Erwachende Maschinen sind und bleiben Science-Fiction

Airen, der bekannte Blogger, Schriftsteller und Journalist, war im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Bendel. Es ging um Agenten, mit denen sich der Technikphilosoph aus Zürich seit 30 Jahren beschäftigt. In den 1990ern sprach man von Softwareagenten, autonomen Agenten oder intelligenten Agenten. Sie alle waren KI-Agenten – ein Begriff, der heute dominiert, wobei mit „KI“ meist „generative KI“ gemeint ist. In dem Gespräch, gehalten mit Hilfe einer Videokonferenz, die Mexiko und die Schweiz verband, ging es vor allem um OpenClaw, eine Open-Source-Software, die zusammen mit Claude oder einem anderen Large Language Model (LLM) zu einem mächtigen Agenten wird, zudem um das soziale Netzwerk Moltbook, das für Agenten gedacht ist und auf dem sich Agenten und Menschen tummeln. Oliver Bendel erörterte auch die Möglichkeit, dass Agenten den virtuellen Raum verlassen und auf Geräte und Roboter zugreifen oder überspringen. Damit könnten sie unmittelbaren Einfluss auf die Wirklichkeit ausüben. Mehrmals wies er darauf hin, dass bei OpenClaw und auf dem Moltbook keine Formen von Bewusstsein zu entdecken sind. Es sind LLMs, die etwas nach Prinzipien der Stochastik generieren und von Einstellungen des sozialen Netzwerks getriggert werden. Erwachende Maschinen sind und bleiben Science-Fiction. Das Interview ist am 7. Februar 2026 in der Welt erschienen.

Abb.: Oliver Bendel glaubt nicht an erwachende Maschinen (Foto: Jork Weismann)