50.000 Accesses bei „Maschinenliebe“

Das Buch „Maschinenliebe“, herausgegeben von Oliver Bendel, erschien 2020. Es enthält Beiträge von international bekannten Experten und Expertinnen sowie Interviews mit einer Bordellbetreiberin und einer Sexarbeiterin. Aus dem Klappentext: „Sexroboter sind ein Thema, das die Medien mit Vorliebe behandeln und die Gesellschaft spaltet. Es gibt einige Modelle wie Emma und Harmony. Viel verbreiteter sind allerdings einfache Liebespuppen mit überzeugender Haut und auswechselbaren Körperöffnungen. Sie finden sich in zahlreichen Bordellen und können problemlos bei Amazon und Co. bestellt werden. Zwischen Liebespuppen und Sexrobotern sind die Grenzen fließend. Sobald Liebespuppen sprechen können oder Sensoren und Aktoren haben, werden sie zu Sexrobotern. Weiterentwickelte Varianten weisen mimische Fähigkeiten auf und können den Kopf bewegen. Das Buch erklärt Grundbegriffe, geht auf technische Details ein und diskutiert psychologische, soziologische und philosophische Erkenntnisse und Herausforderungen. Es beleuchtet die Praxis der Sexarbeit und liefert Stellungnahmen von Herstellern und Benutzern.“ (Klappentext „Maschinenliebe“) Das Werk hat nach gut fünf Jahren 50.000 Accesses erreicht – keine 568.000 wie „Pflegeroboter“, 408.000 wie „Soziale Roboter“ oder 251.000 wie „Handbuch Maschinenethik“ – aber ein Achtungserfolg ist es allemal. Eine Besonderheit ist es auch, weil in „Speaking with Harmony“ (Kino Coursey) geschildert wird, wie bereits 2019 bei diesem Sexroboter ein LLM eingesetzt wurde. Oliver Bendel hatte den KI-Experten in jenem Jahr an der Universität Potsdam getroffen und ihn zu einem Beitrag eingeladen, nachdem ihn seine künstliche Begleiterin mit ihren natürlichsprachlichen Fähigkeiten beeindruckt hatte. Weitere Informationen über www.springer.com/de/book/9783658298630.

Abb.: Henry, der Bruder von Harmony  (Foto: Realbotix)