Die Forschungslandkarte des CC E-Learning

Die Forschungslandkarte des von Oliver Bendel geleiteten Competence Center E-Learning (CC E-Learning) der Universität St. Gallen aus dem Jahre 2001 zeigt auch 25 Jahre später eine hohe Aktualität. Die damaligen Forschungsfelder zu Strategien, Lernprozessen und Informationssystemen greifen zahlreiche Themen auf, die heute im Zusammenhang mit generativer KI erneut diskutiert werden: Akzeptanz, Return on Education, Geschäftsmodelle, kollaboratives Lernen, Performance Support, Mensch-Computer-Interaktion und Evaluation. Um die Jahrtausendwende forschte Oliver Bendel zu pädagogischen Agenten, die in einem weiten Sinne sowohl Chatbots als auch KI-Agenten umfassten. Dieses Thema berührte insbesondere die Bereiche Human-Computer Interface, E-Training, E-Collaboration und Just-in-Time E-Learning. Während sich die technologischen Möglichkeiten seither stark verändert haben, sind viele der zentralen Forschungsfragen geblieben: Wie lassen sich Lernprozesse wirksam unterstützen und neue Technologien pädagogisch und wirtschaftlich sinnvoll einsetzen? Wie kann man Wissen situationsgerecht bereitstellen? Aktuelle Beispiele für die Weiterentwicklung pädagogischer Agenten im Sinne von KI-Assistenten sind der KI-Tutor Khanmigo der Khan Academy, der Lernassistent Coursera Coach und der virtuelle Gesprächspartner Lily von Duolingo. Sie unterstützen individuelle Lernprozesse, beantworten Fragen, geben Rückmeldungen oder ermöglichen dialogbasierte Übungen. Zudem existieren KI-Agenten wie jene der Sprachlernplattform Praktika, die Lerndialoge führen, Lernfortschritte analysieren und Lernprozesse individuell planen.

Abb.: Die Webseite mit der Forschungslandkarte