Ein Flug über die Landschaft der Sprache III

Man muss sich ebenso darüber im Klaren sein, dass Eingriffe in ein solches System Folgen haben können, die sich später nicht ohne Weiteres zurücknehmen lassen. Gewohnheiten bilden sich aus, Regeln verändern sich, neue Konventionen entstehen und werden an die nächste Generation weitergegeben. Gerade deshalb sollte eine solche Veränderung nicht allein danach beurteilt werden, ob ihre Absicht derzeit als moralisch oder politisch wünschenswert gilt. Auch ihre Folgen für das sprachliche System selbst müssen betrachtet werden. So wie man sorgsam mit der Natur umgehen sollte, sollte man sorgsam mit der Kultur umgehen. Sprache und Schrift sind nicht bloß Material, das für den jeweils gewünschten Zweck beliebig umgeformt werden kann. Die Schrift ist ein historisch junges, über Jahrtausende entwickeltes Kulturwerkzeug, die Schriftsprache ein über Generationen geformtes Kulturgut. Beide haben wesentliche Errungenschaften der Zivilisation erst möglich gemacht. Wer in ihre gewachsenen Strukturen eingreift, sollte deshalb nicht nur wissen, was er erreichen will. Er sollte auch wissen, worin er eingreift. Und wenn man am Ende noch einmal aufsteigt und über diese Sprachlandschaft hinwegfliegt, sieht man vielleicht deutlicher, was auf dem Boden leicht aus dem Blick gerät, nämlich dass ihre Formen zusammengehören, dass Wege, Grenzen, Erhebungen und Täler eine über lange Zeit entstandene Ordnung bilden. Man kann in diese Landschaft der Sprache eingreifen. Man kann neue Pfade anlegen, Schneisen ziehen und den Verlauf des Geländes verändern. Aber bevor man es tut, sollte man diese Landschaft kennen, denn wer tief genug in ihre gewachsenen Strukturen eingreift, verändert nicht nur ihr Aussehen. Er riskiert, dass aus Wegen Irrwege, aus Grenzen Hindernisse werden und die Landschaft schließlich ihre wichtigsten Eigenschaften verliert, nämlich dass man sich in ihr zurechtfindet und zueinander findet.

Abb.: Der Walensee in der Schweiz

Ein Flug über die Landschaft der Sprache II

Wenn man nun Zeichen wie den Asterisk, den Unterstrich oder den Doppelpunkt ins Wortinnere einfügt und ihnen dort eine neue strukturelle Funktion zuweist, greift man in diese Topografie ein. Aus „Lehrer“ und „Lehrerinnen“ wird „Lehrer*innen“, „Lehrer_innen“ oder „Lehrer:innen“. Die Zeichen stehen nicht zufällig an dieser Stelle. Sie sollen eine Grenze im Inneren der Wortform sichtbar machen und ihr zugleich eine grammatische und semantische Funktion geben. Der Eingriff betrifft daher nicht nur das Schriftbild. Er verändert die graphematische und orthografische Struktur der Wortform und wirkt auf ihre morphologische Gliederung ein. Das ist kein langsames Verschieben von Platten, kein gemächliches Aufstülpen von Bergen und Ausformen von Tälern. Es ist vielmehr das Einziehen von Schneisen, das Bohren von Löchern. Gewiss kann auch das Ergebnis bewusster Eingriffe irgendwann Teil eines Sprachwandels werden. Aber damit ist noch nicht beschrieben, wie dieser Wandel zustande kommt. Wo neue Formen gezielt vorgeschlagen, propagiert, institutionell gefördert oder normativ verlangt werden, haben wir es nicht allein mit ungesteuertem Sprachwandel zu tun, sondern auch mit Sprachlenkung. Man mag seine Gründe dafür haben, moralische, politische oder sprachpolitische. Aber man muss sich im Klaren darüber sein, dass man ein gewachsenes Gebilde mit seinen einzeln geformten und aufeinander bezogenen Teilen verändert und beeinträchtigt. Dabei war bisher nur von der geschriebenen Wortgestalt, von Graphematik, Orthografie und Morphologie die Rede, noch nicht von anderen Bereichen der Grammatik und des Sprachgebrauchs.

Abb.: Die Lara Bay auf Zypern

Ein Flug über die Landschaft der Sprache I

Wenn man über einen Text deutscher Sprache hinwegfliegt, wenn man seine Topografie erkundet, fallen einem schnell einige Regelmäßigkeiten und Besonderheiten auf. Am Anfang des Satzes steht ein Großbuchstabe. Auch innerhalb des Satzes beginnen manche Wörter mit einem Großbuchstaben. Geschlossene Wortformen sind in der Regel durch Leerzeichen voneinander abgegrenzt. Das Leerzeichen zeigt an, dass ein Wort aufhört und ein neues beginnt. Im Wortinneren steht es nicht. Deutsche Wörter können sehr lang sein. Weithin bekannt ist der Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän, und man weiß vielleicht, dass man dieses Wort noch weiter verlängern kann. Es ist ein Kompositum. Seine Bestandteile werden nicht durch Leerzeichen voneinander getrennt. Die deutsche Orthografie kennt allerdings einige Zeichen, die innerhalb von Wortformen auftreten können und dort bestimmte, konventionalisierte Funktionen erfüllen. Dazu gehört der Bindestrich, etwa wenn bestimmte Zusammensetzungen durchgekoppelt werden, wie bei „Künstliche-Intelligenz-Konferenz“. Eine „Künstliche Intelligenz-Konferenz“ ließe dagegen die Zuordnung von „Künstliche“ zumindest grafisch uneindeutig werden. Man könnte gar an eine künstliche Intelligenzkonferenz denken. Auch der Apostroph kann innerhalb einer Wortform erscheinen, etwa in „D’dorf“ oder in „Ku’damm“. So fliegt man dahin und erkennt in der über viele Jahrhunderte gewachsenen Struktur eine bemerkenswerte Regelmäßigkeit. Groß- und Kleinschreibung, die Bildung und Abgrenzung von Worteinheiten sowie die Getrennt- und Zusammenschreibung gehören zu den grundlegenden Strukturen der deutschen Schriftsprache. Sie betreffen ihre Graphematik und Orthografie und stehen zugleich in enger Beziehung zur Morphologie, zur inneren Struktur der Wörter.

Abb.: Eine Landschaft in Irland

ICSR + Health 2027: Dates and Venue Confirmed

The 19th International Conference on Social Robotics (ICSR + Health 2027) will take place from July 25 to 28, 2027, on the Griebnitzsee Campus of the University of Potsdam in Potsdam, Germany. ICSR is the leading international forum that brings together researchers, academics, and industry professionals from across disciplines to advance the field of social robotics. Hosted by the University of Potsdam, ICSR + Health 2027 will provide an international platform for scientific exchange, interdisciplinary collaboration, and innovation at the intersection of social robotics and health. The conference welcomes researchers, practitioners, industry partners, and students from around the world working in areas such as social robotics, embodied AI, human–robot interaction, cognitive science, healthcare, psychology, rehabilitation, design, ethics, and related disciplines. Participants will have opportunities to present their research, propose workshops or symposia, take part in the Grand Challenge, volunteer, or support the conference as sponsors. The Honorary Chair is Prof. Dr. Martin Fischer, head of the Potsdam Embodied Cognition Group (PECoG). The General Chairs are Dr. Katharina Kühne of the University of Potsdam and PECoG, Prof. Dr. Ilona Buchem of Berlin University of Applied Sciences (BHT), and Prof. Dr. Oliver Bendel of the FHNW School of Business. Bendel is also an associated researcher at PECoG and, starting September 1, 2026, will be a visiting researcher at the University of Potsdam for one year. The General Co-Chair is Prof. Dr. John-John Cabibihan of Qatar University. Further information, including calls for papers, workshops, the Grand Challenge, volunteering opportunities, sponsorship packages, and registration details, will be announced on the conference website: icsr2027.org.

Fig.: Campus Griebnitzsee (Photo: University of Potsdam/Tobias Hopfgarten)

Der Roboter entsteht Begriff um Begriff

Von Ende Juli bis Ende August 2026 erschienen im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler sechs Beiträge von Oliver Bendel, die wesentliche Teile eines Roboters beschreiben, nämlich Roboterkopf, Roboterkörper, Roboterarme, Roboterhände, Roboterbeine und Roboterfüße. Während manche Teile typisch für viele Roboter sind, sind andere typisch für spezielle Modelle, etwa humanoide Roboter oder soziale Roboter. Begriff um Begriff wird der Roboter aufgebaut. Dabei wird je nach Beitrag auf weitere Komponenten und Phänomene verwiesen, wie auf Robot Enhancement oder Physical AI. Für das Wirtschaftslexikon von Springer Gabler schreibt der Technikphilosoph seit 2012. Seitdem sind ca. 300 Beiträge in den Bereichen Ethik, Technik und Wirtschaft entstanden. Der Ton ist stets sachlich, manchmal poetisch, was eine neue Note in das Wirtschaftslexikon gebracht hat. Das Anliegen ist stets, etwas greifbar und deutlich zu machen. So heißt es in der Einführung zu Physical AI: „Es geht nicht nur darum, teilautonome oder autonome Maschinen mit Hilfe von KI aufzuwerten und zu erweitern, wie im Falle von Gesichtserkennung, Gestikerkennung und Emotionserkennung oder von Chatbots für soziale Roboter, sondern darum, für die KI gleichsam einen Körper zu suchen, in dem sie sich entfalten und beweisen kann.“ Die sechs „Keywords“-Bände von Oliver Bendel, ebenfalls bei Springer Gaber erschienen, enthalten sowohl ausgewählte Beiträge aus dem Wirtschaftslexikon als auch neue Beiträge.

Abb.: Der Roboter entsteht Begriff um Begriff (Bild: GPT Image 2)

Über den Roboterfuß

„Ein Roboterfuß ist der Sockel eines Roboters, etwa eines Cobots bzw. eines andersartigen Roboterarms, oder der Fuß eines animaloiden (tierähnlichen), humanoiden (menschenähnlichen) oder mythomorphen (nach Science-Fiction- oder Fantasyfiguren bzw. mythologischen Figuren gestalteten) Roboters. Im ersten Fall wird ein Roboterarm oder eine andere Vorrichtung darauf befestigt, im zweiten Fall das Roboterbein fortgeführt bzw. in das Endstück überführt. Bei animaloiden und humanoiden Robotern können alternativ oder supplementierend zu Beinen und Füßen u.a. Räder, Rollen oder Raupen vorhanden sein.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag “ Roboterfuß“ von Oliver Bendel, der am 28. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Er ergänzt u.a. die Beiträge zu „Roboterhand“ und „Roboterbeine“ … Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Generelle Merkmale von Generelle Merkmale von Roboterfüßen“ und „Spezielle Merkmale unterschiedlicher Typen“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik fragt danach, wie Roboterbeine beschaffen sein sollen, u.a. mit Blick auf angemessene oder überzogene Erwartungen und eine Vorbildfunktion. Die Roboterphilosophie wählt neben der ethischen Perspektive eine ästhetische und eine ontologische, etwa in Bezug darauf, wie weit Roboterfüße von menschlichen Füßen in Form, Farbe und Beweglichkeit abweichen können und sollen oder inwieweit sie – eigentlich leblos, aber vielleicht lebensecht – ein Objekt der Begierde sein können, ein Fetisch des Robozäns.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterfuss-178161 aufgerufen werden.

Abb.: Diese Füße des Unitree G1 stecken in Schuhen (Foto: Walder Wyss)

Der Roboter zeigt Bein

„Roboterbeine sind die Beine eines Roboters, die an einem Roboterkörper befestigt sind, mit der Hüfte als Verbindungselement und Roboterfüßen als Abschluss. Sie dienen dem Stehen, der Fortbewegung oder der Bewegung an einem Ort. Bei animaloiden (tierähnlichen) Robotern sind es meistens vier Beine, bei humanoiden (menschenähnlichen) Robotern zwei, ebenso bei mythomorphen Robotern, die Science-Fiction- oder Fantasyfiguren bzw. mythologischen Figuren nachempfunden sind – dabei hätte man hier alle Freiheit der Gestaltung und Umsetzung. Alternativ oder supplementierend können Räder, Rollen oder Raupen vorhanden sein.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterbeine“ von Oliver Bendel, der am 28. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Er ergänzt u.a. die Beiträge zu „Roboterarm“ und „Roboterhand“ … Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Hintergrund und Entwicklung von Roboterbeinen“, „Generelle Merkmale von Roboterbeinen“ und „Spezielle Merkmale unterschiedlicher Typen“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik fragt zusammen mit der Medizinethik danach, ob man menschliche Beine ersetzen darf, auch wenn keine medizinische oder ästhetische Notwendigkeit dafür besteht, und danach, wie Roboterbeine beschaffen sein sollen, u.a. mit Blick auf angemessene oder überzogene Erwartungen und eine Vorbildfunktion. Sie diskutiert Stereotype und Biases, z.B. sehr schlanke oder überlange Beine bei weiblichen Androiden oder gestählte Muskeln bei männlichen. Die Roboterphilosophie wählt neben der ethischen Perspektive eine ästhetische und eine ontologische, etwa in Bezug darauf, wie weit Roboterbeine von menschlichen Beinen in Form, Farbe und Beweglichkeit abweichen können und sollen oder inwieweit sie – eigentlich leblos, aber vielleicht lebensecht – ein Objekt der Begierde sein können.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterbeine-178154 aufgerufen werden.

Abb.: Kokeshi im Cybrothel (Foto: Cybrothel)

Was ist und kann ein Roboterkörper?

„Ein Roboterkörper ist die physische Hülle und das mechanische Trägersystem eines Roboters, etwa eines klassischen Serviceroboters, eines modernen Allzweckroboters oder eines sozialen Roboters. Er kann Skelett oder Rahmen mitsamt Abdeckungen sowie Motoren, Gelenke und Sensoren umfassen. In einem weiteren Sinne ist der gesamte physische Aufbau gemeint, in einem engeren der Rumpf. Der Roboterkörper verbindet die elektrische bzw. elektronische Steuerung, darunter Systeme der künstlichen Intelligenz (KI), mit der realen Welt, damit die Maschine sich bewegen oder etwas greifen, ziehen und drücken kann.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterkörper“ von Oliver Bendel, der am 28. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Er ergänzt u.a. die Beiträge zu „Roboterkopf“ und „Roboterarm“ … Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Generelle Merkmale von Roboterkörpern“, „Spezielle Merkmale unterschiedlicher Typen“ und „Ansätze in Forschung und Entwicklung“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik fragt danach, wie ein Roboterkörper beschaffen sein soll, u.a. mit Blick auf angemessene oder überzogene Erwartungen und eine Vorbildfunktion. Sie diskutiert Stereotype und Biases, z.B. große Brüste und schmale Taillen bei weiblichen Androiden oder gestählte Muskeln bei männlichen. Die Roboterphilosophie wählt neben der ethischen Perspektive eine ästhetische und ontologische, etwa in Bezug darauf, wie weit ein Roboterkörper vom menschlichen Körper in Form, Farbe und Beweglichkeit abweichen kann und soll oder inwieweit er – eigentlich leblos, aber vielleicht lebensecht – ein Objekt der Begierde sein kann.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterkoerper-178132 aufgerufen werden.

Abb.: Der Körper von Miroka von der Seite

Oliver Bendel ist Gastwissenschaftler an der Universität Potsdam

Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW ist vom 1. September 2026 bis zum 31. August 2027 Gastwissenschaftler an der Universität Potsdam. Er versteht sich als Technikphilosoph, mit einer Fokussierung auf Technikethik und neuere Forschungsfelder der angewandten Ethik, vor allem Informations- und Roboterethik sowie Maschinenethik. In der Informations- und Roboterethik vertritt er einen empirisch informierten oder empirisch fundierten, gegenstandsnahen Ansatz. Ethischen Urteilen geht eine möglichst genaue empirische und technische Analyse voraus: Zunächst ist zu klären, wie ein konkretes System beschaffen ist, welche Funktionen es besitzt, welche Daten es verarbeitet und welche Wirkungen von ihm ausgehen. Erst auf dieser Grundlage werden normative Fragen etwa nach informationeller Autonomie, Privatheit, Verantwortung oder Wohlergehen untersucht. Aus der Beschreibung allein werden dabei keine normativen Aussagen abgeleitet, und empirische Befunde und normative Prämissen bleiben unterscheidbar. In der Maschinenethik ergänzt Bendel diesen Ansatz um eine konstruktiv-experimentelle Methodik. Er entwickelt und erprobt selbst Prototypen, etwa spezielle Chatbots, Sprachassistenten und Haushaltsroboter, in denen moralische Regeln implementiert werden. Die Konstruktion dient dabei als Erkenntnismethode: Sie soll zunächst zeigen, ob und wie sich bestimmte moralische Regeln operationalisieren und technisch umsetzen lassen. Anschließend werden die entstandenen Artefakte systematisch untersucht, um Möglichkeiten, Grenzen, Widersprüche und unerwartete Folgen der Implementierung sichtbar zu machen. Es entsteht eine Rückkopplung von ethischer Konzeption, technischer Konstruktion, empirischer Erprobung und ethischer Reflexion. Insgesamt lässt sich das Vorgehen damit als empirisch fundierter und konstruktiv-experimenteller Ansatz in der Technikethik und verwandten Forschungsfeldern charakterisieren. Bereits seit 2022 ist Oliver Bendel assoziierter Forscher der Potsdam Embodied Cognition Group (PECoG) an der Universität Potsdam.

Abb.: Oliver Bendel an der Hochschule für Wirtschaft FHNW (Foto: Jork Weismann)

Dieser Roboter ist eine Rakete auf zwei Beinen

Der Tages-Anzeiger befragte am 25. August 2026 den Technikphilosophen Oliver Bendel zu den World Humanoid Robot Games 2026 in Peking. Dort fanden 30 Sportwettkämpfe mit Allzweckrobotern (General-Purpose Robots) oder Robotern auf General-Purpose-Robots-Plattformen statt, die etwa für das Rennen oder den Hochsprung angepasst worden waren. Zudem wurden 21 Szenariowettkämpfe durchgeführt, in denen sich die humanoiden Roboter bei praktischen Aufgaben in Produktion, Logistik, Haushalt, Pflege etc. behaupten mussten. Oliver Bendel war fasziniert von den Bewegungen beim Kickboxen, wobei diese wohl bei den meisten Auftritten ferngesteuert waren. Noch mehr fasziniert war er von den Allzweckrobotern auf dem Tennisplatz. Diese hatten vielleicht die Fähigkeiten von kleinen Kindern, wie Oliver Bendel meinte, der früher selbst Tennis gespielt hatte, und eine ungewöhnliche Schlägerhaltung. Aber im Unterschied zu den anderen waren sie selbstständig unterwegs. Vor ein paar Jahren noch wäre ein solches Bespielen des Platzes undenkbar gewesen. Es ist erklärtes Ziel der Spiele, die unter anderem von chinesischen Medien- und Robotikorganisationen und der Pekinger Stadtregierung ausgerichtet werden, die Autonomie von Jahr zu Jahr zu erhöhen und sie in immer mehr Disziplinen durchzusetzen. Das Interview ist am 26. August in der Onlineausgabe unter dem Titel „Dieser Roboter ist eine Rakete auf zwei Beinen – nur bremsen kann er nicht“ erschienen, was ein Zitat des Technikphilosophen ist. Am 28. August kommt es in den Printausgaben verschiedener Schweizer Tageszeitungen.

Abb.: Oliver Bendel spiegelt sich im Modell einer Rakete auf Mallorca

Ich, wir oder es

ChatGPT spricht – wie viele andere LLM-basierte Chatbots – in der ersten Person Singular. Damit gibt es vor, eine Person zu sein, die es nicht ist. Zumindest wird gefördert, dass man es für eine Person hält. Es ist natürlich die Frage, ob Alternativen vorhanden sind. Es handelt sich um Dialogsysteme, die auf natürlicher Sprache beruhen, und es ist naheliegend, den Chatbot als Gesprächspartner zu konstruieren. Michelle Cohn et al. haben herausgefunden, dass schon die Wahl zwischen „Ich“ und „das System“ die Wahrnehmung eines Sprachmodells beeinflussen kann. Murray Shanahan et al. stellen die Frage „How are we to understand what is going on when an LLM-based dialogue agent uses the words ‚I‘ or ‚me‘?“ … Das „Ich“ sollte ihrer Meinung nach als sprachliche Konvention des Dialogsystems verstanden werden und nicht als Hinweis auf Selbstbewusstsein. Cristian González-Arias et al. machen den Vorschlag, anstatt „I can help you with that“ eine unpersönliche Formulierung wie „ChatGPT can help you with that“ auszugeben. Interessant ist, dass der Chatbot bei der Bilderstellung – etwa mit GPT Image 2 – in die erste Person Plural wechselt, etwa mit Sätzen wie „Wir verfeinern gerade die Details“. Was will man damit bezwecken? Vielleicht will man suggerieren, dass ein ganzes Team hinter der Bilderstellung steht und es auch deshalb etwas länger dauert als eine übliche Textantwort. Vielleicht will man die Benutzer einbeziehen, wobei diese in diesem Moment nicht eingreifen und nichts beitragen können. Vielleicht will man auch nur allgemein einen Unterschied zwischen Text- und Bilderstellung markieren. Hier ist offensichtlich noch Erklärungs- und Forschungsbedarf vorhanden.

Abb.: Ich, wir oder es

World Humanoid Robot Games 2026

Die World Humanoid Robot Games 2026 laufen vom 23. bis zum 25. August 2026 in Peking. Mehr als 2000 humanoide Roboter von über 660 Teams treten in 30 Sportwettkämpfen und 21 Szenariowettbewerben an. Neben Medien- und Robotikorganisationen gehört die Pekinger Stadtregierung zu den Mitveranstaltern. Die meisten Modelle sind Allzweckroboter (General-Purpose Robots) oder basieren auf General-Purpose-Robots-Plattformen und wurden mehr oder weniger stark modifiziert. Während es beim Sport vor allem um Show, Effekte und Emotionen geht, sollen die Szenariowettbewerbe zeigen, ob die Maschinen tatsächlich in Produktion, Logistik, Hotellerie und Gastronomie, Einzelhandel, Haushalt, Büro und Rettungswesen bestehen können. Besonders eindrucksvoll sind die flüssigen Bewegungen beim Kickboxen, auch wenn diese ferngesteuert werden. Beim Tennis agieren die Roboter autonom, allerdings noch auf bescheidenem Niveau. Spektakulär sind zudem die Laufrekorde, während das Abbremsen weiterhin Probleme bereitet. Insgesamt zeigt sich: Es wackelt noch, wie vor ein paar Jahren bei Bild- und Videogeneratoren, aber es wird ständig stabiler. China hat bei Allzweckrobotern und überhaupt humanoiden Robotern in den vergangenen Jahren aufgeholt und besitzt Vorteile bei Produktion, Infrastruktur, Lieferketten, Stückzahlen und Preisen. Rund 80 Prozent der weltweiten Auslieferungen kommen inzwischen von dort. Die Veranstaltung ist letztlich eine Technik- und Machtdemonstration.

Abb.: Der Unitree G1 in Zürich

Wozu die Menschheit retten?

Die ersten Bände von „RE:VIEW – Wozu die Menschheit retten?“ wurden an die Beteiligten ausgeliefert. „Während die ESA-Raumsonde HERA im All Daten für die planetare Verteidigung sammelt, richtet sich ihr Blick mit diesem Buchprojekt zurück auf die Erde: Was ist der Mensch, was zerstört er, was erschafft er – und verdient er eine Zukunft? Planetare Abwehr – eine globale Herausforderung mit wenig Sichtbarkeit. Der erste Teil des Buches liefert die Hintergründe und die Geschichte der ersten sprechenden Raumsonde, die gegen alle Widerstände ins All startete. Die zentrale Frage, die Hera auf ihrer Mission beantworten soll: Können der Erde gefährlich nahekommende Weltraumkörper durch gezielte Sondeneinschläge von ihrem Kollisionskurs mit unserem Heimatplanenten abgelenkt werden? Collagierte Illustrationen und Fotografien verbinden Fakten mit Emotionen und machen Wissenschaft erlebbar.“ (Informationstext des Verlags) „Im Anschluss entsteht aus der Perspektive von HERA ein vielstimmiges Porträt unserer Spezies mit Beiträgen und Gesprächen des KI-Companions mit besonderen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst, Kultur und Gesellschaft.“ (Informationstext des Verlags) Mit dabei sind unter anderem der Queen-Musiker und Astrophysiker Brian May, der ehemalige kanadische Astronaut Chris Hadfield, die erste Weltraumtouristin Anousheh Ansari, der „Interstellar“-Visionär Paul Franklin, die PETA-Gründerin Ingrid Newkirk, der Ex-Gitarrist von Guns N‘ Roses Ron „Bumblefoot“ Thal, der Science-Fiction-Autor Andreas Eschbach, der Künstler Jonathan Meese und der Technikphilosoph und Maschinenethiker Oliver Bendel, der 2025 das Buch „300 Keywords Weltraum“ veröffentlicht hat. „So wird aus einer Mission ein visuell kraftvolles Buchobjekt über Menschheit, Technik, Verantwortung und Hoffnung.“ (Informationstext des Verlags) Das Coffee-Table-Buch mit seinen 400 Seiten und zahlreichen Bildern ist vorbestellbar und ab Mitte oder Ende September 2026 verfügbar.

Abb.: Oliver Bendel mit dem Coffee-Table-Buch

Vom Gendern und seinen Grenzen

Der deutsche Sprachwissenschaftler Helmut Glück hat mit „Vom Gendern und seinen Grenzen“ (J. B. Metzler, 2026) ein kenntnisreiches und unterhaltsames Buch zum Thema vorgelegt. Er spart nicht mit Seitenhieben und Direkttreffern bei den Totengräbern der Sprache, die auch in der Linguistik – genauer gesagt, in der „Genderlinguistik“ – zu finden sind. Dabei ist immer wieder von „postgrammatischem Unsinn“ die Rede. Der Schaden, den Medien, Behörden und Hochschulen anrichten, wird umfangreich dargestellt. Die „Reduktionsgrammatik der Gleichstellungsbeauftragen (die RGG)“ wird eindrucksvoll zerpflückt. Über den Duden heißt es, dass er „bedauerlicherweise immer noch häufig als Autorität in Sachen Rechtschreibung betrachtet“ wird. Man hätte sich gewünscht, dass belletristischen und wissenschaftlichen Verlagen und ihren Herausgebern mehr Platz gewidmet wird. Sie erzwingen häufig Schreibweisen und schließen Autoren aus – oder sie verfälschen mit Übersetzungen die Originale. Der altehrwürdige Verlag Metzler selbst, inzwischen zu Springer gehörend, lässt in der Titelei keinen Zweifel darüber, wo er steht. Immerhin lässt er Abhandlungen wie diese zu. Insbesondere Kapitel 1 bis 5 überzeugen, während Kapitel 6 ein wenig wie ein Sammelsurium wirkt. Ein gründliches Korrektorat würde der zweiten Auflage, sofern sie geplant ist, formal guttun. Die Vertreter der Gendersprache dürfte das Buch kaum erreichen und umstimmen, denn sie sind nicht nur für die Sprachgemeinschaft verloren, sondern auch für die Wissenschaft. Dennoch wird „Vom Gendern und seinen Grenzen“ wie schon die „Studien zum genderneutralen Maskulinum“ von Eckhard Meineke, auf die immer wieder verwiesen wird, sicherlich ein Standardwerk werden, mit Lesern, die Grundlagen verstehen und sich von Argumenten überzeugen lassen wollen, und mit Lesenden, die die zahlreichen Pointen zu würdigen wissen und darüber herzlich lachen.

Abb.: Auch das Ringelnatz-Gedicht vom Briefmark wird zitiert (Bild: GPT Image 2)

Der Schweizer Roboter-Flüsterer

„Gut 90 Gäste kamen in den Genuss eines hervorragenden Vortrags zum Thema ‚Roboter‘ mit Schwerpunkt Roboter in der Pflege.“ So lautet der Teaser des Artikels „Professor Oliver Bendel – der Schweizer Roboter-Flüsterer!“, der in der August-Ausgabe von TOP HINWIL erschienen ist. Seit 1994 bieten die Aktiven Seniorinnen und Senioren Hinwil (ASSH) monatlich einen Vortrag an. Zu den Referenten gehörten Claude Nicollier, Astronaut und Wissenschaftler, Ulrich Tilgner, Nahostkorrespondent, Franz Hohler, Schriftsteller, und Erich von Däniken, Bestsellerautor. Am 17. Juni 2026 war Oliver Bendel zu Gast. Er beleuchtete die Rolle sozialer Roboter, gegenwärtiger Assistenzroboter und künftiger Allzweckroboter in der Pflege. Anhand zahlreicher aktueller Beispiele aus Forschung und Praxis zeigte er, wie Robotersysteme bereits heute Pflegekräfte unterstützen, Pflegebedürftige aktivieren und bei alltäglichen Aufgaben helfen können. Dabei ging es sowohl um soziale Interaktion und Unterhaltung als auch um konkrete Assistenzleistungen wie Handreichungen, Mobilisierung oder Unterstützung im Pflegealltag. Darüber hinaus widmete sich der Vortrag den ethischen und gesellschaftlichen Fragen, die mit dem Einsatz von KI-gestützten Robotern verbunden sind. Danach fand eine rege Diskussion statt. Das Lokalblatt wird in einigen Tagen über www.top-hinwil.ch/top-archiv/ als PDF zur Verfügung gestellt.

Abb.: Oliver Bendel mit Alpha Mini (Foto: Pascal Mora)

Assistive Glasses as Inclusive AI Wearables

The master’s thesis „Inclusive AI for Wearables: Assistive Glasses as a Case Study“ by Myriam Rellstab, a student at the FHNW School of Business, has reached an important milestone. In the summer of 2026, she completed her comprehensive thesis proposal under the supervision of Prof. Dr. Oliver Bendel. The proposal already provides some interesting preliminary findings. Consumer-oriented smart glasses and assistive systems are increasingly based on the same technological foundations, including computer vision, speech recognition, natural language processing, contextual awareness, and real-time information processing. Nevertheless, research and development still tend to treat mainstream and assistive smart glasses as separate categories. This suggests an important opportunity for Inclusive AI: future smart glasses could be conceived as shared technological platforms serving people with and without disabilities rather than as separate mainstream and assistive products. A central question emerging from the proposal concerns the appropriate design strategy. Rellstab distinguishes between universal, specialized, and modular approaches. Universal solutions promise a coherent and inclusive experience but may not adequately address highly specific needs. Specialized solutions can provide targeted support but risk maintaining the separation between mainstream and assistive technologies. Modular systems could offer a middle ground by combining a common platform with components and functions that can be adapted to individual requirements, although this comes with greater complexity. The next stages of the thesis will combine a structured literature review and comparative analysis of existing smart-glasses systems with qualitative interviews involving blind, low-vision, and Deaf or hard-of-hearing users. The ultimate goal is to derive design requirements and develop a conceptual framework for future inclusive AI-supported smart glasses.

Fig.: Assistive glasses as inclusive AI wearables

The Red Attraction Effect in Humanlike Robots at Robophilosophy 2026

The Robophilosophy 2026 conference took place from August 11–14, 2026, at University College Dublin (UCD) in Dublin, Ireland. Held under the theme „Connected Futures – Nature, Robots, and Society“, the seventh installment of the international conference series brought together researchers from a wide range of disciplines to explore how robotics and artificial intelligence are transforming human societies and the natural world. On the first day of the conference, Katharina Kühne presented the paper „No Red Romance for Robots? Investigating the Red Attraction Effect in Humanlike Robots“, authored by Emma Luisa M. Waller, Diana P. Ebenburger, Oliver Bendel, Martin Fischer, and herself. The study investigates whether the red-attraction effect known from research on human perception also occurs when people evaluate humanlike robots. From the abstract: „The color red has been shown to positively influence ratings of attractiveness and willingness to spend money (e.g., on a date), while having no effect on other perceptions, such as likeability. In an online study, we aimed to conceptually replicate the red-attraction effect using humanoid robots as stimuli. Forty-four heterosexual female participants evaluated 16 images of medium and highly humanlike robots on attractiveness, likeability, trustworthiness, and willingness to spend money to rent the robot. We found no evidence of a red-attraction effect. Female-looking robots received higher ratings overall. These findings have implications for robot design and suggest that basic cues, such as color, may not operate in the same way for robots. Instead, humanoid robots may constitute a distinct category but still be perceived as social agents.“ The proceedings, containing all conference papers, are expected to become available in late 2026.

Fig.: The red attraction effect

Was ist und kann ein Roboterkopf?

„Ein Roboterkopf ist der Kopf eines Roboters, der auf einem Rumpf befestigt ist, oder ein Kopf, der ein Roboter ist. Ein dem Hals entsprechendes Verbindungsstück kann vorhanden sein und zur Beweglichkeit beitragen. Der Roboterkopf kann animaloid (tierähnlich), humanoid (menschenähnlich), mythomorph (nach einem Fantasy- oder Science-Fiction-Wesen oder einer mythologischen Figur) oder dinghaft gestaltet sein, durchgehend unter Wahrung wesentlicher Eigenschaften.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterkopf“ von Oliver Bendel, der am 13. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Er ergänzt u.a. die Beiträge zu „Roboterarm“ und „Roboterhand„. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Generelle Merkmale von Roboterköpfen“ und „Spezielle Merkmale unterschiedlicher Typen“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik fragt danach, wie ein Roboterkopf beschaffen sein soll, u.a. mit Blick auf angemessene oder überzogene Erwartungen und eine Vorbildfunktion. Sie diskutiert Stereotype und Biases, z.B. wenn vor allem weibliche Androiden mit bestimmten Eigenschaften entstehen. Die Roboterphilosophie wählt neben der ethischen Perspektive eine ästhetische und ontologische, etwa in Bezug darauf, wie weit ein Roboterkopf vom menschlichen Kopf in Form, Farbe, Beweglichkeit und Ausdruck abweichen kann und soll.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterkopf-178110 aufgerufen werden.

Abb.: Der Kopf von Ameca bei der ICSR 2026 in London

A Solar Eclipse at Robophilosophy 2026

Other robot conferences have robot or drone shows – at Robophilosophy 2026 in Dublin, you could admire a solar eclipse. This year’s Organizing Committee consists of Prof. Naonori Kodate, Dr. Vivek Nallur, and Dr. Sun Park of University College Dublin. The Series Organizer is Prof. Johanna Seibt of Aarhus University. Together, they have succeeded in putting together a philosophically ambitious program. In antiquity, Thales of Miletus (c. 624–546 BCE) was one of the thinkers who took a particular interest in solar eclipses. To the general public, the philosopher is perhaps best known as a mathematician. He is credited with predicting a solar eclipse, probably the eclipse of May 28, 585 BCE. Other ancient thinkers and astronomers, such as Anaxagoras, also studied solar eclipses and sought to explain them in natural rather than mythological terms. Robophilosophy 2026 opened on August 11 at University College Dublin (UCD) in Dublin, Ireland. Running through August 14 under the theme „Connected Futures – Nature, Robots, and Society“, the conference brings together researchers from across disciplines to explore how robotics and artificial intelligence are reshaping society and our relationship with the natural world.

Fig.: The solar eclipse in Dublin

Toyota’s Vision for Human-Centered Robotics and AI

Robophilosophy 2026 opened on August 11 at University College Dublin (UCD) in Dublin, Ireland. Running through August 14 under the theme „Connected Futures – Nature, Robots, and Society“, the conference brings together researchers from across disciplines to explore how robotics and artificial intelligence are reshaping society and our relationship with the natural world. A highlight of the second day was the keynote by Dr. Hideki Kajima of Toyota Motor Europe, introduced with an opening address by H.E. Ambassador Manabu Miyagawa, Ambassador of Japan to Ireland and former Ambassador of Japan to Denmark. Dr. Kajima presented practical examples of robotics and AI research at Toyota, including applications in healthcare, construction, and manufacturing, as well as the use of advanced simulation technologies. At the heart of these efforts is a human-centered approach that goes beyond efficiency, focusing on worker safety, reducing physical and cognitive burdens, and ensuring long-term operational sustainability. His keynote emphasized that robots and AI should not simply be understood as tools, but as integral parts of broader social systems. Against the backdrop of rapidly advancing AI, Dr. Kajima also addressed the responsibilities and opportunities facing industry and the importance of aligning technological innovation with human values and societal well-being. With a background in robot motion control and extensive experience developing Toyota’s Human Support Robot and other robotic systems, Dr. Kajima now leads the planning and promotion of advanced research strategies at Toyota Motor Europe. His keynote was supported by the UCD College of Social Sciences and Law, the UCD Geary Institute for Public Policy, the UCD Centre for Japanese Studies, the Embassy of Japan to Ireland, and the UCD School of Computer Science.

Fig.: Dr. Hideki Kajima after his talk (on the left)

Towards a Discipline of Animal-Machine Interaction

Robophilosophy 2026 kicked off on August 11, 2026, at University College Dublin (UCD) in Dublin, Ireland. Held under the theme „Connected Futures – Nature, Robots, and Society“, the conference runs from August 11–14 and brings together researchers from a wide range of disciplines to explore how robotics and artificial intelligence are transforming human societies and the natural world. On the first day, Prof. Dr. Oliver Bendel from the FHNW School of Business presented his paper „Towards a Discipline of Animal-Machine Interaction: Ethical and Design Challenges of Machines in Animal Habitats“ in the session „Environmental Robotics and Society“. From the abstract: „As autonomous and semi-autonomous machines such as robots and drones increasingly enter animal habitats, new ethical and conceptual challenges emerge. This article proposes animal-machine interaction (AMI) as a distinct discipline concerned with the design and governance of technologies operating in relation to animals. After clarifying core concepts and delineating AMI from related fields, the article highlights the role of machine ethics in developing animal-friendly systems. Selected application examples illustrate how machines can reduce negative impacts on animals and, in some cases, support animal survival through animal-friendly design. The ethical discussion addresses both opportunities and risks of technological intervention in animal habitats. It is becoming clear that AMI is an increasingly important field of research, but one that must remain open to critical reflection and reorientation.“ The proceedings, containing all conference papers, will be available in late 2026. For those who don’t want to wait: Oliver Bendel recently published a short book on animal-machine interaction with Springer.

Fig.: Oliver Bendel with his new book

Robophilosophy 2026 Opens in Dublin

The Robophilosophy Conference 2026 (RP2026) opened on August 11, 2026, at University College Dublin (UCD) in Dublin, Ireland. Held under the theme „Connected Futures – Nature, Robots, and Society“, the conference runs from August 11–14 and brings together researchers from a wide range of disciplines to explore how robotics and artificial intelligence are transforming human societies and the natural world. RP2026 is the seventh installment in the international Robophilosophy conference series. University College Dublin (UCD) is Ireland’s largest university and one of the country’s leading research institutions. Located in Dublin, the capital of Ireland, UCD is home to more than 34,000 students and has a strong international profile. As robotic systems become increasingly embedded in everyday life, RP2026 seeks to foster dialogue across fields including social robotics, computer science, human-robot interaction, the humanities, social sciences, law, economics, and environmental research. Key questions include how robotic technologies can uphold human dignity, autonomy, and social justice; how legal systems need to adapt to autonomous decision-making; and whether robots can contribute to sustainability rather than accelerate ecological decline. The conference also addresses the impact of automation on labor markets and economic inequality, the changing meaning of work and human care, and the responsibilities humans may have toward the artificial agents they create. The first day of the conference featured keynote presentations by Lynne Baillie and Arno Klein. The program also included two sessions: „Environmental Robotics and Society“ (chaired by Oliver Bendel) and „Responsible Technology Development“ (chaired by Sun Park). Several workshops complemented the program, offering additional perspectives on the social, ethical, and environmental dimensions of robotics and artificial intelligence. The Robophilosophy Conference 2026 provides a space for dialogue between technological, philosophical, social-scientific, and environmental perspectives. At its core is the question of how technological innovation can be shaped not only to create new possibilities, but also to contribute to a humane, just, and sustainable future. Further details are available at www.ucd.ie/robophilosophy2026/.

Fig.: At UCD in Dublin