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Sicherheitsroboter ertränkt sich

Ein Sicherheits- und Überwachungsroboter in Kalifornien hat sich offenbar ertränkt. Bilal Farooqui aus San Francisco twitterte am 17. Juli 2017: “Our D.C. office building got a security robot. It drowned itself.” Und schloss mit den Worten: “We were promised flying cars, instead we got suicidal robots.” Das mitgelieferte Foto zeigt den Roboter, wie er im Wasser eines Brunnens liegt. Offenbar hat er sich nicht so zielsicher fortbewegt wie Anita Ekberg in “La dolce vita”. Eine Treppe wurde ihm zum Verhängnis, und der Umstand, dass er Strom braucht, um sich fortzubewegen und seine Umgebung zu untersuchen (allerdings ist nicht klar, ob es einen Kurzschluss gab). Bei dem Roboter handelt es sich offenbar um den K5 von Knightscope. Er ist seit Jahren in San Francisco und im Silicon Valley unterwegs, etwa im Stanford Shopping Center. Vor einiger Zeit kam es zu einem Unfall, bei dem ein Junge leicht verletzt wurde. In Kalifornien genießen Roboter große Freiheit. Nicht immer gehen sie verantwortungsvoll damit um.

Abb.: Der K5 im Detail

Über Sicherheits- und Überwachungsroboter

Sicherheits- und Überwachungsroboter verbreiten sich auf den Firmengeländen und in den Shopping Malls, als rollende und fliegende Maschinen. Sie sollen für die Sicherheit der Unternehmen und Kunden sorgen. Dabei entsteht allerdings auch Unsicherheit. Man kann mit ihnen zusammenstoßen, sie können einen überwachen und aushorchen. Technology Review war im Gespräch mit Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Es ging unter anderem um den K5 im Silicon Valley, den der Informations- und Maschinenethiker im vergangenen Jahr vor Ort inspiziert hat. Der Roboter von Knightscope ist im Shopping Center in Stanford im Einsatz. Er streift die ganze Zeit durch die Gegend und meldet Auffälliges und Verdächtiges an eine Zentrale. Diese bewertet die Situation und ergreift gegebenenfalls Maßnahmen. Der kegelförmige Mitarbeiter ist über 100 Kilo schwer und 1,20 Meter hoch. Der Artikel “Wer hat Angst vor Robocobs” mit Aussagen von Oliver Bendel ist in der Ausgabe 5/2017 auf den Seiten 32 bis 34 erschienen.

Abb.: Der K5 im Shopping Center in Stanford