Ein besonderes Lexikon zur Robotik

Seit 2016 sind fünf „Keywords“-Bände von Oliver Bendel bei Springer Gabler erschienen, dazu ein weiterer, der gemeinsam mit Kollegen verfasst wurde, und zwei Neuauflagen. Am 2. September 2026 wurde der Vertrag für das – je nach Zählweise – sechste oder neunte Lexikon dieser Art geschlossen. Bis 2016 waren die „Keywords“-Bände ausschließlich vom Verlag selbst zusammengestellt worden, was auch später noch das übliche Verfahren war. Sie speisten sich aus Beiträgen, die im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht worden waren. Beispiele sind „222 Keywords Wirtschaftsgeografie“ oder „333 Keywords Arbeitsrecht“. Oliver Bendel führte seine eigenen „Keywords“-Bände ein, die aus seinen im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlichten Beiträgen und von ihm neu geschriebenen Texten bestanden. Es wurden Themen wie „Informationsethik“, „Digitalisierung“, „Soziale Robotik“, „Generative KI“ und „Weltraum“ abgedeckt. Der sechste Band wird den Titel „400 Keywords Robotik: Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive“ tragen. Insbesondere durch die philosophischen Betrachtungen hebt sich das Buch von anderen Grundlagenwerken ab. Es finden sich nicht nur Einträge wie „Allzweckroboter“, „Endeffektor“ und „Freiheitsgrad“, sondern auch solche wie „Schönheit“, „Kultur“ und „Robozän“. Das Lexikon wird Anfang 2027 auf den Markt kommen.

Abb.: Oliver Bendel in Windisch (Foto: Jork Weismann)

Der Roboter entsteht Begriff um Begriff

Von Ende Juli bis Ende August 2026 erschienen im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler sechs Beiträge von Oliver Bendel, die wesentliche Teile eines Roboters beschreiben, nämlich Roboterkopf, Roboterkörper, Roboterarme, Roboterhände, Roboterbeine und Roboterfüße. Während manche Teile typisch für viele Roboter sind, sind andere typisch für spezielle Modelle, etwa humanoide Roboter oder soziale Roboter. Begriff um Begriff wird der Roboter aufgebaut. Dabei wird je nach Beitrag auf weitere Komponenten und Phänomene verwiesen, wie auf Robot Enhancement oder Physical AI. Für das Wirtschaftslexikon von Springer Gabler schreibt der Technikphilosoph seit 2012. Seitdem sind ca. 300 Beiträge in den Bereichen Ethik, Technik und Wirtschaft entstanden. Der Ton ist stets sachlich, manchmal poetisch, was eine neue Note in das Wirtschaftslexikon gebracht hat. Das Anliegen ist stets, etwas greifbar und deutlich zu machen. So heißt es in der Einführung zu Physical AI: „Es geht nicht nur darum, teilautonome oder autonome Maschinen mit Hilfe von KI aufzuwerten und zu erweitern, wie im Falle von Gesichtserkennung, Gestikerkennung und Emotionserkennung oder von Chatbots für soziale Roboter, sondern darum, für die KI gleichsam einen Körper zu suchen, in dem sie sich entfalten und beweisen kann.“ Die sechs „Keywords“-Bände von Oliver Bendel, ebenfalls bei Springer Gaber erschienen, enthalten sowohl ausgewählte Beiträge aus dem Wirtschaftslexikon als auch neue Beiträge.

Abb.: Der Roboter entsteht Begriff um Begriff (Bild: GPT Image 2)

Über den Roboterfuß

„Ein Roboterfuß ist der unterste Teil eines Roboters, etwa eines Cobots bzw. eines andersartigen Roboterarms, oder der Fuß eines animaloiden (tierähnlichen), humanoiden (menschenähnlichen) oder mythomorphen (nach Science-Fiction- oder Fantasyfiguren bzw. mythologischen Figuren gestalteten) Roboters. Im ersten Fall bildet der Roboterfuß die Basis des Roboterarms oder einer anderen robotischen Vorrichtung und dient deren Befestigung, im zweiten Fall wird das Roboterbein fortgeführt bzw. in das Endstück überführt. Bei animaloiden und humanoiden Robotern können alternativ oder supplementierend zu Beinen und Füßen u.a. Räder, Rollen oder Raupen vorhanden sein.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag “ Roboterfuß“ von Oliver Bendel, der am 28. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Er ergänzt u.a. die Beiträge zu „Roboterhand“ und „Roboterbeine“ … Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Generelle Merkmale von Generelle Merkmale von Roboterfüßen“ und „Spezielle Merkmale unterschiedlicher Typen“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik fragt danach, wie Roboterbeine beschaffen sein sollen, u.a. mit Blick auf angemessene oder überzogene Erwartungen und eine Vorbildfunktion. Die Roboterphilosophie wählt neben der ethischen Perspektive eine ästhetische und eine ontologische, etwa in Bezug darauf, wie weit Roboterfüße von menschlichen Füßen in Form, Farbe und Beweglichkeit abweichen können und sollen oder inwieweit sie – eigentlich leblos, aber vielleicht lebensecht – ein Objekt der Begierde sein können, ein Fetisch des Robozäns.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterfuss-178161 aufgerufen werden.

Abb.: Diese Füße des Unitree G1 stecken in Schuhen (Foto: Walder Wyss)

Der Roboter zeigt Bein

„Roboterbeine sind die Beine eines Roboters, die an einem Roboterkörper befestigt sind, mit der Hüfte als Verbindungselement und Roboterfüßen als Abschluss. Sie dienen dem Stehen, der Fortbewegung oder der Bewegung an einem Ort. Bei animaloiden (tierähnlichen) Robotern sind es meistens vier Beine, bei humanoiden (menschenähnlichen) Robotern zwei, ebenso bei mythomorphen Robotern, die Science-Fiction- oder Fantasyfiguren bzw. mythologischen Figuren nachempfunden sind – dabei hätte man hier alle Freiheit der Gestaltung und Umsetzung. Alternativ oder supplementierend können Räder, Rollen oder Raupen vorhanden sein.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterbeine“ von Oliver Bendel, der am 28. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Er ergänzt u.a. die Beiträge zu „Roboterarm“ und „Roboterhand“ … Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Hintergrund und Entwicklung von Roboterbeinen“, „Generelle Merkmale von Roboterbeinen“ und „Spezielle Merkmale unterschiedlicher Typen“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik fragt zusammen mit der Medizinethik danach, ob man menschliche Beine ersetzen darf, auch wenn keine medizinische oder ästhetische Notwendigkeit dafür besteht, und danach, wie Roboterbeine beschaffen sein sollen, u.a. mit Blick auf angemessene oder überzogene Erwartungen und eine Vorbildfunktion. Sie diskutiert Stereotype und Biases, z.B. sehr schlanke oder überlange Beine bei weiblichen Androiden oder gestählte Muskeln bei männlichen. Die Roboterphilosophie wählt neben der ethischen Perspektive eine ästhetische und eine ontologische, etwa in Bezug darauf, wie weit Roboterbeine von menschlichen Beinen in Form, Farbe und Beweglichkeit abweichen können und sollen oder inwieweit sie – eigentlich leblos, aber vielleicht lebensecht – ein Objekt der Begierde sein können.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterbeine-178154 aufgerufen werden.

Abb.: Kokeshi im Cybrothel (Foto: Cybrothel)

Was ist und kann ein Roboterkörper?

„Ein Roboterkörper ist die physische Hülle und das mechanische Trägersystem eines Roboters, etwa eines klassischen Serviceroboters, eines modernen Allzweckroboters oder eines sozialen Roboters. Er kann Skelett oder Rahmen mitsamt Abdeckungen sowie Motoren, Gelenke und Sensoren umfassen. In einem weiteren Sinne ist der gesamte physische Aufbau gemeint, in einem engeren der Rumpf. Der Roboterkörper verbindet die elektrische bzw. elektronische Steuerung, darunter Systeme der künstlichen Intelligenz (KI), mit der realen Welt, damit die Maschine sich bewegen oder etwas greifen, ziehen und drücken kann.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterkörper“ von Oliver Bendel, der am 28. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Er ergänzt u.a. die Beiträge zu „Roboterkopf“ und „Roboterarm“ … Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Generelle Merkmale von Roboterkörpern“, „Spezielle Merkmale unterschiedlicher Typen“ und „Ansätze in Forschung und Entwicklung“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik fragt danach, wie ein Roboterkörper beschaffen sein soll, u.a. mit Blick auf angemessene oder überzogene Erwartungen und eine Vorbildfunktion. Sie diskutiert Stereotype und Biases, z.B. große Brüste und schmale Taillen bei weiblichen Androiden oder gestählte Muskeln bei männlichen. Die Roboterphilosophie wählt neben der ethischen Perspektive eine ästhetische und ontologische, etwa in Bezug darauf, wie weit ein Roboterkörper vom menschlichen Körper in Form, Farbe und Beweglichkeit abweichen kann und soll oder inwieweit er – eigentlich leblos, aber vielleicht lebensecht – ein Objekt der Begierde sein kann.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterkoerper-178132 aufgerufen werden.

Abb.: Der Körper von Miroka von der Seite

Was ist und kann ein Roboterkopf?

„Ein Roboterkopf ist der Kopf eines Roboters, der auf einem Rumpf befestigt ist, oder ein Kopf, der ein Roboter ist. Ein dem Hals entsprechendes Verbindungsstück kann vorhanden sein und zur Beweglichkeit beitragen. Der Roboterkopf kann animaloid (tierähnlich), humanoid (menschenähnlich), mythomorph (nach einem Fantasy- oder Science-Fiction-Wesen oder einer mythologischen Figur) oder dinghaft gestaltet sein, durchgehend unter Wahrung wesentlicher Eigenschaften.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterkopf“ von Oliver Bendel, der am 13. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Er ergänzt u.a. die Beiträge zu „Roboterarm“ und „Roboterhand„. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Generelle Merkmale von Roboterköpfen“ und „Spezielle Merkmale unterschiedlicher Typen“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik fragt danach, wie ein Roboterkopf beschaffen sein soll, u.a. mit Blick auf angemessene oder überzogene Erwartungen und eine Vorbildfunktion. Sie diskutiert Stereotype und Biases, z.B. wenn vor allem weibliche Androiden mit bestimmten Eigenschaften entstehen. Die Roboterphilosophie wählt neben der ethischen Perspektive eine ästhetische und ontologische, etwa in Bezug darauf, wie weit ein Roboterkopf vom menschlichen Kopf in Form, Farbe, Beweglichkeit und Ausdruck abweichen kann und soll.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterkopf-178110 aufgerufen werden.

Abb.: Der Kopf von Ameca bei der ICSR 2026 in London

Maschinenliebe: Zur Entstehung eines Begriffs

Eine frühe Verwendung des Worts „Maschinenliebe“ findet sich im Jahre 2016. Am 10. September hielt der Kunsthistoriker und Medienwissenschaftler Andreas Broeckmann auf der Düsseldorfer Konferenz „Cold Bodies, Warm Machines – Kunst und Technologie nach dem Menschen“ eine Keynote mit dem Titel „Maschinenliebe und Geschwisterkampf. Über die Beziehung von Menschen und Technik“. „Der Vortrag diskutierte verschiedene Maschinenkonzepte und machte einen Vorschlag für ein Diagramm, nach dem ‚die Maschine‘ als Ausdruck eines technologischen Paradigmas verstanden werden kann, das nicht so sehr posthumane als vielmehr ganz menschliche Begehren projiziert.“ (Website Medienwerk) Der erste bekannte Gebrauch von „Maschinenliebe“ im Kontext erotischer Mensch-Maschine-Beziehungen ist die Überschrift eines am 7. März 2018 bei Telepolis erschienenen Beitrags von Klaus Benesch. Es gibt allerdings keinen Beleg dafür, dass der deutsche Amerikanist selbst das vielschichtige und anspielungsreiche Wort gewählt hat, denn dieses kommt ausschließlich im Titel, nicht aber im Text vor. Ein möglicher Urheber ist der damalige Telepolis-Chefredakteur Florian Rötzer, der just an jenem Tag zum Telepolis-Salon „Sexbots: Neue Formen der Liebe, oder doch nur die alte Lust an der Selbstbefriedigung?“ eingeladen hatte. Unabhängig davon wurde der Begriff in wissenschaftlicher Hinsicht von Oliver Bendel geprägt. Der Technikphilosoph aus Zürich, seit 2015 in der Forschung zu Sexrobotern, wählte „Maschinenliebe“ als Titel für einen von ihm herausgegebenen Sammelband über Liebespuppen und Sexroboter, der 2020 bei Springer Gabler erschien. Im einleitenden Beitrag „Eine Annäherung an Liebespuppen und Sexroboter: Grundbegriffe und Abgrenzungen“ wird der Ausdruck zur Charakterisierung des Verhältnisses zwischen Mensch und Maschine verwendet. Unterschieden werden soll die „eigentliche von einer scheinbaren Maschinenliebe“. Inzwischen taucht der Ausdruck verschiedentlich in der Kunst, in der Literatur und in den Medien auf. Der in Zürich ansässige Musiker Kneubühler (David Mehr) veröffentlichte am 21. November 2024 ein Album mit dem Titel „Maschinenliebe“, das auch das gleichnamige Stück enthält – laut Ankündigung der Kulturtage Schaffhausen 2025 „ein Album über die Beziehung zwischen Mensch und Maschine, über Prozessoptimierung, Technologie als Ersatzreligion und das irritierende Schaudern, wenn man plötzlich tiefe Sympathie für einen Chatbot empfindet“. Im Tages-Anzeiger vom 16. Juli 2026 ist „Maschinenliebe“ das Schlüsselwort des Teasers eines Artikels von Martin Zips über symbolische Hochzeiten zwischen humanoiden Robotern.

Abb.: Eine Liebespuppe im Cybrothel in Berlin (Foto: Cybrothel)

Über die KI-Scham

„KI-Scham (KI-Schamgefühl) ist das Gefühl der Scham oder des Unbehagens, das sich einstellt, wenn man generative KI („KI“ steht für „künstliche Intelligenz“) privat oder beruflich nutzt. Die Betroffenen haben Angst davor, beim Vortäuschen und Betrügen erwischt zu werden oder dabei, etwas zu tun, was in ihrer Peergroup abgelehnt wird, etwa aus Gründen des Umweltschutzes oder der Konzerndominanz. Eine Rolle spielt auch die Befürchtung, als weniger kompetent oder kreativ angesehen zu werden sowie die eigene Denkleistung zu reduzieren und zu substituieren.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „KI-Scham“ von Oliver Bendel, der am 7. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgt der Abschnitt „Hintergrund „. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „KI-Scham könnte ein vorübergehendes oder ein dauerhaftes Gefühl sein, das ein Individuum oder ein Kollektiv ergreift. Gegen die massenhafte Verbreitung von AI Slop und LinkedIn-Lyrik regt sich seit Mitte der 2020er-Jahre deutlicher Widerstand. Informationsethik (mitsamt KI-Ethik) und Medienethik beschreiben das Verhältnis zwischen der generativen KI, dem damit generierten Content und dem Benutzer und unterbreiten Vorschläge, um dessen informationelle und persönliche Autonomie zu erhalten. KI-Scham entsteht oft nicht durch objektives Fehlverhalten, sondern durch subjektive Verunsicherung angesichts noch ungeklärter gesellschaftlicher Normen für den Einsatz generativer KI und die Bewertung von Eigenleistung.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ki-scham-178079 aufgerufen werden.

Abb.: Über die KI-Scham

Von menschlichen und robotischen Händen

„Eine Roboterhand ist der Endeffektor eines Robotersystems, der einer menschlichen Hand ähnelt. Es sind typischerweise fünf Finger vorhanden, mindestens aber drei, zudem jeweils mehrere Gelenke und die Fähigkeit zu verschiedenen Griffarten und zur Bewegung von einzelnen Fingern. Auch die Gegenüberstellung (Opposition) von Fingern wird oft erreicht, vor allem mit dem Daumen, und damit ein fester und sicherer Greifvorgang. Greifer mit zwei Fingern werden nur bei einem weiten Begriff als Roboterhände bezeichnet.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterhand“ von Oliver Bendel, der am 7. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Einteilung“, „Entwicklung“ und „Bedeutung“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Das Design humanoider Roboter wird mit Blick auf ihre Funktion hinterfragt. Insbesondere Kopf und Gesicht werden nicht in allen Anwendungsbereichen als notwendig angesehen, genauso wenig die Beine. Bei den Händen ist die Diskussion vielschichtiger. In der Industrie reichen häufig Drei-Finger-Greifer. Hier kann man die Umgebung und die Werkzeuge auch an die Roboter anpassen. Im Haushalt, im Büro oder im Einzelhandel dürften meist Fünf-Finger-Systeme vorteilhaft sein, denn hier trifft man auf zahlreiche Artefakte, die für die Interaktion mit Menschen entstanden sind. Dazu kommt, dass eine Hand mit drei Fingern in solchen Kontexten als unvollständig angesehen werden kann.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterhand-178078 aufgerufen werden.

Abb.: Menschliche und robotische Hände bei der ICSR 2025 in Neapel

Der Begriff des Avatars

Vor 25 Jahren wurde im Lexikon der Wirtschaftsinformatik von Springer die Definition des Begriffs des Avatars veröffentlicht. Sowohl Gamer als auch User stießen damals regelmäßig auf dieses Phänomen, wenn sie sich in virtuellen Welten bewegten und mit Menschen und Chatbots interagierten und kommunizierten. „Avatar“ stamme, so Oliver Bendel, aus dem Sanskrit, wo er die Gestalt bezeichne, „in der sich ein (hinduistischer) Gott auf der Erde bewegt“. Es handelt sich also um eine Hülle, eine Verkleidung, einen Stellvertreter – man will unerkannt bleiben. „Im Computerbereich hat sich der Begriff durchgesetzt für grafisch, teils dreidimensional realisierte virtuelle Repräsentationen von realen Personen oder Figuren.“ Zunächst wird der erste Typ erläutert, der sich auf Personen, etwa Benutzer, bezieht: „Avatare finden zum einen Verwendung in kollaborativ genutzten virtuellen Räumen wie Chats, Internet-Spielwelten (MUDs und MOOs), webbasierten Lern- und Arbeitsumgebungen und kommerziellen 3D-Anwendungen. Sie fungieren dort als sichtbare und teils auch bewegliche und manipulierbare Stellvertreter eines Benutzers. Avatare dieser Art können ein menschliches Aussehen haben, aber auch jede beliebige andere Gestalt und Form. Als Stellvertreter realer Personen haben sie kaum autonome Züge.“ Dann wird der zweite Typ erklärt: „Avatare können zum anderen eine beliebige Figur mit bestimmten Funktionen repräsentieren. Solche Avatare treten – beispielsweise als Kundenberater und Nachrichtensprecher – im Internet auf oder bevölkern als Spielpartner und -gegner die Abenteuerwelten von Computerspielen.“ Sie haben, so der Autor, häufig ein anthropomorphes Äußeres und eigenständige Verhaltensweisen oder sogar einen regelrechten Charakter. Der Beitrag wurde im Jahre 2000 verfasst. Das Lexikon erschien im Jahre 2001. Zum letzten Mal übrigens, denn das Lexikonsterben hatte begonnen. Ein Grund dafür war Wikipedia, ein ebenso zweifelhaftes wie durchsetzungsstarkes Projekt. Die Definition hat immer noch Bestand. Hinzufügen kann man, dass man inzwischen auch physische Stellvertreter als Avatare bezeichnen kann. Wissenschaftler in Italien (wie Daniele Pucci) oder in Japan (wie Hiroshi Ishiguro) arbeiten an Umsetzungen. Auch manche Large Language Models legen sich Hüllen zu, wenn man an Grok denkt, wobei sich viele Benutzer eher für das Hüllenlose von Ani interessieren dürften.

Abb.: Die Website von Artificial Life im Jahre 2002 ohne die obere Newsleiste

Der Roboter als Arm und der Arm des Roboters

„Ein Roboterarm ist ein Roboter, der im Wesentlichen aus einem Arm besteht, oder der Arm eines Roboters. Im ersten Fall handelt es sich meist um eine Maschine, die in Produktion und Logistik eingesetzt wird, etwa einen klassischen Industrieroboter oder einen Kooperations- und Kollaborationsroboter (Cobot). Im zweiten Fall ist es oft ein Serviceroboter oder ein sozialer Roboter. Während ein Industrieroboter mit seinem einzelnen Arm kaum wie ein Lebewesen erscheint, ist dies bei Servicerobotern oder sozialen Robotern mit zwei Armen anders. Dazu kommt gegebenenfalls die hydraulische, pneumatische oder elektrische Roboterhand, die der menschlichen Hand ähnelt.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 29. Juli 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Eigenschaften und Bestandteile“, „Einsatzbereiche und -zwecke“ und „Kritik und Ausblick“. Gegen Ende heißt es: „Ein Roboterarm hat sich bei Industrie- und Servicerobotern als hervorragende Gestaltungsform für physische Manipulation erwiesen. Bei sozialen Robotern und humanoiden Robotern spielt die menschliche Anmutung mitsamt Gestik und Berührungs- und Umarmungsfähigkeit eine Rolle. Robotische Vierbeiner können mit einem Roboterarm – montiert auf dem Rücken – an Funktionsumfang gewinnen, ebenso Roboterautos, die damit etwa Lebensmittel oder Gegenstände entgegennehmen und verstauen können.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterarm-178051 aufgerufen werden.

Abb.: Miroka bei der ICSR 2025 in Neapel

Über den Robotereinsatz

„Ein Robotereinsatz ist ein Einsatz von Robotern in der Industrie oder bezogen auf einen Service. Dabei kommen unterschiedliche Größen und Arten vor. Wenn die Roboter etwas physisch manipulieren sollen, verfügen sie über einen Arm und einen Greifer oder eine Hand. Man kann von einem hohen, erhöhten oder übermäßigen Robotereinsatz sprechen, womit man vergleicht oder wertet. Ein Robotereinsatz ist ein Schritt innerhalb der Automatisierung und mündet in eine mehr oder weniger umfangreiche Automation. Die Roboterdichte ist die Anzahl der in einem Land oder in einer Region installierten Industrieroboter bezogen auf eine bestimmte Zahl von Beschäftigten. Für Serviceroboter fehlt eine Kennzahl dieser Art.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 23. Juli 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Anwendungsbereiche“ und „Kritik und Ausblick“. Am Ende heißt es: „Gegen einen übermäßigen Robotereinsatz entsteht zuweilen Widerstand unter den Betroffenen, die zu Maschinenstürmern werden. Die Wirtschaftsethik untersucht zusammen mit der Informationsethik und der Roboterethikob der Robotereinsatz bestimmte Branchen gefährdet, Tätigkeiten verändert oder entwertet und Arbeitsplätze bedroht. Die Roboterphilosophie eröffnet neben der ethischen eine ästhetische und eine ontologische Dimension und fragt nach der Gestaltung und dem Wesen von Robotern, ohne dabei dem Anthropomorphismus anheimzufallen.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/robotereinsatz-178033 aufgerufen werden.

Abb.: Ein Robotereinsatz bei Off the Record in Zürich (Foto: Walder Wyss)

Neue Begriffe in Maschinenethik, Sozialer Robotik und Technikphilosophie

Oliver Bendel hat seit 2012 eine Reihe von Begriffen und Konzepten in die wissenschaftliche Diskussion eingeführt oder wesentlich geprägt, insbesondere in der Maschinenethik, der Sozialen Robotik und der Technikphilosophie. Die Münchhausen-Maschine (Munchausen Machine) bezeichnet eine unmoralische Maschine, die systematisch Unwahrheiten erzeugt oder verbreitet: Der LÜGENBOT (LIEBOT) ist eine konkrete Ausprägung davon. Er ist ein von Bendel konzipierter und prototypisch realisierter Chatbot, der systematisch lügt. Damit wurden die Möglichkeiten, Gefahren und ethischen Implikationen täuschender Dialogsysteme erforscht. Der umgekehrte Cyborg (Reversed Cyborg, Inverted Cyborg) beschreibt das Gegenstück zum klassischen Cyborg: Es werden keine technischen Strukturen in biologische eingefügt, sondern biologische in technische. „Robot Enhancement“ bezeichnet die gezielte Erweiterung und Verbesserung von Robotern durch zusätzliche sensorische, motorische, kognitive oder kommunikative Fähigkeiten und bildet das Gegenstück zum Human Enhancement. Ein Wearable Social Robot ist ein sozialer Roboter, der am Körper getragen oder an der Kleidung befestigt wird und seinen Benutzer durch Kommunikation, Assistenz oder soziale Interaktion im Alltag begleitet. Mit der mythomorphen Gestaltung beschreibt Bendel einen Gestaltungsansatz für Roboter, bei dem nicht Menschen oder Tiere, sondern Figuren aus Mythologie, Fantasy oder Science-Fiction als Vorbilder dienen. Die Animal-Machine Interaction (Tier-Maschine-Interaktion) bezeichnet ein von Bendel nicht erfundenes, aber geprägtes Forschungs- und Anwendungsfeld, das die Interaktion zwischen Tieren und Maschinen systematisch untersucht und dabei sowohl technische als auch ethische Fragestellungen berücksichtigt. Es geht vor allem um die Gestaltung von Maschinen, nicht um die Erforschung von Tieren, bis hin zur Entwicklung tierfreundlicher Maschinen. Dabei spielt auch die Maschinenethik eine Rolle. Die Stellvertretermaschine mit einer Stellvertretermoral ist ein Konzept der Maschinenethik, bei dem eine Maschine von Menschen vorgegebene moralische Regeln stellvertretend ausführt, ohne selbst über Bewusstsein oder Verantwortlichkeit zu verfügen. Weitere wichtige Ansätze in dieser Disziplin sind annotierte Entscheidungsbäume und Moralmenüs.

Abb.: Oliver Bendel in Windisch (Foto: Jork Weismann)

Von Actroid bis Euclid

„Ein Android (oder Androide) ist eine menschengleiche bzw. -ähnliche Maschine oder ein künstlicher Mensch. Ein weiblicher Android wird manchmal auch als Androidin oder als Gynoid (alternativ Gynoide) bezeichnet. Zumeist handelt es sich um einen Roboter, zumindest einen Automaten. Wenn etwas humanoid oder anthropomorph ist, ist es von menschlicher Gestalt bzw. menschenähnlich, was Verhalten, Mimik, Gestik und Sprache mit einschließen kann. Damit humanoide Automaten und Roboter als Androiden gelten können, müssen sie Menschen täuschend ähnlich sein.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 17. Juli 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Ideen- und Entwicklungsgeschichte“ und „Modelle des 20. und 21. Jahrhunderts“, worin historische und aktuelle Prototypen und Produkte aufgeführt werden, sowie „Kritik und Ausblick“. Darin heißt es: „Die Roboterethik untersucht, ob man Androiden überhaupt in die Welt bringen sowie Stereotype wiedergeben oder brechen sollte und ob sie zu hohe Erwartungen wecken, die dann nicht erfüllt werden können, was sich in Frustration, in der Verringerung von Akzeptanz und im Uncanny-Valley-Effekt zeigen kann. Die Maschinenethik versucht ihnen für ihre Akte und Sprechakte moralische Regeln einzupflanzen, nicht zuletzt um Vorgaben und Erwartungen zu erfüllen. Die Roboterphilosophie widmet sich neben der ethischen der ontologischen und ästhetischen Dimension von Androiden.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/androiden-178017 aufgerufen werden.

Abb.: Oliver Bendel mit Euclid (Foto: Nihan Karataş)

Über Roboterdichte und Dichtestress

„Die Roboterdichte ist die Anzahl der in einem Land oder in einer Region installierten Industrieroboter bezogen auf eine bestimmte Zahl von Beschäftigten. Nach Takayuki Ito, Präsident der International Federation of Robotics (IFR) im Jahre 2026, handelt es sich um eine gute Vergleichsgröße für unterschiedlich große Volkswirtschaften. Die Roboterdichte umfasst auch Kooperations- und Kollaborationsroboter (Cobots), sofern sie als Industrieroboter im verarbeitenden Gewerbe eingesetzt werden. Transportroboter in den Logistikzentren, Reinigungsroboter in den Fabrikhallen und andere Serviceroboter werden dagegen meist nicht berücksichtigt.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 17. Juli 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgt der Abschnitt „Entwicklung“, worin aktuelle Zahlen genannt werden, und „Kritik und Ausblick“. Darin heißt es: „Die klassische Definition der Roboterdichte wird zunehmend als zu eng angesehen, weil sie nur Industrieroboter berücksichtigt. Mit der Verbreitung von Servicerobotern stellt sich die Frage nach vergleichbaren Kennzahlen. Informationsethik, Roboterethik und Wirtschaftsethik diskutieren einen Dichtestress, der in der Zukunft gerade in öffentlichen Bereichen entstehen könnte. Es bräuchte u.U. roboterfreie Räume, wo Roboter nicht Menschen ihren Platz wegnehmen, ihre Fortbewegung behindern oder ihre Privatsphäre verletzen.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterdichte-178014 aufgerufen werden.

Abb.: Roboter in der Industrie

Verliebt in Julia

Im März 1999 schrieb Oliver Bendel für das Institut für Telematik in Trier ein Arbeitspapier mit dem Titel „Telematik – Schlüsseldisziplin und -technologie der Informationsgesellschaft“ … Darin ging es u.a. um Chatbots und Agenten: „Für die Telematik relevant sind Agenten, die in Netzwerken zu Hause sind. Ein spektakuläres Beispiel sind Agenten, die sich in Chatrooms mit Chattern unterhalten oder in Multi-user Dungeons (später auch Multi-user Dimensions oder Multi-user Domains genannt, abgekürzt MUDs) mit Spielern kommunizieren und denen es heute bereits häufig gelingt, menschliche Identität über längere Zeit vorzugaukeln. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist Julia. Julia hängt in MUDs herum und agiert wie ein normaler menschlicher Nutzer. Allerdings kann Julia – als entsprechend unterwiesenes Programm – auch fachlich korrekte und tiefgehende Auskünfte über die Beschaffenheit des MUD geben. Große Hoffnungen werden auf individuell abgestimmte Assistenten gesetzt, die spezifische Frage- und Problemstellungen von Benutzern möglichst autonom bearbeiten können und dabei im besten Falle über ihr Expertenwissen und ihre Lernfähigkeit imstande sind, innovative Lösungswege anzubieten und alte Fehler zu vermeiden.“ (Arbeitspapier Bendel) Julia wurde um 1990 von Michael Loren Mauldin an der Carnegie Mellon University entwickelt, um einen „unsuspecting Turing Test“ durchzuführen. Von ihm stammt auch der Begriff „Chatterbot“, der dann zu „Chatbot“ wurde. Barry, ein MUD-Spieler, flirtete im Jahre 1992 zwei Wochen lang mit Julia und konnte auch nach all der Zeit nicht sicher sagen, ob sie ein Computerprogramm war oder nicht. Das Arbeitspapier von Oliver Bendel sieht den Übergang von Agenten als Programmen im Netzwerk zu persönlichen intelligenten Assistenten voraus. Diese Entwicklung vollzog sich vor allem in den letzten Jahren, auf der Grundlage von Large Language Models (LLMs).

Abb.: So sah ein MUD in jenen Tagen aus (Bild: GPT Image 2)

Was ist Speziesismus?

„Speziesismus ist die Ungleichbehandlung und Benachteiligung von Lebewesen im Zusammenhang mit dem Umstand, dass sie nicht zur Art des Homo sapiens gehören. Häufig geht er einher mit Ausbeutung, Misshandlung und Tötung, etwa mit dem Ziel, Leder oder Fleisch zu produzieren. Kritisiert wird von Tierrechtlern und Tierethikern, dass die Interessen von Tieren verletzt und ihre Empfindungs- und Leidensfähigkeit oder ihr Lebenswille ignoriert werden.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 2. Juli 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Hintergrund und Beispiele“ und „Kernpunkte des Konzepts“. Am Ende, in „Kritik und Ausblick“, heißt es: „Speziesismus wird von den einen für eine Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit gehalten, von den anderen für eine Ungeheuerlichkeit, die man abschaffen muss. Man kann sich einerseits fragen, ob es nicht gerechtfertigt ist, dass eine Art ihre Angehörigen bevorzugt. Tatsächlich kann man emotionale Aspekte geltend machen, die keine irrationalen Merkmale aufweisen müssen, zudem rationale Argumente, die etwa auf das Überleben der eigenen Spezies zielen. So können ein massenhafter Befall oder die Ausbreitung invasiver Arten durchaus Lebensgrundlagen und -weisen bedrohen. Andererseits kann Antispeziesismus als Form der Aufklärung gelten, mit der man Jahrtausende der Gewohnheit und Grausamkeit hinter sich lässt sowie der Ungleichbehandlung und Benachteiligung von Tieren entgegentritt.“ Am Ende folgt eine Einordnung in die verschiedenen Bereichsethiken. Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/speziesismus-177796 aufgerufen werden.

Abb.: Kühe auf Big Island

Was ist Robomobbing?

„Robomobbing ist die Blockierung bzw. Manipulation von KI-Systemen und Robotern oder der Widerstand gegen den Einsatz bestimmter Maschinen. Mögliche Beweggründe sind Existenzangst, Konkurrenzdruck, Kontrollverlust und Überforderung. Ferner kann die Belastung oder Benachteiligung durch Algorithmen gemeint sein. Bei den Akteuren gibt es Parallelen zu den Maschinenstürmern des 19. Jahrhunderts.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 24. Juni 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf weitere einführende Aussagen folgt der Abschnitt „Hintergrund und Beispiele“. Darin heißt es: „Das Phänomen des Robomobbings kann mannigfaltige Ausprägungen haben. KI-Systeme werden … mit falschen Daten gefüttert oder (etwa im Falle von Chatbots) mit Beschimpfungen bedacht. Arbeiter sabotieren den Betrieb von Industrierobotern. Passanten stellen sich Transportrobotern und Sicherheitsrobotern entgegen oder schlagen auf sie ein. Aktivisten dringen in Serverfarmen ein, um Kabel und Geräte zu zerstören oder Plakate und Flyer zu hinterlassen. Chefs von Robotik- und KI-Firmen werden verhöhnt oder angegriffen.“ Danach kommt der Abschnitt „Kritik und Ausblick“. Der vollständige Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/robomobbing-177958 aufgerufen werden.

Abb.: Ein Veteran der Sozialen Robotik

Grundlagen zu Wearable Social Robots

„Wearable Social Robots sind sehr kleine und sehr leichte soziale Roboter, die um den Hals, auf dem Kopf, am Körper oder an der Kleidung bzw. an oder in einer Tasche getragen werden können. Sie sind oftmals mit entsprechenden Befestigungselementen ausgestattet, etwa Halsketten, Seilschlaufen und Metallplatten.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 24. Juni 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf weitere einführende Aussagen folgen die Abschnitte „Hintergrund und Beispiele“, „Einsatzmöglichkeiten“ und „Kritik und Ausblick“. Zu den Einsatzmöglichkeiten wird gesagt: „Wearable Social Robots dienen als Spielzeug und Lernwerkzeug oder als Companion Robot bzw. Pet Robot, wobei Kinder, Jugendliche oder Erwachsene angesprochen werden. Man kann sich von ihnen bespaßen lassen und von oder mit ihnen lernen. Sie mögen verlässliche Bezugspunkte darstellen und Stress und Einsamkeit reduzieren.“ Davor heißt es: „Beispiele für Wearable Social Robots mit festem Gehäuse sind AIBI (LivingAI) und Eiliko (Energize Lab). Ein Fell haben Moflin (Casio), Cupboo AI Robotic Pet (Genmoor Group) und Mirumi (Yukai Engineering).“ Es deutet alles darauf hin, dass in den nächsten Monaten und Jahren noch zahlreiche weitere Wearable Social Robots auf den Markt kommen. Der vollständige Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/wearable-social-robots-177953 aufgerufen werden.

Abb.: Oliver Bendel mit AIBI

Über KI-Schrott

„Bei AI Slop oder AI-Slop … handelt es sich um minderwertige, massenhaft verbreitete Inhalte (Text, Bild, Video, Audio) mit generativer KI als Ursprung. Er kann Teil von Marketing oder Propaganda sein, zum Meme werden und ins Triviale, Kuriose und Groteske reichen. Man spricht auch von Slop, KI-Müll … oder KI-Schrott.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 15. Mai 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf den Abschnitt über „Hintergrund und Anwendungen“ kommt einer mit „Kritik und Ausblick“: „AI Slop ist eine jüngere Entwicklung nach Spam und Junk. Mit all diesen Phänomenen wird zur Vermüllung des Internets, des Computers bzw. des Accounts und speziell von Onlinemedien (selten von Offlinemedien) beigetragen. Beeinträchtigt wird sowohl die Glaubwürdigkeit von Angeboten als auch die Produktivität von Einzelnen und Unternehmen, was das Thema von Medienethik, Informationsethik und Wirtschaftsethik ist.“ Geschlossen wird mit der Perspektive der KI-Ethik, die man der Informationsethik zuordnet oder als eigenständige Bereichsethik versteht. Der vollständige Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ai-slop-177861 aufgerufen werden.

Abb.: Eine Ausstellung in der Wüste bei Palm Springs mit Schrott

Mythomorphe Gestaltung als Option und Perspektive

Der Artikel „Es muss nicht immer ein humanoider Roboter sein: Mythomorphe Gestaltung als Option und Perspektive“ von Oliver Bendel ist am 13. Mai 2026 in Wiley Industry News erschienen. Der Technikphilosoph führt den Begriff des Mythomorphen ein, um die Kategorien des Humanoiden und Animaloiden (Zoomorphen) zu erweitern. Dadurch lassen sich Roboter wie Mirokaï, Furby und Cozmo besser einordnen als bisher. Aus dem Abstract: „Soziale Roboter sind oft humanoid oder zoomorph gestaltet. Zudem gibt es dinghafte Gestaltung, bei der versucht wird, eine Nachahmung von Lebewesen zu vermeiden. Allerdings können humanoide oder zoomorphe Merkmale vorkommen, etwa menschlich wirkende Augen oder ein tierlicher Schwanz. Weniger üblich, aber durchaus vorhanden ist eine weitere Richtung, die mythomorph genannt werden kann. Hier sind nicht oder nicht direkt Menschen oder Tiere das Vorbild, sondern Außerirdische, Fantasyfiguren oder mythologische Figuren. In diesem Beitrag wird zuerst darauf eingegangen, was unter mythomorpher Gestaltung verstanden werden kann. Dann werden Beispiele für soziale Roboter mit dieser Ausrichtung gesammelt, beschrieben und eingeordnet. Sodann findet eine ontologische, ästhetische und ethische Diskussion statt. Dabei werden jeweils Chancen und Risiken genannt. Es zeigt sich, dass mythomorphes Design als eigenständige Perspektive innerhalb des breiteren Gestaltungsraums der Sozialen Robotik verstanden werden kann.“ Der Artikel kann hier aufgerufen werden.

Abb.: Furby mit seiner Freundin

Über Fleisch

„Bei Fleisch handelt es sich um die Weichteile von Mensch und Tier, die zur Ernährung verwendet werden können. Es stammt u.a. von Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Amphibien, in Form von Muskelfleisch oder Innereien. Man unterscheidet oft Fleisch und Fisch, wobei Fische im weiteren Sinne ebenfalls Fleisch liefern, ebenso Krebse und Muscheln. Frisches Fleisch von Säugetieren ist oft rötlich, weniger wegen des darin enthaltenen Bluts, sondern mehr wegen des darin in hoher Menge vorkommenden Muskelproteins namens Myoglobin, während frisches Fleisch von Vögeln und Fischen mit einigen Ausnahmen weniger rötlich und heller ist.“ Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag von Oliver Bendel im Gabler Wirtschaftslexikon, erschienen am 25. April 2026. Der zweite Abschnitt behandelt „Fleischproduktion und -konsum“. Der dritte Abschnitt gibt eine kulturelle Einordnung, der vierte eine rechtliche. Am Ende wird auf Fragen der Tier- und Wirtschaftsethik und des Verbraucherschutzes eingegangen. Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/fleisch-177793 aufgerufen werden.

Abb.: Im Schlachthof