Sechs Konzepte sozialer Roboter

Im Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ vom 12. bis 14. Februar 2026 am FHNW-Campus Brugg-Windisch wurden von den Studenten und Studentinnen sechs Konzepte sozialer Roboter präsentiert. PlantBuddy ist ein humanoider Pflanzenpfleger, der Zimmerpflanzen automatisch bewässert, je nach Sonnenbedarf verschiebt und so für optimale Wachstumsbedingungen sorgt. Gluco-Guard richtet sich an Menschen mit Diabetes und kombiniert gesundheitliche Unterstützung mit emotionaler Begleitung in Form tierähnlicher Roboterfiguren. Coach Arnold ist ein Trainingsassistent für Fitnessstudios, der Mitglieder erkennt, personalisierte Trainingspläne erstellt, Übungen analysiert und zusätzlich organisatorische Aufgaben übernehmen kann. Conviva wurde als sozialer Serviceroboter für die Gastronomie konzipiert und fungiert im Restaurant als Gesprächspartner und Empfehlungsgeber für allein speisende Gäste. Babyball unterstützt Eltern im Alltag, fördert die motorische Entwicklung von Kleinkindern und integriert Sicherheitsfunktionen wie Kamera- und Benachrichtigungssysteme. CONNECTO schließlich ist ein Gebärdensprachenassistent, der gesprochene Sprache in Gebärdensprache übersetzt und so die Kommunikation zwischen hörenden und gehörlosen Menschen erleichtert. Alle Modelle wurden unter Verwendung von Bildgeneratoren visualisiert und mit Hilfe des Fünf-Dimensionen-Modells von Oliver Bendel beschrieben. Er führt das Wahlmodul unter verschiedenen Bezeichnungen und mit unterschiedlichen Schwerpunkten in Olten und Brugg-Windisch seit 2021 durch.

Abb.: Conviva, ein sozialer Roboter für die Gastronomie

25 Konzepte und Artefakte der Maschinenethik und der Sozialen Robotik

Seit 2012 sind auf Initiative von Oliver Bendel 25 Konzepte und Artefakte der Maschinenethik und der Sozialen Robotik entstanden, die eine Idee veranschaulichen oder die Umsetzung verdeutlichen sollen. Darunter sind Conversational Agents wie GOODBOTLIEBOTBESTBOT und SPACE THEA, die auf Konferenzen, in Journals und in den Medien vorgestellt wurden, und tierfreundliche Maschinen wie LADYBIRD und HAPPY HEDGEHOG, die in Büchern wie „Die Grundfragen der Maschinenethik“ von Catrin Misselhorn und auf indischen, chinesischen und amerikanischen Plattformen behandelt wurden. Zuletzt wurden zwei Chatbots für eine tote und eine gefährdete Sprache geschaffen, nämlich @ve (für Latein) und @llegra (für Vallader, ein Idiom des Rätoromanischen). Im Jahre 2024 wird das CAIBOT-Projekt fortgesetzt. In diesem soll ein Sprachmodell mit Hilfe von Prompt Engineering oder Finetuning in eine moralische Maschine verwandelt werden, nach dem Vorbild von Claude von Anthropic. Im Projekt „The Animal Whisperer“ soll eine App entwickelt werden, die die Körpersprache ausgewählter Tiere versteht und zusätzlich ihr Umfeld beurteilt, mit dem Ziel, Hinweise zum Umgang mit ihnen zu geben. Im Bereich der Maschinenethik dürften Oliver Bendel und seine wechselnden Teams zu den aktivsten Gruppen weltweit gehören.

Abb.: 25 Artefakte der Maschinenethik und Sozialen Robotik