Eine ausgezeichnete Schülerzeitung

Die Schülerzeitung Kaktus des Hans-und-Sophie-Scholl-Gymnasiums in Ulm wurde im Herbst 1981 gegründet. Sie entwickelte sich schnell zu einer festen Größe im schulischen Leben, auch wenn es kaum Rückmeldungen auf die Artikel gab. Beim Landeswettbewerb der baden-württembergischen Schülerzeitungen belegte der Kaktus den dritten Platz und erhielt einen Geldpreis in Höhe von 300 DM, gestiftet vom Kultusministerium in Stuttgart. Die Auszeichnung würdigte sowohl die inhaltliche Qualität als auch das gestalterische Erscheinungsbild der Zeitung. Zu den prägenden Köpfen zählten die Chefredakteure Thomas Baumann, Gernot Knödler, Oliver Bendel und Stefan Faßbinder. Unter ihrer Leitung verstand sich der Kaktus als unabhängige Schülerzeitung, die Themen aus Schule, Politik und Gesellschaft kritisch aufgriff und dabei bewusst unterschiedliche Meinungen zuließ. Auch Lyrik und Prosa wurden abgedruckt, umso mehr, als Oliver Bendel nach dem Schulabschluss der Kollegen die Chefredaktion übernahm. Die Redaktion arbeitete mit einem festen Mitarbeiterstamm und legte großen Wert auf Layout und Illustration. Die Zeitung wurde in einem eigens angemieteten Haus in Illerberg bei Neu-Ulm erstellt, ab 1984 auch mit Hilfe der elektronischen Schreibmaschine von Oliver Bendel, die eine Seite speichern konnte und Blocksatz ermöglichte. Rebecca Antoniadou und Johannes Pietschmann gehörten zu den Zeichnern. Manche Auflagen wurden kopiert, andere im Offset-Verfahren gedruckt. Vor dem Kaktus gab es den Abacus, nach dem Kaktus u.a. die Crumbs.

Abb.: Ein Cover des Kaktus, gezeichnet von Johannes Pietschmann

Comic zu sozialen Robotern

„Soziale Roboter“ ist ein Wissenschaftscomic von Prof. Dr. Oliver Korn, Leiter des Affective & Cognitive Institute (ACI) an der Hochschule Offenburg, und Jonas Grund, Illustrator und Zeichner aus Steinenbronn. Die beiden vermitteln damit nach eigener Aussage einen aktuellen Stand und einen Ausblick der Wissenschaften im Bereich sozialer Roboter und künstlicher Intelligenz und bieten eine Grundlage für eine breite gesellschaftliche Debatte an. Die Website des ACI fasst die Geschichte, die im Comic erzählt wird, so zusammen: „Der Prototyp eines sozialen Roboters ist kurz vor der ersten großen Feldstudie für den Einsatz in der Altenpflege aus dem Forschungslabor verschwunden. Auf der Suche nach dem gestohlenen Roboter tun sich viele Fragen auf …“ (Website ACI) Die Fragen lauten: „Was sind soziale Roboter und wie können sie eingesetzt werden?“, „Wie können soziale Roboter in der Altenpflege eingesetzt werden?“, „Gefährden soziale Roboter Arbeitsplätze?“ und „Was sind mögliche Lösungsansätze?“. Und am Ende heißt es: „Kommissarin Kira ermittelt und findet viele Antworten …“ (Website ACI) Prof. Dr. Oliver Korn ist auch einer der etwa 20 Autorinnen und Autoren des Buchs „Soziale Roboter“ … Dieses wird von Prof. Dr. Oliver Bendel herausgegeben und erscheint Ende 2021 bei Springer.

Abb.: Die comichafte Darstellung eines sozialen Roboters

Ein Date mit Minnie Mouse?

„Liebespuppen (engl. ‚love dolls‘) unterscheiden sich von klassischen Gummipuppen durch ihre lebensechte Gestaltung. Sie haben Kopf und Körper, die täuschend echt anzusehen sind. Sie haben künstliche Haut, unter der sich Gel befindet, sodass sich ihre Gliedmaßen echt anfühlen. An ausgewählten Stellen erwärmen sie sich oder sondern sie Flüssigkeit ab. Metallskelette erlauben unterschiedliche Positionen. Man kann Liebespuppen kaufen, um sie zuhause zu benutzen, man kann sie mieten, stunden- oder tageweise, oder in speziellen oder normalen Etablissements antreffen. Die meisten von ihnen sind Mädchen und Frauen nachempfunden, nur wenige dem männlichen Geschlecht.“ So beginnt ein neuer Beitrag im Gabler Wirtschaftslexikon, verfasst von Oliver Bendel. Interessanterweise werden Fantasy- und Comicfiguren von manchen Männern gezielt gesucht bzw. bevorzugt. „Wie weit die Abweichung vom Menschen gehen darf, ist weitgehend unerforscht. Ist jemand bereit, sich sexuell mit Daisy Duck oder Minnie Mouse einzulassen? Es könnte sein, dass für die Mehrheit hier eine Grenze überschritten wäre, zumal es sich für Erwachsene vielfach um Figuren aus der Kindheit handelt.“ Der Beitrag ist am 7. August 2019 erschienen und kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/liebespuppen-121148 heruntergeladen werden.

Abb.: Ein Date mit Minnie Mouse?