Nicht suchen, sondern finden

Am 6. November 2026 ist bei Wiley Industry News der Artikel „Nicht suchen, sondern finden“ von Oliver Bendel und Damian Huckele erschienen. Er stellt das Projekt WhereIsIt vor, das von März bis August 2026 an der Hochschule für Wirtschaft FHNW durchgeführt wurde. Im Rahmen einer Bachelorarbeit entstand ein sprachbasierter Assistent, der blinde und sehbehinderte Personen dabei unterstützen soll, verlegte Gegenstände wiederzufinden. Man kann dem System etwa mitteilen, wo man seinen Schlüsselbund abgelegt hat, und den gespeicherten Ort später per Sprachabfrage abrufen. Die Anwendung nutzt künstliche Intelligenz (KI) zur Sprachverarbeitung und arbeitet vollständig lokal, sodass keine persönlichen Daten an externe Dienste übertragen werden müssen. In ersten Tests mit zwölf Personen konnten 84,4 Prozent der Aufgaben erfolgreich abgeschlossen werden, wobei teilweise Hilfestellungen erforderlich waren. Die Ergebnisse zeigen das Potenzial des Ansatzes, machen aber auch deutlich, dass insbesondere die Spracherkennung, die barrierefreie Bedienung und die Zuverlässigkeit weiter verbessert werden müssen. Eine Erprobung mit blinden Personen im Alltag steht noch aus. Der Artikel ordnet WhereIsIt in das Forschungsfeld der Inclusive AI ein und diskutiert neben den technischen Möglichkeiten auch Fragen der Informationsethik und des Datenschutzes. Er kann über wileyindustrynews.com/de/fachbeitraege/nicht-suchen-sondern-finden aufgerufen werden.

Abb.: Eine blinde Frau verwendet WhereIsIt (Bild: GPT Image 2)