„Bei außerirdischem Leben handelt es sich um Lebensformen, die nicht von der Erde stammen. Ob solche überhaupt existieren, gehört zu den offenen Fragen der Wissenschaft und damit der Astrobiologie. Der Begriff schließt einfachste Mikroorganismen ebenso ein wie komplexe Lebensformen oder kollaborative, intelligente Zivilisationen. Grundlage der Forschung in der Astrobiologie ist zunächst das auf die Erde bezogene Verständnis von Leben, das auf bestimmten chemischen und physikalischen Bedingungen basiert, etwa dem Vorhandensein flüssigen Wassers, organischer Moleküle, stabiler Energiequellen und einer relativ konstanten Umgebung. Es gilt aber, weitere Erscheinungsformen in Betracht zu ziehen.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Außerirdisches Leben“ von Oliver Bendel, der am 2. Oktober 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Methoden und Strategien“, „Philosophie und Naturwissenschaften“ und „Science-Fiction“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Entdeckung außerirdischen Lebens, selbst in einfachster Form, hätte weitreichende Konsequenzen für Wissenschaft, Gesellschaft und Philosophie. Sie würde das bisherige Alleinstellungsmerkmal der Erde hinterfragen und die Vorstellungen über Biologie und Evolution erweitern. Die Aussicht auf intelligentes außerirdisches Leben wirft darüber hinaus Fragen nach Kommunikation, Kultur und Verantwortung auf, nicht nur im Bereich der wissenschaftlichen Praxis, sondern auch in der politischen und moralischen Reflexion. In diesem Zusammenhang wäre eine Alienethik zu begründen. Der First Contact könnte ein ebenso aufregendes wie einschneidendes Erlebnis sein, auf einer ähnlichen Stufe wie das Erwachen der Maschinen, also das Entstehen von Bewusstsein in ihnen. Vermutlich wird der Mensch aber höchstens Signale von Zivilisationen empfangen, die dann längst untergegangen sind.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ausserirdisches-leben-178244 aufgerufen werden.
„Roboterprogrammierung ist die Programmierung von Industrie- und Servicerobotern sowie sozialen Robotern mit Hilfe unterschiedlicher Verfahren, die sich nach Typ, Aufgabe und Einsatzgebiet richten. Sie dient dazu, Bewegungen, Aktionen, Reaktionen und andere Verhaltensweisen festzulegen, zu steuern und aufeinander abzustimmen. Dabei verbindet sie die Software mit den elektronischen und mechanischen Komponenten des Roboters bzw. mit seiner Sensorik und Aktorik. Das Programm bestimmt Bewegungsabläufe, die Verarbeitung von Sensordaten und die Ansteuerung von Werkzeugen oder anderen Endeffektoren sowie bei bestimmten Servicerobotern und bei sozialen Robotern Äußerungen und Töne.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterprogrammierung“ von Oliver Bendel, der am 16. September 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Sprachen und Methoden“ und „Bedingungen und Aspekte“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterprogrammierung ist in der KI-Ära bzw. im Robozän zahlreichen Veränderungen unterworfen. Klassische Programmierverfahren werden zunehmend durch No-Code-Systeme, maschinelles Lernen, generative KI und weitere KI-basierte Verfahren ergänzt. Damit verändert sich auch der Beruf des Roboterprogrammierers: Einzelne Tätigkeiten können automatisiert werden, während neue Anforderungen etwa bei Integration, Überwachung, Sicherheit und Qualitätssicherung entstehen.“ Es schließen sich ethische Überlegungen an. Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterprogrammierung-178170 aufgerufen werden.
Abb.: Einer der Unitree-Go2-Roboter von Oliver Bendel (Foto: Josip Jukic)
„Ein Roboterschwarm besteht aus autonomen Drohnen, Boden- oder Unterwasserrobotern, die lokal miteinander und mit ihrer Umgebung interagieren und dadurch ein kollektives Verhalten hervorbringen. Die Steuerung erfolgt dezentral. Vorbilder sind etwa Ameisen- und Bienenvölker, Vogel- und Fischschwärme oder auch Herden von Säugetieren. Roboterschwärme vermögen große Gebiete parallel abzudecken und gelten als skalierbar und robust gegenüber dem Ausfall einzelner Einheiten. Dies spielt bei Überwachung, Erkundung und Bearbeitung eine wichtige Rolle, etwa in Forschung, Landwirtschaft, Katastrophenschutz und Militär.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterschwarm“ von Oliver Bendel, der am 16. September 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgt der Abschnitt „Beispiele“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Roboterschwärme sind Beispiele für die Dual-Use-Problematik. Informationsethik und Roboterethik untersuchen Chancen und Risiken ihrer Verwendung. So können einerseits Aufgaben mit hoher Geschwindigkeit und Erfolgsquote gelöst werden. Andererseits besteht die Gefahr, dass Schwärme von Robotern im Krieg zu psychologischen Belastungen sowie zur Verstärkung und Ausbreitung algorithmischer Fehlentscheidungen führen. Zentral ist die Frage, wer die Verantwortung trägt, wenn es Maschinen nicht können, und ob es menschliche Kontrolle (etwa durch Human in the Loop) braucht.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterschwarm-178165 aufgerufen werden.
Abb.: Mobile S-bots im Schwarm (Foto: Francesco Mondada/Michael Bonani/CC BY-SA 3.0)
„Allzweckroboter sind Roboter, die für alle möglichen (nicht unbedingt für alle) Zwecke eingesetzt werden können, etwa in der Fabrik oder im Haushalt. Im Englischen nennt man sie ‚general-purpose robots‘ oder ‚all-purpose robots‘. Man kann sie als Vorstufen universeller Roboter ansehen oder sie, weniger überzeugend, mit diesen gleichsetzen. ‚Allzweckroboter‘ ist ein Marketingbegriff, hat sich aber auch in der Wissenschaft etabliert.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Allzweckroboter“ von Oliver Bendel, der am 16. September 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Merkmale“ und „Entwicklung“. Unter „Merkmale“ wird festgestellt: „Oft spricht man in diesem Zusammenhang von humanoiden Robotern. Tatsächlich sind Allzweckroboter i.d.R. menschenähnlich gestaltet. Allerdings gibt es seit den 1930er-Jahren zahlreiche unterschiedliche humanoide Roboter, vom ‚Urvater‘ namens Elektro über die sozialen Roboter NAO und Pepper, Flaggschiffe ihrer Disziplin, bis hin zu Androiden wie Sophia, Harmony und Moya. Man sollte also Allzweckroboter nicht mit humanoiden Robotern in eins setzen.“ In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Allzweckroboter sollen nicht nur in der Fabrik, sondern auch im Haushalt reüssieren. Dabei ist unklar, ob sie die notwendige Akzeptanz finden. Sie beanspruchen Ressourcen wie Raum und Energie, und durch ihre Größe und Menschenähnlichkeit können sie Menschen verunsichern und abschrecken.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/allzweckroboter-178183 aufgerufen werden.
Abb.: Der Allzweckroboter NEO (Foto: 1X/Courtesy of 1X)
„Eine Roboterquote zieht eine Beschränkung der Anzahl oder die Verbannung von Robotern in bestimmten Räumen nach sich. Menschen und Tiere sollen sich dort frei bewegen können, ohne z.B. auf Serviceroboter oder soziale Roboter zu treffen, mit denen sie kollidieren oder die sie detektieren und analysieren könnten. Auch ein Verbot von robotischer Arbeit kann dazugehören, um menschliche Arbeit zu schützen.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Robozän“ von Oliver Bendel, der am 16. September 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgt der Abschnitt „Hintergrund“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Eine Roboterquote ist angelehnt an eine Frauenquote oder eine Geschlechterquote. Auch bei ihr geht es darum, bestimmte Menschen zu schützen oder zu fördern, nämlich alle, die von der Existenz, der Präsenz und der Aktivität von Robotern und Physical AI betroffen oder bedroht sind. Das kann man als unzulässige oder als notwendige Intervention ansehen. Die Roboterethik fragt danach, wie und wo eine Roboterquote eingeführt werden könnte, ohne dass die Risiken die Chancen übertreffen, die Wirtschaftsethik danach, wie man bei solchen Maßnahmen die Innovationskraft von Unternehmen erhält, wobei man aus der Diskussion um die Robotersteuer lernen mag.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterquote-178168 aufgerufen werden.
Abb.: Miroka und ihr Schöpfer bei der ICSR in Neapel
„Der halb scherzhaft, halb ernst gemeinte Begriff des Robozäns steht für die auf das Anthropozän womöglich nachfolgende Epoche, in der Roboter und Systeme mit künstlicher Intelligenz (KI) mit uns in allen wesentlichen Bereichen koexistieren, kooperieren und kollaborieren und für das Überleben von Lebewesen unverzichtbar geworden sind. Das Anthropozän ist das Zeitalter, das vom Menschen geprägt und in dem Natur in Kultur überführt ist.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Robozän“ von Oliver Bendel, der am 16. September 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgt der Abschnitt „KI-Ära und Robozän“. An dessen Ende ist zu lesen: „‚Der Mensch erscheint im Holozän‘ – so betitelte einst Max Frisch seine Erzählung von 1979. Mehrere Science-Fiction-Bücher und -Filme sagen voraus, dass der Mensch im Robozän verschwindet.“ In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik widmet sich dem Miteinander und Gegeneinander von Mensch und Maschine im Robozän. Autonome Systeme und KI-Tools können im moralischen Sinne keine Verantwortung übernehmen und keine Rechte haben. Zugleich formen ihre auf Algorithmen basierenden Entscheidungen – bei solchen mit moralischen Implikationen ist die Maschinenethik im Spiel – immer mehr die ökonomischen und sozialen Gegebenheiten und unterstützen sie mit ihren Fähigkeiten die Möglichkeiten des Homo faber und das Überleben des Homo sapiens in einer zunehmend unwirtlichen Welt. Vielleicht kann man in diesem Sinne den Prophezeiungen der Science-Fiction zumindest ein Stück weit entkommen.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/robozaen-178167 aufgerufen werden.
Abb.: Oliver Bendel und der Android Euclid (Foto: Nihan Karataş)
„Als Fellroboter können Roboter bezeichnet werden, deren Körper ganz oder teilweise mit künstlichem Fell bedeckt ist. Dieses hat dabei nicht nur eine ästhetische Funktion, sondern kann den technischen Charakter des speziellen Artefakts in den Hintergrund treten lassen, es lebensechter und lebewesenähnlicher erscheinen lassen und zur Berührung anregen. Fellroboter können soziale Roboter oder Wearable Social Robots sein, sind aber nicht mit Softrobotern gleichzusetzen, denn unter dem weichen Fell kann sich eine weitgehend starre mechanische Konstruktion befinden.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Fellroboter“ von Oliver Bendel, der am 16. September 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgt der Abschnitt „Beispiele“: „Bekannte Beispiele sind Furby, ein seit Ende der 1990er-Jahre angebotenes interaktives Roboterspielzeug, und Paro, ein einer Babysattelrobbe nachempfundener Therapieroboter. Neuere Beispiele sind Qoobo, ein kissenartiger Roboter mit beweglichem Schwanz, Moflin, ein kleines KI-basiertes Robotertier, Cupboo AI Robotic Pet (Boo Boo oder Booboo), ein fellbedeckter Begleitroboter, und Mirumi, ein kleiner Roboter, der sich beispielsweise an einer Handtasche befestigen lässt und auf Menschen in seiner Umgebung reagiert. Einige Fellroboter bringen Töne hervor oder sprechen sogar. So kann Boo Boo seinen Namen sagen.“ Den Abschluss bilden „Merkmale“ und „Kritik und Ausblick“. Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/fellroboter-178207 aufgerufen werden.
„Landwirtschaftsroboter werden in der Landwirtschaft eingesetzt, etwa in Tierhaltung und Pflanzenbau. Es handelt sich teilweise um stationäre, häufig aber um mobile Modelle. Viele sind teilautonom oder autonom und verwenden Systeme mit künstlicher Intelligenz (KI). Ihre Aufgaben reichen vom Melken von Kühen, Füttern von Rindern und Schweinen und Beobachten von Nutztieren über Bodenbearbeitung, Aussaat und Ernte bis hin zur Unkrautbekämpfung. Zudem sind autonome Schlepper und Mähmaschinen anzutreffen.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Landwirtschaftsroboter“ von Oliver Bendel, der am 16. September 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Beispiele“ und „Kritik und Ausblick“. Im letzteren heißt es: „Landwirtschaftsroboter bieten Chancen nicht nur im Kontext des Precision Farming. Sie können Vorgänge automatisieren und Arbeit erleichtern. Dies ist ein Thema für die Wirtschaftsethik, wie auch Risiken der Art, dass sie Arbeit in unbefriedigender Weise verändern oder ersetzen können. Bestimmte Ausprägungen normalisieren auch die intensive Landwirtschaft, womit sich u.a. Technikethik, Informationsethik, Roboterethik, Umweltethik und Tierethik befassen. Ansätze, mit denen Wildtiere erkannt, verschont und geschützt werden, können in die Bereiche der Maschinenethik und der Tier-Maschine-Interaktion fallen ….“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/landwirtschaftsroboter-178186 aufgerufen werden.
Abb.: Ein Beispiel für einen Landwirtschaftsroboter
Seit 2016 sind fünf „Keywords“-Bände von Oliver Bendel bei Springer Gabler erschienen, dazu ein weiterer, der gemeinsam mit Kollegen verfasst wurde, und zwei Neuauflagen. Am 2. September 2026 wurde der Vertrag für das – je nach Zählweise – sechste oder neunte Lexikon dieser Art geschlossen. Bis 2016 waren die „Keywords“-Bände ausschließlich vom Verlag selbst zusammengestellt worden, was auch später noch das übliche Verfahren war. Sie speisten sich aus Beiträgen, die im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht worden waren. Beispiele sind „222 Keywords Wirtschaftsgeografie“ oder „333 Keywords Arbeitsrecht“. Oliver Bendel führte seine eigenen „Keywords“-Bände ein, die aus seinen im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlichten Beiträgen und von ihm neu geschriebenen Texten bestanden. Es wurden Themen wie „Informationsethik“, „Digitalisierung“, „Soziale Robotik“, „Generative KI“ und „Weltraum“ abgedeckt. Der sechste Band wird den Titel „400 Keywords Robotik: Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive“ tragen. Insbesondere durch die philosophischen Betrachtungen hebt sich das Buch von anderen Grundlagenwerken ab. Es finden sich nicht nur Einträge wie „Allzweckroboter“, „Endeffektor“ und „Freiheitsgrad“, sondern auch solche wie „Schönheit“, „Kultur“ und „Robozän“. Das Lexikon wird Anfang 2027 auf den Markt kommen.
Abb.: Oliver Bendel in Windisch (Foto: Jork Weismann)
Von Ende Juli bis Ende August 2026 erschienen im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler sechs Beiträge von Oliver Bendel, die wesentliche Teile eines Roboters beschreiben, nämlich Roboterkopf, Roboterkörper, Roboterarme, Roboterhände, Roboterbeine und Roboterfüße. Während manche Teile typisch für viele Roboter sind, sind andere typisch für spezielle Modelle, etwa humanoide Roboter oder soziale Roboter. Begriff um Begriff wird der Roboter aufgebaut. Dabei wird je nach Beitrag auf weitere Komponenten und Phänomene verwiesen, wie auf Robot Enhancement oder Physical AI. Für das Wirtschaftslexikon von Springer Gabler schreibt der Technikphilosoph seit 2012. Seitdem sind ca. 300 Beiträge in den Bereichen Ethik, Technik und Wirtschaft entstanden. Der Ton ist stets sachlich, manchmal poetisch, was eine neue Note in das Wirtschaftslexikon gebracht hat. Das Anliegen ist stets, etwas greifbar und deutlich zu machen. So heißt es in der Einführung zu Physical AI: „Es geht nicht nur darum, teilautonome oder autonome Maschinen mit Hilfe von KI aufzuwerten und zu erweitern, wie im Falle von Gesichtserkennung, Gestikerkennung und Emotionserkennung oder von Chatbots für soziale Roboter, sondern darum, für die KI gleichsam einen Körper zu suchen, in dem sie sich entfalten und beweisen kann.“ Die sechs „Keywords“-Bände von Oliver Bendel, ebenfalls bei Springer Gaber erschienen, enthalten sowohl ausgewählte Beiträge aus dem Wirtschaftslexikon als auch neue Beiträge.
Abb.: Der Roboter entsteht Begriff um Begriff (Bild: GPT Image 2)
„Ein Roboterfuß ist der unterste Teil eines Roboters, etwa eines Cobots bzw. eines andersartigen Roboterarms, oder der Fuß eines animaloiden (tierähnlichen), humanoiden (menschenähnlichen) oder mythomorphen (nach Science-Fiction- oder Fantasyfiguren bzw. mythologischen Figuren gestalteten) Roboters. Im ersten Fall bildet der Roboterfuß die Basis des Roboterarms oder einer anderen robotischen Vorrichtung und dient deren Befestigung, im zweiten Fall wird das Roboterbein fortgeführt bzw. in das Endstück überführt. Bei animaloiden und humanoiden Robotern können alternativ oder supplementierend zu Beinen und Füßen u.a. Räder, Rollen oder Raupen vorhanden sein.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag “ Roboterfuß“ von Oliver Bendel, der am 28. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Er ergänzt u.a. die Beiträge zu „Roboterhand“ und „Roboterbeine“ … Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Generelle Merkmale von Generelle Merkmale von Roboterfüßen“ und „Spezielle Merkmale unterschiedlicher Typen“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik fragt danach, wie Roboterbeine beschaffen sein sollen, u.a. mit Blick auf angemessene oder überzogene Erwartungen und eine Vorbildfunktion. Die Roboterphilosophie wählt neben der ethischen Perspektive eine ästhetische und eine ontologische, etwa in Bezug darauf, wie weit Roboterfüße von menschlichen Füßen in Form, Farbe und Beweglichkeit abweichen können und sollen oder inwieweit sie – eigentlich leblos, aber vielleicht lebensecht – ein Objekt der Begierde sein können, ein Fetisch des Robozäns.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterfuss-178161 aufgerufen werden.
Abb.: Diese Füße des Unitree G1 stecken in Schuhen (Foto: Walder Wyss)
„Roboterbeine sind die Beine eines Roboters, die an einem Roboterkörper befestigt sind, mit der Hüfte als Verbindungselement und Roboterfüßen als Abschluss. Sie dienen dem Stehen, der Fortbewegung oder der Bewegung an einem Ort. Bei animaloiden (tierähnlichen) Robotern sind es meistens vier Beine, bei humanoiden (menschenähnlichen) Robotern zwei, ebenso bei mythomorphen Robotern, die Science-Fiction- oder Fantasyfiguren bzw. mythologischen Figuren nachempfunden sind – dabei hätte man hier alle Freiheit der Gestaltung und Umsetzung. Alternativ oder supplementierend können Räder, Rollen oder Raupen vorhanden sein.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterbeine“ von Oliver Bendel, der am 28. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Er ergänzt u.a. die Beiträge zu „Roboterarm“ und „Roboterhand“ … Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Hintergrund und Entwicklung von Roboterbeinen“, „Generelle Merkmale von Roboterbeinen“ und „Spezielle Merkmale unterschiedlicher Typen“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik fragt zusammen mit der Medizinethik danach, ob man menschliche Beine ersetzen darf, auch wenn keine medizinische oder ästhetische Notwendigkeit dafür besteht, und danach, wie Roboterbeine beschaffen sein sollen, u.a. mit Blick auf angemessene oder überzogene Erwartungen und eine Vorbildfunktion. Sie diskutiert Stereotype und Biases, z.B. sehr schlanke oder überlange Beine bei weiblichen Androiden oder gestählte Muskeln bei männlichen. Die Roboterphilosophie wählt neben der ethischen Perspektive eine ästhetische und eine ontologische, etwa in Bezug darauf, wie weit Roboterbeine von menschlichen Beinen in Form, Farbe und Beweglichkeit abweichen können und sollen oder inwieweit sie – eigentlich leblos, aber vielleicht lebensecht – ein Objekt der Begierde sein können.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterbeine-178154 aufgerufen werden.
„Ein Roboterkörper ist die physische Hülle und das mechanische Trägersystem eines Roboters, etwa eines klassischen Serviceroboters, eines modernen Allzweckroboters oder eines sozialen Roboters. Er kann Skelett oder Rahmen mitsamt Abdeckungen sowie Motoren, Gelenke und Sensoren umfassen. In einem weiteren Sinne ist der gesamte physische Aufbau gemeint, in einem engeren der Rumpf. Der Roboterkörper verbindet die elektrische bzw. elektronische Steuerung, darunter Systeme der künstlichen Intelligenz (KI), mit der realen Welt, damit die Maschine sich bewegen oder etwas greifen, ziehen und drücken kann.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterkörper“ von Oliver Bendel, der am 28. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Er ergänzt u.a. die Beiträge zu „Roboterkopf“ und „Roboterarm“ … Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Generelle Merkmale von Roboterkörpern“, „Spezielle Merkmale unterschiedlicher Typen“ und „Ansätze in Forschung und Entwicklung“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik fragt danach, wie ein Roboterkörper beschaffen sein soll, u.a. mit Blick auf angemessene oder überzogene Erwartungen und eine Vorbildfunktion. Sie diskutiert Stereotype und Biases, z.B. große Brüste und schmale Taillen bei weiblichen Androiden oder gestählte Muskeln bei männlichen. Die Roboterphilosophie wählt neben der ethischen Perspektive eine ästhetische und ontologische, etwa in Bezug darauf, wie weit ein Roboterkörper vom menschlichen Körper in Form, Farbe und Beweglichkeit abweichen kann und soll oder inwieweit er – eigentlich leblos, aber vielleicht lebensecht – ein Objekt der Begierde sein kann.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterkoerper-178132 aufgerufen werden.
„Ein Roboterkopf ist der Kopf eines Roboters, der auf einem Rumpf befestigt ist, oder ein Kopf, der ein Roboter ist. Ein dem Hals entsprechendes Verbindungsstück kann vorhanden sein und zur Beweglichkeit beitragen. Der Roboterkopf kann animaloid (tierähnlich), humanoid (menschenähnlich), mythomorph (nach einem Fantasy- oder Science-Fiction-Wesen oder einer mythologischen Figur) oder dinghaft gestaltet sein, durchgehend unter Wahrung wesentlicher Eigenschaften.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterkopf“ von Oliver Bendel, der am 13. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Er ergänzt u.a. die Beiträge zu „Roboterarm“ und „Roboterhand„. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Generelle Merkmale von Roboterköpfen“ und „Spezielle Merkmale unterschiedlicher Typen“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik fragt danach, wie ein Roboterkopf beschaffen sein soll, u.a. mit Blick auf angemessene oder überzogene Erwartungen und eine Vorbildfunktion. Sie diskutiert Stereotype und Biases, z.B. wenn vor allem weibliche Androiden mit bestimmten Eigenschaften entstehen. Die Roboterphilosophie wählt neben der ethischen Perspektive eine ästhetische und ontologische, etwa in Bezug darauf, wie weit ein Roboterkopf vom menschlichen Kopf in Form, Farbe, Beweglichkeit und Ausdruck abweichen kann und soll.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterkopf-178110 aufgerufen werden.
Abb.: Der Kopf von Ameca bei der ICSR 2026 in London
Eine frühe Verwendung des Worts „Maschinenliebe“ findet sich im Jahre 2016. Am 10. September hielt der Kunsthistoriker und Medienwissenschaftler Andreas Broeckmann auf der Düsseldorfer Konferenz „Cold Bodies, Warm Machines – Kunst und Technologie nach dem Menschen“ eine Keynote mit dem Titel „Maschinenliebe und Geschwisterkampf. Über die Beziehung von Menschen und Technik“. „Der Vortrag diskutierte verschiedene Maschinenkonzepte und machte einen Vorschlag für ein Diagramm, nach dem ‚die Maschine‘ als Ausdruck eines technologischen Paradigmas verstanden werden kann, das nicht so sehr posthumane als vielmehr ganz menschliche Begehren projiziert.“ (Website Medienwerk) Der erste bekannte Gebrauch von „Maschinenliebe“ im Kontext erotischer Mensch-Maschine-Beziehungen ist die Überschrift eines am 7. März 2018 bei Telepolis erschienenen Beitrags von Klaus Benesch. Es gibt allerdings keinen Beleg dafür, dass der deutsche Amerikanist selbst das vielschichtige und anspielungsreiche Wort gewählt hat, denn dieses kommt ausschließlich im Titel, nicht aber im Text vor. Ein möglicher Urheber ist der damalige Telepolis-Chefredakteur Florian Rötzer, der just an jenem Tag zum Telepolis-Salon „Sexbots: Neue Formen der Liebe, oder doch nur die alte Lust an der Selbstbefriedigung?“ eingeladen hatte. Unabhängig davon wurde der Begriff in wissenschaftlicher Hinsicht von Oliver Bendel geprägt. Der Technikphilosoph aus Zürich, seit 2015 in der Forschung zu Sexrobotern, wählte „Maschinenliebe“ als Titel für einen von ihm herausgegebenen Sammelband über Liebespuppen und Sexroboter, der 2020 bei Springer Gabler erschien. Im einleitenden Beitrag „Eine Annäherung an Liebespuppen und Sexroboter: Grundbegriffe und Abgrenzungen“ wird der Ausdruck zur Charakterisierung des Verhältnisses zwischen Mensch und Maschine verwendet. Unterschieden werden soll die „eigentliche von einer scheinbaren Maschinenliebe“. Inzwischen taucht der Ausdruck verschiedentlich in der Kunst, in der Literatur und in den Medien auf. Der in Zürich ansässige Musiker Kneubühler (David Mehr) veröffentlichte am 21. November 2024 ein Album mit dem Titel „Maschinenliebe“, das auch das gleichnamige Stück enthält – laut Ankündigung der Kulturtage Schaffhausen 2025 „ein Album über die Beziehung zwischen Mensch und Maschine, über Prozessoptimierung, Technologie als Ersatzreligion und das irritierende Schaudern, wenn man plötzlich tiefe Sympathie für einen Chatbot empfindet“. Im Tages-Anzeiger vom 16. Juli 2026 ist „Maschinenliebe“ das Schlüsselwort des Teasers eines Artikels von Martin Zips über symbolische Hochzeiten zwischen humanoiden Robotern.
Abb.: Eine Liebespuppe im Cybrothel in Berlin (Foto: Cybrothel)
„KI-Scham (KI-Schamgefühl) ist das Gefühl der Scham oder des Unbehagens, das sich einstellt, wenn man generative KI („KI“ steht für „künstliche Intelligenz“) privat oder beruflich nutzt. Die Betroffenen haben Angst davor, beim Vortäuschen und Betrügen erwischt zu werden oder dabei, etwas zu tun, was in ihrer Peergroup abgelehnt wird, etwa aus Gründen des Umweltschutzes oder der Konzerndominanz. Eine Rolle spielt auch die Befürchtung, als weniger kompetent oder kreativ angesehen zu werden sowie die eigene Denkleistung zu reduzieren und zu substituieren.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „KI-Scham“ von Oliver Bendel, der am 7. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgt der Abschnitt „Hintergrund „. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „KI-Scham könnte ein vorübergehendes oder ein dauerhaftes Gefühl sein, das ein Individuum oder ein Kollektiv ergreift. Gegen die massenhafte Verbreitung von AI Slop und LinkedIn-Lyrik regt sich seit Mitte der 2020er-Jahre deutlicher Widerstand. Informationsethik (mitsamt KI-Ethik) und Medienethik beschreiben das Verhältnis zwischen der generativen KI, dem damit generierten Content und dem Benutzer und unterbreiten Vorschläge, um dessen informationelle und persönliche Autonomie zu erhalten. KI-Scham entsteht oft nicht durch objektives Fehlverhalten, sondern durch subjektive Verunsicherung angesichts noch ungeklärter gesellschaftlicher Normen für den Einsatz generativer KI und die Bewertung von Eigenleistung.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ki-scham-178079 aufgerufen werden.
„Eine Roboterhand ist der Endeffektor eines Robotersystems, der einer menschlichen Hand ähnelt. Es sind typischerweise fünf Finger vorhanden, mindestens aber drei, zudem jeweils mehrere Gelenke und die Fähigkeit zu verschiedenen Griffarten und zur Bewegung von einzelnen Fingern. Auch die Gegenüberstellung (Opposition) von Fingern wird oft erreicht, vor allem mit dem Daumen, und damit ein fester und sicherer Greifvorgang. Greifer mit zwei Fingern werden nur bei einem weiten Begriff als Roboterhände bezeichnet.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterhand“ von Oliver Bendel, der am 7. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Einteilung“, „Entwicklung“ und „Bedeutung“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Das Design humanoider Roboter wird mit Blick auf ihre Funktion hinterfragt. Insbesondere Kopf und Gesicht werden nicht in allen Anwendungsbereichen als notwendig angesehen, genauso wenig die Beine. Bei den Händen ist die Diskussion vielschichtiger. In der Industrie reichen häufig Drei-Finger-Greifer. Hier kann man die Umgebung und die Werkzeuge auch an die Roboter anpassen. Im Haushalt, im Büro oder im Einzelhandel dürften meist Fünf-Finger-Systeme vorteilhaft sein, denn hier trifft man auf zahlreiche Artefakte, die für die Interaktion mit Menschen entstanden sind. Dazu kommt, dass eine Hand mit drei Fingern in solchen Kontexten als unvollständig angesehen werden kann.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterhand-178078 aufgerufen werden.
Abb.: Menschliche und robotische Hände bei der ICSR 2025 in Neapel
Vor 25 Jahren wurde im Lexikon der Wirtschaftsinformatik von Springer die Definition des Begriffs des Avatars veröffentlicht. Sowohl Gamer als auch User stießen damals regelmäßig auf dieses Phänomen, wenn sie sich in virtuellen Welten bewegten und mit Menschen und Chatbots interagierten und kommunizierten. „Avatar“ stamme, so Oliver Bendel, aus dem Sanskrit, wo er die Gestalt bezeichne, „in der sich ein (hinduistischer) Gott auf der Erde bewegt“. Es handelt sich also um eine Hülle, eine Verkleidung, einen Stellvertreter – man will unerkannt bleiben. „Im Computerbereich hat sich der Begriff durchgesetzt für grafisch, teils dreidimensional realisierte virtuelle Repräsentationen von realen Personen oder Figuren.“ Zunächst wird der erste Typ erläutert, der sich auf Personen, etwa Benutzer, bezieht: „Avatare finden zum einen Verwendung in kollaborativ genutzten virtuellen Räumen wie Chats, Internet-Spielwelten (MUDs und MOOs), webbasierten Lern- und Arbeitsumgebungen und kommerziellen 3D-Anwendungen. Sie fungieren dort als sichtbare und teils auch bewegliche und manipulierbare Stellvertreter eines Benutzers. Avatare dieser Art können ein menschliches Aussehen haben, aber auch jede beliebige andere Gestalt und Form. Als Stellvertreter realer Personen haben sie kaum autonome Züge.“ Dann wird der zweite Typ erklärt: „Avatare können zum anderen eine beliebige Figur mit bestimmten Funktionen repräsentieren. Solche Avatare treten – beispielsweise als Kundenberater und Nachrichtensprecher – im Internet auf oder bevölkern als Spielpartner und -gegner die Abenteuerwelten von Computerspielen.“ Sie haben, so der Autor, häufig ein anthropomorphes Äußeres und eigenständige Verhaltensweisen oder sogar einen regelrechten Charakter. Der Beitrag wurde im Jahre 2000 verfasst. Das Lexikon erschien im Jahre 2001. Zum letzten Mal übrigens, denn das Lexikonsterben hatte begonnen. Ein Grund dafür war Wikipedia, ein ebenso zweifelhaftes wie durchsetzungsstarkes Projekt. Die Definition hat immer noch Bestand. Hinzufügen kann man, dass man inzwischen auch physische Stellvertreter als Avatare bezeichnen kann. Wissenschaftler in Italien (wie Daniele Pucci) oder in Japan (wie Hiroshi Ishiguro) arbeiten an Umsetzungen. Auch manche Large Language Models legen sich Hüllen zu, wenn man an Grok denkt, wobei sich viele Benutzer eher für das Hüllenlose von Ani interessieren dürften.
Abb.: Die Website von Artificial Life im Jahre 2002 ohne die obere Newsleiste
„Ein Roboterarm ist ein Roboter, der im Wesentlichen aus einem Arm besteht, oder der Arm eines Roboters. Im ersten Fall handelt es sich meist um eine Maschine, die in Produktion und Logistik eingesetzt wird, etwa einen klassischen Industrieroboter oder einen Kooperations- und Kollaborationsroboter (Cobot). Im zweiten Fall ist es oft ein Serviceroboter oder ein sozialer Roboter. Während ein Industrieroboter mit seinem einzelnen Arm kaum wie ein Lebewesen erscheint, ist dies bei Servicerobotern oder sozialen Robotern mit zwei Armen anders. Dazu kommt gegebenenfalls die hydraulische, pneumatische oder elektrische Roboterhand, die der menschlichen Hand ähnelt.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 29. Juli 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Eigenschaften und Bestandteile“, „Einsatzbereiche und -zwecke“ und „Kritik und Ausblick“. Gegen Ende heißt es: „Ein Roboterarm hat sich bei Industrie- und Servicerobotern als hervorragende Gestaltungsform für physische Manipulation erwiesen. Bei sozialen Robotern und humanoiden Robotern spielt die menschliche Anmutung mitsamt Gestik und Berührungs- und Umarmungsfähigkeit eine Rolle. Robotische Vierbeiner können mit einem Roboterarm – montiert auf dem Rücken – an Funktionsumfang gewinnen, ebenso Roboterautos, die damit etwa Lebensmittel oder Gegenstände entgegennehmen und verstauen können.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterarm-178051 aufgerufen werden.
„Ein Robotereinsatz ist ein Einsatz von Robotern in der Industrie oder bezogen auf einen Service. Dabei kommen unterschiedliche Größen und Arten vor. Wenn die Roboter etwas physisch manipulieren sollen, verfügen sie über einen Arm und einen Greifer oder eine Hand. Man kann von einem hohen, erhöhten oder übermäßigen Robotereinsatz sprechen, womit man vergleicht oder wertet. Ein Robotereinsatz ist ein Schritt innerhalb der Automatisierung und mündet in eine mehr oder weniger umfangreiche Automation. Die Roboterdichte ist die Anzahl der in einem Land oder in einer Region installierten Industrieroboter bezogen auf eine bestimmte Zahl von Beschäftigten. Für Serviceroboter fehlt eine Kennzahl dieser Art.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 23. Juli 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Anwendungsbereiche“ und „Kritik und Ausblick“. Am Ende heißt es: „Gegen einen übermäßigen Robotereinsatz entsteht zuweilen Widerstand unter den Betroffenen, die zu Maschinenstürmern werden. Die Wirtschaftsethik untersucht zusammen mit der Informationsethik und der Roboterethik, ob der Robotereinsatz bestimmte Branchen gefährdet, Tätigkeiten verändert oder entwertet und Arbeitsplätze bedroht. Die Roboterphilosophie eröffnet neben der ethischen eine ästhetische und eine ontologische Dimension und fragt nach der Gestaltung und dem Wesen von Robotern, ohne dabei dem Anthropomorphismus anheimzufallen.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/robotereinsatz-178033 aufgerufen werden.
Abb.: Ein Robotereinsatz bei Off the Record in Zürich (Foto: Walder Wyss)
Oliver Bendel hat seit 2012 eine Reihe von Begriffen und Konzepten in die wissenschaftliche Diskussion eingeführt oder wesentlich geprägt, insbesondere in der Maschinenethik, der Sozialen Robotik und der Technikphilosophie. Die Münchhausen-Maschine (Munchausen Machine) bezeichnet eine unmoralische Maschine, die systematisch Unwahrheiten erzeugt oder verbreitet: Der LÜGENBOT (LIEBOT) ist eine konkrete Ausprägung davon. Er ist ein von Bendel konzipierter und prototypisch realisierter Chatbot, der systematisch lügt. Damit wurden die Möglichkeiten, Gefahren und ethischen Implikationen täuschender Dialogsysteme erforscht. Der umgekehrte Cyborg (Reversed Cyborg, Inverted Cyborg) beschreibt das Gegenstück zum klassischen Cyborg: Es werden keine technischen Strukturen in biologische eingefügt, sondern biologische in technische. „Robot Enhancement“ bezeichnet die gezielte Erweiterung und Verbesserung von Robotern durch zusätzliche sensorische, motorische, kognitive oder kommunikative Fähigkeiten und bildet das Gegenstück zum Human Enhancement. Ein Wearable Social Robot ist ein sozialer Roboter, der am Körper getragen oder an der Kleidung befestigt wird und seinen Benutzer durch Kommunikation, Assistenz oder soziale Interaktion im Alltag begleitet. Mit der mythomorphen Gestaltung beschreibt Bendel einen Gestaltungsansatz für Roboter, bei dem nicht Menschen oder Tiere, sondern Figuren aus Mythologie, Fantasy oder Science-Fiction als Vorbilder dienen. Die Animal-Machine Interaction (Tier-Maschine-Interaktion) bezeichnet ein von Bendel nicht erfundenes, aber geprägtes Forschungs- und Anwendungsfeld, das die Interaktion zwischen Tieren und Maschinen systematisch untersucht und dabei sowohl technische als auch ethische Fragestellungen berücksichtigt. Es geht vor allem um die Gestaltung von Maschinen, nicht um die Erforschung von Tieren, bis hin zur Entwicklung tierfreundlicher Maschinen. Dabei spielt auch die Maschinenethik eine Rolle. Die Stellvertretermaschine mit einer Stellvertretermoral ist ein Konzept der Maschinenethik, bei dem eine Maschine von Menschen vorgegebene moralische Regeln stellvertretend ausführt, ohne selbst über Bewusstsein oder Verantwortlichkeit zu verfügen. Weitere wichtige Ansätze in dieser Disziplin sind annotierte Entscheidungsbäume und Moralmenüs.
Abb.: Oliver Bendel in Windisch (Foto: Jork Weismann)
„Ein Android (oder Androide) ist eine menschengleiche bzw. -ähnliche Maschine oder ein künstlicher Mensch. Ein weiblicher Android wird manchmal auch als Androidin oder als Gynoid (alternativ Gynoide) bezeichnet. Zumeist handelt es sich um einen Roboter, zumindest einen Automaten. Wenn etwas humanoid oder anthropomorph ist, ist es von menschlicher Gestalt bzw. menschenähnlich, was Verhalten, Mimik, Gestik und Sprache mit einschließen kann. Damit humanoide Automaten und Roboter als Androiden gelten können, müssen sie Menschen täuschend ähnlich sein.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 17. Juli 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Ideen- und Entwicklungsgeschichte“ und „Modelle des 20. und 21. Jahrhunderts“, worin historische und aktuelle Prototypen und Produkte aufgeführt werden, sowie „Kritik und Ausblick“. Darin heißt es: „Die Roboterethik untersucht, ob man Androiden überhaupt in die Welt bringen sowie Stereotype wiedergeben oder brechen sollte und ob sie zu hohe Erwartungen wecken, die dann nicht erfüllt werden können, was sich in Frustration, in der Verringerung von Akzeptanz und im Uncanny-Valley-Effekt zeigen kann. Die Maschinenethik versucht ihnen für ihre Akte und Sprechakte moralische Regeln einzupflanzen, nicht zuletzt um Vorgaben und Erwartungen zu erfüllen. Die Roboterphilosophie widmet sich neben der ethischen der ontologischen und ästhetischen Dimension von Androiden.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/androiden-178017 aufgerufen werden.
Abb.: Oliver Bendel mit Euclid (Foto: Nihan Karataş)