Schlagworte: Informationsgesellschaft

Der Blick der Ethik auf die Wolke

Am 25. Juli 2016 ist in der HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik der Artikel “Cloud Computing aus Sicht von Verbraucherschutz und Informationsethik” von Oliver Bendel erschienen. Im Abstract heißt es: “Immer mehr Unternehmen transferieren Daten ihrer Kunden in die Cloud, oder diese werden selbst aktiv, nutzen spezielle Dienste und soziale Medien. Es stellen sich viele Fragen: Wird der Benutzer genügend informiert? Sind ihm alle Konsequenzen des Vorgangs klar? Was ist, wenn Inhalte als verdächtig angesehen und Informationen an Behörden weitergereicht werden? Wie können lebenswichtige und personenbezogene Daten geschützt werden? Der Beitrag stellt Probleme rund um Cloud Computing für Privatkunden aus Sicht des Verbraucherschutzes und der Informationsethik systematisch dar, mit Fokus auf Bild und Text. Aus der Unternehmensethik heraus werden Vorschläge für Anbieter unterbreitet.” Der Beitrag kann über link.springer.com/article/10.1365/s40702-016-0249-2 bezogen werden. Er wird in der Oktober-Ausgabe der gedruckten Zeitschrift mit dem Schwerpunkt Cloud Computing enthalten sein.

Abb.: Fliegerstaffel vor Wolke bei einer Feier in Zürich

CSR im Informationszeitalter

“Unternehmensverantwortung gegenüber der Informationsgesellschaft” lautet der Titel eines Beitrags von Oliver Bendel für das OCG Journal (1/2016). Es handelt sich um eine Überarbeitung des Artikels “Unternehmensverantwortung im Informationszeitalter” für die Netzwoche. Es werden Begriffe der Wirtschafts- und der Informationsethik geklärt, und es wird auf CSR eingegangen. Dazu heißt es: “Die Frage, was Corporate Social Responsibility ist, muss im Informationszeitalter und gegenüber der Informationsgesellschaft neu beantwortet werden. Die Wirtschaftsethik hat sich … mit der Informationsethik zusammenzuschließen.” Den konkreten Aktivitäten widmen sich die letzten Zeilen: “In Deutschland hat man entsprechende Institute und Lehrstühle eingerichtet, und auch in der Schweiz engagiert man sich, an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur und an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten und Brugg-Windisch mit dem Fach Informationsethik. In Österreich haben die Kritischen Bibliothekarinnen und Bibliothekare im Jahre 2015 eine Tagung zum Thema veranstaltet.” Das Heft der Österreichischen Computer Gesellschaft, das den Schwerpunkt “Wirtschaftsethik in der digitalen Welt” hat, kann über www.ocg.at/sites/ocg.at/files/medien/pdfs/OCG-Journal1601.pdf heruntergeladen werden.

Abb.: Die Ethik gewinnt an Bedeutung

Die Datenbrille aus ethischer Sicht

Der Artikel “Die Datenbrille aus Sicht der Informationsethik” von Oliver Bendel geht auf die “Datenbrille in der Moral der Informationsgesellschaft” ein. In der Zusammenfassung heißt es: “Die Datenbrille ist ein mit Peripheriegeräten ergänzter Kleinstrechner, der am Kopf getragen und mit Augen und Händen sowie der Stimme gesteuert bzw. bedient wird. Dinge, Pflanzen, Tiere und Menschen respektive Situationen und Prozesse werden registriert, analysiert und mit virtuellen Informationen angereichert. Mehrere Modelle mit ähnlichen Funktionen sind auf dem Markt. Aus ethischer Sicht stellen sich verschiedene Fragen. Insbesondere die Informationsethik ist gefordert, etwa zu Themen wie Informationsgerechtigkeit und informationelle Autonomie.” Der Artikel ist im Februar 2016 in der Printversion der Zeitschrift Informatik-Spektrum 39 (1), S. 21 – 29, erschienen. Bereits seit 13. September 2014 ist er als “Online-First”-Artikel verfügbar.

Abb.: Keine Daten-, aber eine Nerdbrille

Conference on ICT, Society and Human Beings

Die 9th International Conference on ICT, Society and Human Beings findet vom 1. bis 3. Juli 2016 auf Madeira statt. Auf der Website kann man zum Hintergrund und zu den Zielen lesen: “The effects of ICT on human beings as well as the interaction between ICT, individuals, and society are all within the focus of this conference. Today, computer science and ICT-related disciplines are working more and more together with various behavioural and social sciences including child psychology and developmental psychology. For this reason, the conference pays attention to societal changes, global and more local organisational and institutional changes, changes in values and in lifestyles, as well as individual cognitive effects and changes, motivational and emotional changes. It also appeals to solution-building in terms of desirable goals and actions for reaching a Good Information Society.” Deadline für die Einreichung von Beiträgen ist der 8. Februar 2016. Weitere Informationen über ict-conf.org.

Abb.: Madeira hat viele Reize

Generation Porno abgeschafft

“Geschlechtsverkehr vor dem 14. Geburtstag ist eine absolute Ausnahme. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen erlebt ihr erstes Mal vor dem 17. Geburtstag. Das hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung anhand einer Umfrage erhoben.” (SZ, 12. November 2015) So fasst die Süddeutsche die Ergebnisse zusammen, die im November 2015 veröffentlicht wurden. Allerdings ist die Zeit vor dem 14. Geburtstag auch die Zeit vor dem 17. Geburtstag. Eine “verantwortungslose, promiskuitive Generation Porno gibt es nicht” – zu dieser Schlussfolgerung kommt anscheinend die BZgA, und die SZ schreibt gar verkürzt: “Generation Porno gibt es nicht”. Damit wertet man das Phänomen der Pornografie und den Begriff der Generation Porno in eindeutiger Weise. Und man schafft die Generation Porno einfach ab. Im neuen Springer-Lexikon “300 Keywords Informationsethik” heißt es im Eintrag “Cyberporn” nüchtern: “Jugendliche in den Informationsgesellschaften sind mit explizitem Material in ihrer Mehrheit vertraut; man spricht auch von der Generation Porno, die Generation Y und Z umfasst.” Man muss auch die Frage stellen, ob nicht gerade die Tatsache, dass es sich um die Generation Porno handelt, damit zu tun hat, dass die Jugendlichen später als vor zehn oder zwanzig Jahren ihre ersten sexuellen Erfahrungen mit Menschen aus Fleisch und Blut haben. So oder so scheint die Aufklärung besser zu sein, was von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (und auch von der Süddeutschen) sicherlich positiv bewertet werden darf.

Abb.: Abwarten und Tee trinken?

50 Beiträge zur Informationsethik

Im Folgenden eine Zusammenstellung von 50 Beiträgen, die Oliver Bendel seit 2010 zur Informationsethik und zu verwandten Themen geschrieben hat. Viele sind online verfügbar. Beiträge zur Maschinenethik sind an dieser Stelle nicht aufgeführt.

Bendel, Oliver. 300 Keywords Informationsethik. Springer Gabler, Wiesbaden 2015. (Erscheint November 2015)

Bendel, Oliver. Human Enhancement: Die informationstechnische Erweiterung und ihre Folgen. In: TATuP, 2/2015. S. 82 – 89.

Bendel, Oliver. Schwarmintelligenz. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/schwarmintelligenz.html.

Bendel, Oliver. Die Industrie 4.0 aus ethischer Sicht. In: Reinheimer, Stefan (Hrsg.). HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik, 22. Juli 2015 (“Online-First”-Artikel auf SpringerLink).

Bendel, Oliver. Der kleine Lauschangriff: Auditive Systeme aus Sicht der Ethik. In: Telepolis, 5. Juli 2015. Über http://www.heise.de/tp/artikel/45/45319/1.html.

Bendel, Oliver. Medizinische Roboter mit Nebenwirkungen. In: SenLine,  27. Juni 2015. Über http://www.senline.ch/medizinische-roboter-mit-nebenwirkungen-id1093.

Bendel, Oliver. Tablet. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/tablet.html.

Bendel, Oliver. Zur Annäherung von Wirtschafts- und Informationsethik. In: Forum Wirtschaftsethik, Online-Ausgabe 1/2015. Über http://www.dnwe.de/forum-wirtschaftsethik-online-1-2015.html. S. 14 – 17.

Bendel, Oliver. Microblog. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/microblog.html.

Bendel, Oliver. Wearables. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/wearable.html.

Bendel, Oliver. Die Maschinenstürmer des Informationszeitalters. In: ICTkommunikation (Online-Ausgabe), 5. März 2015. Über http://ictk.ch/.

Bendel, Oliver. Drohne. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/drohne.html.

Bendel, Oliver. Chancen und Risiken 4.0. In: UnternehmerZeitung, 2 (2015) 21. S. 32 – 33. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Private Drohnen aus ethischer Sicht: Chancen und Risiken für Benutzer und Betroffene. In: Informatik-Spektrum, 14. Februar 2015 (“Online-First”-Artikel auf SpringerLink).

Bendel, Oliver. Smart Metering. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/smart-metering.html.

Bendel, Oliver. Selbstständig fahrende Autos. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/selbststaendig-fahrende-autos.html.

Bendel, Oliver. Big Data. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2015. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/big-data.html.

Bendel, Oliver. Die Moral der Informationsgesellschaft: Für eine Renaissance der Informationsethik und eine Stärkung der Technologiefolgenabschätzung. In: Bellucci, Sergio; Bröchler, Stephan; Decker, Michael et al. (Hrsg.). Technikfolgenabschätzung im politischen System: Zwischen Konfliktbewältigung und Technologiegestaltung. Reihe Gesellschaft – Technik – Umwelt. Edition Sigma, Berlin 2014. S. 109 – 120.

Bendel, Oliver. Die Roboter sind unter uns. In: Netzwoche, 22 (2014). S. 28. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Smartwatch. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/smartwatch.html.

Bendel, Oliver. Informationsethik. In: Kurbel, Karl; Becker, Jörg; Gronau, Norbert et al. (Hrsg.). Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik. 8. Aufl. Über http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de. Oldenbourg, München 2014.

Bendel, Oliver. Die Datenbrille aus Sicht der Informationsethik: Problemanalysen und Lösungsvorschläge. In: Informatik-Spektrum, 13. September 2014 (“Online-First”-Artikel auf SpringerLink).

Bendel, Oliver. Cyber-physische Systeme. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/cyber-physische-systeme.html.

Bendel, Oliver. Industrie 4.0. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/industrie-4-0.html.

Bendel, Oliver. Neun Thesen zur Ethik. In: zfo, 4/2014. S. 233 – 234.

Bendel, Oliver. Human Enhancement. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/human-enhancement.html.

Bendel, Oliver. Bildung für die Massen – Chancen und Risiken von MOOCs. In: Netzwoche, 20 (2014). S. 22. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Fahrerassistenzsysteme aus ethischer Sicht. In: Zeitschrift für Verkehrssicherheit, 2/2014. S. 108 – 110.

Bendel, Oliver. Wenn Roboter Selfies schiessen. In: ICTkommunikation (Online-Ausgabe), 8. April 2014. Über http://ictk.ch/content/wenn-roboter-selfies-schiessen.

Bendel, Oliver. Datenbrille. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/datenbrille.html.

Bendel, Oliver. Fahrerassistenzsystem. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/fahrerassistenzsystem.html.

Telesko, Rainer; Bendel, Oliver; Amstad, Fabienne; Wyl, Agnes von. Ein Companion für Jugendliche. In: UnternehmerZeitung, 1 (2014) 20. S. 32 – 33. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Der Spion im eigenen Haus. In: IT for Health, 01/2014. S. 22 – 24. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Ethikkommission. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2014. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/ethikkommission.html.

Bendel, Oliver. Die Medizinethik in der Informationsgesellschaft: Überlegungen zur Stellung der Informationsethik. In: Informatik-Spektrum, 6 (2013) 36, S. S. 530 – 535.

Bendel, Oliver. Informationsethik. In: Kurbel, Karl; Becker, Jörg; Gronau, Norbert et al. (Hrsg.). Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik. Über http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/wi-enzyklopaedie/lexikon/daten-wissen/Grundlagen-der-Informationsversorgung/Informationsethik. Oldenbourg, München 2013.

Bendel, Oliver. Technikethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2013. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/technikethik.html.

Bendel, Oliver. Medienethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2013. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/medienethik.html.

Bendel, Oliver. Netiquette. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2013. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/netiquette.html.

Bendel, Oliver. Sinnhafte Entcomputerisierung: Bereicherung durch weniger Automation. In: zfo, 01/2013. Seite 64 – 66.

Bendel, Oliver. Medizinethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2013. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/medizinethik.html.

Bendel, Oliver. Whistleblowing. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2013. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/whistleblowing.html.

Bendel, Oliver. Die Medizinethik in der Informationsgesellschaft: Überlegungen zur Stellung der Informationsethik. In: Informatik-Spektrum, November 2012 (“Online-First”-Artikel auf SpringerLink).

Bendel, Oliver. Deutscher Ethikrat. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2012. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/deutscher-ethikrat.html.

Bendel, Oliver. Informationsethik. Beitrag für das Gabler Wirtschaftslexikon. Gabler/Springer, Wiesbaden 2012. Über http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/informationsethik.html.

Bendel, Oliver. Eine Frage der Moral: Informationsethik für Unternehmen. In: UnternehmerZeitung, 16 (2010) 18. S. 42 – 43. Auch über http://www.unternehmerzeitung.ch. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Die Medizin in der Moral der Informationsgesellschaft: Zum Verhältnis von Medizinethik und Informationsethik. In: IT for Health, 3 (2012) 2. S. 17 – 18. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Informationsethik im Unternehmen. In: Netzwoche, 4 (2012). S. 25 – 26. Auch als PDF erhältlich.

Bendel, Oliver. Jugend ohne Namen: Zur Anerziehung der Anonymität im Netz. In: Computer + Unterricht, 2 (2010). S. 54 – 55.

Bendel, Oliver. Netiquette 2.0 – der Knigge für das Internet. In: Netzwoche, 5 (2010). S. 40 – 41. Auch als PDF erhältlich.

Digital Kids

Das aprentas-Forum 2014 am 27. November trägt den Titel “Digital Kids in a Digital World”. Thema ist laut Website die “Entwicklung der Kommunikationsmittel und ihr Einfluss auf Bildung und Gesellschaft”. Nach der Begrüßung durch Dr. Jürgen Brokatzky-Geiger referiert Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW) zur Informationsethik. Insbesondere die Datenbrille und die Privatdrohne hat er im Blick. Danach widmet sich Prof. Dr. Christa Dürscheid (Universität Zürich) Diensten und Plattformen wie “SMS, WhatsApp und Facebook” und stellt die Frage: “Wohin soll das führen?” Auf jeden Fall zur Pause und zum Networking. Danach machen Lernende der aprentas-Mitgliedfirmen einen “Selbstversuch” zum Thema “Mein Handy und ich”. Zwei weitere Vorträge und ein Schlusswort von Dr. Rolf Knechtli runden den Nachmittag im Hilton in Basel ab. Weitere Informationen und Anmeldung über www.aprentas.com/forum.cfm.

8000 Tweets

Einer der aktivsten Twitter-Accounts zur Ethik ist “Informationsethik” mit dem Benutzernamen @Infoethik, unter dem Oliver Bendel seit Anfang 2012 twittert. In der Kurzbeschreibung heißt es: “Infos zur Informationsethik (Computer-, Netz- und Neue-Medien-Ethik) sowie zu Maschinen-, Technik-, Wirtschafts-, Politik-, Medizin- und Tierethik.” Auch Religionskritik und Geschlechterforschung kommen nicht zu kurz. Es handelt sich um einen klassischen Kurznachrichtendienst, über den auf Artikel, Studien und Veranstaltungen hingewiesen wird. Die Tweets haben einen strengen Aufbau: Auf den zitierten Titel folgt der Link zum Beitrag, darauf eine Zusammenfassung, die häufig ein weiteres Zitat enthält. In seltenen Fällen steht anstelle der Zusammenfassung ein Kommentar. Jeder Tweet wird verschlagwortet, i.d.R. mit Hashtags zu den Bereichsethiken (oder zur Disziplin der Maschinenethik). “Informationsethik” ist wie die Plattformen informationsethik.net und informationsethik.info der philosophischen Ethik verpflichtet und eine Alternative zu religiösen und wirtschaftlichen Vereinnahmungen der Ethik. Um zum Titel und Anfang des Beitrags zurückzukehren und um ganz genau zu sein: Zuerst, ab Februar 2011, twitterte die Romanheldin Lulu über den Account – und dann, um die Jahreswende, der Betreiber unter seinem eigenen Namen. Endlich erfolgte die Umbenennung in “Informationsethik”. Die meisten Tweets hat @Infoethik in die Welt gesetzt.

Bereichsethiken im Zusammenhang

Matthias Maring ist der Herausgeber des Buchs “Bereichsethiken im interdisziplinären Dialog”, das 2014 in der Schriftenreihe des Zentrums für Technik- und Wirtschaftsethik am Karlsruher Institut für Technologie herausgekommen ist. Laut Abstract werden “u.a. folgende Bereichsethiken bzw. bereichsübergreifende Ethiken behandelt: Technikethik, politische Ethik, Wissenschaftsethik, Nano-Ethik, Wirtschaftsethik, Sicherheitsethik, Ordnungsethik, evolutionäre und experimentelle Ethik, Bioethik, Umweltethik, Tierethik, Sportethik, pädagogische Ethik, Ethik des Neuroenhancement, Medizinethik, Medienethik und Informationsethik”. Von Jakob Meier stammt der Beitrag “Verantwortung und die Legitimität bereichsethischer Kodizes – zu einem zentralen Aspekt der Technik- und Informationsethik”. Wer sich näher für den  Zusammenhang zwischen der Informationsethik und den anderen Bereichsethiken interessiert, sei auf die Artikel von Oliver Bendel aus dem Jahre 2012 verwiesen, und zwar “Die Medizin in der Moral der Informationsgesellschaft” (IT for Health, auch als PDF erhältlich) und “Die Medizinethik in der Informationsgesellschaft” (Informatik-Spektrum). Der letztere Artikel enthält das Ethik-Ei, das Beispiele in den Schnittbereichen der Bereichsethiken versammelt. Den genannten Band gibt es als kostenlosen Download.

Die Informationsethik in der Mitte der Bereichsethiken

Die Informationsethik hat die Moral (in) der Informationsgesellschaft zum Gegenstand. Sie untersucht, wie wir uns, Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und neue Medien anbietend und nutzend, in moralischer Hinsicht verhalten bzw. verhalten sollen. In den letzten Jahren ist sie in die Mitte der Bereichsethiken gerückt. Diese hängen mehr und mehr von der Informationsethik ab. Der Artikel “Die Medizinethik in der Informationsgesellschaft” von Oliver Bendel untersucht das Verhältnis zwischen der Informationsethik und den anderen Bereichsethiken am Beispiel der Medizinethik. Er ist nun in der gedruckten Ausgabe der Zeitschrift Informatik-Spektrum erschienen (Jahrgang 36, Heft 6, S. 530 – 535; “Cover Date” ist der 1. Dezember 2013). Bereits vor einem Jahr ist er als “Online-First”-Artikel über SpringerLink herausgekommen. Enthalten ist im Artikel das “Ethik-Ei”, das aus dem “Ethik-Dekagon” hervorgegangen ist und die zentrale Stellung der Informationsethik visualisiert und skizziert.

Das Ethik-Ei

Abb.: Das Ethik-Ei aus dem Artikel zur Medizinethik

Lokalisiert und identifiziert

Das Smartphone ist ein Glücksfall für alle, die Orte und Einrichtungen finden und mit Freunden kommunizieren oder aber Menschen verfolgen, überwachen und ausspionieren wollen. Das hat auch die TA-SWISS erkannt, und so widmet man sich in einer aktuellen Studie diesem Thema. In einer Pressemitteilung vom 8. November kündigt man einen Vortrag an: “Die Schweizerische Organisation für Geo-Information beleuchtet an ihrem Feierabend-Forum von Montag, 25. November 2013 (Universität Freiburg) die Chancen und Risiken von Ortungstechnologien im Handy. Prof. Lorenz Hilty, Empa, wird anhand der TA-SWISS-Studie ‘Lokalisiert und identifiziert’ aufzeigen, wie die zahlreichen Möglichkeiten und Dienstleistungen im Bereich der standortbezogenen Daten unser Leben verändern, und TA-SWISS-Geschäftsleiter Sergio Bellucci wird erläutern, warum sich TA-SWISS mit dem Thema auseinandergesetzt hat.” (Zitat aus der Mitteilung) Weitere Informationen sind über ein PDF der SOGI verfügbar.

Abb.: Mädchen mit Handy (Quelle: commons.wikimedia.org; Urheber: Olybrius)

“Information ethics can give a new impetus”

In den VμE-Nachrichten, herausgegeben vom Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik, erschien im Sommer 2013 ein Interview zu Informations- und Maschinenethik. Oliver Bendel erklärte, was man sich unter diesen Disziplinen vorstellen kann, ging auf die Einflussmöglichkeiten von Forschern ein und wünschte sich die Stärkung der philosophischen Ethik gegenüber der theologischen bzw. theonomen. Inzwischen ist die englische Version der Zeitschrift erschienen, mitsamt dem Interview auf den Seiten 8 und 9. Es wird mit folgenden Worten eingeleitet: “Technological progress opens up new opportunities for action that make our lives safer and more comfortable – as long as we take advantage of it responsibly. VμE spoke to the commercial computer scientist and author Prof. Oliver Bendel about the ethical dimension of research, and current issues.” Die vollständige englischsprachige Zeitschrift ist als PDF verfügbar.

Was ist Informationsethik?

Was ist Informationsethik? Eine Antwort auf diese Frage gibt ein neuer Beitrag in der Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik. Diese wird von den Professorinnen und Professoren Karl Kurbel, Jörg Becker, Norbert Gronau, Elmar Sinz und Leena Suhl herausgegeben und ist nach eigenen Angaben ein umfassendes Nachschlagewerk, das wesentliche Begriffe aus der Wirtschaftsinformatik erläutert und für alle online frei zugänglich ist. Die 7. Auflage vom Herbst 2013 enthält ca. 1000 Einträge, darunter über 600 Stichwortartikel. Der neue Artikel von Oliver Bendel hebt mit den Worten an: “Die Informationsethik, zu der man Computer-, Netz- und Neue-Medien-Ethik zählen kann, hat die Moral (in) der Informationsgesellschaft zum Gegenstand. Sie untersucht, wie wir uns, Informations- und Kommunikationstechnologien und neue Medien anbietend und nutzend, in moralischer Hinsicht verhalten respektive verhalten sollen.” Und er schließt mit der wichtigen Erkenntnis: “Man kann Informationsethik und Technikfolgenabschätzung … innerhalb der Wirtschaftsinformatik betreiben, etwa in dem Sinne, dass man sie in die Lehre integriert oder interdisziplinäre Teams und Gruppen aufbaut.”

Neue Plattform zur Informationsethik

Die Informationsethik widmet sich, um nur ein paar Beispiele zu nennen, den Risiken von Anonymität und Identifizierbarkeit im Netz, dem Verlust der Privatheit durch soziale Medien und Überwachungssysteme, den Gefahren durch Automatismen und technische Manipulationen, den Auswirkungen der digitalen Piraterie, der Zunahme von Cybermobbing und -stalking, der Omnipräsenz von Informations- und Kommunikationssystemen sowie der Abhängigkeit von IT-Unternehmen und IT. Seit 1. September 2013 wird in der Schweiz informationsethik.info aufgebaut. Es handelt sich um eine webbasierte Informations- und Kommunikationsplattform, die Privatpersonen, Schülerinnen und Schüler, Studierende und Dozierende sowie Mitarbeitende von Unternehmen mit der Informationsethik und mit den Grundfragen der Medienkompetenz vertraut machen und bei damit verbundenen Anliegen unterstützen soll. Die Plattform zielt vor allem auf das Wissen und Lernen und dient der Aufklärung der Mitglieder der Informationsgesellschaft und dem Aufbau der Wissensgesellschaft. Es wird auf eigene und fremde Definitionen, Kurzdarstellungen, Fallbeschreibungen und anderes Material sowie auf Linksammlungen und Vernetzungsmöglichkeiten gesetzt, um das problembezogene und informelle Lernen zu ermöglichen. Die Plattform wird vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Hochschule für Wirtschaft FHNW verantwortet. Initiator und Projektleiter ist Prof. Dr. Oliver Bendel. Die Ernst Göhner Stiftung unterstützt die Plattform finanziell.

Kleines Lexikon der Informationsethik

Das Glossar zur Informationsethik auf informationsethik.net wurde im Juli 2013 umbenannt. Das KLEINE LEXIKON DER INFORMATIONSETHIK enthält inzwischen über 160 Begriffe. Neu sind u.a. “Moralische Maschinen” und “Lügenbot”. Die meisten Begriffe wurden von Oliver Bendel eigens für die Plattform verfasst. Mehrere Definitionen sind angelehnt an das Online-Glossar der Learntec aus dem Jahre 2008 von Oliver Bendel und Stefanie Hauske (glossar.learntec.de). Manche finden sich in stark erweiterter Form im Wirtschaftslexikon von Gabler (wirtschaftslexikon.gabler.de) bei den Beiträgen von Oliver Bendel. Weitere verwendete Publikationen sind auf www.oliverbendel.net und in der Literaturliste von informationsethik.net aufgeführt. Das Lexikon ist ein kostenloses Angebot für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrkräfte, Mitarbeitende von Unternehmen und Non-Profit-Organisationen sowie Journalistinnen und Journalisten. Vorschläge für neue Einträge sind jederzeit willkommen und werden über informationsethik@gmx.net entgegengenommen.

Glossar zur Informationsethik

Das Glossar zur Informationsethik auf informationsethik.net enthält mit Stand Februar 2013 über 50 Begriffe. Viele davon wurden von Oliver Bendel eigens für die Plattform verfasst. Mehrere Definitionen sind angelehnt an das Online-Glossar der Learntec aus dem Jahre 2008 von Oliver Bendel und Stefanie Hauske (glossar.learntec.de). Manche finden sich in stark erweiterter Form im Wirtschaftslexikon von Gabler (wirtschaftslexikon.gabler.de) bei den Beiträgen von Oliver Bendel. Weitere verwendete Publikationen sind auf www.oliverbendel.net und in der Literaturliste von informationsethik.net aufgeführt. Das Glossar ist ein kostenloses Angebot für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrkräfte, Mitarbeitende von Unternehmen und Non-Profit-Organisationen sowie Journalistinnen und Journalisten. Vorschläge für neue Einträge sind jederzeit willkommen und werden über informationsethik@gmx.net entgegengenommen.

Herausgeberband zur Informationsgerechtigkeit

Ein lesenswertes Buch haben André Schüller-Zwierlein und Nicole Zillien herausgegeben. Unter dem Titel “Informationsgerechtigkeit” versammeln sie Beiträge zur “Theorie und Praxis der gesellschaftlichen Informationsversorgung” (Untertitel). An mehreren Stellen wird auch im Rahmen der Informationsethik diskutiert, wobei diese weniger als Ethik der Bereitstellung und Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien, sondern mehr als Ethik der Verfügbarkeit und Kontrollierbarkeit von Information aufgefasst wird. Entsprechend sind Themen wie Information als Gemeingut oder informationelle Autonomie vorherrschend. Schüller-Zwierlein arbeitet in der Universitätsbibliothek München (LMU), Zillien vertritt die Professur für Soziologie an der Universität Trier. Der Herausgeberband ist Anfang 2013 bei Walter de Gruyter in der neuen Reihe “Age of Access? Grundfragen der Informationsgesellschaft” erschienen.

 

Abb.: Ausschnitt aus “Gerechtigkeit als nackte Frau mit Schwert und Waage” von Lucas Cranach d. Ä.

Stellungnahme des Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.

Das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIfF) hat am 28. Dezember 2012 eine Stellungnahme zur Besetzung des Lehrstuhls “Informatik und Gesellschaft und Didaktik der Informatik” an der Humboldt-Universität veröffentlicht. Es habe Hinweise erhalten, dass die durch das Ausscheiden von Wolfgang Coy freigewordene Professur für Informatik und Gesellschaft fachfremd bzw. nur mit marginalem Fachbezug wiederbesetzt werden soll. “Sollten diese Hinweise den Tatsachen entsprechen, so ist das FIfF über die drohende Fehlbesetzung besorgt und möchte … vor dem damit verbundenen weiteren Abbau des Faches Informatik und Gesellschaft warnen – besonders in einer Zeit, in der die Informatik unsere Gesellschaft immer stärker durchdringt.” (Website FIfF) Das Forum kommt zu der Einschätzung: “Paradoxerweise erlebt das Fachgebiet Informatik und Gesellschaft in den letzten Jahren einen Rückschlag nach dem anderen, obwohl ihre Fragestellungen nun endgültig von der Politik und der Gesellschaft, z.B. in der Netzpolitik, aufgegriffen worden sind. Ihre Lehrstühle werden von den Universitäten umgewidmet, fallengelassen oder sinnentleert.“ (Website FIfF) Oliver Bendel hat die Situation in seinem Buch “Die Rache der Nerds” so beschrieben: “Seit geraumer Zeit gibt es einen Teilbereich der Informatik namens Informatik und Gesellschaft (IuG). Man könnte meinen, dass seine Bedeutung proportional zur Bedeutung der ganzen Wissenschaft und zur Zunahme moralischer und sozialer Umbrüche durch Informations- und Kommunikationstechnologien und digitale Medien gewachsen wäre. Dass seine Bedeutung geradezu explodiert wäre durch die Sprengkraft von Internet und Web, insbesondere Web 2.0. Aber das Gegenteil ist der Fall.” Die Stellungnahme des FIfF ist über fiff.de abrufbar.

Maschinenethik im Gabler Wirtschaftslexikon

Im Gabler Wirtschaftslexikon wird seit 28. August 2012 auch die Maschinenethik definiert. Diese wird der Informationsethik zugeordnet und ins Verhältnis zur “Menschenethik” gesetzt. Es geht unter anderem um die Frage, ob und wie autonome Maschinen – etwa Agenten, Roboter und Drohnen – in moralischer Weise handeln sollen und können. Schon vor Jahrzehnten hat man in Wissenschaft und Literatur über diese Frage nachgedacht; aber eine entsprechende “Teilbereichsethik” (als Teil der Bereichsethik der Informationsethik) ist erst in den letzten Jahren entstanden. Offensichtlich wird die Notwendigkeit gesehen, das Verhalten von Maschinen in den Kontext der Moral zu stellen und Ethiker und Vertreter der Künstlichen Intelligenz (sowie Informatiker und Wirtschaftsinformatiker) darüber nachdenken zu lassen. Oliver Bendel definiert in seinem Beitrag den Begriff der Maschinenethik, diskutiert die Eignung normativer Modelle an, stellt wichtige Anwendungsbereiche dar und betont die hohe Relevanz der Teilbereichsethik. Der Beitrag ist direkt über wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/maschinenethik.html abrufbar. Er wurde dem Sachgebiet “Grundlagen der VWL” zugewiesen. Für das Gabler Wirtschaftslexikon schreiben nach eigenen Angaben über “150 Experten aus Wissenschaft und Praxis”. Mehr als “25.000 Stichwörter stehen kostenlos” bereit.

Informationsethik im Gabler Wirtschaftslexikon

Im Gabler Wirtschaftslexikon wird seit 16. Juli 2012 auch die Informationsethik definiert. Es wird auf die Stellung innerhalb der Bereichsethiken, auf Möglichkeiten der Systematisierung und auf Problembereiche und Fragestellungen eingegangen. Zudem unterscheidet Oliver Bendel zwischen der Moral von Menschen und von Maschinen (die Maschinenethik ist eine neue Teilbereichsethik) und erwähnt praktische Implikationen. Der Schwerpunktbeitrag ist direkt über wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/informationsethik.html abrufbar. Er ist dem Sachgebiet “Grundlagen der VWL” zugeordnet. Für das Gabler Wirtschaftslexikon schreiben nach eigenen Angaben über “150 Experten aus Wissenschaft und Praxis”. Mehr als “25.000 Stichwörter stehen kostenlos” bereit.