendel. Am Ende heißt es: “Das Bodyhacking kann man aus der Perspektive von Bio-, Medizin-, Technik- und Informationsethik als Versuch sehen, das eigene oder fremde Leben und Erleben zu gestalten und zu verbessern. Problematisch wird es, sobald gesellschaftlicher, politischer oder wirtschaftlicher Druck entsteht, etwa wenn das Tragen eines Chips zur Speicherung von Daten und zur Identifizierung zur Norm wird, der sich kaum jemand entziehen kann (was von Informations-, Politik- und Wirtschaftsethik thematisiert werden kann). Auch gesundheitliche Folgen können auftreten. Insofern birgt Bodyhacking bei aller Faszination gewisse Risiken.” Der Beitrag ist Ende Oktober 2018 erschienen und kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bodyhacking-100401 abgerufen werden.

Abb.: Schon der Beginn von Bodyhacking?

Was ist Biohacking?

“Biohacking ist der biologische, chemische oder technische Eingriff in Organismen mit dem Ziel der Veränderung und Verbesserung. Es ist von den Wurzeln her eine Do-it-yourself-Bewegung. Letztlich geht es darum, neuartige Systeme zu erzeugen, die sich in ihrer belebten und unbelebten Umwelt behaupten. Ein Teilbereich ist das Bodyhacking, bei dem man in den tierischen oder menschlichen Körper eindringt, oft im Sinne des Animal bzw. Human Enhancement und zuweilen mit der Ideologie des Transhumanismus. In vielen Fällen resultiert der pflanzliche, tierische oder menschliche Cyborg.” Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler. Am Ende wird mit Blick auf das Bodyhacking die ethische Perspektive eingenommen: “Das Bodyhacking kann man aus Sicht der Ethik als Versuch sehen, das eigene Leben und Erleben zu gestalten und zu verbessern. Problematisch wird es, sobald gesellschaftlicher, politischer oder wirtschaftlicher Druck entsteht, etwa wenn das Tragen eines Chips zur Norm wird, der sich kaum jemand entziehen kann, und Privatsphäre und informationelle Autonomie beeinträchtigt sind, was ein Thema der Informationsethik ist.” Der Beitrag vom 22. Oktober 2018 kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/biohacking-100400 abgerufen werden.

Abb.: Schneller, länger, besser?

Bodyhacking als Trend

Ein aktueller Beitrag von Bloomberg widmet sich dem Biohacking und auch speziell dem Bodyhacking. Nach der Meinung von Oliver Bendel hat jeder hat das Recht, sich Chips zu implantieren oder Prothesen anzubringen und sich anderweitig zu optimieren. Manchmal dient dies auch gesundheitlichen Zwecken. Der Umbau des Körpers ist alt, wenn man an Piercings, Tattoos etc. und Schönheitsoperationen denkt. Wenn gesellschaftlicher, wirtschaftlicher oder politischer Druck besteht, wird es jedoch problematisch. Die Gesellschaft könnte die Entwicklung cool finden und sie dadurch fördern. Die Wirtschaft könnte sie wichtig für die Leistungssteigerung finden – und weil sie die Technologien verkaufen will. Die Politik könnte uns einreden, dass jeder Mensch eindeutig identifizierbar sein muss, um die Terrorgefahr abzuwenden – und nichts sicherer sei als ein Chip im Körper. Im Beitrag von Bloomberg vom 19. Oktober 2018 geht Oliver Bendel davon aus, dass man gerade erst am Anfang eines Trends steht. Interessant werden es viele Menschen finden, ihre Empfindungsmöglichkeiten zu erweitern. Der Beitrag kann über www.bloomberg.com/news/articles/2018-10-19/biohackers-are-implanting-everything-from-magnets-to-sex-toys abgerufen werden.

Abb.: Bodyhacking als Science-Fiction-Thema