Die Robophilosophy ist neben der ICSR die vielleicht wichtigste Konferenz, wenn es um philosophische und soziale Aspekte in der Sozialen Robotik geht. Der Begriff der Roboterphilosophie wird unterschiedlich verstanden. Während die Organisatoren ihn auf die Soziale Robotik beziehen, hat ihn Oliver Bendel – Technikphilosoph und Betreiber der Plattform robophilosophy.com – gegenüber der Robotik insgesamt geöffnet, bezieht also z.B. auch ontologische, ästhetische und ethische Aspekte der Industrierobotik und der Servicerobotik mit ein. Die Robophilosophy ist eine Biennale, die zuletzt in Aarhus und Helsinki stattfand. Dieses Mal trifft man sich vom 11. bis 14. August 2026 in Dublin. Am Nachmittag des ersten Tags wird Session 2 zu „Environmental Robotics and Society“ durchgeführt, mit Oliver Bendel als Chair. Janko Munjić referiert zum Thema „Posthuman Victims in the Anthropocene: Environmental Social Robots, Layered Harm, and the Edges of Criminal Law“. Oliver Bendel selbst hält den Vortrag „Towards a Discipline of Animal-Machine Interaction: Ethical and Design Challenges of Machines in Animal Habitats“. Es folgen Catherine F. Botha mit „Ecobots and Ecological Capabilities: Ethical Reflections on Robots as Functional Ecological Agents“ und Ghulam E. Mustafa Abro and Johanna Seibt mit „Aerial Robotics in Society: Energy, Ethics, and Accountability for Sustainable Monitoring“. Parallel findet Session 1 zu „Responsible Technology Development“ statt, mit Sun Park als Chair. Zu den Vortragenden gehört Katharina Kühne, die das Paper „No Red Romance for Robots? Investigating the Red Attraction Effect in Humanlike Robots“ von E. L. M. Waller, Diana P. Edenburger, Oliver Bendel, Martin H. Fischer und Katharina Kühne vorstellt.
„Die große Sommerausstellung zeigt Kunstwerke aus den letzten zehn Jahren, die sich mit den kognitiven, politischen und ökologischen Dimensionen der KI auseinandersetzen. Eine Reihe von Zeitkapseln – kleine Kuriositätenkabinette – verbinden die Gegenwart mit der Vergangenheit.“ Mit diesen Worten wird die Ausstellung „The World Through AI“ in der Frankfurter Schirn angekündigt, die den Besucher mit manchen Objekten, Videos und Installationen erfreut, etwa mit denen von Holly Herndon und Mat Dryhurst, mit vielen Texten aber in einer Weise belehrt und verwirrt, dass man letztlich enttäuscht das Provisorium in Bockenheim – eine alte Druckerei – verlässt. Es fängt damit an, dass künstliche Intelligenz schon in den beiden ersten Räumen vor allem als böse präsentiert wird. Man fragt sich schnell, warum denn eine Ausstellung mit diesem Fokus stattfindet, wenn man so wenig davon hält. Es ist indes nicht nur so, dass vor allem die Risiken und kaum die Chancen thematisiert werden, sondern auch so, dass man anscheinend gar keine andere Meinung duldet. Es wird Behauptung an Behauptung gereiht, ganz und gar erdrückend, doch ohne jeden Beweis. Manche Darstellungen sind ungenau, einige falsch. So wird suggeriert, dass Halluzinationen ein bewusst eingesetztes Werkzeug psychologischer Beeinflussung seien. Tatsächlich sind sie aber unerwünschte Fehler eines KI-Modells, und gezielte Manipulationen sind davon begrifflich und technisch zu unterscheiden. Man hätte sich insgesamt weniger Aktivismus und mehr Expertise gewünscht. Es gibt seit Jahren zahlreiche Ausstellungen zu und mit künstlicher Intelligenz. In Frankfurt wurde eine Chance vertan.
Abb.: Das Ausstellungsplakat vor dem Druckereigebäude
Die Daimler und Benz Stiftung beging am 24. Juli 2026 das Jubiläum des 40-jährigen Bestehens mit einer Feier beim Carl-Benz-Haus in Ladenburg. Am Eingang wurden die Gäste von Geschäftsführer Dr. Jörg Klein und Vorstand Prof. Dr. Lutz Gade begrüßt. An Infoständen und mit Posterpräsentationen wurde Wissen vermittelt. Dabei hielt Patricia Piekenbrock, Physikerin und Kommunikationsverantwortliche der Stiftung, die Fäden zusammen. Die Organisation und Durchführung wäre nicht denkbar gewesen ohne Marion Hartmann und Monika Stulberg. Ein erster Höhepunkt war, dass die Darstellerin von Bertha Benz, Angela Pfenninger, in den Benz Patent-Motorwagen Nummer 3 stieg. Anschließend gingen Prof. Dr. Lutz Gade und Olaf Schick, Mitglied des Vorstands Integrität, Governance und Nachhaltigkeit der Mercedes-Benz Group AG, auf die Geschichte der Stiftung ein. Der an der Universität Heidelberg lehrende und forschende Chemiker, Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz, hob u.a. die Förderung in den Bereichen der KI und der Roboter- und Maschinenethik sowie die Unterstützung von Projekten in Afrika hervor. Namentlich erwähnt wurden die wissenschaftlichen Mitglieder des Stiftungsrats, Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW), Prof. Dr. Hartmut Hillmer (Universität Kassel), Prof. Dr. Ralf Poscher (Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht) und Prof. Dr. Tereza Tykvová (Universität St. Gallen). Die Keynote hielt Prof. Dr. Dominika Wylezalek (Universität Heidelberg). Vor dem Hintergrund der Wissenschaftsfreiheit eilte sie durch die Jahrtausende der Astronomie. Von einer Band begleitet, ging das Fest bis in die späten Abendstunden.
Abb.: Angela Pfenninger als Bertha Benz und Oliver Bendel (Foto: Stefanie Hauske)
Die General Chairs der ICSR + Art 2026 vom 1. bis 4. Juli in London waren Hooman Samani und Saina Akhond, beide von der University of the Arts London, mit John-John Cabibihan, Qatar University, als General Co-Chair. Oliver Bendel hatte unterschiedliche Funktionen inne. In der einjährigen Zeit der Vorbereitung fungierte er als Publicity Chair. Er verfasste Basistexte zu wichtigen Ereignissen, die dann als Posts in seinen Blogs verwendet und vom Social Media Chair, Nihan Karataş, zu geeigneten Texten für die sozialen Medien transformiert wurden. Bei der Session 18 mit dem Titel „Identity, Narratives & Power“ am dritten Tag war er Chair zusammen mit Neziha Akalin. Bei der Design Grand Challenge und der Art Grand Challenge war er Mitglied der Jury, zusammen mit Pramidan Caleb-Solly, Alessandra Sorrentino, Sarah Shelby und Heather Knight. Als Wissenschaftler stellte er sein Paper „Kiss Me More: Artificial Lips for Intimate Encounters“ vor und war Drittautor des Papers „Reading Between the Laughs: A Human-Referenced Audio Evaluation of MLLMs for Social Robotics“ seines Data-Science-Studenten Sahan Hatemo und seiner ehemaligen Doktorandin Katharina Kühne. Ein Booklet der führenden Konferenz zur Sozialen Robotik verzeichnet alle Engagements, Events und Talks. Bei der ICSR + Art 2027 in Potsdam ist Oliver Bendel General Chair neben Katharina Kühne und Ilona Buchem.
Abb.: Oliver Bendel bei der ICSR + Art 2026 mit Ameca
Humanoid robots are becoming increasingly convincing conversational partners, but can they also become good storytellers? This intriguing question will be explored at New Scientist Live 2026 in London during the Family session „Science Bites: Why are robots bad story tellers?“ on October 10 from 12:40 to 1:20 p.m. Computer scientist Dr. Carl Strathearn and lecturer and computer scientist Emilia Sobolewska will present their two AI-powered humanoid robots, Euclid and Moira, and let them engage in a live conversation. While today’s AI systems can generate impressive text, storytelling remains a difficult challenge because compelling narratives require contextual understanding, shared knowledge, creativity, and the ability to connect ideas in meaningful ways. During the demonstration, the two robots will exchange thoughts and ideas, and the audience may even witness them gradually drifting into hallucinations and constructing a shared fantasy world. The researchers hope that these spontaneous interactions could offer new insights into how imagination and creativity might emerge in autonomous AI systems. Euclid has already attracted considerable attention this summer as one of the highlights of the 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) in London, where visitors were able to interact directly with the advanced humanoid robot. Developed by Carl Strathearn and Emilia Sobolewska, Euclid combines automatic speech recognition, computer vision, generative AI, skin sensors, and an innovative robotic mouth that produces highly realistic speech movements through machine learning. Unlike many famous humanoid robots with idealized faces, Euclid deliberately represents an older man with deeply lined features, challenging established design conventions while emphasizing authenticity, diversity, and natural human interaction. The upcoming New Scientist Live session now offers another opportunity to experience Euclid in action, this time in an experiment that explores one of the most fascinating frontiers of artificial intelligence: whether machines can move beyond generating language and begin creating genuinely imaginative stories together.
After four inspiring days, the 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) came to a close in London. Hosted at Senate House, part of the University of London in the heart of the city, the conference found a venue that proved to be far more than just a location. In retrospect, the building itself became one of the defining features of the event – its brain, its heart, and its stomach from beginning to end. Each morning, the distinctive silhouette of Senate House served as the landmark, guiding participants as they arrived. Throughout the day, the benches in the square outside became a place to relax between sessions, continue conversations, or simply enjoy a quiet moment in the middle of a busy conference schedule. Inside, every hall contributed its own unique atmosphere. The magnificent Crush Hall, with its grand staircase flanked by the ICSR banners, welcomed attendees and provided the setting for the artistic performances. The spacious Beveridge Hall hosted the main tracks, while the Chancellor’s Hall was home to the special sessions. The McMillan Hall became the social hub during coffee breaks and meals, where scientific discussions blended naturally with informal conversations. Finally, there was the Debate Hall, also known as the Senate Room, whose walls seemed to echo the spirit of past debates, disagreements, and reconciliations. This time, it witnessed encounters not only between people, but also between people and robots. For many visitors, the building was also familiar from popular culture. Senate House has appeared in several major productions, including „Batman Begins“, „The Dark Knight Rises“, „Fast & Furious 6“, „No Time to Die“, and „The Crown“, and is said to have inspired George Orwell’s depiction of the Ministry of Truth in „Nineteen Eighty-Four“. During ICSR + Art 2026, however, it became something different: a living space for science, art, and human interaction – and an unforgettable part of the conference itself.
Fig.: Jana Figge and Oliver Bendel in front of Senate House (Photo: Hooman Samani)
The 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) is currently taking place in London from July 1–4, bringing together researchers, academics, and industry professionals from around the world to discuss the latest advances in social robotics. The evening program on the first day of the conference opened with the premiere performance of QUANTWIN by artist Silke Grabinger. The work explores the idea of twins, inspired by Grabinger’s own unborn twin sibling, through an immersive digital twin embodied in a soft robotic entity that interacts with the performer. Rather than creating a perfect copy of oneself, QUANTWIN examines the encounter with the “Other” and the emergence of new hybrid identities. Drawing on the many-worlds interpretation of quantum physics, the performance presents the robotic twin as a possible expression of an alternative reality, inviting the audience to reflect on identity, technology, and human-machine relationships. The premiere demonstrated how art, robotics, and philosophy can come together to open new perspectives on social robotics. Further information is available at icsr2026.uk and www.silkegrabinger.com.
Seit 1994 bieten die Aktiven Seniorinnen und Senioren Hinwil (ASSH) einen monatlichen Vortrag an. Zu den Referenten gehörten Claude Nicollier, Astronaut und Wissenschaftler, Ulrich Tilgner, Nahostkorrespondent, Franz Hohler, Schriftsteller, und Erich von Däniken, Bestsellerautor. Am 17. Juni 2026 war Oliver Bendel zu Gast. Im Anmeldeflyer hieß es im Teaser: „Professor Oliver Bendel ist laut Tages-Anzeiger der Schweizer Roboter-Flüsterer. Er erklärt uns, wie Roboter bei uns einziehen werden. Mit hilfreichen Fähigkeiten, aber auch zukünftigen Abhängigkeiten.“ Der Titel des Vortrags lautete „Soziale Roboter, Assistenzroboter und Allzweckroboter“. In seinem Vortrag beleuchtete Prof. Dr. Oliver Bendel die Rolle sozialer Roboter, gegenwärtiger Assistenzroboter und künftiger Allzweckroboter in der Pflege. Anhand zahlreicher aktueller Beispiele aus Forschung und Praxis zeigte er, wie Robotersysteme bereits heute Pflegekräfte unterstützen, Pflegebedürftige aktivieren und bei alltäglichen Aufgaben helfen können. Dabei ging es sowohl um soziale Interaktion und Unterhaltung als auch um konkrete Assistenzleistungen wie Handreichungen, Mobilisierung oder Unterstützung im Pflegealltag. Darüber hinaus widmete sich der Vortrag den ethischen und gesellschaftlichen Fragen, die mit dem Einsatz von KI-gestützten Robotern verbunden sind. Danach fand eine rege Diskussion statt. Die ca. 90 Anwesenden widerlegten eindrucksvoll, dass sie in ihren Achtzigern und Neunzigern zum alten Eisen gehören. Einer offenbarte im persönlichen Gespräch sogar, dass er noch für Konrad Zuse arbeitete. Dieser wäre am 22. Juni 2026 116 Jahre alt geworden.
Abb.: Oliver Bendel bei den Aktiven Seniorinnen und Senioren Hinwil (Foto: Henning Gietenbruch)
The 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) will take place in London, UK, from 1–4 July 2026. ICSR is the leading international forum that brings together researchers, academics, and industry professionals from across disciplines to advance the field of social robotics. This year’s conference combines cutting-edge research in social robotics with a unique focus on artistic and creative applications of robotics. One of the highlights of the conference will be ARGOS, a performance staged on 3 July 2026 at Senate House in London. Rooted in Homer’s „Odyssey“, ARGOS reimagines the return of Odysseus after twenty years of war, recognized only by his faithful dog, here embodied by a real robot dog. The performance explores trust, intimacy, error, vulnerability, and the ethics of human-robot relationships. Developed as part of the Creative Robotics Theatre research initiative, ARGOS is a collaboration between the University of the Arts London, the University of Leeds, the Cyprus University of Technology, and CYENS. Directed by George Rodosthenous and produced by Hooman Samani, the project demonstrates how robotics and theatre can come together to inspire new reflections on technology and human connection. Further information is available at hoomansamani.com/creative-robotics/creative-robotic-theatre/argos/.
Zwischen dem 8. und dem 19. Juni 2026 findet an der Hochschule für Technik und Umwelt FHNW (HTU) das Blockmodul „Pflegerobotik“ statt. Wissenschaftlich verantwortlich ist Prof. Dr. Roland Anderegg, Leiter Institut für Automation. Es werden Grundlagen zur Robotik, zur Künstlichen Intelligenz und zur Sozialen Robotik erarbeitet. Auch Marktentwicklung und Wirtschaftsumfeld spielen eine Rolle. Die Case Studies beziehen Praxisbeispiele aus Japan und der Schweiz ein. Vier Pflegeeinrichtungen fungieren als Fallgeber, das Regionale Alters- und Pflegezentrum Reiden, das Alterszentrum Am Bachgraben, das Pflegezentrum Süssbach und das Seniorenzentrum Untergäu. Das Inselspital Bern wird besucht, um die Sicht der Spitallogistik kennenzulernen. Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW vermittelte am 9. Juni die Grundlagen zur Sozialen Robotik und stellte Fragen aus Informationsethik und Maschinenethik heraus. Mit dabei war ein Teil seines privat finanzierten Social Robots Lab, namentlich Alpha Mini, Cupboo (Boo Boo), Eiliko und AIBI. Alle vier können wertvolle und zugleich niederschwellige Hilfen sein für beeinträchtigte und behinderte Personen. Insbesondere Eiliko und Aibi gelten als Wearable Social Robots.
Die Aktiven Seniorinnen und Senioren Hinwil (ASSH) bieten seit 1994 einen monatlichen Vortrag für die ältere Generation aus Hinwil und Umgebung an. Zu den Referenten gehörten Claude Nicollier, Astronaut und Wissenschaftler, Ulrich Tilgner, Nahostkorrespondent, Franz Hohler, Schriftsteller, und Erich von Däniken, Bestsellerautor. Am 17. Juni 2026 ist Oliver Bendel zu Gast. Im Anmeldeflyer heißt es im Teaser: „Professor Oliver Bendel ist laut Tages-Anzeiger der Schweizer Roboter-Flüsterer. Er erklärt uns, wie Roboter bei uns einziehen werden. Mit hilfreichen Fähigkeiten, aber auch zukünftigen Abhängigkeiten.“ Der Titel des Vortrags lautet „Soziale Roboter, Assistenzroboter und Allzweckroboter“. In seinem Vortrag beleuchtet Prof. Dr. Oliver Bendel die Rolle sozialer Roboter, gegenwärtiger Assistenzroboter und künftiger Allzweckroboter in der Pflege. Anhand zahlreicher aktueller Beispiele aus Forschung und Praxis zeigt er, wie Robotersysteme bereits heute Pflegekräfte unterstützen, Pflegebedürftige aktivieren und bei alltäglichen Aufgaben helfen können. Dabei geht es sowohl um soziale Interaktion und Unterhaltung als auch um konkrete Assistenzleistungen wie Handreichungen, Mobilisierung oder Unterstützung im Pflegealltag. Darüber hinaus widmet sich der Vortrag den ethischen und gesellschaftlichen Fragen, die mit dem Einsatz von KI-gestützten Robotern verbunden sind. Die Anmeldung erfolgt bis zum 12. Juni 2026 über www.hinwil-assh.ch. In seinem Buch „300 Keywords Weltraum“ hatte Oliver Bendel übrigens geschrieben: „Der schweizerische Autor Erich von Däniken nahm … an, dass Stonehenge als Landeplattform für Außerirdische gedient hat, was man als Unsinn bezeichnen darf.“
Unter dem Titel „KI trifft Autismus“ veranstaltete autismus schweiz am 30. Mai 2026 eine Fachtagung, die sich der Rolle künstlicher Intelligenz in der Gesellschaft und im Kontext von Autismus widmete. Fachliche Impulse lieferten Maximilian Popp (No Isolation), Matthias Schüssler (Tages-Anzeiger), Dr. Maya Schneebeli (KJPP), Prof. Dr. André Frank Zimpel (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW). Eine Referentin fiel aus. In seinem Vortrag „Soziale Roboter und Physical AI bei Autismus“ stellte Oliver Bendel mehrere Beispiele und Prototypen vor und ordnete diese aus technischer und ethischer Perspektive ein. Dabei erläuterte er auch, was unter Inclusive Robotics und Inclusive AI zu verstehen ist. Moderator war der bekannte SRF-Redakteur Bernard Senn. Die Teilnahme war sowohl vor Ort als Live-Anlass im großen Hörsaal Nord des Universitätsspitals Zürich als auch zeitversetzt über eine On-Demand-Version möglich. Die Aufzeichnung steht etwa zehn Tage nach dem Anlass bis Ende Juli 2026 über das Veranstaltungsportal zur Verfügung. Weitere Informationen sind über portal.autismus.ch/veranstaltungen/202 abrufbar.
Nach generativer KI ist Robotik das Thema der Stunde, und natürlich kann man beides verbinden. Am 21. Mai 2026 lud Walder Wyss im Rahmen von „Off the Record“ ab 18 Uhr zu einem Robotikevent ins Kraftwerk Zürich ein. Es waren Freunde und Kunden der Anwaltskanzlei eingeladen. Es ging um klassische Serviceroboter ebenso wie um Allzweckroboter – und um soziale Roboter. Auf dem Panel waren Prof. Dr. Oliver Bendel, Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker, der sich seit einem Vierteljahrhundert intensiv mit Chatbots, Sprachassistenten und sozialen Robotern beschäftigt, und Sylvia Stocker, CEO von Arabesque. Es moderierten Ramona Wyss und Florian Gunz. Seit 27. Mai 2026 stehen die Fotos zur Veranstaltung zur Verfügung. Zu sehen sind auf ihnen nicht nur die genannten Personen, sondern auch die Roboter, die im Raum waren, wie Unitree G1, Mars und Pepper. Im Imageflyer schreibt die Anwaltskanzlei über sich: „We are a dynamic law firm with flat structures and a very friendly atmosphere. More than 300 legal experts make Walder Wyss one of the most successful Swiss commercial law firms. Our clients include national and international companies, publicly held corporations and family businesses as well as public law institutions and individuals.“ (Imageflyer Walder Wyss)
Abb.: Florian Gunz, Sylvia Stocker und Oliver Bendel (Foto: Walder Wyss)
Am 21. Mai 2026 lud Walder Wyss im Rahmen von „Off the Record“ ab 18 Uhr zu einem Robotikevent ins Kraftwerk Zürich ein. Es waren Freunde und Kunden der Zürcher Anwaltskanzlei eingeladen. Es ging um Serviceroboter ebenso wie um Allzweckroboter. Auf dem Panel waren Prof. Dr. Oliver Bendel, Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker, und Sylvia Stocker, CEO von Arabesque. Es moderierten Ramona Wyss und Florian Gunz. Zusammen durcheilte man zweieinhalbtausend Jahre der Ideen- und Entwicklungsgeschichte der künstlichen Kreatur, von Talos und Pandora über die Androiden der Barockzeit bis hin zu Figure 03, Optimus und NEO. Vor und nach der Diskussion waren im Raum verschiedene Roboter unterwegs, etwa Unitree G1, Mars und Pepper. Draußen auf der Straße wartete ein Eisroboter, Marvelboy, auf seine Kunden. Umgesetzt ist er als Kiosksystem, ähnlich wie der Robobarista von Smyze. Marvelboy bereitete für Oliver Bendel ein Eis zu und tanzte zu „APT.“ von Bruno Mars und Rosé. Erst gegen 22 Uhr ging die Veranstaltung allmählich zu Ende.
On April 30, 2026, Prof. Dr. Oliver Bendel gave a talk on „Physical AI and the Future of Intimacy“ at the SAGA Conference in Montreal. From the abstract: „The presentation begins with the Tamagotchi, the iconic digital pet that demonstrated how simple interactive systems can evoke emotional attachment. It then turns to social robots, wearable social robots, and AI-enhanced sex toys, love dolls, and sex robots. Today, large language models (LLMs) and multimodal language models (MLLMs) enable dialogue, perception, and evaluation in these systems. Such capabilities may also benefit people with disabilities, including blind users, by facilitating communication and interaction. At the same time, the physical dimension remains crucial. Embodied systems create presence and proximity: they can be touched, held, and stroked, and experienced through movement, vibration, or sound. The talk argues that future intimate technologies will emerge from the convergence of generative intelligence and physical embodiment, combining conversational AI with the sensory experience of a physically present companion.“ On May 19, 2026, the photos from the event, taken by Maison Toki, an independent art agency in Montreal, were made available.
Fig.: Oliver Bendel during his talk (Photo: Maison Toki)
Bei den Wahlmodulen zu sozialen Robotern von Prof. Dr. Oliver Bendel an der Hochschule für Wirtschaft FHNW ist neben dem Unitree Go2, einem harten Roboter, das Cupboo AI Robotic Pet besonders beliebt, ein weicher Roboter. Er hört auf den Namen Boo Boo (auch BooBoo geschrieben). Genmoor schreibt auf seiner Website: „Boo Boo is not just a toy. It is also the king of the planet Lonely …“ (Website Genmoor). Nach Angaben des Herstellers werden die Bewegungen von Boo Boo durch ein komplexes Steuerungssystem ermöglicht. „Therefore please be kind to Boo Boo, it is not an ordinary robotic pet. It could give you different responds according to your interaction.“ (Website Genmoor) Die Genmoor Group ist nach eigenem Bekunden eine „exclusive group for daring futurists who love tech-psychology“ (Website Genmoor). Das Unternehmen wurde 2020 in Hangzhou (China) gegründet. Weitere Roboter, Figuren und Gadgets im privat finanzierten Social Robots Lab von Oliver Bendel sind Alpha Mini, Cozmo, Vector, AIBI, Eiliko, Furby, Tamagotchi, Hugvie und HUGGIE.
Ab dem Mittag des 1. April 2026 konzipierten die Studenten und Studentinnen im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten eigene soziale Roboter und technische Assistenzsysteme. Sie erdachten einen Namen, nannten die Aufgabe und nahmen eine Beschreibung mit Hilfe des Fünf-Dimensionen-Modells von Prof. Dr. Oliver Bendel vor. Zudem generierten sie Bilder, um das Aussehen und die Möglichkeiten des Modells zu verdeutlichen. Ab 15 Uhr wurden die Präsentationen gehalten. Erfunden worden waren EVA (ein Emotional Value Assistant), Cerbi (ein fliegender Assistent für Outdooraktivitäten), HotWily (ein smarter Vibrator mit Charakter), Aquasnail (ein vielseitiger Assistent für die Pflege von Aquarien), Saul (ein sozialer Lernbegleiter für Primarschulen) und No-Bot (ein mahnender Assistent für Einkäufe). Am späten Nachmittag wurde die dreitägige Veranstaltung abgeschlossen. Das Wahlmodul wird seit 2021 von Oliver Bendel durchgeführt, inzwischen dreimal im Jahr. Zum ersten Mal wurde es für Studierende des Studiengangs Business AI angeboten.
Abb.: Eine Darstellung von Cerbi (Bild: Team Cerbi)
Am Nachmittag des 31. März 2026 fand im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten die Robodemo statt, mit Hugvie, Furby, Alpha Mini, Cozmo, AIBI, Eiliko, Booboo (Boo Boo) und Unitree Go2 (genannt Bao) aus dem privat finanzierten Social Robots Lab von Prof. Dr. Oliver Bendel. Bereits am 20. März hatten die Studierenden erste Erfahrungen mit ihnen sammeln können. Der Unitree Go2 beeindruckte sie am zweiten Tag am meisten. Er gab ihnen die Pfote, zeichnete für sie – auf den Hinterbeinen stehend – ein Herz in die Luft, machte große Sprünge und setzte sich auf Befehl hin. Bao, so sein Name, wurde dann in den Eingangsbereich des Campus genommen und versetzte die Anwesenden in helle Aufregung und große Begeisterung. Danach beschäftigten sich die Studierenden noch mit den anderen Modellen, wobei insbesondere Booboo sehr begehrt war. Das Wahlmodul wird seit 2021 durchgeführt, inzwischen dreimal im Jahr. Zum ersten Mal wird es für Studierende des Studiengangs Business AI angeboten.
Abb.: Die Studentin Belkis Kassar mit Bao (Foto: Zozan Khalef)
Vor der Mittagspause des 31. März 2026 hielt Luca Marie Leisten im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten den Gastvortrag. Sie ist Doktorandin im Bereich Lernwissenschaften und Mensch-Roboter-Interaktion an der ETH Zürich und der EPFL. Mit ihrem Hintergrund in Psychologie und Sozialwissenschaften konzentriert sich ihre Forschung auf soziale Roboter im Bildungsbereich. Konkret interessiert sich Luca für die Hindernisse und Chancen beim Einsatz sozialer Roboter sowie für die Wahrnehmung verschiedener Roboter. In diesem Zusammenhang untersucht Luca die langfristigen Auswirkungen erschwinglicher DIY-Robotik-Bausätze unter Verwendung von quantitativen und qualitativen Methoden, um die KI-Fähigkeiten von Kindern zu stärken. Die Studierenden und der Dozent, Prof. Dr. Oliver Bendel, hatten danach viele Fragen zu ihrer Arbeit und ihrer Karriere. Sie erhielt zweimal tosenden Applaus. Das Wahlmodul wird seit 2021 durchgeführt, inzwischen dreimal im Jahr. Zum ersten Mal wird es für Studierende des Studiengangs Business AI angeboten.
Am 30. März 2026 begann das Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten. Zum ersten Mal wurde es für die Studierenden des Studiengangs Business AI angeboten. Prof. Dr. Oliver Bendel führte in die Robotik und in die Soziale Robotik ein. In einem Auto in der Tiefgarage warteten, noch in ihren Hüllen und Koffern, Tamagotchi, Hugvie, Furby, Alpha Mini, Cozmo, AIBI, Eiliko, Booboo (aka Boo Boo) und Unitree Go2 (aka Bao). Auf den ersten Theorieblock folgte ein erster Praxisblock. Die ersten Roboter wurden aus dem Kofferraum befreit und in den Seminarraum gebracht. Besonders gut kam Booboo an. Das schwarze Pelztier wurde herumgereicht und durchgestreichelt. Genmoor schreibt auf seiner Website: „Boo Boo is not just a toy. It is also the king of the planet Lonely …“ (Website Genmoor). Nach einem vollen Tag gingen die ca. 30 Studierenden nach Hause – sie waren aus der ganzen Nordwestschweiz angereist.
The elective module „Soziale Roboter“ by Prof. Dr. Oliver Bendel will be held again from March 30 to April 1, 2026, at FHNW in Olten. It is primarily aimed at prospective business AI students, but students of information systems can also take part. Luca Marie Leisten has been invited as a guest speaker. She is a third-year doctoral student in learning sciences and human-robot interaction at ETHZ and EPFL. With a background in psychology and social sciences, Luca’s research focuses on social robot companions in the learning domain. Specifically, she is interested in investigating the barriers and opportunities of social robot deployment as well as the perception of different robots. In this context, Luca is testing the long-term effects of affordable DIY robotic toolkits using a mix of quantitative and qualitative methods. Unitree Go2, Alpha Mini, Cozmo, Vector, AIBI, Eilik, Furby, Booboo, and Hugvie from Oliver Bendel’s private Social Robots Lab will also be on site. Social Robotics Girl, a so-called GPT specializing in this topic, will be available as a tutor throughout the event. Key works include „Soziale Roboter“ (2021) and „300 Keywords Soziale Robotik“ (2021). At the end of the elective module, students design social robots – also with the help of generative AI – that they find useful, meaningful, or simply attractive. The elective module has been offered since 2021 and is very popular at the university.
Bei der STEAM Challenge 2026 unter dem Motto „Innovation under Pressure“ traten am 3. März 2026 im Spirgarten Zürich sechs Projekte gegeneinander an. Dabei waren u.a. Autobike von Daniel Lagnaux und Mark Bezmalinovic von der ETH Zürich und Repair Scanner von Aron Bienge, einem Zimmermeister. Moderiert wurde der Abend von Sara Taubman-Hildebrand, während die Comedians Gülsha Adilji, Reena Krishnaraja und Zukkihund mit humorvollen Einlagen für zusätzliche Unterhaltung sorgten und die Projekte auf ihre Weise interpretierten. Eine Menge von über 200 Personen füllte den Saal und zeigte sich zwei Stunden lang in bester Stimmung. Eines der vorgestellten Projekte war der Animal Whisperer, initiiert von Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Sein damaliger Student Nick Zbinden hat in seinem Auftrag den Cow Whisperer, den Horse Whisperer und den Dog Whisperer implementiert. Dabei wurden einem Multimodal Large Language Model (MLLM) mithilfe von Retrieval-Augmented Generation (RAG) die gewünschten Fähigkeiten verliehen. Es werden zuerst die Körpersprache der Kühe, Pferde oder Hunde sowie die jeweilige Gesamtsituation analysiert und evaluiert. Dann werden Empfehlungen für das Verhalten der Menschen gegeben, die den Tieren begegnen. Bei der Animal-Computer Interaction 2024 in Glasgow wurde Oliver Bendel und Nick Zbinden bereits ein Award für ihr Paper „The Animal Whisperer Project: A GenAI App for Decoding Animal Body Language and Behavior“ verliehen. In ihrer Interpretation entdeckte Gülsha Adilji auch Potenzial für das Dating – denn auch die Körpersprache von Männern könnte interpretiert werden. Das Jurymitglied Nathalie Klauser lobte das Animal Whisperer Project für die Einbeziehung von Tieren. Sieger wurde am Ende BlueGreens von Sebastian Haymann. Den Publikumspreis gewannen die Zürcher Schülerinnen Nina Zvezdina und Poppy Alexander.