Zehn Regeln für gute virtuelle Assistenten

2013 wurden für eine Maschine mit natürlichsprachlichen Fähigkeiten sieben Metaregeln entwickelt, an die sie sich halten sollte. Diese sind so aktuell wie nie zuvor, seit Google Duplex durch die Medien geistert und Entwickler wie Benutzer beschäftigt. Eine Regel des GOODBOT lautete, er solle dem Benutzer klarmachen, dass er eine Maschine ist, eine andere, er solle nicht lügen. Es folgte, ebenfalls im Kontext der Maschinenethik, das LIEBOT-Projekt (2016), mit dem Erkenntnisse zu Vertrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit, auch in Bezug auf Quellen, verbunden waren. Momentan entwickelt Oliver Bendel den BESTBOT. Alle drei Maschinen wurden im Rahmen der AAAI Spring Symposia (2016 – 2018) an der Stanford University sowie auf der ISAIM 2018 in Fort Lauderdale vorgestellt, der LÜGENBOT auch auf Konferenzen in Krakau (2016) und München (2016). Vor dem Hintergrund der bisherigen Projekte und in Anbetracht der jüngsten Entwicklungen – Google Assistant bzw. Duplex wurde erwähnt, aber auch Siri und Alexa haben neuartige Fähigkeiten – verfasste Oliver Bendel zehn Regeln (oder Metaregeln), die eine Diskussionsgrundlage sein sollen, mit Blick auf (auch moralisch) gute virtuelle Assistenten und Chatbots (die sozusagen eine Selbstverpflichtung abgeben). Sie sind insgesamt nicht erschöpfend (so wird etwa nicht auf die Stimme eingegangen), und sie sind jeweils nicht immer ausreichend, aber sie bieten Leitplanken und einen Ausgangspunkt für Richtlinien. Speziell für Sprachassistenten bietet sich das Moralmenü (MOME) an.

Abb.: Zehn Regeln für gute Maschinen

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  1. Ping: Ich bin nur eine Maschine |