Die perfekte Begleitung

Der US-amerikanische Science-Fiction-Thriller „Companion – Die perfekte Begleitung“ aus dem Jahre 2025 ist das Regiedebüt von Drew Hancock. Seit Ende August ist er auf Netflix abrufbar. Im Mittelpunkt steht Iris (Sophie Thatcher), die mit ihrem Freund Josh (Jack Quaid) ein Wochenende mit Freunden verbringt und dabei entdeckt, dass sie kein Mensch, sondern ein humanoider Begleitroboter ist. Den künstlichen Menschen im Film – neben ihr gibt es noch den männlichen Begleitroboter Patrick – sieht man ihre technische Natur nicht an. Anders als etwa in der russischen Science-Fiction-Serie „Better Than Us“ entfällt das oft alberne, bemüht wirkende Roboterhafte in Sprache, Mimik, Gestik und Gang. Demonstriert werden auch die Glaubwürdigkeit und Anpassungsfähigkeit synthetischer Stimmen. Iris kann zwischen Sprachen wechseln – einem Polizisten gegenüber täuscht sie vor, dass sie eine Spanierin ist – und modifiziert einmal ihre weibliche Stimme zu einer männlichen. Sie versucht sogar, die Stimme ihres Freunds zu klonen, um damit eine weitere Maschine, ein intelligentes Auto, zu entsperren. Das alles ist technisch nahe an der Realität. Nicht zuletzt wirft man einen Blick in die mögliche Zukunft von Androiden, die keine reinen Sexroboter sind, aber eben auch und vor allem diese Rolle einnehmen. Ein Companion dieser Art scheint wirklich die perfekte Begleitung zu sein. Regisseur Drew Hancock erklärte in einem Interview mit Entertainment Weekly, dass es ihm, anders als in Filmen wie „M3GAN“ oder „Subservience“, nicht um eine künstliche Intelligenz gehe, die außer Kontrolle gerät, sondern um eine, die selbst die Kontrolle übernimmt.

Abb.: Patrick erinnert an Guy Rider aus dem Cybrothel in Berlin (Foto: Cybrothel)