Verschwindet der Mensch im Robozän?

„Der halb scherzhaft, halb ernst gemeinte Begriff des Robozäns steht für die auf das Anthropozän womöglich nachfolgende Epoche, in der Roboter und Systeme mit künstlicher Intelligenz (KI) mit uns in allen wesentlichen Bereichen koexistieren, kooperieren und kollaborieren und für das Überleben von Lebewesen unverzichtbar geworden sind. Das Anthropozän ist das Zeitalter, das vom Menschen geprägt und in dem Natur in Kultur überführt ist.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Robozän“ von Oliver Bendel, der am 16. September 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgt der Abschnitt „KI-Ära und Robozän“. An dessen Ende ist zu lesen: „‚Der Mensch erscheint im Holozän‘ – so betitelte einst Max Frisch seine Erzählung von 1979. Mehrere Science-Fiction-Bücher und -Filme sagen voraus, dass der Mensch im Robozän verschwindet.“ In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik widmet sich dem Miteinander und Gegeneinander von Mensch und Maschine im Robozän. Autonome Systeme und KI-Tools können im moralischen Sinne keine Verantwortung übernehmen und keine Rechte haben. Zugleich formen ihre auf Algorithmen basierenden Entscheidungen – bei solchen mit moralischen Implikationen ist die Maschinenethik im Spiel – immer mehr die ökonomischen und sozialen Gegebenheiten und unterstützen sie mit ihren Fähigkeiten die Möglichkeiten des Homo faber und das Überleben des Homo sapiens in einer zunehmend unwirtlichen Welt. Vielleicht kann man in diesem Sinne den Prophezeiungen der Science-Fiction zumindest ein Stück weit entkommen.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/robozaen-178167 aufgerufen werden.

Abb.: Oliver Bendel und der Android Euclid (Foto: Nihan Karataş)

Überlegungen zum Anthropozän

„Das Anthropozän ist das Zeitalter, das vom Menschen geprägt und in dem Natur in Kultur überführt ist. Die Erde erscheint mit Blick auf das auf ihr herrschende Leben, ihre Oberfläche und ihre Atmosphäre stark verändert. Auch der Weltraum trägt bereits Spuren. Die Bezeichnung stammt von dem Nobelpreisträger für Chemie Paul Crutzen, der in einem Artikel in Nature von 2002 betonte, dass sich die Auswirkungen des Menschen auf die globale Umwelt in den letzten drei Jahrhunderten verschärft haben …“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 10. Oktober 2023 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Im Anschluss an ein Zitat von Paul Crutzen heißt es: „Ein weiterer, nicht nur scherzhafter Begriff ist der des Robozäns – er steht für die womöglich nachfolgende Epoche, in der Roboter und Systeme mit künstlicher Intelligenz (KI) mit uns in allen wesentlichen Bereichen koexistieren, kooperieren und kollaborieren und für das Überleben von Lebewesen unverzichtbar geworden sind.“ In einem zweiten Abschnitt wird auf den Hintergrund eingegangen und das eine oder andere Beispiel gegeben. In einem dritten Abschnitt werden ethische Fragen gestellt. Der Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/anthropozaen-125567 aufgerufen werden.

Abb.: Selbst auf dem Mond hinterlässt der Mensch Spuren (Bild: DALL-E 3)