Das Projekt NestGuard Lite beginnt

Am 30. September 2026 fällt an der Hochschule für Wirtschaft FHNW der Startschuss für das Projekt „NestGuard Lite: Smarte Maschinen für mehr Tierschutz“. Es kann in den Bereichen Animal-Computer Interaction (Tier-Computer-Interaktion) und Animal-Machine Interaction (Tier-Maschine-Interaktion) verortet werden. Mähroboter, landwirtschaftliche Maschinen und andere (teil-)autonome Geräte erleichtern viele Arbeiten, können für Wildtiere jedoch zur Gefahr werden. Bodennester, Jungtiere, Kleinsäuger oder Amphibien werden von Maschinen häufig nicht rechtzeitig erkannt. Technischer Fortschritt und Automatisierung werfen damit auch Fragen von Tierschutz und Nachhaltigkeit auf: Wie können Maschinen so gestaltet werden, dass sie ihre Umwelt nicht nur effizient nutzen, sondern auch schutzbedürftige Bereiche respektieren? NestGuard Lite verfolgt einen anderen Ansatz als LADYBIRD, HAPPY HEDGEHOG und verwandte Projekte der TMI: Anstatt das Tier von der Maschine detektieren und klassifizieren zu lassen, wird die Umgebung selbst markiert, um so die Maschine zu informieren. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines funktionsfähigen NestGuard-Lite-Prototyps. Denkbar sind beispielsweise passive Marker, RFID-Tags und NFCs, Bluetooth oder andere lokale Funktechnologien. Erkennt die Maschine eine Schutzzone, kann sie langsamer fahren, anhalten, ein Werkzeug deaktivieren oder den Bereich umfahren. Das fünfköpfige Team wird von Prof. Dr. Oliver Bendel angeleitet. Es entwickelt und dokumentiert sowohl die technische Lösung als auch ein überzeugendes Anwendungskonzept für den Einsatz im Tierschutz.

Abb.: Der Kyoto Garden in London