Einfache moralische Maschinen

Auf der Plattform KMU Business World ist am 30. August 2013 der Artikel „Einfache moralische Maschinen“ von Oliver Bendel erschienen. Eine Vorabveröffentlichung brachte der Blog des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Moralische Maschinen sind nach der Meinung des Philosophen und Wirtschaftsinformatikers bereits heute möglich. Man dürfe sie nur nicht zu kompliziert denken und zu komplex gestalten. Wenn es sich um spezialisierte autonome oder teilautonome Systeme handele, könne man bei ihren Kernfunktionen ansetzen und sie mit geringfügigen Änderungen, mit wenigen zusätzlichen Komponenten in einfache moralische Maschinen verwandeln. Wie das geschehen kann, wird an vier Beispielen gezeigt, an Servicerobotern, privaten Drohnen, Chatbots und selbstständig fahrenden Autos.

Abb.: Eine einfache moralische Maschine kann man einfach umsetzen

Der GOODBOT in der UnternehmerZeitung

Ein Artikel in der UnternehmerZeitung vom 2. Juli 2013 geht auf das GOODBOT-Projekt ein, das im Juni 2013 an der Hochschule für Wirtschaft FHNW gestartet ist. Der „moralische Chatbot“ soll auch auf Selbstmorddrohungen oder Ankündigungen von Amokläufen adäquat reagieren und überhaupt ein angenehmer Zeitgenosse (und trotzdem kein Langweiler) sein. Es werden sieben Regeln genannt, die „hinsichtlich seiner Akte und Sprechakte gegenüber dem Benutzer“ gelten sollen. Dazu gehört auch eine Transparenzregel: „Der GOODBOT macht dem Benutzer klar, dass er eine Maschine ist.“ (Regel 1) Und eine Regel zur Beobachtung: „Der GOODBOT ist kein Spitzel und wertet Gespräche mit dem Benutzer nicht aus.“ (Regel 6) Für das Projekt wurden verschiedene konzeptionelle Vorleistungen wie der Regelkatalog erbracht. Von Juni 2013 bis Januar 2014 arbeiten sich drei Studierende der Hochschule in die Maschinenethik und die Roboterethik ein und entwickeln einen Prototyp. Initiator und Leiter des Projekts ist der Philosoph und Wirtschaftsinformatiker Oliver Bendel. Der Artikel ist in der siebten Ausgabe der UnternehmerZeitung auf den Seiten 30 und 31 zu finden.

Abb.: Der GOODBOT ist kein Spitzel