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Über Sicherheits- und Überwachungsroboter

Sicherheits- und Überwachungsroboter verbreiten sich auf den Firmengeländen und in den Shopping Malls, als rollende und fliegende Maschinen. Sie sollen für die Sicherheit der Unternehmen und Kunden sorgen. Dabei entsteht allerdings auch Unsicherheit. Man kann mit ihnen zusammenstoßen, sie können einen überwachen und aushorchen. Technology Review war im Gespräch mit Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Es ging unter anderem um den K5 im Silicon Valley, den der Informations- und Maschinenethiker im vergangenen Jahr vor Ort inspiziert hat. Der Roboter von Knightscope ist im Shopping Center in Stanford im Einsatz. Er streift die ganze Zeit durch die Gegend und meldet Auffälliges und Verdächtiges an eine Zentrale. Diese bewertet die Situation und ergreift gegebenenfalls Maßnahmen. Der kegelförmige Mitarbeiter ist über 100 Kilo schwer und 1,20 Meter hoch. Der Artikel “Wer hat Angst vor Robocobs” mit Aussagen von Oliver Bendel ist in der Ausgabe 5/2017 auf den Seiten 32 bis 34 erschienen.

Abb.: Der K5 im Shopping Center in Stanford

Die Hände von Pepper

Im Glattzentrum bei Zürich soll Pepper bald im Einsatz sein. Im Westfield San Francisco Centre kann man ihn bereits in Aktion sehen. Der kleine Roboter von SoftBank spricht und singt und tanzt auf Wunsch auch. Auf dem Touchscreen an seiner Brust werden auswählbare Rubriken und entsprechende Informationen angezeigt. Regelmäßig scharen sich Menschen um Pepper und probieren seine Funktionen aus. Faszinierend ist, wie schnell und präzise er seine Hände und seine Finger bewegen und benutzen kann. Er zeigt auf etwas, er gestikuliert – und er unterstützt seine Tanzbewegungen fast wie ein Profi. Wie 20 Minuten schreibt, soll Pepper im Glattzentrum ab Ende des Jahres eingesetzt werden. Über eine Million Franken habe das Einkaufszentrum für sechs Exemplare ausgegeben. Diese sollen ab Ende des Jahres selbstständig herumrollen. “Die Kunden können die Roboter ansprechen und nach Informationen fragen.” (20 Minuten, 7. März 2017) Wenn diese nicht weiterwissen, wird über ihren Bildschirm “die Infostelle des Centers zugeschaltet” (20 Minuten, 7. März 2017). In Kalifornien sind Roboter im öffentlichen Raum keine Seltenheit. Vor allem Informationsroboter sowie Überwachungs- und Sicherheitsroboter wie der K5 sind verbreitet. Eine Kollision kann im Westfield kaum stattfinden – der Roboter steht am Rand und bewegt sich nicht von der Stelle.

Abb.: Eine Hand von Pepper

Beobachtungen zu Überwachungsrobotern

Im Silicon Valley sind Überwachungsroboter von Knightscope im Einsatz. Oliver Bendel – der Autor des Artikels “Blechpolizisten mit Elektroschockern: Beobachtungen zu Überwachungsrobotern” – begegnete einem von ihnen im Shopping Center bei der Stanford University, an der er kurz zuvor einen Vortrag über Roboterautos gehalten hatte. Fast wäre er mit ihm zusammengestoßen, als er von Tür zu Tür, von Gebäude zu Gebäude unterwegs war. Es war ein milder Frühlingstag im März 2016, und vom ewigen Regen des Vormonats war nichts mehr zu sehen. “Überwachungsroboter dieser Art markieren physische Präsenz. Sie mischen sich unter die Menschen und rollen neben den Tieren.” (inside-it.ch, 19. Mai 2016) Wenn es leer werde auf den Straßen und Wegen, seien ihre Silhouetten und Schatten zu sehen, und in den Räumen und Gebäuden seien sie diejenigen, die das Licht ausmachen. Neben dem K5 und dem kleinen Bruder, dem K3, ist seit kurzem ein weiteres Modell auf dem Markt. In China schaut der AnBot nach dem Rechten, und wenn er einen Verdächtigen entdeckt, kann er den Elektroschocker auf ihn richten. Während er im normalen Betrieb ein autonomer Roboter ist, wird er in einem solchen Fall zum Teleroboter: Die Waffe wird von einem Menschen ferngesteuert und im Ernstfall betätigt. Der Beitrag von Oliver Bendel, in dem auch ethische Aspekte angesprochen werden, ist am 19. Mai 2016 in der Zeitschrift inside-it.ch erschienen und kann über http://www.inside-it.ch/articles/43886 aufgerufen werden.

Abb.: Der K5 im Stanford Shopping Center