Robots in Policing

In January 2023, the Proceedings of Robophilosophy 2022 were published. Included is the paper „Robots in Policing“ by Oliver Bendel. From the abstract: „This article is devoted to the question of how robots are used in policing and what opportunities and risks arise in social terms. It begins by briefly explaining the characteristics of modern police work. It puts service robots and social robots in relation to each other and outlines relevant disciplines. The article also lists types of robots that are and could be relevant in the present context. It then gives examples from different countries of the use of robots in police work and security services. From these, it derives the central tasks of robots in this area and their most important technical features. A discussion from social, ethical, and technical perspectives seeks to provide clarity on how robots are changing the police as a social institution and with social actions and relationships, and what challenges need to be addressed.“ (Abstract) Robots and AI systems in police work have become a hot topic. The author accepted manuscript of this article is therefore being made freely available on this site for non-commercial use only and with no derivatives, in line with the publisher’s self-archiving policy.

Fig.: The police in Japan

Erste Überlegungen zur KI-Ära

„In der KI-Ära ist die Disziplin der Künstlichen Intelligenz (KI) zur Leitdisziplin geworden, die ihren Gegenstand, die künstliche Intelligenz, in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft durchgesetzt hat, mit Wissenschaft und Wirtschaft selbst als Motoren.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 19. Dezember 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt werden Hintergrund und Entwicklung dargestellt, im dritten die Begriffs des Anthropozäns und Robozäns erklärt. Der vierte Abschnitt widmet sich der Bedeutung der KI-Ära, auch mit Blick auf Aus- und Weiterbildung: „Alte Kulturtechniken verändern sich, neue entstehen. Das Schreiben und Lesen, also der Gebrauch der Schrift, die moderne Kulturen und Zivilisationen überhaupt erst möglich gemacht hat, verliert an Bedeutung und entgleitet der Beherrschung.“ Der fünfte Abschnitt enthält Kritik und Ausblick. Der vollständige Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ki-aera-177400 abrufbar.

Abb.: Alter3 bei der Biennale in Venedig

Das Gleichgewicht der Namen

Die Journalistin Julia Ruhs wird von Linken wie von Rechten attackiert. Ihre letzte Kolumne im Focus enthält eine treffende Beschreibung: „Links glaubt man, der Faschismus übernehme bald, rechts sorgt man sich um den Geburtenrückgang und hält seinen Bademantel für etwaige Polizeibesuche bereit. Weil man online ja so mutig ist. Meine Erfahrung ist eher: Auch hier packt man sich höchstens ein Clownsgesicht ins Profilbild, gibt sich einen möglichst kryptischen Namen und haut dann einen raus. Gegenüber denen, die mit Klarnamen auftreten, sorgt das nicht gerade für Waffengleichheit.“ (Focus, Dezember 2025) In seinem Buch „Die Rache der Nerds“ von 2012, das Geschichten zur Informationsethik enthält, geht Oliver Bendel wiederholt auf das Gleichgewicht der Namen auf elektronischen Plattformen ein. Ganz am Anfang, im Kapitel „Der Zorn der Blogger“, schreibt er: „Ich glaube an das Prinzip des Gleichgewichts der Namen und bin der Meinung, dass man zumindest dann seinen Namen nennen sollte, wenn man einen anderen nennt, einer Person oder einer Organisation … Ein Ungleichgewicht der Namen kann großen Schaden anrichten.“ In den Kapiteln „Sterne holen und sehen“ und „Anonymität und Identifizierbarkeit“ beschreibt er den Ansatz dann ausführlich.

Abb.: Auch er versucht das Gleichgewicht zu halten

Deadline Extended for Research Topic „Exploring human-likeness in AI“

The Research Topic „Exploring human-likeness in AI: From perception to ethics and interaction dynamics“, hosted by Frontiers in Cognition, invites contributions on how human-like features in robots and AI systems influence user perception, trust, interaction, and ethical considerations. The deadline for submission has been extended. As AI becomes more integrated into society, anthropomorphic design raises pressing questions: Do human-like traits improve communication and acceptance, or do they lead to unrealistic expectations? What ethical implications arise when machines simulate empathy or emotion? This interdisciplinary call welcomes contributions from fields such as psychology, engineering, philosophy, and education. Submissions may include empirical research, theoretical analysis, reviews, or case studies that explore how human-likeness shapes the way we engage with AI. The deadline for manuscript summaries is February 12, 2026; full manuscripts are due by March 12, 2026. Articles will undergo peer review and are subject to publication fees upon acceptance. Topic editors are Dr. Katharina Kühne (University of Potsdam, Germany) and Prof. Dr. Roger K. Moore (The University of Sheffield, United Kingdom). For full details and submission guidelines, visit: www.frontiersin.org/research-topics/72370/exploring-human-likeness-in-ai-from-perception-to-ethics-and-interaction-dynamics.

Fig.: A Furhat robot head

In die Randbereiche des Weltraums

Das Buch „300 Keywords Weltraum“ von Oliver Bendel ist am 28. August 2025 bei Springer Gabler erschienen. Die Verkäufe ziehen allmählich an. Es handelt sich um ein Grundlagenwerk zur Raumfahrt und zum Weltraum. Es enthält zahlreiche Exkurse, etwa zur Weltraumlyrik und zur Weltraumkunst – oder zum mythologischen Hintergrund der Benennung von Himmelkörpern und Galaxien. Damit dringt man auch in die Randbereiche des Weltraums vor. Zentrale Themen, die sich durch das ganze Buch ziehen, sind Ethik, Robotik und Umwelt. In diesen Bereichen ist der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker aus Zürich zu Hause. Man kann sich entweder von A wie Anthropozän bis Z wie Zwergplanet durchlesen oder sich einen der über 300 Begriffe aussuchen und von diesem aus weiterspringen. Es ist das sechste „Keywords“-Buch von Oliver Bendel, wobei zwei davon bereits in zweiter Auflage vorliegen, nämlich das zur Informationsethik und das zur Digitalisierung. Zuletzt erschien in dieser Reihe „300 Keywords Generative KI“. Das Buch kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-49287-8 heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem ist es über den Buchhandel erhältlich.

Abb.: Eine Coverversion von ChatGPT

Marilyn war nie auf dem Mond

Marilyn Monroe – geboren 1926, gestorben 1962 – hatte keinen Bezug zum Weltraum und zur Raumfahrt. Zumindest ist nichts darüber bekannt. Sie wird aber mitbekommen haben, dass Juri Gagarin 1961 ins All flog. Die erste Mondlandung im Jahre 1969 hat sie nicht mehr miterlebt. Und schon gar nicht kann sie auf dem Mond gewesen sein. Die Werke der Streetart-Künstlerin Miss Quark sind in Florenz zu bewundern. Sie interpretiert u.a. berühmte Figuren wie das Mädchen mit dem Perlenohrring oder Mona Lisa und berühmte Frauen wie Frida Kahlo oder Marilyn Monroe neu. Die Schauspielerin trägt einen modernen oder futuristischen Raumanzug mit Abzeichen und einem Namensaufnäher, auf dem der Name der Künstlerin steht. Im Sommer 2025 hat Oliver Bendel „300 Keywords Weltraum“ bei Springer Gabler veröffentlicht. Er geht darin nicht auf Marilyn Monroe ein, aber auf Frauen wie Katy Perry und Jane Fonda, bei denen es Bezüge zum Weltraum gibt. Das Lexikon kann hier heruntergeladen bzw. bestellt werden – oder in jeder Buchhandlung auf der Welt.

Abb.: Das Marilyn-Bild von Miss Quark

Pixel um Pixel

Favicons sind eine Designrichtung und Kunstform, über die kaum geschrieben wurde. Im Jahre 2009 erschien der Band „Texte zur Medienkunst“, herausgegeben von Manfred Blohm. Er enthielt den Text „Pixel um Pixel: Favicons erobern das Web“ von Oliver Bendel. Entstanden war er bereits im Februar 2008. In der Einleitung heißt es: „Favicons erobern seit Jahren das Web und gehören inzwischen zum Standardangebot von Webdesignern. Das Kunstwort aus ‚Favorites‘ und ‚Icon‘ verweist einerseits auf die Lesezeichen des Browsers, andererseits auf die im Computerbereich verbreiteten Piktogramme. Favicons treten in der Lesezeichenleiste links neben dem Titel der Website und in der Adresszeile links von der URL auf. Unter Windows sind sie zudem auf den Registerkarten bzw. Tabs, in der Taskleiste, im Startmenü und auf dem Desktop verortet. Favicons unterstützen durch eine assoziative Wirkung die Wieder­erkennbarkeit und -auffindbarkeit der Website. Der vorliegende Beitrag behandelt den Zusammenhang zwischen Wiedererkennbarkeit der Website und grafischen Umsetzungsmöglichkeiten für Favicons. Er geht im Anschluss der Frage nach, ob die kleinen Bilder auch als eigenständige Form des Grafikdesigns und der Kunst gelten können.“ Viele kunstvolle Favicons sind inzwischen schmucklosen Simplizitäten gewichen. Ein Beispiel dafür ist die ETH Zürich, die 2008 noch mit einer Abbildung der Kuppel des Semper-Gebäudes aufwarten konnte (die selbst nicht von dem deutschen Architekten stammt). Fast 18 Jahre später wird der kurze Text als Postprint zur Verfügung gestellt.

Abb.: Die Website der ETH Zürich im Jahre 2008

Multimodal Social Robots for Wellbeing and Health Support

A new Research Topic in Frontiers in Robotics and AI focuses on „Multimodal Social Robots for Wellbeing and Health Support“. It explores the rapidly advancing field of socially intelligent, multimodal robotic systems and is led by Ilona Buchem, John-John Cabibihan, Wafa Johal, and Oliver Bendel. The initiative brings together researchers working on multimodal interaction, affective sensing, and embodied AI to address key challenges in designing, evaluating, and deploying these systems in real-world contexts. The call welcomes original research, reviews, methods, protocols, technology reports, theoretical work, perspectives, case studies, and clinical studies, aiming to shape future standards in social robotics. Manuscript summaries are due on March 16, 2026, with full submissions accepted until June 16, 2026, and the journal will provide editorial and promotional support to strengthen the visibility and impact of the collection. Full details and submission information are available on the Research Topic page.

Fig.: Alpha Mini and Navel

Was wir wissen können – Teil II

Die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Diogenes-Verlags wurde zweimal per E-Mail gefragt, warum in der Übersetzung von „What we can know“ von Ian McEwan  – wie in Teil I des Beitrags dargestellt – von Forschenden die Rede ist. Eine Antwort kam erst, nachdem der Leiter des Verlags kontaktiert worden war. Darin verwies sie darauf, dass das Wort im Duden zu finden sei. Zudem sei es durchaus gebräuchlich und dem üblichen Sprachwandel entsprechend. Nun kann man natürlich Agensnomen durch Partizipformen ersetzen. Allerdings verschiebt sich meistens die Bedeutung. Denn letztere deuten i.d.R. an, dass etwas im Moment oder im Verlauf geschieht. Zudem können sie, wie im Falle der „Forschenden“ oder der „Pflegenden“, eine Gruppe meinen, deren Mitglieder eine Tätigkeit ausüben, ohne dafür ausgebildet sein zu müssen. Der Duden ist längst keine geeignete Referenz mehr. Zuständig für die amtliche Fixierung ist seit 2004 der Rat für deutsche Rechtschreibung. Der Verlag, nunmehr in seinem Schatten stehend, veränderte sein Nachschlagewerk bis zur Unkenntlichkeit. Auf keinen Fall entstammt das Wort „Forschende“ dem „üblichen Sprachwandel“, wenn damit der natürliche Sprachwandel gemeint ist. Seine Verwendung ist ideologisch motiviert … Den professionellen Rezensenten sind die Tendenzen der Übersetzung offenbar verborgen geblieben, den normalen Lesern hingegen nicht. Bei Orell Füssli wurde unter der Überschrift „Forschende und Studierende“ von einem Kunden moniert: „Leider schwach übersetzt in manche Partizipformen (s. oben), die der Autor im Original gar nicht benutzen konnte.“ Der Versuch, eine ähnliche Rezension auf der Plattform einzustellen, schlug fehl – der Beitrag wurde gesperrt (nachdem er zunächst freigeschaltet worden war), obwohl er nicht gegen die Richtlinien verstieß. Der Diogenes-Verlag hat die Büchse der Pandora geöffnet. Es ist wahrscheinlich, dass weitere Bücher so übersetzt werden, dass sie politische und ideologische Ziele erreichen. Der Leser erhält so nicht nur ein Werk, das dem Original nicht gerecht wird und den Text verfälscht – er wird auch bevormundet. Gendersprache wird in den deutschsprachigen Ländern von der Mehrheit abgelehnt. Sie ist, insbesondere wenn Sonderzeichen verwendet werden, inkorrekt, sexualisierend und diskriminierend. Sie ist zudem, wie gezeigt wurde, unpräzise. Es ist zu wünschen, dass der Verlag, immer noch eine Größe im Geschäft, zur gebotenen Vernunft und zum allgemeinen Sprachgebrauch zurückkehrt. Wenn er das nicht tun will, sollte er sich offen zu seiner Ausrichtung bekennen.

Abb.: Der Diogenes-Verlag hat seinen Sitz in Zürich

Wie Allzweckroboter die Haushalte erobern sollen

Michael Marti vom Tages-Anzeiger hat mit Prof. Dr. Oliver Bendel ein Interview geführt. Vor allem ging es um robotische Zweibeiner, die als Allzweckroboter vermarktet werden. Beispiele sind Figure 03, NEO und Optimus. Der Technikphilosoph nimmt an, dass die Einführung in die Haushalte in zwei Wellen erfolgen wird. In der ersten Welle versucht man, möglichst viele Exemplare zu verkaufen, um sie in der Realität einzusetzen. Die Allzweckroboter, meist humanoide Roboter, bewegen sich durch Wohnungen und Häuser, treffen auf Menschen und Tiere. Mithilfe von Kameras und Sensoren werden Daten erzeugt, die nicht nur für Wahrnehmung, Beurteilung und Steuerung, sondern auch für das Training wesentlich sind. In der zweiten Welle erfolgt dann die massenhafte Einführung – wenn diese nicht an Faktoren scheitern wird, die ebenfalls genannt werden. Im Teaser des Artikels, der das Interview enthält, steht: „Der Mann ist der Schweizer Roboter-Flüsterer. Oliver Bendel (57), Professor für Maschinenethik an der FHNW in Windisch AG, erforscht seit Jahren, wie wir mit Robotern leben – und was sie mit uns machen.“ (Tages-Anzeiger, 26. November 2025) Der Artikel ist am 26. November 2025 erschienen und kann hier aufgerufen werden.

Abb.: Oliver Bendel mit Miroka auf der ICSR 2025 in Neapel (Foto: Tamara Siegmann)

Ein Buch zur Tier-Maschine-Interaktion

Am 18. November 2025 hat Prof. Dr. Oliver Bendel bei Springer Gabler sein neues Manuskript abgegeben. Im Frühjahr 2026 erscheint das schmale Buch mit dem Titel „Tier-Maschine-Interaktion“. Am Anfang wird der Inhalt skizziert: „Dieses Essential gibt eine kompakte Einführung in die Disziplin bzw. das Forschungs- und Anwendungsfeld der Tier-Maschine-Interaktion (TMI). Es zeigt, wie Tiere und Maschinen in unterschiedlichen Kontexten zusammentreffen und miteinander bestehen, welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben und welche Perspektiven sich für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik eröffnen. Ziel ist es, die Leser für die Potenziale und Herausforderungen der Tier-Maschine-Interaktion zu sensibilisieren, Orientierung im interdisziplinären Diskurs zu geben und Anregungen für Forschung, Entwicklung und Entscheidungsprozesse zu liefern.“ Es ist das erste Buch zu diesem Thema. Es enthält zwei Abbildungen, drei Tabellen und mehrere Boxen mit Definitionen und Hintergrundinformationen.

Abb.: Oliver Bendel am Campus Brugg-Windisch (Foto: Jork Weismann)

Einer wirrer Bericht zu medizinethischen Richtlinien

Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) hat 2025 den Bericht „Medizin-ethische Richtlinien: Entstehung und Wirkung“ veröffentlicht. Die falsche Schreibweise des Adjektivs findet sich auch im Artikel „Die medizin-ethischen Richtlinien der SAMW: Zwischen Kontinuität und Wandel“ von Henri Bounameaux, des SAMW-Präsidenten, zudem in den Texten anderer Autoren. In „Experimentieren – Ethik in der medizinischen Forschung“ von Dr. Izel Demirbas ist zuerst korrekt von „medizinethischen Positionen“ die Rede, später aber vom „medizin-ethischen Diskurs“. Wer über diese sprachliche Auffälligkeit stolpert, schaut auch an anderer Stelle genau hin. Auf Seite 5 heißt es: „Seit über 50 Jahren erarbeitet die Zentrale Ethikkommission (ZEK) der SAMW diese Richtlinien – als Orientierungshilfen für Ärztinnen und weitere Gesundheitsfachpersonen in herausfordernden Situationen.“ Die Fußnote erklärt: „Weibliche und männliche Wortformen werden in diesem Bericht kapitelweise abwechselnd verwendet, gemeint sind jeweils die Angehörigen aller Geschlechtergruppen.“ „Ärztinnen“ bedeutet in der deutschen Sprache allerdings „weibliche Ärzte“ – und nichts anderes. Das Anliegen, weibliche und männliche Wortformen kapitelweise abwechselnd zu verwenden, ist auch nicht einzulösen. In manchen Kapiteln kommt das generische Maskulinum vor, das geschlechtsneutral ist, in anderen das generische Femininum, das es in dieser Form gar nicht gibt. So stiftet der ganze Bericht in weiten Teilen heillose Verwirrung und schadet der SAMW ebenso wie der Medizinethik und der ganzen Wissenschaft, die auf eine korrekte und präzise Sprache angewiesen sind.

Abb.: Die SAMW sitzt in Bern

Der erste Coffee to go

Viele Quellen behaupten, dass der erste Coffee to go 1964 von 7-Eleven in New York verkauft wurde. Demgegenüber wurde 2018 im Gabler Wirtschaftslexikon festgestellt, dass er womöglich bereits im Film „Frühstück bei Tiffany“ aus dem Jahre 1961 über die Theke gewandert ist. „In der berühmten Eingangsszene holt Holly Golightly (gespielt von Audrey Hepburn) vor dem Juweliergeschäft in Manhattan nebst einem süßen Teilchen einen Becher aus einer Papiertüte, entfernt den Deckel und nimmt einen Schluck.“ In einem Blogpost aus dem Jahre 2022 von Amirah Jiwa wird die gleiche Vermutung angestellt. Audrey Hepburn is „nibbling on a Danish pastry, paper coffee cup in hand“. In seinem Buch mit dem Titel „Wie es euch gefällt“ (2025) schreibt Ulrich Raulff: „Mit wenigen Schritten steht die Frau vor dem Schaufenster eines bekannten Unternehmens der Luxusbranche. Beiläufig greift sie in eine Papiertüte und entnimmt ihr ein Gebäck und einen Becher Kaffee, während sie gleichzeitig die Auslage des Juweliers studiert. Sie kaut, nimmt einen Schluck und schlendert weiter zum nächsten Fenster.“ Der Artikel „Coffee to go“ von Oliver Bendel kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/coffee-go-99952 abgerufen werden.

Abb.: Mit Smartphone und Coffee to go

Eine Studie zum Lachen

Von November 2025 bis Februar 2026 führen Sahan Hatemo von der Hochschule für Informatik FHNW, Dr. Katharina Kühne von der Universität Potsdam und Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW eine Studie durch. In deren Rahmen starten sie eine Teilstudie, die eine kurze computerbasierte Aufgabe und einen kurzen Fragebogen umfasst. Die Teilnehmer werden gebeten, sich eine Reihe von Lachproben anzuhören und zu beurteilen, ob diese authentisch klingen oder nicht. Die Aufgabe umfasst insgesamt 50 Proben und dauert in der Regel etwa zehn Minuten. Die Teilnahme ist über PC, Notebook oder Smartphone möglich. Vor Beginn sollten die Teilnehmer sicherstellen, dass der Ton ihres Geräts eingeschaltet ist und sie sich in einer ruhigen, ablenkungsfreien Umgebung befinden. Die computerbasierte Aufgabe und der kurze Fragebogen sind über research.sc/participant/login/dynamic/3BE7321C-B5FD-4C4B-AF29-9A435EC39944 zugänglich.

Abb.: Eine Studie zum Lachen (Foto: Jork Weismann)

There’s a Large Hippo Resting in the Mud

On November 10, 2025, the article „There’s a Large Hippo Resting in the Mud“ by Oliver Bendel and Doris Jovic was published introducing the VISUAL project. „VISUAL“ stands for „Virtual Inclusive Safaris for Unique Adventures and Learning“. All over the world, there are webcams showing wild animals. Sighted people can use them to go on photo and video safaris comfortably from their sofas. Blind and visually impaired people are at a disadvantage here. As part of Inclusive AI, the project developed a prototype specifically for them. Public webcams around the world that are directed at wild animals are tapped. Users can choose between several habitats on land or in water. They can also select „Adult“ or „Child“ as a profile and choose a role („Safari Adventurer“, „Field Scientist“, „Calm Observer“). When the live video is accessed, three screenshots are taken and combined into a bundle. This bundle is analyzed and evaluated by GPT-4o, an MLLM. The user then hears a spoken description of the scene and the activities. The project is likely one of the first to combine Inclusive AI with new approaches in Animal-Computer Interaction (ACI). The article was published in Wiley Industry News and can be accessed at: wileyindustrynews.com/en/contributions/theres-a-large-hippo-resting-in-the-mud. It should be noted that it is also available in German.

Fig.: There’s a large hippo resting in the mud

Ein Sicherheitsroboter auf der Basler Herbstmesse

„Sicherheitsroboter verbreiten sich in den Stadtteilen, in den Einkaufszentren und auf den Firmengeländen, als rollende und fliegende Maschinen. Sie sollen für die Sicherheit der Unternehmen, Besucher und Kunden sorgen. Sie sind autonom bzw. teilautonom oder werden von Menschen oder weiteren Systemen zu Einsatzorten navigiert. Je nach Zusammenhang werden sie auch als Überwachungsroboter oder Polizeiroboter bezeichnet.“ So erklärt es ein Beitrag von Oliver Bendel im Gabler Wirtschaftslexikon vom März 2020. Im Artikel „Auf der Basler Herbstmesse patrouillieren Roboter statt Menschen“ von SRF vom 31. Oktober 2025 wird auf das Modell des Schweizer ETH-Start-ups Ascento eingegangen. Dieses war auf der Basler Herbstmesse unterwegs, um Sicherheit auf dem Gelände herzustellen. „Die kantonale Datenschützerin war darüber nicht informiert und stoppte den Einsatz aus Datenschutzgründen.“ (Website SRF) Sie fühlte sich laut SRF in „einen Science-Fiction-Film“ versetzt – dabei sind Sicherheits- und Überwachungsroboter in vielen Ländern längst Standard. Tatsächlich sollte man sie aber nicht in öffentlichen oder teilöffentlichen Bereichen betreiben, und schon gar nicht ohne Genehmigung, die offensichtlich nicht vorlag. Oliver Bendel schreibt seit 2016 über das Thema. Damals war er dem K5 in Stanford begegnet. In seinem Artikel „Mehr Unsicherheit mit Sicherheitsrobotern?“ diskutierte er die Chancen und Risiken des Einsatzes.

Abb.: Der Sicherheitsroboter von Ascento (Foto: Ascento)

Die simulierte Freundschaft

Mit der Süddeutschen Zeitung hat Oliver Bendel über Chatbots gesprochen, mit denen man Beziehungen führt. Wie immer betonte er, dass es sich um einseitige Beziehungen handelt. Chatbots können keine Freunde sein. Und keine Partner. Helfen können sie in besonderen Situationen oder bei besonderen Personen. Sie können über die Einsamkeit von Gefängnisaufenthalten und Marsflügen hinweghelfen, zwei Anwendungsbereiche, zu denen der Technikphilosoph bereits geforscht hat. Sie können auch – wie soziale Roboter – begleitend bei Therapien eingesetzt werden, wobei immer ein Mensch eingreifen können sollte … Aber sie können nicht lieben, nicht hassen, sie haben kein Interesse, keine Empathie. Ihre Freundschaft ist simuliert. Der Artikel von Christian Weber mit dem Titel „Dann haben wir halt elektronische Freunde“ ist am 30. Oktober 2025 in der Onlineausgabe erschienen. Zusätzlich wird er in der Wochenendausgabe abgedruckt.

Abb.: Die simulierte Freundschaft (Foto: Jork Weismann)

Fake Friends 2.0

„Die Sehnsucht nach einem künstlichen Begleiter, vor allem einem weiblichen, flammte vor über 2.500 Jahren auf. Hephaistos, der Gott der Schmiede und des Feuers, schuf seine goldenen Dienerinnen, wie bei Homer nachzulesen ist, Pygmalion, der legendäre zypriotische Bildhauer, seine Galatea, als Abbild der von ihm geliebten Aphrodite – dass es nur Kunst war, verdeckte die Kunst, schrieb Ovid zu Beginn unserer Zeitrechnung.“ Mit diesen Worten beginnt ein Meinungsbeitrag von Oliver Bendel, der am 17. Oktober 2025 in der Fuldaer Zeitung unter dem Titel „Fake Friends 2.0“ erschienen ist. Der Technikphilosoph geht nach der ideengeschichtlichen Einordnung auf technologische Entwicklungen seit der Jahrtausendwende ein, etwa die virtuelle Freundin von Artificial Life. Auch die geplante Erotikfunktion von ChatGPT erwähnt er. Gegen Ende heißt es: „Virtuelle Freundinnen und Freunde in die Breite zu bringen, halte ich für unverantwortlich. Eigentlich existieren sie gar nicht, denn Freundschaft beruht auf Gegenseitigkeit. Sie sind Fake Friends 2.0. Bei einem Chatbot ist kein Gefühl vorhanden, kein Interesse. Da ist nichts, und alles, was ist, wird simuliert.“ Der Artikel kann hier aufgerufen werden.

Abb.: Real Friends

I speak Tele

The article „I speak Tele outlines the design of a digitized dysarthria assessment“ by Sharmila Selvanayakam, Sandra Giovanoli, Amelieke Slot, Elisa Du, Thomas Menard, Oliver Bendel, Awai Chris Easthope, and Christoph Michael Bauer was published in Scientific Reports on October 14, 2025. The abstract reads as follows: „Stroke is a leading cause of disability worldwide, leaving many survivors with chronic neurological deficits that restrict their daily activities. Telerehabilitation offers an opportunity to improve access to care, reducing travel burdens and fostering ongoing therapy in diverse settings. Speech and language telerehabilitation specifically benefits those with communication disorders such as dysarthria. However, widespread reliance on manual, paper-based documentation and subjective evaluations remains a significant challenge for remote speech and language therapy. To address this, we identified the specific requirements of various stakeholders and employed a user-centred design approach to develop a digital tool that integrates note-taking, time measurement, and audio/video recording within a single interface. By prioritizing the needs of speech-language pathologists (SLPs), researchers, and IT specialists, the resulting prototype streamlines common tasks, enhances data consistency, and delivers high usability. In testing, SLPs reported a reduction in assessment times from 50 to 35 min, while the average System Usability Scale score exceeded industry benchmarks, indicating strong acceptance. By enabling automated scoring, data export, and potential interoperability with healthcare systems, this tool foster more comprehensive patient monitoring. Future iterations will incorporate a secure backend and support for additional assessments, potentially transforming remote speech and language therapy.“ The article can be accessed at www.nature.com/articles/s41598-025-19726-9.

Fig.: Towards telerehabilitation

Soziale Roboter – unsere neuen besten Freunde?

„Soziale Roboter – unsere neuen besten Freunde?“ ist der Titel eines Beitrags im Philosophie-Newsletter NOESIS der Nomos Verlagsgesellschaft. Im Teaser heißt es: „In unserem aktuellen Beitrag sprechen wir mit dem Philosophen und Informationsethiker Prof. Dr. Oliver Bendel über die Chancen und Risiken sozialer Roboter. Können Maschinen echte Nähe schaffen oder bleibt es bei einer perfekten Illusion? Ein Gespräch über Empathie-Simulation, Pflegeroboter – und die Frage, wie nah uns soziale Maschinen wirklich kommen dürfen.“ Die Geisteswissenschaften gehören laut Website seit 2017 zum festen Programm der Nomos Verlagsgesellschaft und „haben sich hauptsächlich durch den Zuwachs an Imprints im Programm von Nomos etabliert“. „Unsere Inhalte erscheinen in mehr als 200 wissenschaftlichen Schriftenreihen in den Bereichen Altertumswissenschaft, Anthropologie, Byzantinistik, Geschichte, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Orientalistik, Pädagogik, Philosophie, Religionswissenschaft, Sprachwissenschaft, Theaterwissenschaft und Theologie.“ (Website Nomos) Der Beitrag kann über www.nomos.de/noesis-soziale-roboter-unsere-neuen-besten-freunde/ aufgerufen werden.

Abb.: Oliver Bendel (Foto: Jork Weismann)

Erste Überlegungen zu Wearable Social Robots

Wearable Social Robots sind sehr kleine und zugleich äußerst leistungsfähige Systeme, die um den Hals, am Körper oder in einer Schulter- oder Handtasche getragen werden. Sie sind nicht nur Begleiter des Menschen, sondern werden ein Teil von ihm, indem sie seine Sinne und Ausdrucksmöglichkeiten erweitern. Der Artikel mit dem Titel „Dieser Roboter steht Ihnen aber gut!“ (Untertitel „Über das Phänomen der Wearable Social Robots“) von Oliver Bendel definiert den Begriff der Wearable Social Robots, stellt Anwendungsbereiche vor und erörtert soziale sowie ethische Herausforderungen. Zudem werden Empfehlungen für Entwickler und Benutzer gegeben. Es wird deutlich, dass Wearable Social Robots neuartige Werkzeuge sowie Erweiterungen oder Verbesserungen des Menschen darstellen, deren Möglichkeiten über jene von Apps auf Smartphones hinausgehen. Der Artikel ist am 25. September 2025 in Wiley Industry News erschienen, nicht nur in deutscher, sondern auch in englischer Sprache. Er kann über www.wileyindustrynews.com/de/fachbeitraege/dieser-roboter-steht-ihnen-aber-gut bzw. www.wileyindustrynews.com/en/contributions/that-robot-suits-you-well abgerufen werden.

Abb.: Der kleine AIBI

Einschränkung der Ausdrucksfreiheit in der Forschung

In zunehmendem Maße ist in der deutschsprachigen Forschung eine Einschränkung der Ausdrucksfreiheit durch verpflichtende sprachpolitische Vorgaben in wissenschaftlichen Fachzeitschriften zu beobachten. Konkret betrifft dies den Zwang zur Verwendung sogenannter Gendersprache, also sprachlicher Formen, die z.T. von der amtlichen deutschen Rechtschreibung abweichen (z.B. Sonderzeichen im Wortinneren wie Genderstern, Doppelpunkt oder Binnen-I). Eine solche Vorgabe wird in der Schweiz von mehreren anerkannten Journals zur Voraussetzung für die Veröffentlichung gemacht, unabhängig von fachlichen oder methodischen Erfordernissen. Diese Entwicklung wirft aus Sicht vieler Forscher ernsthafte wissenschaftsethische und rechtliche Fragen auf: 1. Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit: Die freie Wahl sprachlicher Mittel ist ein konstitutiver Bestandteil wissenschaftlichen Arbeitens. Wenn Ausdrucksformen vorgeschrieben werden, die von Autoren nicht geteilt werden – insbesondere, wenn sie als inkorrekt, unpräzise, ideologisch aufgeladen oder methodisch ungeeignet empfunden werden –, stellt dies einen Eingriff in die wissenschaftliche Freiheit dar. 2. Struktureller Ausschluss durch Sprachpolitik: Die Dominanz von Journals mit Genderpflicht in bestimmten Disziplinen führt de facto zu einem Ausschluss nichtkonformer Positionen aus dem wissenschaftlichen Diskurs. Dies betrifft nicht nur einzelne Autoren, sondern untergräbt die fachliche Diversität und Meinungsfreiheit. 3. Verlust des Deutschen als Wissenschaftssprache: Autoren weichen zunehmend auf das Englische aus, um solchen Vorgaben zu entgehen. Damit wird die deutsche Sprache in der Wissenschaft zusätzlich geschwächt, was insbesondere in der Schweiz mit ihrer Mehrsprachigkeit problematisch ist. 4. Sprachenfreiheit, Wissenschaftsfreiheit und verfassungsnahe Prinzipien: Auch wenn die Sprachenfreiheit (Art. 18 BV) und die Wissenschaftsfreiheit (Art. 20 BV) in der Schweiz primär gegen staatliche Eingriffe schützen, so haben sie doch Leitfunktion für den gesamten wissenschaftlichen Raum – insbesondere dann, wenn Fachzeitschriften öffentlich (mit-)finanziert oder institutionell getragen werden. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz erkennen in der Einschränkung der Ausdrucksfreiheit kein Problem. Entsprechend müsste man nicht nur die betroffenen Zeitschriften, sondern auch sie selbst reformieren.

Abb.: Wissenschaft in der Schweiz