Mercedes testet „Holo-Display“

Wie Mercedes-Benz am 3. November 2026 in einer Presseinformation mitteilte, arbeitet das Unternehmen an einem holografischen Display für die Windschutzscheibe. Ein Projektor in der Instrumententafel erzeugt Bilder, die mithilfe einer speziellen Folie im Glas sichtbar werden, auch bei hellem Sonnenschein. Die Technologie soll u.a. für Navigation, Fahrinformationen, Videotelefonie und Unterhaltung eingesetzt werden. Hologramme sind seit Jahrzehnten ein bekanntes Motiv der Science-Fiction, etwa als frei im Raum schwebende Figuren oder virtuelle Gesprächspartner – man denke an „Star Wars“ und „Blade Runner 2049“ … Auch in der Realität gibt es entsprechende Anwendungen, beispielsweise die japanische Gatebox oder verschiedene Systeme zur Darstellung virtueller Avatare. Die ABBAtare ziehen in London die Besucher seit Jahren in ihren Bann. Allerdings handelt es sich bei den meisten sogenannten Hologrammen um Quasi- oder Pseudohologramme, also um Projektionen oder optische Illusionen, nicht um echte dreidimensionale Hologramme. Auch die von Mercedes-Benz vorgestellte Technologie erzeugt keine frei im Raum stehenden Objekte, sondern nutzt holografische optische Elemente, um projizierte Bilder gezielt auf der Windschutzscheibe sichtbar zu machen. Wie die Bilder zeigen, können sich die Quasihologramme nicht nur an den Fahrer, sondern auch an Passanten oder Politessen richten, auch auf den Heck- und Seitenscheiben.

Abb.: Das Quasihologramm von Mercedes (Foto: Mercedes-Benz)