Schlagworte: Roboterphilosophie

Die Rechte von Sophia

Haben Roboter Rechte? Dieser Frage geht Oliver Bendel in der Zeitschrift Edison nach, in der Ausgabe 2/2018. Die zuständige Disziplin ist die Roboterethik (bzw. die Roboterphilosophie). Während sich die Maschinenethik auf die maschinelle Moral und damit allenfalls verbundene Pflichten oder Verpflichtungen konzentriert, interessiert sich die Roboterethik auch für moralische Rechte von Maschinen, insbesondere von Robotern. Schon vor Jahrzehnten hat man über diese Frage nachgedacht, doch in letzter Zeit gibt es diesbezügliche Überlegungen und Forderungen, denen man als Ethiker etwas entgegensetzen muss. Denn Oliver Bendel ist der Meinung, dass Roboter keine Rechte haben, haben werden und haben sollen. In seinen Ausführungen zieht er Vergleiche mit Menschen, Tieren und Pflanzen (Tiere haben Rechte, Pflanzen nicht). Er erwähnt in “Haben Roboter Rechte?” auch Sophia, den humanoiden Roboter, dem in Saudi-Arabien die Staatsbürgerschaft verliehen wurde. Ihr wird in Edison auch ein eigener Beitrag gewidmet. Das Magazin kann über edison-magazin.handelsblatt.com/epaper/13.04.2018 bestellt werden.

Abb.: Haben Roboter Rechte?

Cult of the Machine

An extraordinary exhibition is currently taking place at the de Young Museum in San Francisco. The title “Cult of the Machine” indicates what it is all about: “Characterized by highly structured, geometric compositions with smooth surfaces, linear qualities, and lucid forms, Precisionism – a style that emerged in America in the teens and flourished during the 1920s and 1930s – reconciled realism with abstraction, and wed European art movements, such as Purism, Cubism, and Futurism, to American subject matter to create a streamlined, ‘machined’ aesthetic with themes ranging from the urban and industrial to the pastoral. The tensions and ambivalences about industrialization expressed in works by the Precisionists are particularly fascinating and relevant to a contemporary audience in the midst of a Fourth Industrial Revolution, in which robots are replacing human labor for various functions, underscoring many of the same excitements and concerns about modernization that existed nearly one hundred years ago.” (Website de Young Museum) The exhibition will run from 24 March to 12 August 2018. Further information is available via deyoung.famsf.org/exhibitions/cult-machine.

Fig.: The exhibition sign

Was ist und will Roboterphilosophie?

Roboterphilosophie ist ein Teilgebiet der Philosophie, das sich mit Robotern sowie mit Erweiterungsoptionen wie künstlicher Intelligenz befasst. Dabei geht es vor allem (aber nicht nur) um mehr oder weniger autonome Serviceroboter, Pflege-, Transport- und Kampfroboter eingeschlossen. Beteiligt sind Disziplinen wie Erkenntnistheorie, Ontologie, Ästhetik und Ethik, darunter Roboterethik und Maschinenethik; die Technikphilosophie kann einerseits als übergeordnete Instanz verstanden werden, andererseits auch als gleichgestellte, insofern sie Roboter meist lediglich als technische Hilfsmittel und weniger als künstliche Mitgeschöpfe und Zeitgenossen begreift und die Roboterphilosophie mit ihrer spezifischen Perspektive neben sich braucht. In seinem Beitrag für das Wirtschaftslexikon von Springer Gabler erklärt Oliver Bendel, was Roboterphilosophie ist und will. Der Beitrag ist am 21. März 2018 erschienen und kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterphilosophie-54555 aufgerufen werden.

Abb.: Was ist und will Roboterphilosophie?

Über Ubers Unfall

Bei einem Unfall mit einem Uber-Roboterauto ist in Tempe (Arizona) am 19. März 2018 eine Frau ums Leben gekommen. Sie schob ihr Fahrrad, als sie die Fahrbahn betrat. Der Insasse des Fahrzeugs griff nicht ein. Ralf Keuper vom Deutschlandfunk war am 20. März 2018 im Gespräch mit dem Roboterphilosophen, Informations- und Maschinenethiker Oliver Bendel, der 2012 eine Formel entwickeln ließ, die mögliche Unfallopfer qualifizieren und quantifizieren konnte, wobei er auf der European TA Conference in Prag, wo er diese Anfang 2013 vorstellte, davon abriet, sie autonomen Autos mitzugeben. Er plädiert seit Jahren dafür, hoch- und vollautomatisierten Individualverkehr in erster Linie auf Autobahnen stattfinden zu lassen. Was Uber und Co. in amerikanischen Städten machen, hält er für leichtfertig, unabhängig vom aktuellen Fall. Immer wieder hat er sich auch ein Bild vor Ort gemacht, etwa in San Francisco, wo selbstständig fahrende Autos im dichtesten Verkehr anzutreffen sind. Er rät dazu, solche Tests einzustellen. Der Beitrag “Das automatisierte Auto hat noch einen sehr langen Weg vor sich” wurde in der Sendung “Forschung aktuell” ausgestrahlt und ist über www.deutschlandfunk.de/forschung-aktuell.675.de.html aufrufbar.

Abb.: Oliver Bendel bei Audi (Foto: Audi)