Musk und Trump rücken vom Mars ab

Elon Musk rückt von seinem Ziel einer Marskolonie vorerst ab und setzt nun auf den Mond. Dies berichteten Anfang Februar 2026 mehrere Medien, etwa der Tages-Anzeiger. Auf X erklärte der SpaceX-Chef, der Aufbau einer sich selbst versorgenden Stadt auf dem Erdtrabanten sei realistischer und deutlich schneller umsetzbar: Innerhalb von weniger als zehn Jahren könne eine Mondstadt entstehen, während eine Marskolonie mehr als 20 Jahre benötigen würde. Als Hauptgrund nennt Musk die einfachere Erreichbarkeit des Monds. Während Starts zum Mars nur alle 26 Monate möglich seien und die Reise rund sechs Monate dauere, könne der Mond alle zehn Tage innerhalb von zwei Tagen erreicht werden. Langfristig schließt Musk den Mars jedoch nicht aus. Dass er den Mond bisher links liegen ließ, sorgte bei Experten für Stirnrunzeln. Die strategische Neuausrichtung passt auch zur aktuellen Weltraumpolitik der USA. Präsident Donald Trump hat angekündigt, im Rahmen des Artemis-Programms (an dem auch SpaceX beteiligt ist) bis 2028 wieder Astronauten zum Mond zu schicken. Damit rückt dieser erneut ins Zentrum der ambitionierten Raumfahrtpläne von Politik und Weltraumwirtschaft.

Abb.: Eine Stadt auf dem Mond?