Digitalisierung ohne Diskriminierung

Am 30. September 2026 ist im K-Tipp der Artikel „Bahn- und Bus-Billette nur per Handy oder Karte: ‚Für viele schlicht nicht möglich'“ von Robert Zimmermann erschienen. Darin kommt auch der Wirtschaftsinformatiker und Informationsethiker Oliver Bendel zu Wort. Er spricht sich dafür aus, durch Digitalisierung im öffentlichen Verkehr zusätzliche Möglichkeiten zu schaffen, ohne bestehende Zugangsmöglichkeiten abzuschaffen. Wer Bahn oder Bus benutzen möchte, sollte dafür weder ein Smartphone noch ein Bankkonto, eine Kreditkarte oder eine spezielle Chipkarte benötigen. Zwar verursacht die Annahme von Bargeld gewisse Kosten, doch müssen auch die gesellschaftlichen Folgen berücksichtigt werden, wenn Menschen von grundlegenden Dienstleistungen ausgeschlossen werden oder ihre Selbstständigkeit verlieren. Bendel hält deshalb eine gesetzliche Verpflichtung zur Gewährleistung eines einfachen analogen Zugangs und zur Annahme von Bargeld im öffentlichen Verkehr für vertretbar. Wie die Verkehrsunternehmen dies technisch organisieren, sollte ihnen grundsätzlich überlassen bleiben. Entscheidend seien Wahlfreiheit, gesellschaftliche Teilhabe und informationelle Selbstbestimmung. Eine solche Regelung wäre aus seiner Sicht keine Absage an die Digitalisierung, sondern eine sinnvolle Ergänzung. Der vollständige Artikel ist unter www.ktipp.ch/artikel/artikeldetail/bahn-und-bus-billette-nur-per-handy-oder-karte-fuer-viele-schlicht-nicht-moeglich abrufbar.

Abb.: Auch PostAuto wäre betroffen