Über Chancen und Risiken von AI Companions

„Ein AI Companion (KI-Begleiter) – ‚AI‘ steht für ‚artificial intelligence‘, ‚KI‘ für ‚künstliche Intelligenz‘ – ist ein Chatbot (oder Sprachassistent), mit dem Benutzer private Gespräche und Beziehungen führen und der sie emotional unterstützt. Er wird scheinbar zum Freund und Vertrauten. Wenn er erotisch aufgeladen ist, wird er scheinbar zum Partner. Manche AI Companions können sich an die Persönlichkeit des Benutzers oder an seine Vorlieben anpassen und erlauben Rollenspiele aller Art, wie es auch in den MUDs und MOOs der 1980er- und 1990er-Jahre, in Second Life ab 2003 oder im Metaverse von Meta ab 2021 der Fall war. Oft ist ein Avatar vorhanden, zuweilen ein Hologramm (das kein echtes sein muss).“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „AI Companion“ von Oliver Bendel, der am 17. Oktober 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgt der Abschnitt „Beispiele“, in dem u.a. Virtual Girlfriend (V-Girl) und Replika genannt werden. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Ein AI Companion kann in besonderen Situationen durchaus Unterstützung und Befriedigung bieten. Dazu gehören Gefängnis-, Krankenhaus- und Auslandsaufenthalte sowie Raumflüge ebenso wie Phasen der Einsamkeit und Entfremdung im gewöhnlichen Alltag. Er birgt allerdings die Gefahr, dass sich Benutzer mit einseitigen Beziehungen zufriedengeben und – nicht zuletzt durch ständige Verfügbarkeit und ständigen Zuspruch – emotional abhängig von ihm werden. Zudem können informationelle Autonomie und Privat- und Intimsphäre verletzt werden.“ Es schließen sich Einordnungen in die Bereichsethiken an. Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ai-companion-178291 aufgerufen werden.

Abb.: Das Virtual Girlfriend von 2004