Most design is evaluated by how well it solves a problem. But some of the most memorable objects are not designed to maximize efficiency – they are designed to invite a relationship. Oliver Bendel believes this deserves its own name: Relational Object Design. Unlike Emotional Design, which focuses on how a product makes us feel, Relational Object Design focuses on the object itself as a potential relationship partner. Takashi Murakami’s Rumble-kun in a Jar is a beautiful example. The small axolotl-like creature sits quietly inside a transparent jar. It has no function, no movement, and no intelligence, yet it immediately feels alive. Its gentle expression and childlike proportions encourage us to care about it rather than simply look at it. The same philosophy can be found in the work of Yukai Engineering. Products such as Qoobo, Mirumi, and Nekojita FuFu are not primarily tools; they are companions with distinct personalities. Their value lies less in what they accomplish than in the emotional bond they encourage. This perspective also offers an interesting lens on social robotics. Robots such as AIBO, Pepper, or NAO are often discussed in terms of artificial intelligence and social interaction, but perhaps the deeper question is simpler: what is the minimum amount of design required for a person to perceive an object as a companion? Murakami’s sculpture suggests that the answer may be surprisingly little. Sometimes a peaceful smile is enough.
Yukai Engineering is bringing Mirumi, its wearable social robot, to Harrods in London with an exclusive pop-up store running from July 20 through August 16, 2026. The furry robotic bag charm first gained international attention at CES 2025 and later became a Kickstarter success before selling out during its initial launch in Japan. Mirumi can be attached to a bag and responds to sounds, movement, touch, and nearby people by turning its head and displaying expressive, lifelike reactions. Its expressive behaviour creates the impression of carrying a curious little companion wherever you go. Although Harrods has not yet announced specific details about the pop-up, the store is expected to offer visitors the opportunity to experience and purchase Mirumi in person. Exclusive editions have not been confirmed, but Harrods is known for limited-time collaborations and distinctive retail experiences, which could make the pop-up particularly appealing to collectors and technology enthusiasts. Following its successful debut in Japan and appearances at events such as ICSR + Art 2026 in London, Mirumi continues to attract growing international attention. With its expressive behaviour, distinctive design, and collectible appeal, it is already being discussed as a possible next major trend among robotic companions and collectible robots. An article by Oliver Bendel on wearable social robots is available via Wiley Industry News or directly here as a PDF.
Hosting ICSR + AI 2025 at the University of Naples Parthenope’s campus in the Centro Direzionale and ICSR + Art 2026 at London’s Senate House offers an intriguing architectural juxtaposition. The Parthenope building reflects the late twentieth century’s fascination with technology, functionality, and verticality. Its exposed structural elements, metallic cladding, and dramatic symmetry embody the modernist vision of Naples‘ business district, creating an atmosphere that is distinctly contemporary and forward-looking. In contrast, Senate House, completed in 1937, is one of London’s finest examples of Art Deco monumentalism. Designed by Charles Holden, its clean limestone façades, carefully proportioned massing, and restrained ornament express dignity, permanence, and institutional authority. While both buildings share a striking vertical emphasis and a commanding presence within their respective urban settings, they represent different architectural ideals. The Parthenope campus celebrates innovation and technological expression, whereas Senate House conveys intellectual tradition through timeless geometric order and classical monumentality interpreted in a modern idiom. Although the conference venues were, of course, chosen because they are university buildings rather than for their architectural symbolism, it is nevertheless an appealing coincidence that the futuristic setting of ICSR + AI 2025 is followed by the artistic and historic character of Senate House for ICSR + Art 2026. Together, the two venues provide memorable settings for consecutive ICSR conferences, illustrating how academic exchange can unfold in environments that reflect very different architectural visions.
„Ein Android (oder Androide) ist eine menschengleiche bzw. -ähnliche Maschine oder ein künstlicher Mensch. Ein weiblicher Android wird manchmal auch als Androidin oder als Gynoid (alternativ Gynoide) bezeichnet. Zumeist handelt es sich um einen Roboter, zumindest einen Automaten. Wenn etwas humanoid oder anthropomorph ist, ist es von menschlicher Gestalt bzw. menschenähnlich, was Verhalten, Mimik, Gestik und Sprache mit einschließen kann. Damit humanoide Automaten und Roboter als Androiden gelten können, müssen sie Menschen täuschend ähnlich sein.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 17. Juli 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Ideen- und Entwicklungsgeschichte“ und „Modelle des 20. und 21. Jahrhunderts“, worin historische und aktuelle Prototypen und Produkte aufgeführt werden, sowie „Kritik und Ausblick“. Darin heißt es: „Die Roboterethik untersucht, ob man Androiden überhaupt in die Welt bringen sowie Stereotype wiedergeben oder brechen sollte und ob sie zu hohe Erwartungen wecken, die dann nicht erfüllt werden können, was sich in Frustration, in der Verringerung von Akzeptanz und im Uncanny-Valley-Effekt zeigen kann. Die Maschinenethik versucht ihnen für ihre Akte und Sprechakte moralische Regeln einzupflanzen, nicht zuletzt um Vorgaben und Erwartungen zu erfüllen. Die Roboterphilosophie widmet sich neben der ethischen der ontologischen und ästhetischen Dimension von Androiden.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/androiden-178017 aufgerufen werden.
Abb.: Oliver Bendel mit Euclid (Foto: Nihan Karataş)
„Die Roboterdichte ist die Anzahl der in einem Land oder in einer Region installierten Industrieroboter bezogen auf eine bestimmte Zahl von Beschäftigten. Nach Takayuki Ito, Präsident der International Federation of Robotics (IFR) im Jahre 2026, handelt es sich um eine gute Vergleichsgröße für unterschiedlich große Volkswirtschaften. Die Roboterdichte umfasst auch Kooperations- und Kollaborationsroboter (Cobots), sofern sie als Industrieroboter im verarbeitenden Gewerbe eingesetzt werden. Transportroboter in den Logistikzentren, Reinigungsroboter in den Fabrikhallen und andere Serviceroboter werden dagegen meist nicht berücksichtigt.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 17. Juli 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgt der Abschnitt „Entwicklung“, worin aktuelle Zahlen genannt werden, und „Kritik und Ausblick“. Darin heißt es: „Die klassische Definition der Roboterdichte wird zunehmend als zu eng angesehen, weil sie nur Industrieroboter berücksichtigt. Mit der Verbreitung von Servicerobotern stellt sich die Frage nach vergleichbaren Kennzahlen. Informationsethik, Roboterethik und Wirtschaftsethik diskutieren einen Dichtestress, der in der Zukunft gerade in öffentlichen Bereichen entstehen könnte. Es bräuchte u.U. roboterfreie Räume, wo Roboter nicht Menschen ihren Platz wegnehmen, ihre Fortbewegung behindern oder ihre Privatsphäre verletzen.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterdichte-178014 aufgerufen werden.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Schweiz verurteilt, weil zwei vegan lebende Männer während ihrer Unterbringung in einem Genfer Gefängnis beziehungsweise einer psychiatrischen Universitätsklinik nicht durchgehend eine vegane Verpflegung erhielten. Das Gericht stellte klar, dass ein aus ethischer Überzeugung praktizierter Veganismus unter den Schutz der Gedanken- und Gewissensfreiheit nach Artikel 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention fällt. Es geht dabei nicht darum, den Veganismus als Religion einzuordnen, wie einzelne Medien nahelegten, sondern ihn als ernsthaft vertretene weltanschauliche Überzeugung anzuerkennen. Das Urteil betrifft zwar Einzelfälle, dürfte aber Auswirkungen auf den Strafvollzug und andere staatliche Einrichtungen in ganz Europa haben. Künftig werden Gefängnisse und ähnliche Institutionen stärker begründen müssen, wenn sie keine vegane Verpflegung anbieten. Wie die Verpflegung im Strafvollzug organisiert ist, unterscheidet sich von Land zu Land und teilweise sogar von Anstalt zu Anstalt. In den meisten Schweizer Gefängnissen werden die Mahlzeiten zentral zubereitet und an die Insassen ausgegeben. Eine Besonderheit ist hingegen die JVA Lenzburg. Dort kann man auf seiner Zelle mit einem Gasherd selbst kochen und sich seine Mahlzeiten innerhalb der geltenden Regeln selbst zubereiten. In den Medien überbieten sich die Leser mit unflätigen und unsinnigen Kommentaren, aber ohne Zweifel ist das Urteil zu begrüßen. Wer sich aus einer ethischen Überzeugung heraus vegan ernährt, sollte auch während einer Haft oder einer Unterbringung in einer staatlichen Einrichtung nicht dazu gezwungen werden, gegen sein Gewissen zu handeln. Religiöse Speisevorschriften werden schon lange respektiert, und es ist daher nur folgerichtig, vergleichbare weltanschauliche Überzeugungen ebenso zu behandeln. Unabhängig davon erscheint es sinnvoll, auch andere nachvollziehbare Ernährungsbedürfnisse zu berücksichtigen. So können Ekelvegetarier und -veganer kein Fleisch, keinen Fisch und keine Tierprodukte zu sich nehmen. Bei einem fehlenden Angebot für sie drohen sie zu verhungern.
OpenAI has teamed up with Work Louder to introduce the Codex Micro, a compact desktop controller designed for developers who use Codex. The device features customizable mechanical keys, a joystick, a rotary dial, and dedicated Agent Keys that display the live status of AI coding agents through RGB lighting. Users can launch common workflows, trigger frequently used commands, and adjust Codex’s reasoning level directly from the hardware, with every control configurable through the ChatGPT desktop app. The limited-edition device is intended to give developers a more tactile way to interact with Codex while reducing the need to switch between keyboard shortcuts and on-screen controls during everyday coding tasks. It remains to be seen whether this physical interface for AI will find its market and deliver the expected benefits in everyday software development. Further information is available at openai.com/de-DE/supply/co-lab/work-louder/.
Fig.: Codex Micro Desktop Controller (Photo: Screenshot from the YouTube video)
As Publicity Chair of ICSR + Art 2026, Oliver Bendel had the opportunity on the third evening to choose between two gifts, one larger and one smaller. Since he had traveled to London with only carry-on luggage, he opted for the smaller one. When he unpacked the cardboard box back home in Zurich, out popped a little bear. Pressing its stubby tail causes it to blow air through its mouth. In this way, it can cool down hot drinks and hot soups. The philosopher of technology tried it out on his terrace. The little bear blew what seemed like a hole right into his coffee. Its name is, by the way, Nekojita FuFu, and it is – like Qoobo and Mirumi – from Yukai Engineering. The Berlin Bear is the heraldic animal of Berlin and has adorned the city’s coat of arms for centuries. Just outside Germany’s capital lies Potsdam. The city is best known for its magnificent palaces, beautiful gardens, and its important role in German and European history. It is home to the University of Potsdam as well as several renowned research institutions, including the Max Planck Institute for Gravitational Physics. About 6 kilometers outhwest of Potsdam, in the village of Caputh (part of the municipality of Schwielowsee), stands the Einstein House. The famous physicist had this modest wooden house built in 1929 based on plans by the architect Konrad Wachsmann. Einstein and his family spent their summers there, and he worked there until the end of 1932. The University of Potsdam will host ICSR + Health 2027, where Dr. Katharina Kühne and the Potsdam Embodied Cognition Group (PECoG) will welcome the community with open arms. Incidentally, Potsdam’s coat of arms features a red eagle on a silver field.
Fig.: The bear creates a dent in the coffee by blowing on it
Registration for the 11th International Congress on Love and Sex with Robots (LSR 2026) is now open. Building on a conference series that began in 2011 and has helped establish the academic study of human-robot intimacy as an interdisciplinary field, LSR 2026 will take place on August 21–22 at the Université du Québec à Montréal (UQAM), with sessions hosted in the Pavillon J.A. DeSève in Montreal’s Latin Quarter. The conference is organized by Dr. Simon Dubé (Kinsey Institute, Indiana University Bloomington), Dr. David Levy, founder of the conference series, and Bobbi Bidochka (imagine ideation). The keynote speakers are Ellen M. Kaufman (Kinsey Institute, Indiana University Bloomington), Charlotte Poitras (multidisciplinary artist), and Valerie A. Lapointe (Université du Québec à Montréal), whose work spans informatics, psychology, media, and emerging technologies related to intimacy and AI. Further information on registration, the program, submissions, travel, and accommodation is available on the official conference website: www.lovewithrobots.com.
Beim University:Future Festival 2026 hat Stefanie Hauske, Head of Digital Skills Academy an der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, den Vortrag „Digital Skills Academy: Digitale Kompetenzen für den Hochschulalltag“ gehalten. Laut der Referentin verändert digitale Transformation die Arbeit an Hochschulen grundlegend, insbesondere für Mitarbeiter in der Verwaltung. Der Bedarf an Qualifizierung und Orientierung im digitalen Arbeitsalltag sei hoch, die Nachfrage nach Lernangeboten entsprechend groß. Gleichzeitig sei digitale Kompetenzentwicklung für Mitarbeiter häufig kein fest verankerter Bestandteil der Personalentwicklung: Angebote fokussierten auf Lehre, Forschung oder Führung. Der Input ging der Frage nach, wie digitale Kompetenzentwicklung unter diesen Bedingungen dennoch gelingen kann. Am Beispiel der Digital Skills Academy der ZHAW wurde gezeigt, wie Lernangebote für Hochschulmitarbeiter aufgebaut werden können und welche typischen Herausforderungen dabei sichtbar werden. Im Fokus standen übertragbare Gestaltungsprinzipien für lernförderliche und skalierbare Formate sowie die Frage, wie Legitimität, Sichtbarkeit und Dringlichkeit auch ohne formalen Top-down-Auftrag entstehen können. Die sechste Ausgabe des University:Future Festivals fand vom 22. bis zum 24. Juni 2026 unter dem Motto „Under Pressure“ statt. Man traf sich online – Stefanie Hauske war von Zürich aus zugeschaltet – sowie vor Ort in Berlin, Braunschweig, Essen, Graz, Hamburg und Nürnberg. Das University:Future Festival (U:FF) ist nach eigenen Angaben die größte Veranstaltung zur (digitalen) Zukunft der akademischen Bildung. Themen sind unter anderem KI, Future Skills, Didaktik und Strategieprozesse. Den Teilnehmern wurde ein Programm mit etwa 280 Beiträgen von rund 550 Speakern geboten. Das University:Future Festival ist eine Kooperation zwischen Hochschulforum Digitalisierung, Stiftung Innovation in der Hochschullehre und Stifterverband. Das Video kann seit Juli 2026 über www.youtube.com/watch?v=uJ6Tfzg9nIA aufgerufen werden.
„Nachrückende Generationen“ von Oliver Bendel wurde 2006 geschrieben und 2007 im Leipziger Literaturverlag (Edition ERATA) veröffentlicht. Es ist sozusagen ein Roman über die Generation Y, fast schon die Generation Z. Es tauchen darin mehr oder weniger moderne Phänomene auf, die auch in der Informationsethik behandelt werden, etwa Cyber- und Telefonsex. Der Roman wird dabei an keiner Stelle moralisch, so wie auch die Ethik nicht moralisch werden sollte, außer wenn man aus ihr heraus zur Diskussion anregen und deshalb Position beziehen will. Aus dem Klappentext: „Nelli ist 14. Sie und ihre Freundin Sara gehen ins Café, ins Kino, klauen in einer Boutique. Sie haben Cyber- und Telefonsex, langweilen sich auf Partys und begehen beinahe einen Raubüberfall auf offener Straße. Als Nelli den gleichaltrigen Robert kennenlernt, spürt sie so etwas wie Glück – aber zur gleichen Zeit entgleitet ihr das Leben. Sie und Sara verabreden sich im Chat mit einem Mann, der sie zu Hause fast vergewaltigt. Als Nelli schließlich Robert Gewalt antut, scheint dies für beide das Ende zu sein. Und doch geht es irgendwie weiter, ganz anders, als man vermutet.“ Das Buch ist als Printausgabe vergriffen, kann aber als E-Book über die üblichen Kanäle bezogen werden. Als Hörbuch wurde es von einem Tatort-Schauspieler eingesprochen – dieses Format dürfte allerdings vergriffen sein. 2008 folgte im gleichen Verlag „Künstliche Kreaturen“, 2009 „Verlorene Schwestern“.
Christiane Pöhlmann rezensiert in „Gezählt, nicht erzählt“ (FAZ, 13. Juli 2026) das Prosadebüt „41515 Wörter“ von Vera Martynov. Erschienen ist es in deutscher Sprache (oder besser gesagt, in einer Art deutscher Sprache) im Zeitkind Verlag, der auf der Website von seinen „Autor*innen“ spricht. Er sitzt in Meilen, einem Städtchen am Zürichsee. Laut Teaser wirft das Buch „einige Fragen auf“, „auch was die Übersetzung aus dem Russischen betrifft“ (FAZ, 13. Juli 2026). Diese stammt von Yvonne Griesel, und Pöhlmann, ebenfalls Übersetzerin, findet zunächst klare Worte: „Griesel gendert durchgängig, Martynov wählt generisches Maskulinum.“ Sie fährt fort: „Verzichtet Griesel in Ausnahmen auf den Gender-Doppelpunkt, kriegt die deutsche Variante rasch einen ungewollten Dreh. ‚Der Mensch, Schauspieler oder Zuschauerin, ist in einer schutzlosen Situation und sich dessen selbst oft nicht bewusst.‘ Der Singular in allgemeinen Aussagen ist in diesem Text so selten, dass er etwas Konkretes gewinnt: der aktive Mann (Schauspieler), die passive Frau (Zuschauerin). Die Autorin nutzt auch an dieser Stelle das Maskulinum …“ (FAZ, 13. Juli 2026). Eine solche Neubewertung oder Abwertung kennt man von anderen Fällen misslungener Zuschreibungen und Übersetzungen. Diesem Beispiel entnimmt man aber auch, dass die Übersetzerin durchgängig einen „Gender-Doppelpunkt“ benutzt, was erstaunen muss, denn im Wortinneren sind Sonder- und Satzzeichen ausgeschlossen (Leerzeichen übrigens auch). Man wundert sich deshalb, warum Pöhlmann zuvor meint, „die deutsche Fassung“ sei „gut“, um gleich wieder einzuräumen, dass sie „neuen Diskussionsstoff“ gibt „für eine Frage, die seit einiger Zeit diskutiert wird“ (FAZ, 13. Juli 2026) – eben das Gendern, in diesem Falle das „Gendern hardcore“. Nun dürfte unter Literaturliebhabern und unter seriösen Germanisten und Linguisten unbestritten sein, dass man Originaltexte nicht verfälschen darf, weder durch Anpassungen noch durch Übersetzungen solcher Art. Tatsächlich verbreiten sich diese Formen der Suggestion und Manipulation aber, ohne dass ihnen die gebührende Aufmerksamkeit zuteil wird. In der deutschen Übersetzung von „What we can know“ von Ian McEwan wird zwar kein Genderzeichen verwendet, aber durch ein „Gendern light“ der Text sinnentstellt. Diogenes, einst ein renommierter Verlag, sitzt in Hottingen, einem beschaulichen Stadtteil von Zürich. Auf seiner Website spricht er von seinen „Leser:innen“ und rühmt sich seiner „Bestsellerautor:innen“. Die Feuilletons der Zeitungen, sofern es sie noch gibt, sollten sich dieser Problematik zuwenden und auf den Schaden aufmerksam machen, der für Literatur und Sprache bereits entstanden ist.
Abb.: Nicht gegenderte Texte aus dem Diogenes Verlag
Humanoid robots are becoming increasingly convincing conversational partners, but can they also become good storytellers? This intriguing question will be explored at New Scientist Live 2026 in London during the Family session „Science Bites: Why are robots bad story tellers?“ on October 10 from 12:40 to 1:20 p.m. Computer scientist Dr. Carl Strathearn and lecturer and computer scientist Emilia Sobolewska will present their two AI-powered humanoid robots, Euclid and Moira, and let them engage in a live conversation. While today’s AI systems can generate impressive text, storytelling remains a difficult challenge because compelling narratives require contextual understanding, shared knowledge, creativity, and the ability to connect ideas in meaningful ways. During the demonstration, the two robots will exchange thoughts and ideas, and the audience may even witness them gradually drifting into hallucinations and constructing a shared fantasy world. The researchers hope that these spontaneous interactions could offer new insights into how imagination and creativity might emerge in autonomous AI systems. Euclid has already attracted considerable attention this summer as one of the highlights of the 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) in London, where visitors were able to interact directly with the advanced humanoid robot. Developed by Carl Strathearn and Emilia Sobolewska, Euclid combines automatic speech recognition, computer vision, generative AI, skin sensors, and an innovative robotic mouth that produces highly realistic speech movements through machine learning. Unlike many famous humanoid robots with idealized faces, Euclid deliberately represents an older man with deeply lined features, challenging established design conventions while emphasizing authenticity, diversity, and natural human interaction. The upcoming New Scientist Live session now offers another opportunity to experience Euclid in action, this time in an experiment that explores one of the most fascinating frontiers of artificial intelligence: whether machines can move beyond generating language and begin creating genuinely imaginative stories together.
Im März 1999 schrieb Oliver Bendel für das Institut für Telematik in Trier ein Arbeitspapier mit dem Titel „Telematik – Schlüsseldisziplin und -technologie der Informationsgesellschaft“ … Darin ging es u.a. um Chatbots und Agenten: „Für die Telematik relevant sind Agenten, die in Netzwerken zu Hause sind. Ein spektakuläres Beispiel sind Agenten, die sich in Chatrooms mit Chattern unterhalten oder in Multi-user Dungeons (später auch Multi-user Dimensions oder Multi-user Domains genannt, abgekürzt MUDs) mit Spielern kommunizieren und denen es heute bereits häufig gelingt, menschliche Identität über längere Zeit vorzugaukeln. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist Julia. Julia hängt in MUDs herum und agiert wie ein normaler menschlicher Nutzer. Allerdings kann Julia – als entsprechend unterwiesenes Programm – auch fachlich korrekte und tiefgehende Auskünfte über die Beschaffenheit des MUD geben. Große Hoffnungen werden auf individuell abgestimmte Assistenten gesetzt, die spezifische Frage- und Problemstellungen von Benutzern möglichst autonom bearbeiten können und dabei im besten Falle über ihr Expertenwissen und ihre Lernfähigkeit imstande sind, innovative Lösungswege anzubieten und alte Fehler zu vermeiden.“ (Arbeitspapier Bendel) Julia wurde um 1990 von Michael Loren Mauldin an der Carnegie Mellon University entwickelt, um einen „unsuspecting Turing Test“ durchzuführen. Von ihm stammt auch der Begriff „Chatterbot“, der dann zu „Chatbot“ wurde. Barry, ein MUD-Spieler, flirtete im Jahre 1992 zwei Wochen lang mit Julia und konnte auch nach all der Zeit nicht sicher sagen, ob sie ein Computerprogramm war oder nicht. Das Arbeitspapier von Oliver Bendel sieht den Übergang von Agenten als Programmen im Netzwerk zu persönlichen intelligenten Assistenten voraus. Diese Entwicklung vollzog sich vor allem in den letzten Jahren, auf der Grundlage von Large Language Models (LLMs).
Abb.: So sah ein MUD in jenen Tagen aus (Bild: GPT Image 2)
Oliver Bendel hat der Tagespost ein Interview zu Pflegerobotern gegeben. Der Artikel „Roboter gegen den Pflegenotstand“ von Sina Hartert erschien am 11. Juli 2026. Der in Zürich lebende Technikphilosoph forscht seit 2012 zu Pflegerobotern. Er richtete 2017 für die Daimler und Benz Stiftung den Ladenburger Diskurs zu Pflegerobotern aus. Die Teilnehmer waren Autoren des 2018 erschienenen Herausgeberbands „Pflegeroboter“ – bis zum Juli 2026 erzielte er über 574.000 Accesses auf Springer Nature Link. Im Jahre 2019 führte Oliver Bendel für die Daimler und Benz Stiftung das Berliner Kolloquium zum Thema durch. Mit dabei waren u.a. Michael Anderson und Susan Leigh Anderson, zwei Maschinenethiker aus den USA, Florian Coulmas, ein Japanexperte, und Armin Grunwald, Technikphilosoph aus Deutschland. Moderator war Christoph Keller von SRF. 2021 erschien der Herausgeberband „Soziale Roboter“ – bis zum Juli 2026 erreichte er über 415.000 Accesses auf Springer Nature Link. 2022 entwickelte Marc Heimann nach den Ideen von Oliver Bendel ein Moralmenü für einen Pflegeroboter. Der Patient kann seine moralischen und sozialen Vorstellungen mit Hilfe von Schiebereglern auf die Maschine übertragen. Oliver Bendel glaubt nicht, dass Roboter ein Mittel gegen den Pflegenotstand sind. Sie können aber Pflegekräfte und Pflegebedürftige unterstützen, sowohl als soziale Roboter als auch als Assistenzroboter. Der Artikel in der Tagespost kann über www.die-tagespost.de/leben/wirtschaft/roboter-gegen-den-pflegenotstand-art-276741 aufgerufen werden.
Abb.: Christoph Keller und Oliver Bendel beim Berliner Kolloquium (Foto: Daimler und Benz Stiftung)
In 1977, Queen released the album „News of the World“. It included catchy hits like „We Are the Champions“ by Freddie Mercury and heartfelt ballads like „All Dead, All Dead“ by Brian May. Its cover likely fascinated or disturbed many teenagers and adults at the time, a reaction that later found its way into popular culture – for example, in the animated sitcom „Family Guy“, where Stewie is terrified of it. The artwork depicts a gigantic humanoid robot holding two dead people in its right hand while blood drips from its left. Science fiction artist Frank Kelly Freas had already used a similar motif in one of his earlier works. Brian May has repeatedly emphasized that „News of the World“ represented a deliberate stylistic shift for the band – more direct, rawer, and more contemporary. The cover art clearly reflected that new direction. The guitarist has always been as passionate about science fiction as he is about the reality of outer space. In 2007, after a long interruption, he completed his Ph.D. at Imperial College London with a dissertation on interplanetary dust. A few months ago, he was interviewed for the book „RE:VIEW: Wozu die Menschheit retten? (RE:VIEW: Why Save Humanity?)“. The book’s first section features extensive ESA imagery from the AI-supported planetary defense mission Hera, complemented by works of AI-generated art. In the second section, Hera’s own AI system takes on the role of interviewer, conducting „thirty in-depth conversations with figures from the worlds of art, science, philosophy, and society“ (publisher’s description, own translation). In addition to Brian May – who was thus able to discuss both science fiction and the reality of space – the interviewees include, among others, the world’s first female space tourist Anousheh Ansari, „Interstellar“ visionary Paul Franklin, PETA founder Ingrid Newkirk, former Guns N‘ Roses guitarist Ron „Bumblefoot“ Thal, science fiction author Andreas Eschbach, artist Jonathan Meese, and technology philosopher and machine ethics expert Oliver Bendel. The book is being published by We Mind Publishing in collaboration with the agency Jung von Matt. It is already listed on Amazon, where extensive information about the book is now available, and is scheduled for release in September 2026.
Fig.: Oliver Bendel with the album „News of the World“
Im Jahre 1995 wurde die Electronic Mall Bodensee (EMB) gegründet. Träger war ein grenzüberschreitendes Konsortium unter Federführung der Universität St. Gallen (HSG) und des Kantonalen Amts für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) St. Gallen. Mit an Bord waren auch das Vorarlberger Technologie-Transferzentrum Dornbirn und die Universität Konstanz. Im Jahr darauf ging die Website online, bei der die wesentlichen Funktionen bereits vorhanden waren. Geprägt wurde das Projekt von Hans-Dieter Zimmermann (Universität St. Gallen) und Rainer Kuhlen (Universität Konstanz). Bereits 1995 veröffentlichten Josef Herget und Rainer Kuhlen den Artikel „Elektronische Märkte: Stand und Perspektiven dargestellt am Beispiel der Electronic Mall Bodensee“. Beteiligt waren an der Universität Konstanz auch Wolfgang Semar und Andrea Kroschel. Einzelne Recherchearbeiten führte Oliver Bendel durch. Mit ihm schrieb Rainer Kuhlen 1998 das Buch „Die Mondlandung des Internet“, worin die Aktivitäten von Politik und Parteien zur Bundestagswahl 1998 im Netz dokumentiert wurden. Die EMB sollte einen regionalen elektronischen Marktplatz darstellen, Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz miteinander vernetzen und öffentliche Informationen anbieten, etwa zu Tourismus, Kultur, Bildung, Wirtschaft oder Verwaltung. Zimmermann beschrieb die Electronic Mall als einen offenen elektronischen Marktplatz im Sinne der antiken Agora. Sie sollte nicht nur den Handel ermöglichen, sondern alle Formen des Informationsaustauschs und der Kommunikation zwischen kommerziellen und privaten Teilnehmern unterstützen. Wissenschaftlich, technisch und gesellschaftlich war die EMB visionär. Wirtschaftlich konnte sie sich aber nicht halten. Um 2002/2003 wurde der Verein zur Förderung der Electronic Mall Bodensee aufgelöst.
The Victory sign (V sign) first gained worldwide recognition during World War II as a symbol of victory before becoming the iconic gesture of the hippie movement, representing peace. Since then, it has become part of popular culture, appeared in business settings, and today remains a favorite pose among many people in Generation Z. One detail matters, especially in the UK: with the palm facing outward, the gesture means victory or peace. With the back of the hand facing outward, however, it is considered an offensive gesture. At ICSR + Art 2026 in London, Oliver Bendel (Generation X, FHNW School of Business) and Jana Figge (Generation Z, Hochschule Ruhr West) celebrated their presentations on social robots with the same gesture. Across generations, the Victory sign expressed shared success, relief, and the pleasure of seeing their work received with genuine interest by the research community. Do humanoid robots use the Victory sign as well? They certainly can perform expressive hand gestures, but a widely documented example of a robot intentionally using the V sign as a social gesture is surprisingly hard to find. Perhaps that is a small challenge for the next generation of social robots.
Fig.: Oliver Bendel and Jana Figge at ICSR + Art 2026 (Photo: Hooman Samani)
On June 19, 2024, Oliver Bendel gave a presentation at the IDEepolis 2024 conference in Stuttgart entitled „Es wird ein Mensch gemacht: Die Vision des universellen Roboters“ („A Human Is Being Made: The Vision of the Universal Robot“). The scholar of German studies and philosophy opened his talk with a quotation from Goethe’s „Faust II“: „MEPHISTOPHELES: Willkommen! es ist gut gemeint. WAGNER: Willkommen zu dem Stern der Stunde! Doch haltet Wort und Atem fest im Munde, Ein herrlich Werk ist gleich zustand gebracht. MEPHISTOPHELES: Was gibt es denn? WAGNER: Es wird ein Mensch gemacht.“ („MEPHISTOPHELES: Welcome! It is well meant. WAGNER: Welcome to the star of the hour! But hold your words and your breath, A magnificent work is about to be completed. MEPHISTOPHELES: What is it then? WAGNER: A human is being made.“). Oliver Bendel then explained what general-purpose robots are and how they could evolve into universal robots. He also discussed androids such as Harmony. At ICSR 2026, he encountered Euclid, another android, developed by Dr. Carl Strathearn, Assistant Professor of Computer Science, and Emilia Sobolewska, Lecturer and Researcher. It was Emilia Sobolewska who, in the Debate Hall of the Senate House, playfully twirled a piece of facial skin before placing it into the hands of the session participants. Oliver Bendel kneaded the face in his hands and thought: „Es wird ein Mensch gemacht!“ („A Human Is Being Made!“). The article based on the presentation will be published later in 2026 in the book „Mensch – Maschine revisited“ („Human – Machine Revisited“), edited by Petra Grimm, Kai Erik Trost, and Oliver Zöllner.
Im Jahre 1999 wechselte Oliver Bendel von einem Institut in Trier an die Universität St. Gallen, auf eine Stelle als Projektleiter und Doktorand. Zunächst wollte er seine Arbeit über Lern- und Wissensportale schreiben. Schnell entschied er sich aber für ein anderes Thema. Seit jeher hatten es ihm Chatbots, Sprachassistenten und soziale Roboter angetan. Einige kannte er aus der Science-Fiction, einige auch aus eigener Anschauung und Anwendung. Faszinierend waren nicht nur die Dialogsysteme selbst, mit denen er bereits seit 1996 experimentierte, sondern auch die Visualisierungen und Verkörperungen. Er widmete sich pädagogischen Agenten, also Chatbots, Sprachassistenten und KI-Agenten in Lernumgebungen. Auch Systeme mit Emotionserkennung waren im Blick und erste soziale Roboter. Der Firma Artificial Life widmete er mehrere Seiten. Sie war ab 1999 mit Einstein bekannt geworden, einer Lernanwendung auf einer CD-ROM. Der Chatbot war mit einem realistisch aussehenden Avatar verbunden und führte durch das Leben und die Arbeit des berühmten Physikers aus Ulm. Anfang des neuen Jahrtausends kam die Firma mit einem weiteren Produkt in die Schlagzeilen, der virtuellen Freundin (Virtual Girlfriend) für das Handy, für das damals gerade eingeführte 3G-Netz. Man konnte sich um sie kümmern wie um ein Tamagotchi, das ein paar Jahre vorher auf den Markt gekommen war, und ihr Geschenke machen, natürlich kostspielige. Unter v-girl.com war sie jahrelang zu erreichen. Etliche Firmen hatten bereits Erfahrungen damit gesammelt, dass Benutzer die Chatbots mit ihren Avataren umwarben, sie fragten, wie alt sie sind, ob sie einen Freund haben, ob sie Interesse an einer Beziehung haben. Artificial Life setzte nun genau auf diese Beziehung und schuf ein ebenso visionäres wie problematisches Artefakt, darauf ausgelegt, weitgehende Abhängigkeit in einer einseitigen Beziehung herzustellen. Solchen Themen widmete sich Oliver Bendel dann in zahlreichen Artikeln und Buchbeiträgen. 2020 erschien sein Buch „Maschinenliebe“ bei Springer Gabler. Es fasste den damaligen Stand der Forschung zu Chatbots, Liebespuppen und Sexrobotern zusammen.
Abb.: Das Virtual Girlfriend im Jahre 2004 (Bild: Screenshot der Website von Artificial Life)
After four inspiring days, the 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) came to a close in London. Hosted at Senate House, part of the University of London in the heart of the city, the conference found a venue that proved to be far more than just a location. In retrospect, the building itself became one of the defining features of the event – its brain, its heart, and its stomach from beginning to end. Each morning, the distinctive silhouette of Senate House served as the landmark, guiding participants as they arrived. Throughout the day, the benches in the square outside became a place to relax between sessions, continue conversations, or simply enjoy a quiet moment in the middle of a busy conference schedule. Inside, every hall contributed its own unique atmosphere. The magnificent Crush Hall, with its grand staircase flanked by the ICSR banners, welcomed attendees and provided the setting for the artistic performances. The spacious Beveridge Hall hosted the main tracks, while the Chancellor’s Hall was home to the special sessions. The McMillan Hall became the social hub during coffee breaks and meals, where scientific discussions blended naturally with informal conversations. Finally, there was the Debate Hall, also known as the Senate Room, whose walls seemed to echo the spirit of past debates, disagreements, and reconciliations. This time, it witnessed encounters not only between people, but also between people and robots. For many visitors, the building was also familiar from popular culture. Senate House has appeared in several major productions, including „Batman Begins“, „The Dark Knight Rises“, „Fast & Furious 6“, „No Time to Die“, and „The Crown“, and is said to have inspired George Orwell’s depiction of the Ministry of Truth in „Nineteen Eighty-Four“. During ICSR + Art 2026, however, it became something different: a living space for science, art, and human interaction – and an unforgettable part of the conference itself.
Fig.: Jana Figge and Oliver Bendel in front of Senate House (Photo: Hooman Samani)
Der Playboy hat Ende Juli 2025 mit Prof. Dr. Oliver Bendel über Beziehungen mit Chatbots, Liebespuppen und Sexrobotern gesprochen. Die Playboy Special Edition erschien anlässlich der Ausstellung „SEX NOW“, die vom 5. September 2025 bis zum 3. Mai 2026 stattfand. Sie lag ab dem 11. September 2025 vor Ort im NRW-Forum Düsseldorf aus und konnte über die Website des Verlags erworben werden. Das Magazin ist ein Augenschmaus und zeigt Sprachlust auf allen Seiten. In „Große Kunst im Playboy“ findet sich eine „kleine Schau bedeutender bildnerischer Künstlerinnen und Künstler und ihrer Werke im Zeichen des Hasen“. Gezeigt werden Aktaufnahmen von Dalí bis Warhol. „Die Tabulose“ ist Beate Uhse, die laut Playboy „die sexuelle Revolution zur deutschen Normalität“ machte. Das Magazin bringt eine „Ode an eine Aufklärerin und Geschäftsfrau“. „Unser zweitbester Freund“ ist der Vibrator, dessen Kulturgeschichte „mehr über das Verhältnis zwischen den Geschlechtern“ erzähle „als jedes soziologische Lehrbuch“. In einem vierseitigen Beitrag ist ein dreiseitiges Interview mit Oliver Bendel abgedruckt, Technikphilosoph aus Zürich. Geführt hat es Christina Weiß. Im Inhaltsverzeichnis werden in diesem Zusammenhang „Sexgeräte“ erwähnt. Es geht um manchmal aufregende, stets einseitige Beziehungen mit Chatbots, Liebespuppen und Sexrobotern. Mit freundlicher Genehmigung des Chefredakteurs von Playboy Deutschland, Florian Boitin, kann der Beitrag seit dem 7. Juli 2026 hier heruntergeladen werden.