Schlagworte: Hologramm

Gatebox geht in Serie

Die Gatebox wurde vor einiger Zeit in Japan an einige Personen und Einrichtungen abgegeben. Wie das Unternehmen Ende Juli 2018 mitteilte, geht man nun in die Serienproduktion. Tatsächlich lässt sich auf der Website das Gerät bestellen, das einer Kaffeemaschine ähnelt. In der gläsernen “Kaffeekanne” wohnt das Animemädchen Azuma Hikari. Sie ist ein Hologramm, verbunden mit einem Dialogsystem und einem KI-System. Sie kommuniziert mit ihrem Besitzer, selbst wenn dieser unterwegs ist (indem sie Nachrichten auf sein Smartphone schickt), und lernt dazu. SRF hat einen jungen Mann besucht, der mit der Gatebox zusammenlebt. “Ich liebe meine Frau”, wird Akihiko Kondo zitiert. Der Sender schreibt: “Umarmen oder küssen kann er sie nicht. Der Japaner ist mit einem Hologramm zusammen.” (SRF) Wer denkt, dass die Liebe zu Manga- und Animemädchen ein rein japanisches Phänomen ist, sieht sich getäuscht. Im Dortmunder BorDoll (aus “Bordell” und “Doll” oder “Love Doll”) sind die entsprechenden Liebespuppen heiß begehrt. Auch hier sind es junge, gegenüber echten Mädchen schüchterne Männer, die ein Begehren in der Tradition des Pygmalion entwickelt haben. Akihiko Kondo träumt davon, dass er mit Azuma Hikari eines Tages in die Welt hinaus und mit ihr Händchen halten kann. Bis dahin ist es aber ein langer Weg, und das Animemädchen wird noch lange ihr kleines Gefängnis brauchen.

Abb.: Die Liebe zu einem Animemädchen bleibt unerwidert

Fiktionale und reale Hologramme

Leia, die in “Star Wars” als Hologramm eine Nachricht überbringt, Darth Vader, der mit dem Imperator Pläne schmiedet, obwohl beide weit entfernt voneinander sind, William Riker in “Star Trek”, der sich – Stichwort “Holodeck” – durch virtuelle Landschaften bewegt, Officer K in “Blade Runner 2049″, der mit einer holografischen Gefährtin namens Joi zusammenwohnt und auf holografische Tänzerinnen und Sänger (Frank Sinatra unter Glas und Elvis Presley auf der Bühne) trifft – in all diesen Fällen kommen fiktionale Hologramme zum Einsatz. Aber auch in der Realität tut sich etwas, und man kann nicht nur Hologramme mit Holografiepyramiden erzeugen, ob für den Privatgebrauch mit dem Smartphone oder zur Produktpräsentation auf Messen, sondern sie sich auch, gefangen in einer Art Kaffeemaschine (Gatebox genannt), in das Schlaf- oder Wohnzimmer stellen. In seinem Beitrag “Hologramm” für das Wirtschaftslexikon von Springer Gabler – abrufbar über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/hologramm-99480 – geht Oliver Bendel auf den Begriff der Holografie und auf fiktionale und reale Hologramme ein. Auch Fragen der Ethik werden aufgeworfen.

Abb.: Hologrammen gehört die Zukunft

MediaNight an der Hochschule der Medien

Die Weltpremiere des Kurzfilms “IGNARUS” findet am 5. Juli 2018 bei der MediaNight an der Hochschule der Medien in Stuttgart statt. Cara sitzt mit John, einem Wissenschaftler, so der Plot, in einem abgeschotteten Forschungsbunker auf einem fremden Planeten fest. Obwohl sie nur ein Hologramm und ein KI-System ist, verfügt sie über überaus menschliche Züge. Der Film wurde von der Schwesterplattform maschinenethik.net unterstützt. Auf der Website der Hochschule wird geworben: “In der Nobelstraße 10, 8 und 10a sind rund 110 Projekte aus nahezu allen Studiengängen der Hochschule zu sehen. Ihr Spektrum reicht von künstlerisch-kreativen Projekten bis hin zu alltagstauglichen Industrieanwendungen. Freuen Sie sich auf professionelle Computeranimationen, Kurz- und Dokumentarfilme, TV- und Tonproduktionen oder Software-Entwicklungen, Games und Printprodukte.” (Website Hochschule der Medien) Bei der MediaNight werden mehrere tausend Gäste erwartet. Weitere Informationen über www.hdm-stuttgart.de/medianight/#2824.

Abb.: maschinenethik.net ist mit dabei