Die Rückkehr des Lake Manly

Lake Manly ist ein See, der sich im Pleistozän im Gebiet des heutigen Death Valley in Kalifornien befand. Im März 2026 war er zurückgekehrt, wie bereits in den beiden Jahren zuvor. Im Badwater Basin, wo normalerweise eine Salzschicht den Boden bedeckt, bildete sich ein flacher See. Im Frühjahr 2024 war das Naturschauspiel besonders eindrucksvoll gewesen. Die Besucher spazierten auf den verbleibenden Graten der Salzkruste hinaus, und es sah aus, als würden sie über das Wasser gehen. Die starken Regenfälle ließen in allen drei Jahren nicht nur den See entstehen, sondern auch das Blütenmeer der Wüstenblumen. Normalerweise ist es karg und heiß. Den heißesten Ort der Erde beschrieb schon Karl May in seinem Roman „Im Tal des Todes“. Winnetou und Old Firehand helfen einer deutschen Auswandererfamilie gegen Verbrecher. Tagelang reiten sie durch die unwirtliche, lebensfeindliche Landschaft. Vor 150.000 Jahren erreichte Lake Manly eine Länge von 150 Kilometern und eine Tiefe von 180 Metern. Aber vermutlich konnten ihn nur einige Tiere bewundern. Der frühe Mensch war noch in Afrika.

Abb.: Drei Menschen im Lake Manly im Jahre 2024