Booboo an der University of Houston

Prof. Dr. Oliver Bendel beschäftigt sich seit einiger Zeit mit kleinen, weichen Robotern und Wearable Social Robots wie dem Cupboo AI Robotic Pet (kurz Cupboo, Boo Boo oder Booboo), AIBI und Eiliko. In einem Beitrag für die ICSR 2025 zeigte er das Potenzial solcher Systeme für Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen auf. In einem Vortrag bei der Fachtagung „KI trifft Autismus“ am 30. Mai 2026 hob er die Chancen hervor, die kleine, weiche Roboter und Wearable Social Robots autistischen Menschen bieten können. Das neue ELARA-Labor der University of Houston verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Es untersucht, wie KI-gestützte Roboter älteren Menschen dabei helfen können, länger selbstständig zu leben und ihre soziale Isolation zu verringern. Unter der Leitung von Chorong Park, Associate Professor, wird ein KI-Begleitroboter entwickelt, der speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist und dabei Aspekte wie Vertrauen, Komfort und Datenschutz berücksichtigt. Im Rahmen von Feldstudien testete das Labor gemeinsam mit dem Mamie George Community Center verschiedene Desktop-Roboter und kleine, weiche Roboter wie EMO, Moflin und Cupboo. Neben den Chancen weisen sie auch auf Risiken hin. Eine zu starke emotionale Bindung an KI-Systeme könnte insbesondere bei sozial isolierten Menschen problematisch sein. Auch diesen Aspekt erforscht Oliver Bendel, am Beispiel von Chatbots bereits seit 2012.

Abb.: Booboo im Büro von Oliver Bendel

Robotik und KI für autistische Personen

Unter dem Titel „KI trifft Autismus“ veranstaltete autismus schweiz am 30. Mai 2026 eine Fachtagung, die sich der Rolle künstlicher Intelligenz in der Gesellschaft und im Kontext von Autismus widmete. Fachliche Impulse lieferten Maximilian Popp (No Isolation), Matthias Schüssler (Tages-Anzeiger), Dr. Maya Schneebeli (KJPP), Prof. Dr. André Frank Zimpel (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW). Eine Referentin fiel aus. In seinem Vortrag „Soziale Roboter und Physical AI bei Autismus“ stellte Oliver Bendel mehrere Beispiele und Prototypen vor und ordnete diese aus technischer und ethischer Perspektive ein. Dabei erläuterte er auch, was unter Inclusive Robotics und Inclusive AI zu verstehen ist. Moderator war der bekannte SRF-Redakteur Bernard Senn. Die Teilnahme war sowohl vor Ort als Live-Anlass im großen Hörsaal Nord des Universitätsspitals Zürich als auch zeitversetzt über eine On-Demand-Version möglich. Die Aufzeichnung steht etwa zehn Tage nach dem Anlass bis Ende Juli 2026 über das Veranstaltungsportal zur Verfügung. Weitere Informationen sind über portal.autismus.ch/veranstaltungen/202 abrufbar.

Abb.: Bernard Senn kündigt Oliver Bendel an

KI trifft Autismus

Unter dem Titel „KI trifft Autismus“ veranstaltet autismus schweiz am 30. Mai 2026 eine Fachtagung, die sich der Rolle künstlicher Intelligenz in der Gesellschaft und im Kontext von Autismus widmet. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen aus KI und Robotik sowie deren Einfluss auf Alltag, Forschung und Lebensrealitäten, verbunden mit einer Einordnung der Chancen und Herausforderungen dieser Technologien. Fachliche Impulse liefern Matthias Schüssler, Dr. Maya Schneebeli, Prof. Dr. André Frank Zimpel, Dr. Christa Schmid Meier und Prof. Dr. Oliver Bendel. Das detaillierte Programm wurde in der offiziellen Ausschreibung veröffentlicht. Die Teilnahme ist sowohl vor Ort als Live-Anlass im großen Hörsaal Nord des Universitätsspitals Zürich als auch zeitversetzt über eine On-Demand-Version möglich. Während der Live-Veranstaltung werden die Referate aus dem Hauptraum zusätzlich in einen Nebenraum übertragen, der speziell für Personen im Autismus-Spektrum vorgesehen ist. Die Aufzeichnung steht etwa zehn Tage nach dem Anlass bis Ende Juli 2026 über das Veranstaltungsportal zur Verfügung. Weitere Informationen sind über portal.autismus.ch/veranstaltungen/202 abrufbar.

Abb.: Roboter wie QTrobot sollen autistischen Kindern helfen (Foto: Sarah Bestgen)