Fünf Bücher mit KI-Kunst und -Literatur

Seit Februar 2023 hat Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW fünf kleine KI-generierte Bücher unter einer Creative-Commons-Lizenz herausgebracht. Am 20. Februar wurde „Dass es nur Kunst war, verdeckte die Kunst“ veröffentlicht. Darin finden sich mit ChatGPT (GPT-3.5) produzierte Haikus zusammen mit 3D-Codes (sogenannten JAB Codes, erfunden vom Fraunhofer SIT). Das Cover stammt von DALL-E 2. Am 24. September folgte „ARTIFACTS WITH HANDICAPS“ – dieser Band umfasst elf mit GPT-4 (hochschulinterne Anwendung) generierte Kurzgeschichten zu Bildern mit Imperfektionen von Ideogram. Am 17. Oktober 2023 stellte Oliver Bendel in „ON BEAUTY“ dem Sprachmodell nicht weniger als 26 Fragen zur Schönheit und illustrierte sie mit ebenso vielen Bildern, die mit DALL-E 3 generiert worden waren. „AMERICAN SMILE“ vom 25. Oktober 2023 nimmt sich des Phänomens an, dass DALL-E 3 die Menschen unterschiedlicher Kulturen und Epochen ähnlich lächeln lässt, eben auf amerikanische Weise. Für die Einführung ins Thema wurde ChatGPT (GPT-4) verwendet. „AN AI EXPLAINS BEAUTY““ vom 1. November 2023 verknüpft die Fähigkeiten von DALL-E 3 und ChatGPT (ebenfalls GPT-4). Mit Hilfe des Bildgenerators wurden 24 Bilder mit schönen Dingen, Pflanzen, Tieren, Menschen und Verhaltensweisen erzeugt. Der Textgenerator erklärte dann, was jeweils schön daran ist. Oliver Bendel verfasst seit 40 Jahren experimentelle Literatur. Zunächst entstanden vor allem Gedichte – etwa konkrete Poesie – und Kurzgeschichten. Ab 2007 folgten mehrere Romane, darunter auch Handyromane. Im März 2009 schrieb die ZEIT über ihn: „Der bekannteste Autor von Handyromanen im deutschsprachigen Bereich ist der promovierte Wirtschaftsinformatiker Oliver Bendel aus Zürich.“ Auf Einladung zweier Goethe-Institute tourte er 2015 durch die Niederlande und las Ausschnitte aus seinen Handyromanen und Handyhaikus vor. Das Standardwerk „Die Struktur der modernen Literatur“ von Mario Andreotti widmet seinem Schaffen zwei Seiten. Immer wieder verbindet Oliver Bendel Kunst und Wissenschaft. In seinem aktuellen Artikel „Image synthesis from an ethical perspective“ (Open Access) geht er auf die Biases ein, die sich in Bildern von DALL-E, Midjourney, Stable Diffusion und Co. zeigen.

Abb.: Eine junge Frau am Strand (Bild: DALL-E 3)

Sieben Jahre mit Lio

Von Lio erfahren hat Prof. Dr. Oliver Bendel kurz nach der „Geburt“ des Assistenzroboters für die Pflege. Ende 2016 nahm er Kontakt mit Michael Früh auf, dem späteren CEO des Herstellers F&P Robotics, und lud ihn im Auftrag der Daimler und Benz Stiftung zum Ladenburger Diskurs 2017 zu Pflegerobotern ein. Aus diesem ging das Buch „Pflegeroboter“ hervor, das ein Bestseller wurde. Auch Lio ist darin ein Beitrag gewidmet. 2019 war F&P Robotics zu Gast beim Berliner Kolloquium zu Pflegerobotern, das ebenfalls von Oliver Bendel im Auftrag der Stiftung ausgerichtet wurde. Mit Alina Gasser und Joel Siebenmann von F&P Robotics verfasste der Wirtschaftsinformatiker und Technikphilosoph das Paper „Co-Robots as Care Robots“ … Es wurde beim AAAI 2020 Spring Symposium „Applied AI in Healthcare: Safety, Community, and the Environment“ angenommen und dort vorgestellt. 2022 entwickelte Marc Heimann nach den Ideen von Oliver Bendel ein Moralmodul für den Roboter, das von dem Unternehmen wohlwollend aufgenommen wurde. Der Patient kann mit Hilfe eines Moralmenüs seine moralischen und sozialen Vorstellungen in einfacher Weise auf die Maschine übertragen. Am 6. Oktober 2023 erschien im Bref-Magazin eine Reportage mit dem Titel „Roboter für das Volk“ zu Lio, in der auch Oliver Bendel zu Wort kommt. Sie kann hier aufgerufen werden.

Abb.: Lio reicht einer Patientin einen Massageball (Foto: Daimler und Benz Stiftung)

Erste Erfahrungen mit DALL-E 3 – Teil I

Einen Tag nach dem Launch von DALL-E 3 kommt kaum jemand in den Genuss, die sehenswerten Bilder generieren zu können. Oder vielmehr kommen so viele Menschen in diesen Genuss, dass viele andere leer ausgehen. Sie sehen nur einen Kugelfisch und die Meldung: „Wir können Ihre Bilder im Moment nicht erstellen. Aufgrund der hohen Nachfrage können wir keine neuen Anforderungen verarbeiten. Versuchen Sie es bitte später noch einmal.“ (Website Bing Image Creator) Wer es dann später schafft, wie Oliver Bendel am Morgen des 3. Oktober 2023, ist durchaus beeindruckt. Simple Prompts werden fantasievoll umgesetzt. Es werden unterschiedliche Stile hergenommen und Perspektiven eingenommen. Es herrscht aber auch verblüffende Homogenität. Ein Kurs an einer Hochschule besteht aus lauter jungen Männern, die ähnlich aussehen. Ersetzt man sie durch junge Frauen, gleichen auch diese wie ein Ei dem anderen. Komplexere Prompts werden recht genau befolgt. Wenn ein Ball drei Farben haben soll, hat er drei Farben. Wenn es sich um drei junge Otter handeln soll, kommen genau drei possierliche Tiere ins Bild. Wenn man allerdings einen Schwimmwettkampf auf dem Mond haben will, ist der Mond am Himmel zu sehen. Die Athletinnen befinden sich vermutlich auf einem Meteoriten. Auch die Aliens in der näheren Umgebung tragen nicht zur Beruhigung bei.

Abb.: Wettschwimmen in der Nähe des Monds (Bild: DALL-E 3)

DALL-E 3 nähert sich Midjourney an

DALL-E in der Version 2 von OpenAI war zuletzt weit abgeschlagen. Mit Midjourney konnte es sich nicht messen, und sogar das niederschwellige Ideogram, eigentlich auf Schriften im Bild spezialisiert, übertraf es in einigen Aspekten. DALL-E 3 könnte dies ändern. Bei Tests, die der Ethiker und Wirtschaftsinformatiker Oliver Bendel am Abend des 2. Oktober 2023 durchführte, gelangen einige Kunst- und Schmuckstücke. Allerdings zeigte sich auch deutlich, dass Füße und Hände immer noch eine Herausforderung für Bildgeneratoren darstellen. Auch Beine und Arme wirken oft unnatürlich. Mit Wasser kann DALL-E dagegen virtuos umgehen. Insgesamt scheinen die Prompts richtig gedeutet und gut umgesetzt zu werden. Kein Wunder, denn die Schnittstelle bildet ChatGPT. Es gibt die Prompts so an den Verwandten weiter, dass dieser sie verstehen kann, selbst wenn sich der Benutzer ungeschickt ausgedrückt oder verschrieben hat. Ausgegeben werden meistens zwei bis vier Kacheln mit 1024 mal 1024 Pixel. DALL-E 3 steht seit 2. Oktober 2023 über den Bing Image Creator bereit. Wie so oft bei Microsoft sind die Schreibweisen auf der Plattform falsch. Für die lange Dauer der Bilderstellung – zwischen 5 Minuten und einer Stunde – entschuldigt man sich mit den Worten: „Diese [!] ist unsere Schuld!“ …

Abb.: Ein von DALL-E 3 generiertes Bild einer Schnorchlerin

 

Kyoto to Catwalk

Eine aktuelle Ausstellung im Museum Rietberg in Zürich stellt die Geschichte des Kimonos dar, des ikonischen Kleidungsstücks aus Japan, das schon früh einen Siegeszug um die ganze Welt angetreten hat. „KIMONO – Kyoto to Catwalk“ präsentiert laut Website den Kimono nicht als statisch und unveränderlich, sondern als ein äußerst „dynamisches und modisches Kleidungsstück“. „Über 100 prachtvolle Kimonos, Malereien und Holzschnitte aus dem 18. bis 20. Jahrhundert wie auch extravagante Kreationen zeitgenössischer Modedesigner zeigen die künstlerische und ästhetische Bedeutung dieses Kleidungsstücks in historischen und zeitgenössischen Kontexten auf und veranschaulichen, wie der Kimono sowohl in Japan als auch im Westen seit dem 17. Jahrhundert die Mode beeinflusst hat.“ (Website Museum Rietberg) Problemlos könnte man diese Ausstellung im Virtuellen fortsetzen. Bildgeneratoren wie Ideogram scheinen den Kimono geradezu zu lieben und statten ihn auf opulente Weise aus. Im KI-Zeitalter interpretieren sie seine Schönheit auf eine neue Weise. Die Ausstellung läuft seit dem 23. September 2023 und geht bis zum 23. Januar 2024. Weitere Informationen über rietberg.ch/ausstellungen/kimono.

Abb.: Ideogram zeigt eine europäische Frau im Kimono

Article on the Ethical Challenges of AI-based Image Synthesis

The article „Image Synthesis from an Ethical Perspective“ by Prof. Dr. Oliver Bendel was submitted on 18 April and accepted on 8 September 2023. It was published on 27 September 2023. From the abstract: „Generative AI has gained a lot of attention in society, business, and science. This trend has increased since 2018, and the big breakthrough came in 2022. In particular, AI-based text and image generators are now widely used. This raises a variety of ethical issues. The present paper first gives an introduction to generative AI and then to applied ethics in this context. Three specific image generators are presented: DALL-E 2, Stable Diffusion, and Midjourney. The author goes into technical details and basic principles, and compares their similarities and differences. This is followed by an ethical discussion. The paper addresses not only risks, but opportunities for generative AI. A summary with an outlook rounds off the article.“ The article was published in the long-established and renowned journal AI & Society and can be downloaded here.

Fig.: Are there biases in image generators? (Image: Ideogram)

Michael Ende über Bücher und Computer

„Vor fünfzig Jahren erschien ‚Momo‘, Michael Endes Roman über eine Anti-Barbie, der erst später zum Welterfolg wurde.“ Mit diesen Worten beginnt ein lesenswerter Artikel von Julia Voss in der FAZ vom 3. September 2023. Im Sommer 1984 führte Oliver Bendel mit dem berühmten Schriftsteller ein schriftliches Interview. Dieses war über den Thienemann-Verlag in Stuttgart eingefädelt worden, bei dem Michael Ende gerade Halt machte. Der Lektor Roman Hocke betreute den jungen Oliver Bendel im Auftrag des Förderkreises deutscher Schriftsteller. Eine Frage lautete: „Zukunftsaussichten für das Buch – wird der Tag kommen, an dem man anstatt zu lesen sich lieber mit neuen Medien oder Computern beschäftigt?“ Die Antwort ließ an Deutlichkeit nichts vermissen: „8) ME glaubt, dass Computer u. dgl. n i e Bücher ersetzen werden.“ Oliver Bendel schrieb später in einem Beitrag: „Derjenige, der die Antworten aufschrieb, war ein Meister der Abkürzung, und dass der Meister selbst abgekürzt wurde, rückte diesen in die Nähe von Unsterblichen, mehr als eine Dekade vor seinem Tod. „Computer u. dgl.“ – besser kann man es nicht sagen, wenn man es abfällig meint. Und das gesperrte „n i e“ – schöner kann man es nicht setzen, nicht einmal mit den heutigen technischen Möglichkeiten.“ In dem FAZ-Artikel kommen zwei Personen ausführlich zu Wort, nämlich Lucas Zwirner, der vor zehn Jahren eine Momo-Ausgabe mit neuen Illustrationen initiiert hatte, und Roman Hocke, der inzwischen den Nachlass des Schriftstellers betreut. Am Ende fragt ihn Julia Voss: „Ist es völlig verrückt, wenn mir bei der Titelillustration von ‚Momo‘ Caspar David Friedrichs berühmtes Bild ‚Wanderer über dem Nebelmeer‘ einfällt?“ (FAZ, 3. September 2023) Und Roman Hocke antwortet: „Auf alle Fälle hat sich Michael Ende mit der Romantik sehr beschäftigt. Die Blume – Endes Stundenblume – ist ein altes romantisches Motiv. Es ist schließlich kein Zufall, dass Ende seinen Roman ‚Ein Märchenroman‘ genannt hat. Keines seiner Bücher schließt so klar an die Tradition der deutschen Romantik an.“ (FAZ, 3. September 2023)

Abb.: So stellt sich Ideogram das Cover von „Momo“ vor

AAAI Spring Symposia at Stanford University Again

In late August 2023, AAAI announced the continuation of the AAAI Spring Symposium Series, to be held at Stanford University from 25-27 March 2024. Due to staff shortages, the prestigious conference had to be held at the Hyatt Regency SFO Airport in San Francisco in March 2023 – and will now return to its traditional venue. The call for proposals is available on the AAAI Spring Symposium Series page. Proposals are due by 6 October 2023. They should be submitted to the symposium co-chairs, Christopher Geib (SIFT, USA) and Ron Petrick (Heriot-Watt University, UK), via the online submission page. Over the past ten years, the AAAI Spring Symposia have been relevant not only to classical AI, but also to roboethics and machine ethics. Groundbreaking symposia were, for example, „Ethical and Moral Considerations in Non-Human Agents“ in 2016, „AI for Social Good“ in 2017, or „AI and Society: Ethics, Safety and Trustworthiness in Intelligent Agents“ in 2018. More information is available at aaai.org/conference/spring-symposia/sss24/.

Fig.: Hoover Tower on the Stanford University campus

Hello again, Barbie!

„Im Kinderzimmer wird es eng. Neben dem guten alten Teddybär und neben Hello Kitty als Puppe steht oder liegt Hello Barbie. Anders als ihre plüschigen und niedlichen Freunde und Freundinnen ist sie intelligent. Künstlich intelligent, aber immerhin.“ Mit diesen Worten beginnt ein Artikel von Prof. Dr. Oliver Bendel, erschienen am 21. Oktober 2015 unter dem Titel „Auditive Systeme im Wohn- und Arbeitsbereich: Big Brother hört mit“. Teddybär ist hier wie Hello Kitty und Hello Barbie ein Eigenname in einer Aufzählung – ansonsten könnte man auch von dem Teddybären sprechen, der in einem Kinderzimmer ist. Der Film „Barbie“ von Greta Gerwig lenkte im Sommer 2023 die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Mattel-Puppe. Ein paar Szenen kann man als ikonisch bezeichnen, darunter gleich die erste. Kleine Mädchen spielen mit pausbäckigen Babypuppen, bis die übergroße, superschlanke Barbie die Bühne betritt. Sie sind erst paralysiert – und zerstören dann ihre mit einem Schlag altmodisch gewordenen Puppen. Dies ist eine Reminiszenz an den Anfang von „2001: Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick, wo nach dem Erscheinen eines Monolithen ein Vormensch mit einem Knochen ein Skelett zertrümmert und damit als Werkzeug und Waffe verwendet – eine Bewusstseinsveränderung und der Beginn einer neuen Zeit. Es wäre vielleicht besser, wenn sie Hello Barbie zerstören würden, die mit ihrer Spracherkennung zur Spionin im Kinderzimmer wird. Der Film führt mehrere missglückte Modelle vor, u.a. Sugar Daddy Ken und Video Barbie. Sie wurden nach und nach aus dem Sortiment entfernt. Hello Barbie ist immer noch auf dem Markt.

Abb.: Und noch eine Barbie (Bild: Ideogram)

Über die „Studien zum genderneutralen Maskulinum“ von Eckhard Meineke

Die Gendersprache hat sich durch die erfolgreiche Arbeit von Aktivisten und ihren lautstarken, haltungslosen oder ahnungslosen Mitläufern in Unternehmen, an Hochschulen, in den Medien, in den Verlagen und in den Behörden verbreitet. Von der Sprachgemeinschaft wird sie immer stärker abgelehnt, von Jungen wie Alten, Frauen wie Männern, Linken wie Rechten. Die seriöse, nichtaktivistische und nichtideologische Sprachwissenschaft war lange Zeit wie erstarrt, als wären Fundamentalisten über unser Kulturgut hergefallen und hätten es zerstört. Zerstört haben sie es bis heute nicht, aber beschädigt – dabei ist die Sprache nicht nur Kulturgut, sondern auch Kulturwerkzeug und stets in Gebrauch. Der Linguist Peter Eisenberg war einer der ersten, die öffentlich Widerspruch anmeldeten, wie auch der Betreiber von Belles Lettres, Daniel Scholten. 2021 erschien bei Springer das leicht verständliche Buch „Von Menschen und Mensch*innen“ von Fabian Payr, das inzwischen in der 2. Auflage vorliegt. Im Sommer 2023 folgten die „Studien zum genderneutralen Maskulinum“ von Eckhard Meineke im Universitätsverlag Winter. Der Professor i.R. für Geschichte der deutschen Sprache aus Jena liefert die bisher vollständigste und tiefgründigste Analyse generischer Formen und ideologischer Verformungen. Er lässt die genannten Experten und viele weitere Linguisten zu Wort kommen und seziert zugleich die unwissenschaftlichen Arbeiten der Genderfraktion. Auch zum Duden finden sich deutliche Worte: „In diesem Zusammenhang kann der ‚Duden‘ nicht länger als eine wissenschaftlich basierte, quasi-offizielle und vertrauenswürdige Instanz objektiver Sprachbeschreibung angesehen werden. Er ist ein Instrument feministischer Sprachpolitik. Hier wird mit suggestiven, falschen und sich selbst widersprechenden Angaben manipuliert.“ (Meineke 2023) Wenn man etwa „Bewohner“ nachschlägt, erhält man die Erklärung „männliche Person, die etwas bewohnt“. Am gleichen Ort werden unter den Beispielen „die Bewohner des Hauses“ angeführt. Damit wird die gerade gegebene Erklärung ad absurdum geführt, sofern auch weibliche Personen in einem Haus wohnen können. Meineke liefert solch anschauliches Material in Hülle und Fülle, nicht nur für Sprachwissenschaftler und Vertreter anderer Disziplinen, sondern auch für eine Sprachgemeinschaft, die viel klüger ist, als Aktivisten dies annehmen, und deren Sprachgebrauch sich trotz aller ideologischer Fehleinordnungen und moralischer Erhebungen durchsetzen wird. Ohne Zweifel wurde mit den „Studien zum genderneutralen Maskulinum“ das Standardwerk zum Thema geschaffen.

Abb.: Eintrag zu „Bewohner“ (Foto: Duden, invertierter Screenshot)

Pflegeroboter im Ratgeber für Senioren

Der Senioren Ratgeber (eigene Schreibweise) ist ein Partner der Apotheken Umschau (eigene Schreibweise). Im aktuellen Heft 5/2023 findet sich ein fünfseitiger Artikel über Roboter in der Pflege. Er beginnt mit Lio, dem Assistenzroboter von F&P Robotics, der seit Jahren in einer Kleinserie vorliegt und in mehreren Alten- und Pflegeheimen getestet wird. Zu Wort kommt mehrmals Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW, der seit 2016 in Kontakt mit dem Unternehmen ist, mit Mitarbeitern ein Paper zu Lio publiziert und zuletzt zusammen mit Marc Heimann ein Moralmodul (CARE-MOMO) entwickelt hat, das Lio erweitern kann. Inzwischen arbeitet das Schweizer Unternehmen mit weiteren Hochschulen wie der Fachhochschule Graubünden und der ETH Zürich zusammen … „Der Senioren Ratgeber begleitet ältere Menschen in ihrem Alltag. Hier finden Sie Tipps rund um Vorsorge, Ernährung, Bewegung, Reise, Partnerschaft und Pflege. Blättern Sie in der aktuellen Ausgabe des Senioren Ratgeber. Das komplette Magazin erhalten Sie in Ihrer Apotheke …“ (Website Senioren Ratgeber) Gemeint ist praktisch jede Apotheke in Deutschland. Eine Leseprobe ist jeweils über www.apotheken-umschau.de/unsere-marken/senioren-ratgeber/ erhältlich.

Abb.: Die ersten zwei Seiten des Artikels

Ein 3sat-Abend zu KI und Robotik

Am 2. März 2023 startete der 3sat-Abend Wissen hoch 2 zu KI und Robotik um 18.30 Uhr mit NANO. Oliver Bendel wurde mit folgenden Worten vorgestellt: „Im beschaulichen schweizerischen Brugg-Windisch forscht einer der wichtigsten Robotikexperten und Maschinenethiker, Prof. Oliver Bendel, Autor diverser Standardwerke, Sachverständiger für den deutschen Bundestag, Roboterfan.“ Ebenfalls im Interview mit der Sendung war Jonas Andrulis von Aleph Alpha, einem deutschen KI-Unternehmen. Nach der Tagesschau – ab 20.15 Uhr – wurde die Dokumentation „Mein Avatar und ich“ gezeigt. Ingolf Baur war u.a. zu Oliver Bendel nach Brugg-Windisch, zu Daniele Pucci nach Genua und zu Matt McMullen nach Kalifornien bzw. Nevada gereist. Ein ehemaliger Google-Ingenieur, der in LaMDA fälschlicherweise Bewusstsein vermutete, war online zugeschaltet. Den Abschluss bildete ab 21.00 Uhr eine Talkrunde bei Gerd Scobel mit Oliver Bendel, Doris Weßels (Fachhochschule Kiel) und Kristian Kersting (TU Darmstadt). Die Sprache kam auch auf den kleinen Haiku-Band „Dass es nur Kunst war, verdeckte die Kunst“ von Oliver Bendel. Produziert wurde er mit Hilfe von ChatGPT. Abgedruckt sind die Inputs (Prompts) und Outputs (hier die Haikus). Der Informations- und Maschinenethiker äußerte die Meinung, dass KI imstande ist, Schönheit zu produzieren. Nach dreieinhalb Stunden war der Abend, der viele herausragende Bilder und Geschichten lieferte, vorbei.

Abb.: Oliver Bendel bringt NAO zum Dreh (Foto: Sara Zarubica)

Postdoc-Stelle am KIT in Karlsruhe im Bereich der Mensch-Roboter-Interaktion

Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am KIT – Karlsruher Institut für Technologie sucht einen promovierten Mitarbeiter oder eine promovierte Mitarbeiterin für eine Tätigkeit an der Schnittstelle von Sozialwissenschaften und Informatik. Die Tätigkeitsbeschreibung lautet wie folgt: „Selbstlernende, KI-gestützte Robotertechnologien und -systeme werden gegenwärtig für zahlreiche Anwendungsfelder, etwa für die Pflege und Assistenz, die Arbeitswelt oder den Mobilitätsbereich, entwickelt. In allen Feldern müssen sie in Zukunft vielseitige Aufgaben in der realen Welt in enger Interaktion mit Menschen erfüllen. Dieses erfordert nicht nur große Entwicklungsanstrengungen für die Techniken und Systeme selbst, sondern auch ein vertieftes Verständnis für die Veränderungen in den Interaktionen und Beziehungen zwischen Menschen und Robotern. Diesbezügliche Erkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung dafür, robotische Lösungen so gestalten zu können, dass Menschen mit ihnen kooperieren wollen, sie nutzen und aktiv in entsprechende Anwendungskontexte integrieren.“ (ITAS) Im Rahmen dieses Forschungsfelds soll der Postdoc neue Forschungsansätze zur sozialen bzw. psychologischen Dimension der Mensch-Roboter-Interaktion und -Kooperation entwickeln. Hierbei wirkt man zum einen in bereits begonnenen Forschungsprojekten zur Technikfolgenabschätzung von KI-basierten robotischen Systemen mit. „Zum anderen ist damit die Möglichkeit der Entwicklung eines eigenen Forschungsprofils an der Schnittstelle von TA und Robotik verbunden. Dies beinhaltet u.a. die konzeptionelle Ausrichtung wie auch die Auswahl und Untersuchung empirisch relevanter Fragestellungen in diesem Feld, aber auch das eigenständige Entwickeln und Umsetzen weiterer Forschungsideen.“ (ITAS) Die Bewerbungsfrist wurde bis zum 24. Februar 2023 verlängert. Weitere Informationen sind hier erhältlich.

Abb.: In Karlsruhe

Wie man künstliche Moral schafft

„Sind Maschinen das Ende der Menschheit?“ So lautet der Titel eines Ende Oktober bis Anfang November 2022 erschienenen Dossiers in der Zeitschrift „Der Pragmaticus“. Diese wurde u.a. vom Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz gegründet. Er ist vor kurzem gestorben, und es handelt sich um das erste Dossier, dessen Veröffentlichung er nicht mehr erlebt hat. Enthalten ist ein Beitrag von Prof. Dr. oec. HSG Oliver Bendel mit dem Titel „Brauchen Computer eine Moral?“ … Im Teaser der Redaktion ist zu lesen: „In Form von Chatbots, Rasenrobotern und autonomen Autos sind die Computer heute überall. Je mehr die Maschinen können, umso dringlicher scheint es, ihnen unter Einbezug der Ethik Regeln zu geben.“ Der Artikel des Informations- und Maschinenethikers aus Zürich ist am 1. November 2022 freigeschaltet worden und kann über www.derpragmaticus.com/r/maschinenethik/ aufgerufen werden.

Abb.: Eine Skulptur auf der Biennale in Venedig

Warum sind die meisten Androiden weiblich?

Die BILD stellte im Oktober 2022 einige Fragen an Oliver Bendel in Bezug auf Lena, einen Androiden, und Androiden überhaupt. Eine Frage lautete, warum es vor allem Lenas und Sophias gebe, also weiblich anmutende Androiden. Die erste Erklärung des Informations- und Maschinenethikers: Weiblichen Robotern wird mehr vertraut als männlichen. Das beobachtet man vor allem bei Kindern. Diese Erklärung stammt ursprünglich von Hiroshi Ishiguro, dem berühmten japanischen Robotiker. Er hat sie den Teilnehmern der Robophilosophy 2018 in Wien anvertraut, wo er wie Oliver Bendel eine Keynote hatte. Die zweite Erklärung: Die männlichen Künstler und Robotiker erschaffen gerne aus sexuellen Gründen weibliche Wesen. Allerdings gibt es in der Sozialen Robotik sehr viele Frauen. Vielleicht erschaffen sie sich lieber selbst. Freilich sind die bekannten Firmen und Werkstätten wie Hiroshi Ishiguro Laboratories, Hanson Robotics und Realbotix doch männlich dominiert. Die dritte, vielleicht interessanteste Erklärung: Man kann leichter Kopien von (imaginierten oder existierenden) zurechtgemachten Frauen anfertigen als von durchschnittlichen Männern. Eine stark geschminkte Frau mit gezupften Augenbrauen und gebleichten Zähnen wirkt von Haus aus ein wenig künstlich – perfekte Voraussetzungen für die Herstellung von Androiden. Beim normalen Mann muss man Hautporen, Falten, Haare im Gesicht und in den Ohren etc. nachbilden. Das ist aufwändig und wird selten umgesetzt. Vielleicht ändert sich das alles, je geschminkter und gestylter die Männer sind. Aus Sebastian Kurz hätte man auf einfache Weise einen Androiden machen können. Der Artikel „Lena, Sophia und Harmony … Warum sind Roboter eigentlich weiblich?“ von Peter Amenda ist am 20. Oktober 2022 in der deutschen Boulevardzeitung erschienen.

Abb.: Oliver Bendel mit Harmony an der Universität Potsdam

Ein Reprint eines Handybuchs mit Haikus

Soll man Gedichte in elektronischer Form anbieten, als Handyhaikus, die sich im gedruckten Buch in Textform zeigen oder in QR-Codes verbergen, als Klingeltöne, die auf dem Smartphone ertönen, oder zusammen mit Bildern in einem PDF? Man soll, man darf, man muss. Sicherlich kann sich eine Kunstethik für Produktion und Rezeption interessieren, Hand in Hand mit Informations- und Medienethik. Sicherlich kann man moralische sowie kunst- und medientheoretische Aspekte thematisieren, auch das Verschwinden des Haptischen, muss sich dann aber auch der Neuerfindung des Sinnlichen widmen. Das Buch „stöckelnde dinger“ wurde bereits 2010 publiziert. Da der Verlag Blackbetty kurz darauf seine Arbeit eingestellt hat, wird es nun – über zehn Jahre später – kostenlos über swissbooks.net zur Verfügung gestellt (oder direkt hier). Neben „stöckelnde dinger“ liegen zwei weitere Haikubände des Autors vor, „handyhaiku“ (1. Aufl. 2010, 2. Aufl. 2011, Hamburger Haiku Verlag, mit QR-Codes) und „Sanftes Erröten“ (2012, Blackbetty, als Handybuch). „handyhaiku“ war mehrfach in den Medien präsent und kommt auch im Standardwerk „Die Struktur der modernen Literatur“ (8. Aufl 2022) von Mario Andreotti vor. Oliver Bendel hat daraus nicht zuletzt auf einer Tournee durch die Niederlande im Jahre 2015 vorgetragen, zu der ihn zwei Goethe-Institute eingeladen hatten.

Abb.: Das Cover des Bands

Mit dem Roboter in den Urlaub

Jedes Jahr stellt sich die Frage, ob man seinen Roboter – ob Cozmo, Vector, Alpha Mini, NAO, AIBO, Pepper oder Cruzr – in den Urlaub mitnehmen soll. Dabei gibt es einiges zu beachten. Pets und Companions wie Cozmo oder Alpha Mini passen problemlos ins Handgepäck. Für Alpha Mini sollte man die originale Verpackung aus Styropor nicht vergessen, die ihn perfekt schützt. Bei NAO und AIBO empfiehlt es sich, einen leichten, aber stabilen Transportkoffer zu besorgen, der als Zubehör angeboten wird. So ist er im Auto und im Zug sicher. Als Gepäck am Flughafen aufgeben darf man diesen Koffer aber nicht. Mit Pepper kann man nur im SUV oder im Van verreisen, und man sollte zwei Personen für das Ein- und Ausladen haben, das immer in der Originalverpackung und mit dem über die mitgelieferten Stecker mechanisch gesicherten Modell erfolgt. Nicht immer kommt man mit dem sozialen Roboter am Zielort problemlos ins W-LAN. Ein Handy-Hotspot kann helfen. Bei Alpha Mini ist auch die Verbindung per SIM-Karte möglich. Für den Zoll und für Polizeikontrollen sollte man eine Einkaufsbestätigung mitführen. Nicht zuletzt sollte man auf sein Pet oder seinen Companion immer gut aufpassen und es oder ihn vor Diebstahl ebenso schützen wie vor Sand, Sonne und Wasser. In einem Adults-Only-Hotel mag man vielleicht das begeisterte Kreischen der Kinder vermissen, wird den Roboter aber dafür am Abend nicht zerlegt vorfinden.

Abb.: Alpha Mini auf Fuerteventura

„Soziale Roboter“ unter den „Besten der Besten“

Seit ca. 20 Jahren fasst der Dienstleister getAbstract Sach- und Fachbücher zusammen. 25.000 Titel umfasst das Angebot inzwischen. Die wöchentlichen Empfehlungen der Redaktion nennen die „Besten der Besten“ (Website getAbstract). Am 16. Mai 2022 kam das Buch „Soziale Roboter“ (Hrsg. Oliver Bendel) auf die begehrte Liste. Es besteht aus fünf Teilen: „Grundlagen, -begriffe und -fragen“, „Soziale Robotik und andere Disziplinen“, „Gestaltung, Interaktion und Kommunikation“, „Anwendungsbereiche sozialer Roboter“ und „Die Zukunft sozialer Roboter“. Es sind, das Vorwort mitgezählt, 30 Beiträge, mit ca. 35 Abbildungen, bei ca. 570 Seiten. Der Untertitel lautet: „Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“. Mit dabei sind führende Experten und Expertinnen der Sozialen Robotik, der Robotik, der Künstlichen Intelligenz, der Soziologie, der Psychologie und der Philosophie. Sie lehren und forschen an Hochschulen in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich, in Dänemark und in Schweden. Das Buch ist Anfang November 2021 bei Springer Gabler erschienen und kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-31114-8 heruntergeladen bzw. bezogen werden.

Abb.: Pepper wird fotografiert (Foto: Daimler und Benz Stiftung)

Barney geht auf Tour

Kaffeeroboter, auch Barista Robots genannt, und Barkeeperroboter sind in der Eidgenossenschaft regelmäßig anzutreffen. Barney von F&P Robotics ist ein schwarzer, elegant anmutender Roboterarm, der am Sitz der Herstellers in einem festgefügten Setting samt Kaffeevollautomat agiert und interagiert. Seine Tour durch die Schweiz hat nun begonnen, wie der Hersteller meldet, der vor allem für seine Assistenzroboter für Pflege und Therapie bekannt ist und zuletzt im Buch „Soziale Roboter“ (Springer Gabler, 2021) einen Beitrag veröffentlicht hat. In den nächsten Wochen werde Barney Bar im Rahmen der „Mocktail-Bar“-Aktion der Migros in der ganzen Schweiz aufgestellt. Die Tour beginnt in Nyon la Combe (3. – 14. Mai 2022). Nach vielen Stationen schenkt Barney auch im Glattzentrum bei Zürich (23. August – 3. September 2022) seine Spezialitäten aus. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit konnte Lea Peier am 13. April 2022 den gelenkigen Barista und Barkeeper direkt beim Hersteller in Augenschein nehmen. Zudem beobachtet sie derzeit mehrere Modelle im Betrieb, neben Barney Bar auch die Smyze RoboBar. Die Bachelorarbeit wird betreut von Prof. Dr. Oliver Bendel, der mit F&P Robotics seit Ende 2016 zusammenarbeitet.

Abb.: Lea Peier mit Barney

Buch „Faktor Mensch“ erschienen

Die HMD ist eine traditionsreiche Fachzeitschrift für Wirtschaftsinformatik. Diejenigen Schwerpunkthefte, die besonderes Interesse wecken, werden in der Edition HMD in Buchform nochmals aufgelegt, indem ihre Beiträge modifiziert, aktualisiert und dann gebündelt werden. Zudem werden ganz neue Beiträge aufgenommen. „Die Edition HMD ‚Faktor Mensch‘ enthält eine breit gefächerte Auswahl von Beiträgen, die die Beziehung zwischen Mensch und IT thematisieren. In Zeiten der Digitalisierung bietet die IT Chancen, die es unter Einbeziehung des Menschen zu nutzen gilt. Gleichzeitig birgt die IT Risiken, derer sich der Mensch bewusst sein muss, um sie abwägen und kontrollieren zu können. Die Vielfalt der zu adressierenden Themen ist in dieser umfassenden Form am Markt bislang noch nicht diskutiert.“ (Verlagsinformation zum Buch) Oliver Bendel ist gleich doppelt vertreten, zum einen mit seinem bereits in der Zeitschrift in anderer Form veröffentlichten Kapitel „Bodyhacking als Phänomen und Trend“, zum anderen mit dem von Grund auf neu erarbeiteten Kapitel „Sexroboter als soziale Roboter für unterschiedliche Bedürfnisse und Anliegen“. Das von Kristin Weber und Stefan Reinheimer herausgegebene Buch kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-34524-2 heruntergeladen bzw. bezogen werden.

Abb.: Das Cover des Buchs (Grafik: Springer)

Interview zu tierfreundlichen Maschinen

Das aktuelle Magazin des Zürcher Tierschutzes bringt ein zweiseitiges Interview mit Prof. Dr. oec. HSG Oliver Bendel zu seiner Forschung über tierfreundliche Maschinen. Geführt hat es Dr. sc. ETH Bea Roth. Der Informations- und Maschinenethiker beobachtet seit Jahren, dass sich teilautonome und autonome Maschinen immer mehr verbreiten, bei den Folgen aber vor allem an den Menschen gedacht wird. Robotik und Künstliche Intelligenz sind geradezu stolz darauf, auf unsere Bedürfnisse zu fokussieren, und vergessen dabei oft die von Tieren. Dabei könnte man z.B. Haushaltsroboter auf eine einfache Weise tierfreundlich gestalten. Oliver Bendel hat mit seinen jeweiligen Teams in diesem Bereich Prototypen wie LADYBIRD und HAPPY HEDGEHOG entwickelt. Zudem hat er ein System für die Gesichtserkennung bei Bären in den Alpen konzipieren lassen. Seine Vision ist, dass in riesigen Naturparks die Wildtiere in Ruhe gelassen und allenfalls von Robotern beobachtet und zur Not versorgt werden. Das ZT-Magazin steht auch online zur Verfügung.

Abb.: Ein Ausschnitt aus dem ZT-Magazin

„42 – Die Antwort auf fast alles“, auch auf die Frage „Werden wir Roboter lieben?“

Bereits seit 20. Januar 2022 ist der ARTE-Beitrag „Werden wir Roboter lieben?“ in der Serie „42 – Die Antwort auf fast alles“ online verfügbar. Am 19. Februar 2022 folgt dann die klassische Version im deutsch-französischen Kulturkanal. Auf der Website von ARTE heißt es: „Schätzungen zu Folge gibt es weltweit inzwischen mehr als 1,7 Millionen Roboter mit sozialen Eigenschaften. Sie pflegen, bilden, helfen und unterhalten uns. Längst gibt es auch hoch technisierte Sexroboter. Doch können diese Maschinen tatsächlich Gefühle entwickeln – oder gar Liebe empfinden? ‚Wir haben für unseren Roboter digitale künstliche Hormone entwickelt. Und wir simulieren mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die Veränderungen des Hormonhaushalts bei einem Menschen, der sich verliebt‘, sagt Hooman Samani, Roboterentwickler an der Universität Plymouth. Und auch umgekehrt kommen wir der Mensch-Maschine-Beziehung näher: Für den Kognitionspsychologen Martin Fischer von der Universität Potsdam sprechen gewisse psychologische Effekte dafür, dass unsere Einstellung gegenüber Robotern in Zukunft immer positiver wird, allein deshalb, weil wir im Alltag immer mehr mit ihnen zu tun bekommen werden. Werden wir mit Robotern die Nähe eines echten Menschen oder Tieres ersetzen? Der Informations- und Maschinenethiker Oliver Bendel von der Fachhochschule Nordwestschweiz hält das sogar für wahrscheinlich: Viele werden Beziehungen mit einer dritten Kategorie von Existenzen eingehen. Manchen wird es auch eine Weile helfen. Es ist einfach die Frage, ob es ihnen dauerhaft hilft.'“ Weitere Informationen zur Sendung über www.arte.tv/de/videos/101938-004-A/42-die-antwort-auf-fast-alles/.

Abb.: Oliver Bendel mit Data als Spielzeugfigur (Foto: ARTE)