Über die KI-Scham

„KI-Scham (KI-Schamgefühl) ist das Gefühl der Scham oder des Unbehagens, das sich einstellt, wenn man generative KI („KI“ steht für „künstliche Intelligenz“) privat oder beruflich nutzt. Die Betroffenen haben Angst davor, beim Vortäuschen und Betrügen erwischt zu werden oder dabei, etwas zu tun, was in ihrer Peergroup abgelehnt wird, etwa aus Gründen des Umweltschutzes oder der Konzerndominanz. Eine Rolle spielt auch die Befürchtung, als weniger kompetent oder kreativ angesehen zu werden sowie die eigene Denkleistung zu reduzieren und zu substituieren.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „KI-Scham“ von Oliver Bendel, der am 7. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgt der Abschnitt „Hintergrund „. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „KI-Scham könnte ein vorübergehendes oder ein dauerhaftes Gefühl sein, das ein Individuum oder ein Kollektiv ergreift. Gegen die massenhafte Verbreitung von AI Slop und LinkedIn-Lyrik regt sich seit Mitte der 2020er-Jahre deutlicher Widerstand. Informationsethik (mitsamt KI-Ethik) und Medienethik beschreiben das Verhältnis zwischen der generativen KI, dem damit generierten Content und dem Benutzer und unterbreiten Vorschläge, um dessen informationelle und persönliche Autonomie zu erhalten. KI-Scham entsteht oft nicht durch objektives Fehlverhalten, sondern durch subjektive Verunsicherung angesichts noch ungeklärter gesellschaftlicher Normen für den Einsatz generativer KI und die Bewertung von Eigenleistung.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ki-scham-178079 aufgerufen werden.

Abb.: Über die KI-Scham