16-Jährige in Köln mithilfe eines Roboters sexuell belästigt

In Köln soll eine 16-Jährige mithilfe eines humanoiden Roboters sexuell belästigt worden sein. Wie die Polizei Köln am 12. Oktober 2026 in einer Pressemitteilung schrieb, näherte sich das etwa 1,20 Meter große, rot-goldene Gerät der Jugendlichen in der Nacht zum Sonntag vor einem Schnellrestaurant von hinten, berührte ihr Gesäß und führte Stoßbewegungen aus. Der 16-jährige Besitzer des Roboters aus Wegberg und sein 19-jähriger Begleiter sollen das Geschehen gefilmt, live in sozialen Medien gestreamt und kommentiert haben. Alarmierte Polizeibeamte trafen die Beteiligten wenig später an und entdeckten den inzwischen verstauten Roboter im Kofferraum eines VW. Sie beschlagnahmten das Gerät sowie zwei Mobiltelefone. Bei dem Roboter könnte es sich um einen Unitree R1 des chinesischen Herstellers Unitree Robotics handeln. Das rund 1,23 Meter große Modell kann ferngesteuert und für bestimmte Bewegungsabläufe programmiert werden. Eine Bestätigung der Modellidentität liegt bislang nicht vor. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der Beleidigung auf sexueller Grundlage. Insbesondere soll geklärt werden, ob die Bewegungen des Roboters zum Tatzeitpunkt gezielt gesteuert wurden.

Abb.: Ein Polizist in NRW

Der Blick der Schweiz auf die Maschinenethik

In seiner Keynote auf der „Minds Mastering Machines“ in Köln am 25. April 2018 hat Oliver Bendel die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine Reise mitgenommen, u.a. nach Prag, Krakau, Stanford, Fort Lauderdale und Wien. Auf Konferenzen, die dort stattfanden, präsentierte er in den letzten Jahren Konzepte und Artefakte der Maschinenethik. In Prag waren es das Roboterauto-Problem und die dazugehörige quantifizierende und qualifizierende Formel, die 2012 entwickelt wurden, in Stanford ab 2016 ein tierfreundliches Auto, ein tierfreundlicher Staubsaugerroboter und gute und böse Chatbots. In Krakau diskutierte er mit Ron Arkin vom Georgia Tech auf dem Podium, ob man betrügerische Roboter bauen darf. Eine Teilnehmerin der Konferenz, Shirin Glander, protokollierte in Köln mit und twitterte das Ergebnis über @ShirinGlander … Sie hat in ihrer Zeichnung sozusagen den Blick der Schweiz auf die Maschinenethik eingefangen. „Die Minds Mastering Machines wendet sich mit ihrem technischen Fokus an Softwareentwickler und -architekten, Data Scientists, Projekt- und Teamleiter sowie Forscher.“ (Website MMM)

Abb.: Die Zeichnung von Shirin Glander