Schlagworte: Love Doll

Sexroboter im Gesundheitsbereich

Am 12. September 2018 ist in der Zeitschrift IT for Health der Artikel “Sexroboter im Gesundheitsbereich” von Oliver Bendel erschienen. Sexuelles Wohlbefinden dient der körperlichen und geistigen Gesundheit. Jeder Mensch erreicht es auf unterschiedliche Weise. Auch Alter und Geschlecht spielen mit hinein. Die einen streben einen täglichen Höhepunkt an, alleine, zu zweit oder zu dritt, andere begnügen sich mit einer monatlichen Umarmung, bei der sie den anderen Körper spüren. So oder so dient das sexuelle Wohlbefinden der Entspannung, der Ausgeglichenheit und der Zufriedenheit. Soweit die Theorie. In der Praxis können nicht alle Menschen sexuelles Wohlbefinden erreichen. Es fehlt ihnen vorübergehend oder dauerhaft ein Partner, weil sie scheu und zurückgezogen sind, sie niemanden ansprechen wollen oder können, sie nicht attraktiv genug, zu alt etc. sind. Sie sind aufgrund von Beeinträchtigungen nicht in der Lage, Sex bzw. einen Orgasmus zu haben. Oder ihre Praktiken sind nicht erwünscht bzw. nicht erlaubt. Welcher Grund es auch sein mag – Menschen, die sexuell aktiv sein wollen, aber nicht können, können leiden und erkranken. Sind für die Betroffenen vielleicht Sexroboter und Liebespuppen eine Lösung? Diese könnten sozusagen die sexuelle Grundversorgung sicherstellen, zudem in Pflege und Therapie eine Rolle spielen. Nach einführenden Bemerkungen und Überlegungen wird im Artikel dieser Frage nachgegangen.

Abb.: Eignen sich Liebespuppen und Sexroboter für den Gesundheitsbereich?

Sex Robots are Coming

“Sex robots are coming, but the argument that they could bring health benefits, including offering paedophiles a ‘safe’ outlet for their sexual desires, is not based on evidence, say researchers. The market for anthropomorphic dolls with a range of orifices for sexual pleasure – the majority of which are female in form, and often boast large breasts, tiny waists and sultry looks – is on the rise, with such dummies selling for thousands of pounds a piece.” (Guardian, 5 June 2018) These are the initial words of an article in the well-known British daily newspaper Guardian, published on 5 June 2018. It quotes Susan Bewley, professor of women’s health at Kings College London, and Oliver Bendel, professor at the School of Business FHNW. Oliver Bendel is not in favor of a ban on the development of sex robots and love dolls. However, he can imagine that the area of application could be limited. He calls for empirical research in the field. The article can be accessed via www.theguardian.com/science/2018/jun/04/claims-about-social-benefits-of-sex-robots-greatly-overstated-say-experts.

Fig.: A love doll