Können Maschinen kreativ sein?

Können Roboter und KI-Systeme kreativ sein? Seit dem Aufkommen generativer KI wird diese Frage intensiv diskutiert. Dabei geht es nicht nur darum, ob Maschinen Bilder, Texte oder Musik hervorbringen können. Es geht auch darum, was wir überhaupt unter Kreativität und Kunst verstehen und ob diese notwendig an Menschen gebunden ist. Die Biennale Arte 2026 hätte ein hervorragender Ort sein können, um sich in diese Diskussion einzumischen. Tatsächlich geschieht dies nur vereinzelt. Im chinesischen Pavillon schreibt der humanoide Roboter Astribot S1 im Stile des Kalligrafiemeisters Wang Dongling. Die Besucher können die Kunstwerke, wenn es welche sind, mit nach Hause nehmen. Zhang Zhoujie wiederum lässt Computer auf der Grundlage vorgegebener Regeln Formen für seine „digital chairs“ entwickeln. Der Designer versucht dabei, möglichst wenig Kontrolle auszuüben und dem Computer einen eigenen Gestaltungsspielraum zu überlassen. Im Venedig-Pavillon übersetzt „Echo/SommersiVo“ Erinnerungen und Eindrücke der Besucher mit Hilfe künstlicher Intelligenz in eine sich ständig verändernde Klang- und Bildwelt. Die Beteiligten sprechen ausdrücklich von einer Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI im kreativen Prozess. Das sind interessante Ansätze, die jedoch Ausnahmen bleiben. Ausgerechnet zu einer Zeit, in der generative KI unser Verständnis von Urheberschaft, Originalität und Kreativität herausfordert, macht die wichtigste internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst diese Entwicklung kaum zum Gegenstand. Die Biennale Arte 2026 hätte die Frage, ob Maschinen kreativ sein können, nicht beantworten müssen. Aber sie hätte sie stellen sollen.

Abb.: Astribot S1 bei der Arbeit

Der Hirsch auf der Flucht

Die 61. Internationale Kunstausstellung La Biennale di Venezia, die Biennale Arte 2026, findet vom 9. Mai bis 22. November 2026 in den Giardini, im Arsenale und an weiteren Orten in Venedig statt. Besonders eindrucksvoll ist der „Origami Deer“ der ukrainischen Künstlerin Zhanna Kadyrova, der im Zentrum des ukrainischen Beitrags „Security Guarantees“ steht. Der kantige Hirsch, der wie eine überdimensionale Origamifigur wirkt, wurde 2019 aus Beton geschaffen und im Yuvileynyi-Park in Pokrowsk in der Region Donezk aufgestellt – auf einem Sockel, auf dem zuvor ein sowjetisches Militärflugzeug gestanden hatte, das Atomwaffen tragen konnte. Als sich im August 2024 die Front der Stadt näherte und die Bevölkerung evakuiert wurde, demontierten Kadyrova, der Kurator Leonid Marushchak und weitere Helfer die eigentlich für einen dauerhaften Verbleib geschaffene Skulptur und brachten sie in Sicherheit. Auf dem Weg zur Biennale reiste der Hirsch über Warschau, Wien, Prag, Berlin, Brüssel und Paris durch Europa und wurde selbst zu einem Vertriebenen. In Venedig hängt das schwere Tier an einem Kran an der Riva Ca‘ di Dio vor den Giardini in der Luft, während im ukrainischen Pavillon im Arsenale seine Evakuierung und seine Reise dokumentiert werden. Der von Ksenia Malykh und Leonid Marushchak kuratierte Beitrag verweist mit seinem Titel auf das Budapester Memorandum von 1994, in dessen Zusammenhang die Ukraine auf die auf ihrem Territorium verbliebenen sowjetischen Atomwaffen verzichtete und im Gegenzug Sicherheitszusicherungen erhielt. So verbindet „The Origami Deer“ mehrere Widersprüche miteinander: Der Hirsch sieht aus wie gefaltetes Papier, besteht aber aus schwerem Beton; er war als dauerhaftes Kunstwerk gedacht und wurde zur Flucht gezwungen; und er steht zugleich für die Zerbrechlichkeit von Sicherheit und die Widerstandsfähigkeit eines Kunstwerks, das Krieg und Vertreibung überdauert hat. Letztlich geht es darum, dass manche Verträge das Papier nicht wert sind, auf das sie geschrieben wurden.

Abb.: Der Hirsch auf der Biennale

Venezianische Glocke mit lebendigem Schlegel

Die Biennale Arte 2026 findet vom 9. Mai bis 22. November 2026 in den Giardini, im Arsenale und an weiteren Orten in Venedig statt. Zu den kontrovers diskutierten Beiträgen gehört der österreichische Pavillon von Florentina Holzinger mit der Installation „Seaworld Venice“. Zu jeder vollen Stunde klettert eine nackte Performerin an einem Seil hoch in die Glocke, hängt anschließend kopfüber darin und wird so selbst zum lebendigen Schlegel. Zu sehen sind ihr Oberkörper und ihr Kopf. Es ist ein Verweis auf die historische Funktion venezianischer Kirchenglocken als Signalgeber für Gefahr, Hochwasser oder politische Ereignisse. Sicherlich ist es auch die weithin sichtbare Darstellerin, die die Scharen anlockt, und nicht nur die mediale Berichterstattung. Im Inneren des Pavillons setzt sich die Auseinandersetzung mit Wasser und Körper fort. In einem Schautauchbecken liegt eine nackte Performerin in aufbereitetem menschlichem Urin, der laufend von Besuchern in einem Dixi-Klo gespendet wird, während in einem gefluteten Ausstellungsraum eine nackte Performerin auf einem Jetski ihre Runden dreht, bis die Besucher nass werden von der Gischt. Trotz der auf Aktivismus gründenden und auf Effekt setzenden Elemente erreicht Holzingers Beitrag eine hohe künstlerische Qualität und zählt zu den Highlights der Biennale 2026.

Abb.: Die Performerin steigt in die Glocke

World Humanoid Robot Games 2026

Die World Humanoid Robot Games 2026 laufen vom 23. bis zum 25. August 2026 in Peking. Mehr als 2000 humanoide Roboter von über 660 Teams treten in 30 Sportwettkämpfen und 21 Szenariowettbewerben an. Neben Medien- und Robotikorganisationen gehört die Pekinger Stadtregierung zu den Mitveranstaltern. Die meisten Modelle sind Allzweckroboter (General-Purpose Robots) oder basieren auf General-Purpose-Robots-Plattformen und wurden mehr oder weniger stark modifiziert. Während es beim Sport vor allem um Show, Effekte und Emotionen geht, sollen die Szenariowettbewerbe zeigen, ob die Maschinen tatsächlich in Produktion, Logistik, Hotellerie und Gastronomie, Einzelhandel, Haushalt, Büro und Rettungswesen bestehen können. Besonders eindrucksvoll sind die flüssigen Bewegungen beim Kickboxen, auch wenn diese ferngesteuert werden. Beim Tennis agieren die Roboter autonom, allerdings noch auf bescheidenem Niveau. Spektakulär sind zudem die Laufrekorde, während das Abbremsen weiterhin Probleme bereitet. Insgesamt zeigt sich: Es wackelt noch, wie vor ein paar Jahren bei Bild- und Videogeneratoren, aber es wird ständig stabiler. China hat bei Allzweckrobotern und überhaupt humanoiden Robotern in den vergangenen Jahren aufgeholt und besitzt Vorteile bei Produktion, Infrastruktur, Lieferketten, Stückzahlen und Preisen. Rund 80 Prozent der weltweiten Auslieferungen kommen inzwischen von dort. Die Veranstaltung ist letztlich eine Technik- und Machtdemonstration.

Abb.: Der Unitree G1 in Zürich

Der Schweizer Roboter-Flüsterer

„Gut 90 Gäste kamen in den Genuss eines hervorragenden Vortrags zum Thema ‚Roboter‘ mit Schwerpunkt Roboter in der Pflege.“ So lautet der Teaser des Artikels „Professor Oliver Bendel – der Schweizer Roboter-Flüsterer!“, der in der August-Ausgabe von TOP HINWIL erschienen ist. Seit 1994 bieten die Aktiven Seniorinnen und Senioren Hinwil (ASSH) monatlich einen Vortrag an. Zu den Referenten gehörten Claude Nicollier, Astronaut und Wissenschaftler, Ulrich Tilgner, Nahostkorrespondent, Franz Hohler, Schriftsteller, und Erich von Däniken, Bestsellerautor. Am 17. Juni 2026 war Oliver Bendel zu Gast. Er beleuchtete die Rolle sozialer Roboter, gegenwärtiger Assistenzroboter und künftiger Allzweckroboter in der Pflege. Anhand zahlreicher aktueller Beispiele aus Forschung und Praxis zeigte er, wie Robotersysteme bereits heute Pflegekräfte unterstützen, Pflegebedürftige aktivieren und bei alltäglichen Aufgaben helfen können. Dabei ging es sowohl um soziale Interaktion und Unterhaltung als auch um konkrete Assistenzleistungen wie Handreichungen, Mobilisierung oder Unterstützung im Pflegealltag. Darüber hinaus widmete sich der Vortrag den ethischen und gesellschaftlichen Fragen, die mit dem Einsatz von KI-gestützten Robotern verbunden sind. Danach fand eine rege Diskussion statt. Das Lokalblatt wird in einigen Tagen über www.top-hinwil.ch/top-archiv/ als PDF zur Verfügung gestellt.

Abb.: Oliver Bendel mit Alpha Mini (Foto: Pascal Mora)

Towards a Discipline of Animal-Machine Interaction

Robophilosophy 2026 kicked off on August 11, 2026, at University College Dublin (UCD) in Dublin, Ireland. Held under the theme „Connected Futures – Nature, Robots, and Society“, the conference runs from August 11–14 and brings together researchers from a wide range of disciplines to explore how robotics and artificial intelligence are transforming human societies and the natural world. On the first day, Prof. Dr. Oliver Bendel from the FHNW School of Business presented his paper „Towards a Discipline of Animal-Machine Interaction: Ethical and Design Challenges of Machines in Animal Habitats“ in the session „Environmental Robotics and Society“. From the abstract: „As autonomous and semi-autonomous machines such as robots and drones increasingly enter animal habitats, new ethical and conceptual challenges emerge. This article proposes animal-machine interaction (AMI) as a distinct discipline concerned with the design and governance of technologies operating in relation to animals. After clarifying core concepts and delineating AMI from related fields, the article highlights the role of machine ethics in developing animal-friendly systems. Selected application examples illustrate how machines can reduce negative impacts on animals and, in some cases, support animal survival through animal-friendly design. The ethical discussion addresses both opportunities and risks of technological intervention in animal habitats. It is becoming clear that AMI is an increasingly important field of research, but one that must remain open to critical reflection and reorientation.“ The proceedings, containing all conference papers, will be available in late 2026. For those who don’t want to wait: Oliver Bendel recently published a short book on animal-machine interaction with Springer.

Fig.: Oliver Bendel with his new book

Robophilosophy 2026 Opens in Dublin

The Robophilosophy Conference 2026 (RP2026) opened on August 11, 2026, at University College Dublin (UCD) in Dublin, Ireland. Held under the theme „Connected Futures – Nature, Robots, and Society“, the conference runs from August 11–14 and brings together researchers from a wide range of disciplines to explore how robotics and artificial intelligence are transforming human societies and the natural world. RP2026 is the seventh installment in the international Robophilosophy conference series. University College Dublin (UCD) is Ireland’s largest university and one of the country’s leading research institutions. Located in Dublin, the capital of Ireland, UCD is home to more than 34,000 students and has a strong international profile. As robotic systems become increasingly embedded in everyday life, RP2026 seeks to foster dialogue across fields including social robotics, computer science, human-robot interaction, the humanities, social sciences, law, economics, and environmental research. Key questions include how robotic technologies can uphold human dignity, autonomy, and social justice; how legal systems need to adapt to autonomous decision-making; and whether robots can contribute to sustainability rather than accelerate ecological decline. The conference also addresses the impact of automation on labor markets and economic inequality, the changing meaning of work and human care, and the responsibilities humans may have toward the artificial agents they create. The first day of the conference featured keynote presentations by Lynne Baillie and Arno Klein. The program also included two sessions: „Environmental Robotics and Society“ (chaired by Oliver Bendel) and „Responsible Technology Development“ (chaired by Sun Park). Several workshops complemented the program, offering additional perspectives on the social, ethical, and environmental dimensions of robotics and artificial intelligence. The Robophilosophy Conference 2026 provides a space for dialogue between technological, philosophical, social-scientific, and environmental perspectives. At its core is the question of how technological innovation can be shaped not only to create new possibilities, but also to contribute to a humane, just, and sustainable future. Further details are available at www.ucd.ie/robophilosophy2026/.

Fig.: At UCD in Dublin

Die Session „Environmental Robotics and Society“ bei der Robophilosophy 2026

Die Robophilosophy ist neben der ICSR die vielleicht wichtigste Konferenz, wenn es um philosophische und soziale Aspekte in der Sozialen Robotik geht. Der Begriff der Roboterphilosophie wird unterschiedlich verstanden. Während die Organisatoren ihn auf die Soziale Robotik beziehen, hat ihn Oliver Bendel – Technikphilosoph und Betreiber der Plattform robophilosophy.com – gegenüber der Robotik insgesamt geöffnet, bezieht also z.B. auch ontologische, ästhetische und ethische Aspekte der Industrierobotik und der Servicerobotik mit ein. Die Robophilosophy ist eine Biennale, die zuletzt in Aarhus und Helsinki stattfand. Dieses Mal trifft man sich vom 11. bis 14. August 2026 in Dublin. Am Nachmittag des ersten Tags wird Session 2 zu „Environmental Robotics and Society“ durchgeführt, mit Oliver Bendel als Chair. Janko Munjić referiert zum Thema „Posthuman Victims in the Anthropocene: Environmental Social Robots, Layered Harm, and the Edges of Criminal Law“. Oliver Bendel selbst hält den Vortrag „Towards a Discipline of Animal-Machine Interaction: Ethical and Design Challenges of Machines in Animal Habitats“. Es folgen Catherine F. Botha mit „Ecobots and Ecological Capabilities: Ethical Reflections on Robots as Functional Ecological Agents“ und Ghulam E. Mustafa Abro and Johanna Seibt mit „Aerial Robotics in Society: Energy, Ethics, and Accountability for Sustainable Monitoring“. Parallel findet Session 1 zu „Responsible Technology Development“ statt, mit Sun Park als Chair. Zu den Vortragenden gehört Katharina Kühne, die das Paper „No Red Romance for Robots? Investigating the Red Attraction Effect in Humanlike Robots“ von E. L. M. Waller, Diana P. Edenburger, Oliver Bendel, Martin H. Fischer und Katharina Kühne vorstellt.

Abb.: Die Kulturlandschaft von Irland

The World Through AI

„Die große Sommerausstellung zeigt Kunstwerke aus den letzten zehn Jahren, die sich mit den kognitiven, politischen und ökologischen Dimensionen der KI auseinandersetzen. Eine Reihe von Zeitkapseln – kleine Kuriositätenkabinette – verbinden die Gegenwart mit der Vergangenheit.“ Mit diesen Worten wird die Ausstellung „The World Through AI“ in der Frankfurter Schirn angekündigt, die den Besucher mit manchen Objekten, Videos und Installationen erfreut, etwa mit denen von Holly Herndon und Mat Dryhurst, mit vielen Texten aber in einer Weise belehrt und verwirrt, dass man letztlich enttäuscht das Provisorium in Bockenheim – eine alte Druckerei – verlässt. Es fängt damit an, dass künstliche Intelligenz schon in den beiden ersten Räumen vor allem als böse präsentiert wird. Man fragt sich schnell, warum denn eine Ausstellung mit diesem Fokus stattfindet, wenn man so wenig davon hält. Es ist indes nicht nur so, dass vor allem die Risiken und kaum die Chancen thematisiert werden, sondern auch so, dass man anscheinend gar keine andere Meinung duldet. Es wird Behauptung an Behauptung gereiht, ganz und gar erdrückend, doch ohne jeden Beweis. Manche Darstellungen sind ungenau, einige falsch. So wird suggeriert, dass Halluzinationen ein bewusst eingesetztes Werkzeug psychologischer Beeinflussung seien. Tatsächlich sind sie aber unerwünschte Fehler eines KI-Modells, und gezielte Manipulationen sind davon begrifflich und technisch zu unterscheiden. Man hätte sich insgesamt weniger Aktivismus und mehr Expertise gewünscht. Es gibt seit Jahren zahlreiche Ausstellungen zu und mit künstlicher Intelligenz. In Frankfurt wurde eine Chance vertan.

Abb.: Das Ausstellungsplakat vor dem Druckereigebäude

Feier der Daimler und Benz Stiftung zum Jubiläum des 40-jährigen Bestehens

Die Daimler und Benz Stiftung beging am 24. Juli 2026 das Jubiläum des 40-jährigen Bestehens mit einer Feier beim Carl-Benz-Haus in Ladenburg. Am Eingang wurden die Gäste von Geschäftsführer Dr. Jörg Klein und Vorstand Prof. Dr. Lutz Gade begrüßt. An Infoständen und mit Posterpräsentationen wurde Wissen vermittelt. Dabei hielt Patricia Piekenbrock, Physikerin und Kommunikationsverantwortliche der Stiftung, die Fäden zusammen. Die Organisation und Durchführung wäre nicht denkbar gewesen ohne Marion Hartmann und Monika Stulberg. Ein erster Höhepunkt war, dass die Darstellerin von Bertha Benz, Angela Pfenninger, in den Benz Patent-Motorwagen Nummer 3 stieg. Anschließend gingen Prof. Dr. Lutz Gade und Olaf Schick, Mitglied des Vorstands Integrität, Governance und Nachhaltigkeit der Mercedes-Benz Group AG, auf die Geschichte der Stiftung ein. Der an der Universität Heidelberg lehrende und forschende Chemiker, Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz, hob u.a. die Förderung in den Bereichen der KI und der Roboter- und Maschinenethik sowie die Unterstützung von Projekten in Afrika hervor. Namentlich erwähnt wurden die wissenschaftlichen Mitglieder des Stiftungsrats, Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW), Prof. Dr. Hartmut Hillmer (Universität Kassel), Prof. Dr. Ralf Poscher (Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht) und Prof. Dr. Tereza Tykvová (Universität St. Gallen). Die Keynote hielt Prof. Dr. Dominika Wylezalek (Universität Heidelberg). Vor dem Hintergrund der Wissenschaftsfreiheit eilte sie durch die Jahrtausende der Astronomie. Von einer Band begleitet, ging das Fest bis in die späten Abendstunden.

Abb.: Angela Pfenninger als Bertha Benz und Oliver Bendel (Foto: Stefanie Hauske)

Oliver Bendel bei der ICSR + Art 2026

Die General Chairs der ICSR + Art 2026 vom 1. bis 4. Juli in London waren Hooman Samani und Saina Akhond, beide von der University of the Arts London, mit John-John Cabibihan, Qatar University, als General Co-Chair. Oliver Bendel hatte unterschiedliche Funktionen inne. In der einjährigen Zeit der Vorbereitung fungierte er als Publicity Chair. Er verfasste Basistexte zu wichtigen Ereignissen, die dann als Posts in seinen Blogs verwendet und vom Social Media Chair, Nihan Karataş, zu geeigneten Texten für die sozialen Medien transformiert wurden. Bei der Session 18 mit dem Titel „Identity, Narratives & Power“ am dritten Tag war er Chair zusammen mit Neziha Akalin. Bei der Design Grand Challenge und der Art Grand Challenge war er Mitglied der Jury, zusammen mit Pramidan Caleb-Solly, Alessandra Sorrentino, Sarah Shelby und Heather Knight. Als Wissenschaftler stellte er sein Paper „Kiss Me More: Artificial Lips for Intimate Encounters“ vor und war Drittautor des Papers „Reading Between the Laughs: A Human-Referenced Audio Evaluation of MLLMs for Social Robotics“ seines Data-Science-Studenten Sahan Hatemo und seiner ehemaligen Doktorandin Katharina Kühne. Ein Booklet der führenden Konferenz zur Sozialen Robotik verzeichnet alle Engagements, Events und Talks. Bei der ICSR + Art 2027 in Potsdam ist Oliver Bendel General Chair neben Katharina Kühne und Ilona Buchem.

Abb.: Oliver Bendel bei der ICSR + Art 2026 mit Ameca

Euclid and Moira Put AI Storytelling to the Test

Humanoid robots are becoming increasingly convincing conversational partners, but can they also become good storytellers? This intriguing question will be explored at New Scientist Live 2026 in London during the Family session „Science Bites: Why are robots bad story tellers?“ on October 10 from 12:40 to 1:20 p.m. Computer scientist Dr. Carl Strathearn and lecturer and computer scientist Emilia Sobolewska will present their two AI-powered humanoid robots, Euclid and Moira, and let them engage in a live conversation. While today’s AI systems can generate impressive text, storytelling remains a difficult challenge because compelling narratives require contextual understanding, shared knowledge, creativity, and the ability to connect ideas in meaningful ways. During the demonstration, the two robots will exchange thoughts and ideas, and the audience may even witness them gradually drifting into hallucinations and constructing a shared fantasy world. The researchers hope that these spontaneous interactions could offer new insights into how imagination and creativity might emerge in autonomous AI systems. Euclid has already attracted considerable attention this summer as one of the highlights of the 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) in London, where visitors were able to interact directly with the advanced humanoid robot. Developed by Carl Strathearn and Emilia Sobolewska, Euclid combines automatic speech recognition, computer vision, generative AI, skin sensors, and an innovative robotic mouth that produces highly realistic speech movements through machine learning. Unlike many famous humanoid robots with idealized faces, Euclid deliberately represents an older man with deeply lined features, challenging established design conventions while emphasizing authenticity, diversity, and natural human interaction. The upcoming New Scientist Live session now offers another opportunity to experience Euclid in action, this time in an experiment that explores one of the most fascinating frontiers of artificial intelligence: whether machines can move beyond generating language and begin creating genuinely imaginative stories together.

Fig.: Euclid at ICSR + Art 2026

More Than a Venue: Four Days at Senate House

After four inspiring days, the 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) came to a close in London. Hosted at Senate House, part of the University of London in the heart of the city, the conference found a venue that proved to be far more than just a location. In retrospect, the building itself became one of the defining features of the event – its brain, its heart, and its stomach from beginning to end. Each morning, the distinctive silhouette of Senate House served as the landmark, guiding participants as they arrived. Throughout the day, the benches in the square outside became a place to relax between sessions, continue conversations, or simply enjoy a quiet moment in the middle of a busy conference schedule. Inside, every hall contributed its own unique atmosphere. The magnificent Crush Hall, with its grand staircase flanked by the ICSR banners, welcomed attendees and provided the setting for the artistic performances. The spacious Beveridge Hall hosted the main tracks, while the Chancellor’s Hall was home to the special sessions. The McMillan Hall became the social hub during coffee breaks and meals, where scientific discussions blended naturally with informal conversations. Finally, there was the Debate Hall, also known as the Senate Room, whose walls seemed to echo the spirit of past debates, disagreements, and reconciliations. This time, it witnessed encounters not only between people, but also between people and robots. For many visitors, the building was also familiar from popular culture. Senate House has appeared in several major productions, including „Batman Begins“, „The Dark Knight Rises“, „Fast & Furious 6“, „No Time to Die“, and „The Crown“, and is said to have inspired George Orwell’s depiction of the Ministry of Truth in „Nineteen Eighty-Four“. During ICSR + Art 2026, however, it became something different: a living space for science, art, and human interaction – and an unforgettable part of the conference itself.

Fig.: Jana Figge and Oliver Bendel in front of Senate House (Photo: Hooman Samani)

QUANTWIN Premieres at ICSR + Art 2026

The 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) is currently taking place in London from July 1–4, bringing together researchers, academics, and industry professionals from around the world to discuss the latest advances in social robotics. The evening program on the first day of the conference opened with the premiere performance of QUANTWIN by artist Silke Grabinger. The work explores the idea of twins, inspired by Grabinger’s own unborn twin sibling, through an immersive digital twin embodied in a soft robotic entity that interacts with the performer. Rather than creating a perfect copy of oneself, QUANTWIN examines the encounter with the “Other” and the emergence of new hybrid identities. Drawing on the many-worlds interpretation of quantum physics, the performance presents the robotic twin as a possible expression of an alternative reality, inviting the audience to reflect on identity, technology, and human-machine relationships. The premiere demonstrated how art, robotics, and philosophy can come together to open new perspectives on social robotics. Further information is available at icsr2026.uk and www.silkegrabinger.com.

Fig.: Sile Grabinger at ICSR + Art 2026

Bei Konrad Zuse in Lohn und Brot

Seit 1994 bieten die Aktiven Seniorinnen und Senioren Hinwil (ASSH) monatlich einen Vortrag an. Zu den Referenten gehörten Claude Nicollier, Astronaut und Wissenschaftler, Ulrich Tilgner, Nahostkorrespondent, Franz Hohler, Schriftsteller, und Erich von Däniken, Bestsellerautor. Am 17. Juni 2026 war Oliver Bendel zu Gast. Im Anmeldeflyer hieß es im Teaser: „Professor Oliver Bendel ist laut Tages-Anzeiger der Schweizer Roboter-Flüsterer. Er erklärt uns, wie Roboter bei uns einziehen werden. Mit hilfreichen Fähigkeiten, aber auch zukünftigen Abhängigkeiten.“ Der Titel des Vortrags lautete „Soziale Roboter, Assistenzroboter und Allzweckroboter“. In seinem Vortrag beleuchtete Prof. Dr. Oliver Bendel die Rolle sozialer Roboter, gegenwärtiger Assistenzroboter und künftiger Allzweckroboter in der Pflege. Anhand zahlreicher aktueller Beispiele aus Forschung und Praxis zeigte er, wie Robotersysteme bereits heute Pflegekräfte unterstützen, Pflegebedürftige aktivieren und bei alltäglichen Aufgaben helfen können. Dabei ging es sowohl um soziale Interaktion und Unterhaltung als auch um konkrete Assistenzleistungen wie Handreichungen, Mobilisierung oder Unterstützung im Pflegealltag. Darüber hinaus widmete sich der Vortrag den ethischen und gesellschaftlichen Fragen, die mit dem Einsatz von KI-gestützten Robotern verbunden sind. Danach fand eine rege Diskussion statt. Die ca. 90 Anwesenden widerlegten eindrucksvoll, dass sie in ihren Achtzigern und Neunzigern zum alten Eisen gehören. Einer offenbarte im persönlichen Gespräch sogar, dass er noch für Konrad Zuse arbeitete. Dieser wäre am 22. Juni 2026 116 Jahre alt geworden.

Abb.: Oliver Bendel bei den Aktiven Seniorinnen und Senioren Hinwil (Foto: Henning Gietenbruch)

ARGOS: Reimagining Homer’s „Odyssey“ with a Robot Dog

The 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) will take place in London, UK, from 1–4 July 2026. ICSR is the leading international forum that brings together researchers, academics, and industry professionals from across disciplines to advance the field of social robotics. This year’s conference combines cutting-edge research in social robotics with a unique focus on artistic and creative applications of robotics. One of the highlights of the conference will be ARGOS, a performance staged on 3 July 2026 at Senate House in London. Rooted in Homer’s „Odyssey“, ARGOS reimagines the return of Odysseus after twenty years of war, recognized only by his faithful dog, here embodied by a real robot dog. The performance explores trust, intimacy, error, vulnerability, and the ethics of human-robot relationships. Developed as part of the Creative Robotics Theatre research initiative, ARGOS is a collaboration between the University of the Arts London, the University of Leeds, the Cyprus University of Technology, and CYENS. Directed by George Rodosthenous and produced by Hooman Samani, the project demonstrates how robotics and theatre can come together to inspire new reflections on technology and human connection. Further information is available at hoomansamani.com/creative-robotics/creative-robotic-theatre/argos/.

Fig.: The poster for the ARGOS performance

Blockmodul „Pflegerobotik“ an der HTU

Zwischen dem 8. und dem 19. Juni 2026 findet an der Hochschule für Technik und Umwelt FHNW (HTU) das Blockmodul „Pflegerobotik“ statt. Wissenschaftlich verantwortlich ist Prof. Dr. Roland Anderegg, Leiter Institut für Automation. Es werden Grundlagen zur Robotik, zur Künstlichen Intelligenz und zur Sozialen Robotik erarbeitet. Auch Marktentwicklung und Wirtschaftsumfeld spielen eine Rolle. Die Case Studies beziehen Praxisbeispiele aus Japan und der Schweiz ein. Vier Pflegeeinrichtungen fungieren als Fallgeber, das Regionale Alters- und Pflegezentrum Reiden, das Alterszentrum Am Bachgraben, das Pflegezentrum Süssbach und das Seniorenzentrum Untergäu. Das Inselspital Bern wird besucht, um die Sicht der Spitallogistik kennenzulernen. Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW vermittelte am 9. Juni die Grundlagen zur Sozialen Robotik und stellte Fragen aus Informationsethik und Maschinenethik heraus. Mit dabei war ein Teil seines privat finanzierten Social Robots Lab, namentlich Alpha Mini, Cupboo (Boo Boo), Eiliko und AIBI. Alle vier können wertvolle und zugleich niederschwellige Hilfen sein für beeinträchtigte und behinderte Personen. Insbesondere Eiliko und Aibi gelten als Wearable Social Robots.

Abb.: Der Wearable Social Robot Eiliko

Soziale Roboter, Assistenzroboter und Allzweckroboter

Die Aktiven Seniorinnen und Senioren Hinwil (ASSH) bieten seit 1994 monatlich einen Vortrag für die ältere Generation aus Hinwil und Umgebung an. Zu den Referenten gehörten Claude Nicollier, Astronaut und Wissenschaftler, Ulrich Tilgner, Nahostkorrespondent, Franz Hohler, Schriftsteller, und Erich von Däniken, Bestsellerautor. Am 17. Juni 2026 ist Oliver Bendel zu Gast. Im Anmeldeflyer heißt es im Teaser: „Professor Oliver Bendel ist laut Tages-Anzeiger der Schweizer Roboter-Flüsterer. Er erklärt uns, wie Roboter bei uns einziehen werden. Mit hilfreichen Fähigkeiten, aber auch zukünftigen Abhängigkeiten.“ Der Titel des Vortrags lautet „Soziale Roboter, Assistenzroboter und Allzweckroboter“. In seinem Vortrag beleuchtet Prof. Dr. Oliver Bendel die Rolle sozialer Roboter, gegenwärtiger Assistenzroboter und künftiger Allzweckroboter in der Pflege. Anhand zahlreicher aktueller Beispiele aus Forschung und Praxis zeigt er, wie Robotersysteme bereits heute Pflegekräfte unterstützen, Pflegebedürftige aktivieren und bei alltäglichen Aufgaben helfen können. Dabei geht es sowohl um soziale Interaktion und Unterhaltung als auch um konkrete Assistenzleistungen wie Handreichungen, Mobilisierung oder Unterstützung im Pflegealltag. Darüber hinaus widmet sich der Vortrag den ethischen und gesellschaftlichen Fragen, die mit dem Einsatz von KI-gestützten Robotern verbunden sind. Die Anmeldung erfolgt bis zum 12. Juni 2026 über www.hinwil-assh.ch. In seinem Buch „300 Keywords Weltraum“ hatte Oliver Bendel übrigens geschrieben: „Der schweizerische Autor Erich von Däniken nahm … an, dass Stonehenge als Landeplattform für Außerirdische gedient hat, was man als Unsinn bezeichnen darf.“

Abb.: Auch Miroka wird in der Pflege eingesetzt

Robotik und KI für autistische Personen

Unter dem Titel „KI trifft Autismus“ veranstaltete autismus schweiz am 30. Mai 2026 eine Fachtagung, die sich der Rolle künstlicher Intelligenz in der Gesellschaft und im Kontext von Autismus widmete. Fachliche Impulse lieferten Maximilian Popp (No Isolation), Matthias Schüssler (Tages-Anzeiger), Dr. Maya Schneebeli (KJPP), Prof. Dr. André Frank Zimpel (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW). Eine Referentin fiel aus. In seinem Vortrag „Soziale Roboter und Physical AI bei Autismus“ stellte Oliver Bendel mehrere Beispiele und Prototypen vor und ordnete diese aus technischer und ethischer Perspektive ein. Dabei erläuterte er auch, was unter Inclusive Robotics und Inclusive AI zu verstehen ist. Moderator war der bekannte SRF-Redakteur Bernard Senn. Die Teilnahme war sowohl vor Ort als Live-Anlass im großen Hörsaal Nord des Universitätsspitals Zürich als auch zeitversetzt über eine On-Demand-Version möglich. Die Aufzeichnung steht etwa zehn Tage nach dem Anlass bis Ende Juli 2026 über das Veranstaltungsportal zur Verfügung. Weitere Informationen sind über portal.autismus.ch/veranstaltungen/202 abrufbar.

Abb.: Bernard Senn kündigt Oliver Bendel an

„Off the Record“ zu Servicerobotern und sozialen Robotern

Nach generativer KI ist Robotik das Thema der Stunde, und natürlich kann man beides verbinden. Am 21. Mai 2026 lud Walder Wyss im Rahmen von „Off the Record“ ab 18 Uhr zu einem Robotikevent ins Kraftwerk Zürich ein. Es waren Freunde und Kunden der Anwaltskanzlei eingeladen. Es ging um klassische Serviceroboter ebenso wie um Allzweckroboter – und um soziale Roboter. Auf dem Panel waren Prof. Dr. Oliver Bendel, Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker, der sich seit einem Vierteljahrhundert intensiv mit Chatbots, Sprachassistenten und sozialen Robotern beschäftigt, und Sylvia Stocker, CEO von Arabesque. Es moderierten Ramona Wyss und Florian Gunz. Seit 27. Mai 2026 stehen die Fotos zur Veranstaltung zur Verfügung. Zu sehen sind auf ihnen nicht nur die genannten Personen, sondern auch die Roboter, die im Raum waren, wie Unitree G1, Mars und Pepper. Im Imageflyer schreibt die Anwaltskanzlei über sich: „We are a dynamic law firm with flat structures and a very friendly atmosphere. More than 300 legal experts make Walder Wyss one of the most successful Swiss commercial law firms. Our clients include national and international companies, publicly held corporations and family businesses as well as public law institutions and individuals.“ (Imageflyer Walder Wyss)

Abb.: Florian Gunz, Sylvia Stocker und Oliver Bendel (Foto: Walder Wyss)

Marvelboy bereitet Eis in Zürich zu

Am 21. Mai 2026 lud Walder Wyss im Rahmen von „Off the Record“ ab 18 Uhr zu einem Robotikevent ins Kraftwerk Zürich ein. Es waren Freunde und Kunden der Zürcher Anwaltskanzlei eingeladen. Es ging um Serviceroboter ebenso wie um Allzweckroboter. Auf dem Panel waren Prof. Dr. Oliver Bendel, Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker, und Sylvia Stocker, CEO von Arabesque. Es moderierten Ramona Wyss und Florian Gunz. Zusammen durcheilte man zweieinhalbtausend Jahre der Ideen- und Entwicklungsgeschichte der künstlichen Kreatur, von Talos und Pandora über die Androiden der Barockzeit bis hin zu Figure 03, Optimus und NEO. Vor und nach der Diskussion waren im Raum verschiedene Roboter unterwegs, etwa Unitree G1, Mars und Pepper. Draußen auf der Straße wartete ein Eisroboter, Marvelboy, auf seine Kunden. Umgesetzt ist er als Kiosksystem, ähnlich wie der Robobarista von Smyze. Marvelboy bereitete für Oliver Bendel ein Eis zu und tanzte zu „APT.“ von Bruno Mars und Rosé. Erst gegen 22 Uhr ging die Veranstaltung allmählich zu Ende.

Abb.: Marvelboy serviert das Eis

A Talk on Physical AI and the Future of Intimacy

On April 30, 2026, Prof. Dr. Oliver Bendel gave a talk on „Physical AI and the Future of Intimacy“ at the SAGA Conference in Montreal. From the abstract: „The presentation begins with the Tamagotchi, the iconic digital pet that demonstrated how simple interactive systems can evoke emotional attachment. It then turns to social robots, wearable social robots, and AI-enhanced sex toys, love dolls, and sex robots. Today, large language models (LLMs) and multimodal language models (MLLMs) enable dialogue, perception, and evaluation in these systems. Such capabilities may also benefit people with disabilities, including blind users, by facilitating communication and interaction. At the same time, the physical dimension remains crucial. Embodied systems create presence and proximity: they can be touched, held, and stroked, and experienced through movement, vibration, or sound. The talk argues that future intimate technologies will emerge from the convergence of generative intelligence and physical embodiment, combining conversational AI with the sensory experience of a physically present companion.“ On May 19, 2026, the photos from the event, taken by Maison Toki, an independent art agency in Montreal, were made available.

Fig.: Oliver Bendel during his talk (Photo: Maison Toki)