ETH-Studenten entwickeln Allzweckroboter

Mit XALUN haben Studenten des ETH Robotics Club von 2025 bis 2026 an der ETH Zürich den ersten Allzweckroboter der Schweiz gebaut. Zumindest könnte der Prototyp einer werden. Der im September 2026 vorgestellte XALUN soll langfristig als vielseitiger Helfer im Haushalt eingesetzt werden können. Berichtet hatte darüber das Technologiemagazin Sifted am 14. September 2026. Technisch setzt das Projekt auf eine menschenähnliche Konstruktion mit beweglichen Armen, Beinen und Händen sowie auf einen elektrischen Antrieb. Im Mittelpunkt stehen eine präzise Bewegungssteuerung, die Manipulation von Gegenständen und ein möglichst leichtes, nachgiebiges Design für den sicheren Umgang mit Menschen. Der Club entwickelt dabei sowohl die Mechanik und Elektronik als auch die Steuerungssoftware selbst. Konkrete technische Daten zu Größe, Gewicht, Traglast und Akkulaufzeit wurden bislang nicht offiziell veröffentlicht. Unter der Leitung von Präsident Declan Shine entstand XALUN durch freiwillige Arbeit ohne Bezahlung oder ECTS-Punkte. Der 2025 gegründete ETH Robotics Club zählt inzwischen über 400 Mitglieder und pflegt Partnerschaften mit Unternehmen wie NVIDIA, OpenAI und Tesla. Noch befindet sich XALUN in der Entwicklungsphase, aber er könnte langfristig den Weg für vielseitige und erschwingliche Haushaltsroboter aus der Schweiz ebnen. Einen humanoiden Roboter stellte der Robotiker Rolf Pfeifer bereits im Jahre 2013 an der Universität Zürich vor. Sein Roboy verfügte über künstliche Muskeln, Sehnen und Knochen und sollte sich möglichst menschenähnlich bewegen. Nach seiner Emeritierung ließ man den Visionär einfach ziehen – für Roboter dieser Art sah man keinen Bedarf.

Abb.: Roboy (Foto: Adrian Baer/CC BY-SA 3.0)