Was ist und kann ein Roboterkopf?

„Ein Roboterkopf ist der Kopf eines Roboters, der auf einem Rumpf befestigt ist, oder ein Kopf, der ein Roboter ist. Ein dem Hals entsprechendes Verbindungsstück kann vorhanden sein und zur Beweglichkeit beitragen. Der Roboterkopf kann animaloid (tierähnlich), humanoid (menschenähnlich), mythomorph (nach einem Fantasy- oder Science-Fiction-Wesen oder einer mythologischen Figur) oder dinghaft gestaltet sein, durchgehend unter Wahrung wesentlicher Eigenschaften.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterkopf“ von Oliver Bendel, der am 13. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Er ergänzt u.a. die Beiträge zu „Roboterarm“ und „Roboterhand„. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Generelle Merkmale von Roboterköpfen“ und „Spezielle Merkmale unterschiedlicher Typen“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Die Roboterethik fragt danach, wie ein Roboterkopf beschaffen sein soll, u.a. mit Blick auf angemessene oder überzogene Erwartungen und eine Vorbildfunktion. Sie diskutiert Stereotype und Biases, z.B. wenn vor allem weibliche Androiden mit bestimmten Eigenschaften entstehen. Die Roboterphilosophie wählt neben der ethischen Perspektive eine ästhetische und ontologische, etwa in Bezug darauf, wie weit ein Roboterkopf vom menschlichen Kopf in Form, Farbe, Beweglichkeit und Ausdruck abweichen kann und soll.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterkopf-178110 aufgerufen werden.

Abb.: Der Kopf von Ameca bei der ICSR 2026 in London

Der Roboterkopf Flobi

Bei den VDI-Konferenzen „Humanoide Roboter“ und „Assistenzroboter in der Produktion“, die zeitgleich am 13. und 14. Dezember 2016 in Aschheim bei München stattfanden, gab es zahlreiche hochkarätige Vorträge und mehrere Exponate. Zu letzteren gehörte Flobi, der „intelligente Roboterkopf“. Er gemahnt an den orakelnden Kopf des Vergil, der vor allem durch seinen doppeldeutigen Ratschlag berühmt geworden ist, an dem der Dichter der Legende nach verstarb, und an den sprechenden Kopf, der angeblich Gerbert von Aurillac (den Erzbischof von Reims und späteren Papst Silvester II.) beriet. Auf einer Informationskarte der Forscher des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) an der Universität Bielefeld steht geschrieben: „Er kann Emotionen ausdrücken und reagiert mimisch auf sein Gegenüber. Mithilfe von 16 Antriebselementen lächelt Flobi beispielsweise, schaut verschmitzt oder ernst. CITEC erforscht, wie und unter welchen Bedingungen Flobis Mimik Menschen motivieren kann – etwa zu längerem Durchhalten beim Ausdauertraining.“ Am 14. Dezember wurden in Vorträgen der Konferenz „Humanoide Roboter“ zwei weitere besondere Wesen vorgestellt. Der frischgebackene Doktor Daniel Kühn erläuterte die zwei- und vierbeinigen Posen des hominiden Roboters Charlie, Prof. Dr. Oliver Bendel die Lügenstrategien des Lügenbots, einer virtuellen Münchhausen-Maschine.

Abb.: Flobi macht Pause