Zeynep Karagöz (Robotel Türkiye) will give a talk on March 20, 2023 on the topic „How to make a difference: Free 3D printed devices for earthquake victims“. She graduated from MSÜ – Architecture and co-founded KOMA Architecture in 2001. With Robotel Türkiye, „she started making 3D printed mechanical hands for children with hand deformation who do not have access to prosthetics“ (Website Orient-Institut Istanbul). On 6 February 2023, a M7.8 earthquake struck southern and central Turkey as well as northern and western Syria. In her talk, Zeynep Karagöz will focus on the efforts of her NGO in the Turkish earthquake region. Her information text states: „This lecture offers an opportunity to learn more about our work at Robotel Türkiye, which I am heading, in providing free 3D-printed prostheses for children who lack access to such devices. I will focus the impact it has had on the lives of those we serve. Our primary focus has been on providing mechanical hands, arms, and fingers to children, although we have also served adults upon request. However, recent events have led us to extend our services to include shoulder mechanisms, adult models, and orthotic prosthesis devices. … I will discuss the impact of our work in the region and the urgent need for volunteers and financial support to continue our efforts.“ (Website Orient-Institut Istanbul) The event is sponsored by Orient-Institut Istanbul, NYU Center for Disability Studies, and Humboldt-Universität zu Berlin. Registration for the webinar is available here.
Vom 16. bis zum 18. Februar 2023 fand das Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Sicht“ am Campus Brugg-Windisch der Hochschule für Wirtschaft FHNW statt. Die ca. 30 Studenten und Studentinnen stammten von den Standorten Basel, Olten und Brugg-Windisch und aus den Studiengängen International Management, Wirtschaftsinformatik und Betriebsökonomie. Prof. Dr. Oliver Bendel vermittelte ihnen zunächst Grundlagen zur Robotik und zur Sozialen Robotik. Zudem gab es Exkurse in die Servicerobotik, wobei die These belegt wurde, dass diese immer mehr von der Sozialen Robotik beeinflusst wird: Transportroboter und Servierroboter bekommen Augen und Mund, Sicherheitsroboter natürlichsprachliche Fähigkeiten. Zudem wurden ethische Überlegungen angestellt, für die vorher empirische Grundlagen erarbeitet worden waren. Anwesend waren Pepper, NAO, Alpha Mini, Cozmo und Hugvie sowie für kurze Zeit der kleine EMO. Gastvorträge gaben Marc Heimann (CARE-MOMO) und Lea Peier (Barroboter in der Schweiz). Die Studenten und Studentinnen waren hochmotiviert und konzipierten am Ende in Gruppenarbeiten eigene soziale Roboter mit unterschiedlichen Aufgaben. Es handelte sich um die dritte Durchführung des Wahlmoduls und um die erste am Standort Brugg-Windisch. Im November 2023 findet die vierte am Standort Olten statt.
As part of the AAAI 2023 Spring Symposia in San Francisco, the symposium „Socially Responsible AI for Well-being“ is organized by Takashi Kido (Teikyo University, Japan) and Keiki Takadama (The University of Electro-Communications, Japan). The AAAI website states: „For our happiness, AI is not enough to be productive in exponential growth or economic/financial supremacies but should be socially responsible from the viewpoint of fairness, transparency, accountability, reliability, safety, privacy, and security. For example, AI diagnosis system should provide responsible results (e.g., a high-accuracy of diagnostics result with an understandable explanation) but the results should be socially accepted (e.g., data for AI (machine learning) should not be biased (i.e., the amount of data for learning should be equal among races and/or locations). Like this example, a decision of AI affects our well-being, which suggests the importance of discussing ‚What is socially responsible?‘ in several potential situations of well-being in the coming AI age.“ (Website AAAI) According to the organizers, the first perspective is „(Individually) Responsible AI“, which aims to clarify what kinds of mechanisms or issues should be taken into consideration to design Responsible AI for well-being. The second perspective is „Socially Responsible AI“, which aims to clarify what kinds of mechanisms or issues should be taken into consideration to implement social aspects in Responsible AI for well-being. More information via www.aaai.org/Symposia/Spring/sss23.php#ss09.
Two of the most important conferences for social robotics are Robophilosophy and ICSR. After Robophilosophy, a biennial, was last held in Helsinki in August 2022, ICSR is now coming up in Florence (13 – 16 December 2022). „The 14th International Conference on Social Robotics (ICSR 2022) brings together researchers and practitioners working on the interaction between humans and intelligent robots and on the integration of social robots into our society. … The theme of this year’s conference is Social Robots for Assisted Living and Healthcare, emphasising on the increasing importance of social robotics in human daily living and society.“ (Website ICSR) The committee sent out notifications by October 15, 2022. The paper „The CARE-MOMO Project“ by Oliver Bendel and Marc Heimann was accepted. This is a project that combines machine ethics and social robotics. The invention of the morality menu was transferred to a care robot for the first time. The care recipient can use sliders on the display to determine how he or she wants to be treated. This allows them to transfer their moral and social beliefs and ideas to the machine. The morality module (MOMO) is intended for the Lio assistance robot from F&P Robotics. The result will be presented at the end of October 2022 at the company headquarters in Glattbrugg near Zurich. More information on the conference via www.icsr2022.it.
Fig.: The conference will take place at the Chamber of Commerce (far left)
Die Wissenschaftsfreiheit an Hochschulen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands wird immer mehr eingeschränkt. Hochschulen lassen in erster Linie Drittmittelforschung gelten, Rektorate geben bei Mitarbeitern Grundlagenwerke in Auftrag, Studiengangleiter schreiben Professoren Lehrbücher vor, D&I-Abteilungen veröffentlichen oder veranlassen ohne sprachliche Kompetenz und ohne rechtliche Grundlage Sprachleitfäden, Dozenten geben Punkteabzug bei ihnen nicht genehmer Sprache. Aber auch das Umfeld ist betroffen: Herausgeber, Verlage und Medien verletzen Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht und Wissenschaftsfreiheit, wenn sie die Texte ihrer Autoren gegen deren Willen verändern und gendern. Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit bietet im Wintersemester 2022/2023 die Ringvorlesung „Wissenschaftsfreiheit: Voraussetzungen – Einschränkungen – Verteidigung“ an, immer online, immer montags von 18.00 bis 19.30 Uhr. Den Auftakt bildet am 24. Oktober 2022 ein Vortrag von Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, Universität Würzburg, zum Thema „Meinungsfreiheit und ihre strafrechtlichen Konsequenzen“. Der Jurist hat auch schon wertvolle Beiträge für das „Handbuch Maschinenethik“ geliefert. Am 21. November 2022 trägt die Journalistin und Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Beatrice Dernbach, Technische Hochschule Nürnberg, zum Thema „Sprache bestimmt die Freiheit“ vor. Gespannt darf man auch sein auf den Vortrag „Opfermythen und der Rassismus der geringen Erwartungen“ von Prof. Dr. Ebrahim Afsah, Universität Wien. Das ganze Programm kann hier heruntergeladen werden.
Abb.: Studenten und Studentinnen bei einer Abschlussfeier in Venedig
Beim „uDay 20: Innovation in der Pflege – gewusst wie!“ am 20. September 2022 hielt Oliver Bendel in der Aula der Fachhochschule Vorarlberg die Keynote „Pflegeroboter aus ethischer Perspektive“. Aus der Beschreibung: „Pflege- und Therapieroboter können als Serviceroboter und in vielen Fällen auch als soziale Roboter begriffen werden. Im Vortrag von Professor Dr. Oliver Bendel aus Zürich werden die Ziele, Aufgaben und Merkmale geklärt und, davon ausgehend, Überlegungen aus der Perspektive der Ethik angestellt. Am Ende soll deutlich werden, welche Robotertypen und Prototypen bzw. Produkte es im Gesundheitsbereich gibt, welche Zwecke sie erfüllen, welche Funktionen sie übernehmen und welche Implikationen und Konsequenzen dies für den Einzelnen und die Gesellschaft hat. Pflegeroboter mögen zur persönlichen Autonomie beitragen und zugleich die informationelle Autonomie schwächen. Therapieroboter können die persönliche Leistung und Zufriedenheit steigern, in Einzelfällen aber auch die Menschenwürde verletzen.“ Der Assistenzroboter Lio zeigte mit Schildern die Zeit an, die dem Referenten noch blieb. Es schloss sich eine kurze, aber rege Diskussion an. Nach der Keynote fanden drei Sessions statt, „Augmented und Virtual Reality in der Pflegeausbildung (Projekt CareTrain)“, „Technische Wege für Menschen und Pflege (Projekt TeleCareHub)“ und „Roboter im Gesundheits- und Sozialwesen (Projekt IENE 10)“. Das Programm kann hier heruntergeladen werden.
Beim „uDay 20: Innovation in der Pflege – gewusst wie!“ am 20. September 2022 an der Fachhochschule Vorarlberg hält Oliver Bendel die Keynote „Pflegeroboter aus ethischer Perspektive“. Aus der Beschreibung: „Pflege- und Therapieroboter können als Serviceroboter und in vielen Fällen auch als soziale Roboter begriffen werden. Im Vortrag von Professor Dr. Oliver Bendel aus Zürich werden die Ziele, Aufgaben und Merkmale geklärt und, davon ausgehend, Überlegungen aus der Perspektive der Ethik angestellt. Am Ende soll deutlich werden, welche Robotertypen und Prototypen bzw. Produkte es im Gesundheitsbereich gibt, welche Zwecke sie erfüllen, welche Funktionen sie übernehmen und welche Implikationen und Konsequenzen dies für den Einzelnen und die Gesellschaft hat. Pflegeroboter mögen zur persönlichen Autonomie beitragen und zugleich die informationelle Autonomie schwächen. Therapieroboter können die persönliche Leistung und Zufriedenheit steigern, in Einzelfällen aber auch die Menschenwürde verletzen. Es ist wichtig, Serviceroboter und soziale Roboter im Gesundheitsbereich so zu gestalten, dass sie möglichst allen Anforderungen und Bedürfnissen gerecht werden und nützliche Werkzeuge für Pflegekräfte und Pflegebedürftige sind. Dabei können nicht zuletzt Disziplinen wie die Maschinenethik helfen.“ Die Keynote beginnt um 9.15 Uhr. Das Programm kann hier heruntergeladen werden.
Abb.: Oliver Bendel bei einem Dreh mit 3sat an der FHNW (Foto: Sara Zarubica)
Katharina Kühne and Melinda A. Jeglinski-Mende (University of Potsdam) together with Oliver Bendel (School of Business FHNW) have written an extended abstract for Robophilosophy 2022 entitled „Tamagotchi on our Couch“. The corresponding poster was presented by Katharina Kühne on on August 16, 2022, the first day of the conference. The poster is made available here. From the abstract: „Although social robots increasingly enter our lives, it is not clear how they are perceived. Previous research indicates that there is a tendency to anthropomorphize social robots, at least in the Western culture. One of the most promising roles of robots in our society is companionship. Pets also fulfill this role, which gives their owners health and wellbeing benefits. In our study, we investigated if social robots can implicitly and explicitly be perceived as pets. In an online experiment, we measured implicit associations between pets and robots using pictures of robots and devices, as well as attributes denoting pet and non-pet features, in a Go/No-Go Association Task (GNAT). Further, we asked our participants to explicitly evaluate to what extent they perceive robots as pets and if robots could replace a real pet. Our findings show that implicitly, but not explicitly, social robots are perceived as pets.“ (Abstract) The poster is available here.
Der Vormittag des dritten Tags der Robophilosophy 2022 begann mit der Keynote „Robots, Institutional Roles and Functions“ von Seumas Miller. Er schloss bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften von Robotern kategorisch aus, was in der Diskussionsrunde die Kritiker auf den Plan rief. Seine Behauptung, Roboter könnten keine moralischen Agenten (also keine moralischen Subjekte) sein, konterte Catrin Misselhorn, eine erfahrene Maschinenethikerin, mit der Feststellung, sie könnten durchaus funktionale moralische Agenten sein, wenn auch keine vollständigen. Tatsächlich werden seit vielen Jahren moralische Maschinen in genau diesem Sinne gebaut: Sie erhalten moralische Regeln und halten sich daran. Es folgten am Vormittag drei Sessions und ein Workshop. Bei Session 12 („HRI I“) sprachen u.a. Kerstin Fischer und Johanna Seibt. Session 14 („Social norms and roles I“) wurde mit Vorträgen von Anna Strasser und Michael Wilby („The AI-Stance: Crossing the Terra Incognita of Human-Machine Interactions?“), Kirsikka Kaipainen („Identifying Opportunities for Social Robots in Youth Services: A Case Study of a Youth Guidance Center“, mit Salla Jarske und Kaisa Väänänen) sowie Laetitia Tanqueray und Stefan Larsson („What Norms Are Social Robots Reflecting? A Socio-Legal Exploration on HRI Developers“) bespielt. Danach ging es in die Mittagspause.
Nach Worten der Begrüßung von Raul Hakli, Pekka Mäkelä und Johanna Seibt startete die Robophilosophy 2022 mit einem Vortrag von Sven Nyholm zum Thema „A New Control Problem? Humanoid Robots, AI, and the Value of Control“. In Session 1 („Robots in Law and Policing“) sprachen danach Oliver Bendel („Robots in Policing“), Cindy Friedman („Granting Negative Rights to Humanoid Robots“) und Jakob Stenseke („The Use and Abuse of Normative Ethics for Moral Machines“). Parallel fanden drei Workshops statt, darunter „Regulation of the Use of Social Robotics in Care Settings: A Simulation“. Im Anschluss wurden vier Poster präsentiert, eines davon von Katharina Kühne, Melinda A. Jeglinski-Mende und Oliver Bendel („Tamagotchi on our couch: Are social robots perceived as pets?“). Am späteren Nachmittag referierte David Gunkel zum Thema „Robots Should Not be Slaves“ – eine Auffassung, die etwa Joanna Bryson oder Oliver Bendel nicht in dieser Weise teilen. Er leitete den Workshop, bei dem mehrere Vorträge gehalten und ganz unterschiedliche Ansichten ausgetauscht wurden. Parallel fanden ein weiterer Workshop sowie Session 2 („Robots in Education“) statt. Den Ausklang bildete der Empfang der Universität Helsinki mit Wein, Hummus und Fladenbrot. Die Robophilosophy gilt als die wichtigste Konferenz zu sozialen Robotern aus gesellschaftlicher Perspektive. Sie findet vom 16. bis zum 19. August 2022 an der Universität Helsinki statt.
Abb.: Sven Nyholm bei seinem Vortrag an der Universität Helsinki
Robophilosophy 2022 at the University of Helsinki is the fifth event in the biennial Robophilosophy Conference Series. It „will explore the societal significance of social robots for the future of social institutions with its usual broad scope, embracing both theoretical and practical angles“ (CfP Robophilosophy). It „is an invitation to philosophers and other SSH researchers, as well as researchers in social robotics and HRI, to investigate from interdisciplinarily informed perspectives whether and how social robotics as an interdisciplinary endeavour can contribute to the ability of our institutions to perform their functions in society“ (CfP Robophilosophy). Social institutions include retirement and nursing homes, strip clubs and brothels, monasteries and seminaries, and police departments. Oliver Bendel (School of Business FHNW) will have the opportunity to present his paper entitled „Robots in Policing“ in session 1, „Robots in Law and Policing“. Cindy Friedman („Granting Negative Rights to Humanoid Robots“) and Jakob Stenseke („The Use and Abuse of Normative Ethics for Moral Machines“) will speak after him. In addition, a poster by Katharina Kühne and Melinda Mende (University of Potsdam) as well als Oliver Bendel entitled „Tamagotchi on our couch: Are social robots perceived as pets?“ was accepted. The full program is now available online.
Ziel des First Geriatronics Summit ist, die aktuellen und geplanten Robotiklösungen im Kontext der Geriatronik zu beleuchten und die politischen Entscheidungsträger für die entsprechenden Technologien zu sensibilisieren. Die Veranstaltung, die am 20. und 21. Juni 2022 in Garmisch-Partenkirchen stattfinden wird, will laut Website folgende Fragen beantworten: 1. Wie kann man mit Hilfe von Geriatronik dem zunehmenden Mangel und den geografischen Unterschieden bei den Pflegekräften und der überlasteten Gesundheitsversorgung begegnen? 2. Wie können Robotik und KI die Unabhängigkeit, Mobilität, Selbstbestimmung und Gesundheit älterer Menschen so lange wie möglich fördern? 3. Was sind die Regeln der Autonomie und wie lassen sich moralische, ethische, kulturelle und persönliche Herausforderungen und Dilemmata für die Geriatronik angehen? Eingeladene Wissenschaftler sind Prof. Dr.-Ing. Tamim Asfour (KIT Karlsruhe), Dr. Sylvain Calinon (EPFL), Dr. Tadej Petrič (Jožef Stefan Institute), Dr. Matteo Laffranchi (Italian Institute of Technology – IIT), Prof. Adriana Tapus (Institut Polytechnique de Paris), Prof. Jim Tørresen (University of Oslo), Prof. Dr.-Ing. Sami Haddadin (TUM), Prof. Dr. med. Alena M. Buyx (TUM), Prof. Dr. oec. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW), Prof. Dr. Christian Djeffal (TUM), Prof. Vera Lúcia Raposo (University of Coimbra), Prof. Dr. Lee Bygrave (University of Oslo) und Prof. Dr. Martin Ebers (Humboldt-Universität zu Berlin/University of Tartu). Getragen wird die Veranstaltung u.a. vom Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) der Technischen Universität München (TUM) und von der VolkswagenStiftung.
Drei Tage lang, vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2022, fand die Learntec, die größte E-Learning-Messe und -Konferenz Europas, in Karlsruhe statt. Die erste Keynote hielt Prof. Dr. Oliver Bendel aus Zürich, der bereits 2001, 2003 und 2004 zu Gast gewesen war. Das Thema war „Kollegen, Freunde, Partner: Welche Versprechen soziale Roboter geben und welche sie halten“. Zunächst stellte der Informations- und Maschinenethiker im Rahmen der begrifflichen Arbeit sein Fünf-Dimensionen-Modell sozialer Roboter vor, das die Interaktion mit Lebewesen, die Kommunikation mit Lebewesen, die Nähe zu Lebewesen, die Abbildung von (Aspekten von) Lebewesen sowie – im Zentrum – den Nutzen für Lebewesen vorsieht. Mit Hilfe dieses Modells beschrieb er mehrere Produkte wie Alpha Mini, Cozmo, Pepper, NAO, P-Care, Reem und Harmony. Er fragte danach, wie es um die Zuverlässigkeit sozialer Roboter bestellt ist und welche Versprechen sie geben und halten (oder nicht halten). Eine kurze Diskussion rundete die einstündige Veranstaltung ab.
Abb.: Oliver Bendel beschreibt Alpha Mini (Foto: Learntec)
Am 31. Mai 2022 hält Oliver Bendel eine Keynote bei der Learntec, der größten E-Learning-Messe und -Konferenz Europas. Zum ersten Mal hatte er in Karlsruhe im Jahre 2001 als Leiter des CC E-Learning an der Universität St. Gallen vorgetragen („Learning Center und Competence Center E-Learning“). Die letzten Auftritte fanden 2003 und 2004 statt („Das St. Galler E-Learning-Referenzmodell“). Das diesjährige Thema ist „Kollegen, Freunde, Partner: Welche Versprechen soziale Roboter geben und welche sie halten“. Seit der Jahrtausendwende beschäftigt sich der studierte Philosoph und promovierte Wirtschaftsinformatiker mit Conversational Agents und sozialen Robotern. War es damals vor allem der pädagogische Kontext gewesen und um pädagogische Agenten gegangen, stehen seit 2010 Pflege und Therapie sowie Unterhaltung im Vordergrund. Zudem interessiert sich Oliver Bendel für Extremsituationen, in denen man Chatbots, Sprachassistenten und soziale Roboter einsetzen kann, und er entwickelt mit seinen Teams tierfreundliche Maschinen. Auf der Learntec fragt er danach, wie es um die Zuverlässigkeit von sozialen Robotern bestellt ist und welche Versprechen sie geben und halten (oder nicht halten). Das vollständige Programm kann hier aufgerufen werden.
Abb.: Was verspricht und hält Pepper? (Foto: Daimler und Benz Stiftung)
An der Hochschule für Wirtschaft FHNW wird seit Herbstsemester 2021 in Olten jährlich das Wahlmodul „Soziale Roboter“ angeboten. Es steht Wirtschaftsinformatikern und Betriebsökonomen offen. Dozent ist Prof. Dr. Oliver Bendel. Zusätzlich gibt es ab Frühjahrssemester 2023 in Windisch jährlich das Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive“. Es wird vom selben Wissenschaftler verantwortet und steht allen Studenten und Studentinnen der Betriebsökonomie offen. Die Veranstaltungen klären Grundbegriffe und -konzepte, stellen den Zusammenhang zwischen der Sozialen Robotik und anderen Disziplinen (Künstliche Intelligenz, Maschinenethik, Künstliches Bewusstsein, Wirtschaftsinformatik bzw. Betriebsökonomie) her, nennen Beispiele sozialer Roboter und gehen auf Anwendungsgebiete sozialer Roboter ein. Die Studenten und Studentinnen lernen ausgewählte soziale Roboter kennen, auch im direkten Kontakt. Sie entwickeln Szenarien, die folgende Komponenten umfassen: Beschreibung eines fiktiven sozialen Roboters (Zeichnung, Produktbeschreibung), Skizze einer Organisation oder Situation, in der der Roboter eingesetzt wird (Organigramm, Firmenbeschreibung), Darstellung der Interaktion und Kommunikation sowie der Datenflüsse (Modellierung), Diskussion technischer, wirtschaftlicher, ethischer und rechtlicher Fragen. Die Ergebnisse werden in Gruppen im Plenum präsentiert.
Abb.: Der berühmte Hallerbau am Standort Brugg-Windisch
Die Ringvorlesung der Fachhochschule Nordwestschweiz widmet sich im Frühjahrssemester 2022 der Sexualität und der Liebe. Oliver Bendel hält am 26. April 2022 ab 17.15 Uhr einen ca. einstündigen Vortrag zur Maschinenliebe, an den sich eine moderierte Diskussion anschließt. Der Informations- und Maschinenethiker lehrt und forscht an der Hochschule für Wirtschaft FHNW und der Hochschule für Technik FNHW und ist assoziierter Forscher der PECoG-Gruppe (Universität Potsdam). In einem Buchbeitrag für ein Springer-Werk hat er bereits 2015 Sexroboter in eine Reihe mit Therapie- und Pflegerobotern gestellt. Er erläutert in seinem Vortrag Grundlagen und -begriffe und stellt Pflegeroboter aus gestalterischer, technischer und ethischer Sicht dar, im Speziellen auch Pflegeroboter mit sexuellen Assistenzfunktionen. Ein Exkurs widmet sich Sprachassistenten und Hologrammen. Dann geht Oliver Bendel auf Liebespuppen und Sexroboter aus technischer und ethischer Sicht ein. Zur Vorbereitung eignet sich das Buch „Maschinenliebe“ aus dem Verlag Springer Gabler. Das Programm kann hier heruntergeladen werden.
Abb.: Das Bewundern von Formen in einem Museum in Los Angeles
Am 17. März 2022 hält Prof. Dr. Oliver Bendel auf Einladung der Gesellschaft für Informatik (Regionalgruppe Mittelfranken) den Vortrag „Soziale Roboter: Beispiele und Herausforderungen“. Aus dem Ankündigungstext: „Prof. Dr. Oliver Bendel aus Zürich stellt in seinem Vortrag zunächst aktuelle Entwicklungen sozialer Roboter vor, wobei er auf Therapie, Pflege und Haushalt fokussiert. Er diskutiert dann technische und ethische Herausforderungen. In einem Exkurs geht er auf tierfreundliche Maschinen und das Verhältnis zwischen sozialen Robotern und Tieren ein.“ Der Informations- und Maschinenethiker hat zuletzt das Buch „Soziale Roboter“ veröffentlicht, an dem etwa 30 Autorinnen und Autoren mitgearbeitet haben, unter ihnen einige der bekanntesten Vertreter ihres Fachs. Vortrag und Diskussion dauern von 18:15 bis 19:45 Uhr. Weitere Informationen über rg-mittelfranken.gi.de/veranstaltung/soziale-roboter-beispiele-und-herausforderungen.
Abb.: Oliver Bendel bei einem Vortrag (Foto: Verdi)
The Ethics of Conversational User Interfaces workshop at the ACM CHI 2022 conference „will consolidate ethics-related research of the past and set the agenda for future CUI research on ethics going forward“. „This builds on previous CUI workshops exploring theories and methods, grand challenges and future design perspectives, and collaborative interactions.“ (CfP CUI) From the Call for Papers: „In what ways can we advance our research on conversational user interfaces (CUIs) by including considerations on ethics? As CUIs, like Amazon Alexa or chatbots, become commonplace, discussions on how they can be designed in an ethical manner or how they change our views on ethics of technology should be topics we engage with as a community.“ (CfP CUI) Paper submission deadline is 24 February 2022. The workshop is scheduled to take place in New Orleans on 21 April 2022. More information is available via www.conversationaluserinterfaces.org/workshops/CHI2022/.
Die Ringvorlesung der Fachhochschule Nordwestschweiz, eines Verbunds mit neun Hochschulen, widmet sich im Frühjahrssemester der Liebe. Den Auftakt macht Peter Trawny am 22. Februar mit der Philosophie der Liebe. Der deutsche Philosoph lehrt an der Bergischen Universität Wuppertal. Am 15. März 2022 spricht Judith Aregger über den Straßenstrich, die erotische Massage und Escortdienste sowie über Sexualbegleiterinnen. Sie war zwischen 1995 und 2001 in mehreren Kantonen selbst als Sexarbeiterin tätig, danach als Mediatorin des Boulevards Genf, der Anlaufstelle des Straßenstrichs im Genf, deren Leiterin sie heute ist. Oliver Bendel hält am 26. April 2022 einen Vortrag zur Maschinenliebe. Der Informations- und Maschinenethiker lehrt und forscht an der Hochschule für Wirtschaft FHNW und der Hochschule für Technik FNHW. Er unterscheidet zwischen Liebespuppen und Sexrobotern und erklärt die Zusammenhänge zwischen den beiden Ausprägungen. Er zeigt Beispiele wie Harmony und ordnet sie aus technischer und ethischer Sicht ein. Acht weitere Vorträge erwarten das Publikum. Das Programm kann hier heruntergeladen werden.
Die 17. Internationale Architekturausstellung – die gesamte Reihe, einschließlich des Kunstteils, ist unter dem Namen La Biennale di Venezia bekannt – lief vom 22. Mai bis 21. November 2021. Der Salon Suisse wurde von der Architektin und Publizistin Evelyn Steiner kuratiert. Am 18. November 2021 fand die Veranstaltung „Jethro Knights, Armor Guyver, and Mutant X: How transhumanists challenge architecture“ statt. Prof. Dr. Oliver Bendel hielt einen Vortrag zum Thema „Human and animal enhancement in the context of architecture“, gefolgt von einer Diskussion mit Mike Schaffner (einem Schweizer Cyborg) und Prof. Dr. Georg Vrachliotis (einem Architekten der TU Delft). Zunächst klärte der Informations- und Maschinenethiker zentrale Begriffe wie „Human Enhancement“, „Animal Enhancement“, „Biohacking“, „Bodyhacking“, „Cyborg“ und „Transhumanismus“. Auch seine eigenen Begriffe „Robot Enhancement“ und „Reversed Cyborg“ bzw. „Inverted Cyborg“ brachte er ein. Dann präsentierte er Beispiele für Human Enhancement und Animal Enhancement, auch im Kontext der Architektur: Katzen mit Chip, die ins Haus gelangen, Menschen mit Chip, die das Smart Home zu Anpassungen bringen, Tiere und Menschen mit Chips und Sendern, die im Straßenverkehr rechtzeitig erkannt werden, und erweiterte und verbesserte Organismen, die auf fremden Planeten leben können. Zum Schluss stellte er ethische Überlegungen an. Er zeigte sich aufgeschlossen gegenüber der Idee des Cyborgs und kritisch gegenüber der Bewegung des Transhumanismus. Das Booklet zum Salon Suisse ist hier verfügbar.
Within the third and last Salon Suisse in November 2021, curated by Evelyn Steiner, bodily alterations and optimization measures „like body hacking or anti-ageing procedures“ were „assessed and adapted to architectural discourse“. Consistent with its broad approach, it dealt „with a multitude of disciplines and themes, including psychoanalysis, medical anthropology, neurosciences, literature, interior design, transhumanism, fluid spaces, habitation and migration, borderscapes, mood-sensitive houses, and many more“ (Booklet Salon Suisse). At the event on November 18 („Jethro Knights, Armor Guyver, and Mutant X: How transhumanists challenge architecture“), Oliver Bendel gave a presentation on the topic „Human and animal enhancement in the context of architecture“, followed by a discussion with Mike Schaffner (a Swiss cyborg) and Georg Vrachliotis (an architect from TU Delft). On November 19 the event’s title was „Anti-ageing architecture: Can buildings help you to live forever?“. After the film documentary „Children who won’t die“ the curator discussed with Irene Sunwoo. „Beyond the binary: Fluid Spaces for a fluid Generation“ on November 20 was the title of a discussion with Jos Boys and Joel Sanders, framed by a performance by Nathalie Rebholz.
The Salon Suisse at the 17th International Architecture Exhibition in Venice presents its program under the title „Bodily Encounters“. Salonnière is Evelyn Steiner, under assistance of Viviane Ehrensberger. „Bodily Encounters revolves around the fundamental Relationships between the body and architecture: when space is being experienced, the body serves as the most important system of orientation and measurement.“ (Booklet Salon Suisse) On November 18, 2021, Palazzo Trevisan will host the event „JETHRO KNIGHTS, ARMOR GUYVER, AND MUTANT X: HOW TRANSHUMANISTS CHALLENGE ARCHITECTURE“. In the booklet you can read: „Body hacking means invasive or non-invasive intervention in the human body for the purposes of human enhancement or transhumanism. Implanted chips and technical enhancements, for instance, enable the human senses to be extended or purposefully controlled. This evening, the focus is on physical and mental transformation and its impact on architecture. How does architecture respond to members of the human species who take the course of evolution into their own hands? For example, the human sensorium could be adapted to external influences and optimised in such a way that construction in compliance with noise regulations or adherence to climate-related requirements and disability standards would become obsolete. After an introduction to transhumanism by Professor of Information Ethics and Machine Ethics Oliver Bendel, Georg Vrachliotis, Professor of Architectural Theory, and the body hacker Mike Schaffner, will discuss various scenarios and leave room for some surprises.“ (Booklet Salon Suisse) You can download the booklet with further information about the Salon Suisse program here.