Was ist ein Roboterschwarm?

„Ein Roboterschwarm besteht aus autonomen Drohnen, Boden- oder Unterwasserrobotern, die lokal miteinander und mit ihrer Umgebung interagieren und dadurch ein kollektives Verhalten hervorbringen. Die Steuerung erfolgt dezentral. Vorbilder sind etwa Ameisen- und Bienenvölker, Vogel- und Fischschwärme oder auch Herden von Säugetieren. Roboterschwärme vermögen große Gebiete parallel abzudecken und gelten als skalierbar und robust gegenüber dem Ausfall einzelner Einheiten. Dies spielt bei Überwachung, Erkundung und Bearbeitung eine wichtige Rolle, etwa in Forschung, Landwirtschaft, Katastrophenschutz und Militär.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterschwarm“ von Oliver Bendel, der am 16. September 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgt der Abschnitt „Beispiele“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Roboterschwärme sind Beispiele für die Dual-Use-Problematik. Informationsethik und Roboterethik untersuchen Chancen und Risiken ihrer Verwendung. So können einerseits Aufgaben mit hoher Geschwindigkeit und Erfolgsquote gelöst werden. Andererseits besteht die Gefahr, dass Schwärme von Robotern im Krieg zu psychologischen Belastungen sowie zur Verstärkung und Ausbreitung algorithmischer Fehlentscheidungen führen. Zentral ist die Frage, wer die Verantwortung trägt, wenn es Maschinen nicht können, und ob es menschliche Kontrolle (etwa durch Human in the Loop) braucht.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterschwarm-178165 aufgerufen werden.

Abb.: Mobile S-bots im Schwarm (Foto: Francesco Mondada/Michael Bonani/CC BY-SA 3.0)