„Die politischen Institutionen sind heute mehrheitlich mit selbständigen Websites vertreten. Mandatsträger aus Bundestag und den Landtagen zeigen ebenfalls Web-Präsenz, viele gleich mehrfach über persönliche Seiten, über Darstellungen der Parlamentsdienste (wie im Bundestag) oder der Parteien und zuweilen auch über Politik-Server regionaler elektronischer Marktplätze …“ Das Zitat stammt aus dem Buch „Die Mondlandung des Internet“ (UVK), das Rainer Kuhlen zusammen mit Oliver Bendel geschrieben hat. Es ist vor 23 Jahren zur Bundestagswahl 1998 erschienen. Gefordert wurden u.a. Leitlinien für Foren, die über die klassische Netiquette hinausgehen. Solche sind dann ab 2009 entstanden, verfasst von Oliver Bendel. Sie finden sich etwa im Blick am Abend (2009) und in der Netzwoche (2010).
„Die Dokumentarfilme unserer Herbstreihe bestechen durch Aktualität, Brisanz und Tiefe. Wo sind die einstigen Amazonen? Wie leben in der Türkei, wenn man in der Schweiz aufgewachsen ist? Wie findet ein Geigenbauer den perfekten Baum für eine neue ‚Stradivari‘? Wie funktioniert das menschliche Gehirn, fragt der Schweizer Regisseur Jean-Stéphane Bron. Wie und wie lange noch funktioniert der nackte Kapitalismus, fragt Carmen Losmann.“ (Flyer Campuscinema) Mit diesen Worten kündigt ein Flyer das Campuscinema im Herbstsemester 2021 in Brugg-Windisch an. Gesprächspartnerinnen und -partner von Alenka Ambrož sind Thaïs Odermatt (Regisseurin), Cigdem Akyol (Publizistin WOZ), Boris Haug (Geigenbauer) mit Gabriel Imthurn (FHNW-PH), Prof. Dr. Oliver Bendel (FHNW-HSW), Prof. Dr. Mathias Binswanger (FHNW-HSW) und Marion Neumann (Regisseurin). Oliver Bendel wird im Anschluss an die Vorführung von „The Brain“ Rede und Antwort stehen. „Zu Beginn des 21. Jahrhunderts hält Science-Fiction Einzug in die Labors. Die Forschung zum Verständnis der Funktionsweise unseres biologischen Gehirns führt zu spektakulären Fortschritten in der Entwicklung künstlicher Intelligenz.“ (Flyer Campuscinema) Der Flyer kann hier heruntergeladen werden.
Abb.: Oliver Bendel (rechts) mit QTrobot (Foto: Sarah Bestgen)
The U.S. civil liberties organization Electronic Frontier Foundation has launched a petition titled „Don’t Scan Our Phones“. The background is Apple’s plan to search users‘ phones for photos that show child abuse or are the result of child abuse. In doing so, the company is going even further than Microsoft, which scours the cloud for such material. On its website, the organization writes: „Apple has abandoned its once-famous commitment to security and privacy. The next version of iOS will contain software that scans users’ photos and messages. Under pressure from U.S. law enforcement, Apple has put a backdoor into their encryption system. Sign our petition and tell Apple to stop its plan to scan our phones. Users need to speak up say this violation of our privacy is wrong.“ (Website Electronic Frontier Foundation) More information via act.eff.org/action/tell-apple-don-t-scan-our-phones.
Das Forum Wirtschaftspsychologie 2021 am 25. November 2021 im Stadttheater Olten widmet sich sozialen Robotern. Im Programmtext heißt es: „Soziale Roboter werden gezielt für die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit Menschen entwickelt. Mittels künstlicher Intelligenz können sie bei ihren menschlichen Interaktionspartnerinnen und -partnern Gefühle erkennen, Sprache verstehen und adäquat darauf reagieren. Sie haben maschinen-, tier- oder menschenähnliche Gestalt und können emotional oder sachlich kommunizieren.“ (Programmtext FWP) Nach dem Impulsvortrag von Prof. Dr. Hartmut Schulze (Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW) diskutieren Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW), Michael Früh (F&P Robotics), Dr. Patricia Jungo (CURAVIVA Schweiz) und Prof. Dr. Hartmut Schulze auf dem Podium. Die Moderation hat Ulrike Seminati (Empowerel) inne. Die Anmeldung erfolgt über www.forum-wirtschaftspsychologie.ch.
Abb.: Oliver Bendel bei einem Kongress von Hans-Böckler-Stiftung und verd.i in Berlin (Foto: ver.di)
Leitfäden zu geschlechtergerechter bzw. inklusiver Sprache können aus ethischer und rechtlicher Sicht betrachtet werden. Aus ethischer Sicht mag die Betonung der Moral in der Sprache untersucht werden, zudem die Verbreitung des Moralismus in der Gesellschaft. Es interessiert, dass die Verwendung des Gendersternchens alle Geschlechter einschließen soll, in der Praxis aber das Gegenteil der Fall ist: Die männliche Form geht in vielen Fällen verloren, wie bei „Autor*innen“ (eine Formulierung bei Springer auf den Webseiten zu den Publikationen) oder „Professor*innen“ (eine Formulierung im Leitfaden der GI). Noch deutlicher mag es bei den „Ärzt*innen“ und den „Französ*innen“ werden. Der Aspekt des Sexualisierenden und Sexistischen ist auch rechtlich relevant. So kann eine Frau mit Blick auf eine Stellenausschreibung oder -beschreibung klagen, wenn die männliche Form als geschlechtliche Kategorie verstanden werden muss, ebenso ein Mann, der von der Formulierung „Anwält*innen“ oder „Professor*innen“ nicht erfasst wird. Ferner kann man aus verschiedenen Gründen gegen einen Arbeitgeber vorgehen, der die Sprache seines Personals in grundsätzlicher Weise zu bestimmen versucht – dies macht seit Mai 2021 ein Mitarbeiter von Audi mit Verweis auf das Persönlichkeitsrecht. Die Universität Bern schreibt in ihren „Empfehlungen“ im Abschnitt „Hinweise für wissenschaftliche Arbeiten“: Es „besteht die Möglichkeit, im Zitat unmittelbar nach der Wiedergabe des ‚generischen Maskulinums‘ dieses mit einem [sic!] zu markieren“ (Empfehlungen für die Universität Bern). Dadurch wird der Anschein erweckt, als wäre das Original in irgendeiner Weise – in welcher, wird für den Leser nicht ersichtlich – nicht in Ordnung, obwohl gerade der bestehenden Ordnung entsprochen wird. Forscher und Forscherinnen, die sich dadurch diskreditiert fühlen, könnten gegen die Verantwortlichen vorgehen, zudem gegen die Kolleginnen und Kollegen, die sie in irreführender Weise zitieren. Inklusive Sprache ist ein wichtiges Anliegen. Der Weg dorthin ist mit Stolpersteinen gepflastert.
Abb.: Inklusive Sprache ist ein wichtiges Anliegen
In November 2021, the book „Mensch. Maschine. Kommunikation.“ will be published. It is edited by Sarah Brommer and Christa Dürscheid. One chapter (by Oliver Bendel) is in English and is entitled „Chips, Devices, and Machines within Humans: Bodyhacking as Movement, Enhancement, and Adaptation“. From the abstract: „This contribution about bodyhacking as movement, enhancement, and adaptation has three purposes. First, it aims to clarify terms in this field or to draw attention to the fact that they are used differently. Second, it wants to shed light on and explore a phenomenon that has a history but is also making history at the moment. Third, it wants to bring possible fields of application into play which remain unexplored, or which lie in the future. Literature analysis and own considerations and conclusions are used. The article first defines and distinguishes ‚biohacking‘, ‚bodyhacking‘, ‚human enhancement‘, ‚animal enhancement‘, ‚cyborg‘, and ‚transhumanism‘. It then addresses selected examples of bodyhacking. The author lists typical and known applications, ordered by their different objectives. He discusses actual and potential developments, for example as a response to potential crises and disasters (including pandemics) and in the context of satellites and foreign planets. On this basis, a brief philosophical discourse takes place leading to a summary and outlook. It turns out that bodyhacking brings opportunities with it, especially for the self-determined person, who takes his or her own body as a starting point and deals responsibly with the potentials. In this way, it can break with outdated conventions and create a new view of the body and its relationship with the environment. Moreover, it promises solutions to present and future problems. Of course, it also harbours moral and health risks.“ The book is available for pre-order now. More information via www.narr.de/mensch-maschine-kommunikation-18471-1/.
Bern, 2051: Schon 25 Jahre sei es her, seit in der Schweiz Grundrechte für nichtmenschliche Primaten eingeführt wurden. Seither hätten diese schweizweit ein Recht auf Leben sowie auf körperliche und geistige Unversehrtheit. Mit diesem Teaser wird in den Workshop „Reatching into the Rabbit Hole“ eingeführt, der am 3. Juli 2021 in Bern von Reatch in Zusammenarbeit mit Sentience Politics organisiert wird. Man will zurückblicken auf die bewegte Geschichte der Primatengrundrechte in der Schweiz. „Wie hat dieser historische Volksentscheid das Land beeinflusst? Wie veränderte er Wissenschaften, Wirtschaft und Gesellschaft?“ Der Plan für diesen Tag wird wie folgt beschrieben: „Wir sammeln bestehende und neue Ideen, diskutieren Probleme und Herausforderungen und entwickeln Lösungen und Zukunftsperspektiven. Dabei beleuchten wir in konkreten Szenarien, was eine solche Entwicklung für Zoos, für die akademische und die industrielle Forschung sowie die Nutztierhaltung bedeutet und wie sich Primatengrundrechte auch international auswirken.“ (Reatch) Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen u.a. aus der Tierethik, dem Tierschutz, der Tiermedizin und der Rechtswissenschaft. Mit dabei sind z.B. Silvano Lieger und Tamina Graber von Sentience Politics und Prof. Dr. Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW, der Grundrechte für Primaten und andere Tiere fordert.
In seinen Artikeln „Serviceroboter als Helfer in der Not“ (Telepolis, 13. Mai 2020) und „Der Einsatz von Servicerobotern bei Epidemien und Pandemien“ (HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik, 14. Oktober 2020) stellte Prof. Dr. Oliver Bendel dar, wie Serviceroboter bei Krisen und Katastrophen und bei Pandemien eingesetzt werden können. Insbesondere Transport-, Sicherheits- und Reinigungsroboter seien relevant. Zudem könne man Pflegeroboter verwenden und auch umrüsten, etwa um sie Desinfektionsaufgaben erledigen zu lassen. Die dpa befragte den Technikphilosophen aus Zürich im Juni zum Thema. Der Beitrag von Frederick Mersi erschien am 20. und 21. Juni 2021 in mehreren Zeitungen und Zeitschriften unter verschiedenen Titeln, etwa bei Heise Online („Helfer ohne Ansteckungsgefahr: Schlägt jetzt die Stunde der Roboter?“).
„Eine Auseinandersetzung mit der Digitalisierung berührt zentrale ethische Fragestellungen. Hierunter fallen Themen wie Identität, Sinnfindung, Persönlichkeitsentfaltung und Selbstverwirklichung ebenso wie Fragen nach informationeller Selbstbestimmung, Handlungs-, Informations- und Meinungsfreiheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Humanität, Verantwortung, Frieden und Sicherheit. Aspekte der Technikethik und des Umweltschutzes, die Folgen der Globalisierung, Digitalisierung und Vernetzung sowie die Diskussion verschiedener Gesellschaftsmodelle stehen ebenfalls zur Diskussion.“ (Website E & U) Dies schreibt die Zeitschrift Ethik & Unterricht zu ihrer neuen Ausgabe (Nr. 2/2021) mit einem Schwerpunkt zur Digitalisierung. Die Hauptbeiträge zu Robotik und Maschinenethik stammen von Oliver Bendel (Professor für Wirtschaftsinformatik sowie Informations- und Maschinenethik an der Fachhochschule Nordwestschweiz; „Serviceroboter aus ethischer Sicht: Herausforderungen und Grenzen ihres Einsatzes“) und Catrin Misselhorn (Professorin für Philosophie an der Georg-August-Universität Göttingen; „Künstliche Intelligenz und Ethik: Leitlinien für moralische Maschinen“). Die Ausgabe ist über www.friedrich-verlag.de/shop/digitalisierung-541086 erhältlich.
„Erkenntnisse und Forschungsergebnisse der Psychologie lebendig darzustellen, sie auf das Leben zu übertragen und für den Alltag nutzbar zu machen: Das ist die Aufgabe, der sich Psychologie Heute verschrieben hat. 1974 gegründet, ist unser Magazin die renommierteste und reichweitenstärkste psychologische Zeitschrift in Deutschland.“ So lautet die Selbsteinschätzung auf der Website von Psychologie Heute. Im Juli-Heft (Verkaufsstart 9. Juni 2021) findet sich ein fünfseitiges Interview mit Prof. Dr. Oliver Bendel aus Zürich zu Liebespuppen und Sexrobotern. Der Wirtschaftsinformatiker und Informations- und Maschinenethiker ist Herausgeber des Springer-Buchs „Maschinenliebe“ (2020), das Beiträge der führenden Expertinnen und Experten auf diesem Gebiet vereint. Im Interview erklärt er, was Liebespuppen und Sexroboter sind und worin die Chancen und Risiken bestehen. Das Heft ist über www.psychologie-heute.de und über jeden gut sortierten Kiosk erhältlich.
Abb.: Messebesucherinnen mit Harmony (Foto: Realbotix)
„Mit dem Gendersternchen oder Genderstern (seltener ‚Gender-Star‘) versucht man – so das erklärte Ziel der Verwender – eine Berücksichtigung und Sichtbarmachung aller Geschlechter in der geschriebenen deutschen Sprache zu erreichen. Zu diesem Zweck fügt man es in Substantive und Adjektive sowie in oder zwischen unbestimmte und bestimmte Artikel ein. Im Information Retrieval – etwa bei der Suche in Fachdatenbanken oder mit Suchmaschinen im Internet – dient ein Sternchen (auch Asterisk genannt) als Platzhalter für ein Zeichen oder mehrere Zeichen. In der geschlechtergerechten Sprache soll es für weitere Geschlechter neben dem männlichen und weiblichen stehen, also für das, was man ansonsten als divers bezeichnet.» Mit diesen Worten beginnt ein neuer Beitrag im Gabler Wirtschaftslexikon von Oliver Bendel. Es wird dargestellt, welche Vor- und Nachteile das Gendersternchen nach der Meinung von Experten hat. Gezeigt wird, dass die übliche Praxis der Verwendung nicht geschlechtergerecht ist, da die männliche Form in vielen Fällen verschwindet. Am Ende wird die Perspektive der Ethik eingenommen. Der Beitrag ist am 28. April 2021 erschienen und kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/gendersternchen-123255 aufgerufen werden.
Abb.: Eine scherzhafte Verwendung des Gendersternchens in Zürich
Die EU-Kommission schlägt einen Rechtsrahmen für den Einsatz von KI-Systemen vor. Diese werden nach ihrem vermeintlichen Risiko kategorisiert. Als inakzeptabel gilt alles, was als eindeutige Bedrohung für die EU-Bürger angesehen wird, von Social Scoring durch Regierungen bis hin zu Spielzeug mit Sprachassistenz, etwa in der Art von Hello Barbie. Zu den Bereichen mit hohem Risiko gehören kritische Infrastrukturen (z. B. des Verkehrs), die das Leben und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger gefährden könnten. Damit wird das autonome Fahren – zumindest bei Ansätzen, wie sie von Tesla und Co. bevorzugt werden – einer ständigen Kontrolle unterworfen sein. Auch Operationsroboter fallen in diese Kategorie, obwohl diese heute fast ausnahmslos vom Arzt gesteuert werden. Ein begrenztes Risiko wird etwa bei Chatbots gesehen. Hier sollen lediglich minimale Transparenzpflichten gelten. So kann die Maschine deutlich machen, dass sie nur eine Maschine ist – diese Anforderung hat bereits der GOODBOT von 2013 erfüllt. Überhaupt werden Chatbots seit ca. 50 Jahren entwickelt, und die Regulierung kommt hier mit einiger Verzögerung. Ein minimales Risiko ist laut Kommission bei der Mehrheit der KI-Systeme vorhanden. Als (vielleicht nicht ganz glücklich gewählte) Beispiele werden KI-fähige Videospiele oder Spamfilter genannt. Bei den Anbietern von KI-Systemen im Hochrisikobereich sollen vier Schritte durchlaufen werden. Nach der Entwicklung finden Überprüfung und Eintrag in eine Datenbank statt. Dann wird eine Konformitätserklärung unterzeichnet und eine CE-Kennzeichnung aufgebracht. Am Ende kann das KI-System auf den Markt oder in die Anwendung gebracht werden. Die Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 21. April 2021 findet sich hier.
Hanson Robotics is most famous for Sophia. Now the Hong Kong-based company is preparing to launch a new robot. According to the website, Little Sophia is the little sister of Sophia and the newest member of the Hanson Robotics family. „Little Sophia can walk, talk, sing, play games and, like her big sister, even tell jokes! She is a programmable, educational companion for kids, that will inspire children to learn about coding, AI, science, technology, engineering and math through a safe, interactive, human-robot experience. Unlike most educational toys designed by toy companies, Little Sophia is crafted by the same renowned developers, engineers, roboticists and AI scientists that created Sophia the Robot.“ (Website Hanson Robotics) In photos, Little Sophia looks even creepier than Sophia. In videos, this impression is no different. What is special about her is that she has a wide range of facial expressions. It must be emphasized that, as in the case of Sophia, this is not a virtual face, but a real one. From a technical point of view, this is without a doubt an interesting product.
Amazon’s Alexa can perform actions on her own based on previous instructions from the user without asking beforehand. Until now, the voicebot always asked before it did anything. Now it has hunches, which is what Amazon calls the function. On its website, the company writes: „Managing your home’s energy usage is easier than ever, with the Alexa energy dashboard. It works with a variety of smart lights, plugs, switches, water heaters, thermostats, TVs and Echo devices. Once you connect your devices to Alexa, you can start tracking the energy they use, right in the Alexa app. Plus, try an exciting new Hunches feature that can help you save energy without even thinking about it. Now, if Alexa has a hunch that you forgot to turn off a light and no one is home or everyone went to bed, Alexa can automatically turn it off for you. It’s a smart and convenient way to help your home be kinder to the world around it. Every device, every home, and every day counts. Let’s make a difference, together. Amazon is committed to building a sustainable business for our customers and the planet.“ (Website Amazon) It will be interesting to see how often Alexa is right with her hunches and how often she is wrong.
Ende Oktober 2020 ist das Buch „Maschinenliebe“ (Hrsg. Oliver Bendel) erschienen. Es enthält 16 Beiträge international renommierter Expertinnen und Experten. Der Beitrag „Warme und kalte Beziehungen im Netzwerk des Begehrens“, der von Prof. Dr. Sophie Wennerscheid stammt, wird im Abstract so zusammengefasst: „In dem Artikel werden zwei Varianten vorgestellt, wie sich Mensch-Maschine-Beziehungen theoretisch fassen lassen und was das für ein Nachdenken über ‚warme‘ und ‚kalte‘ Beziehungen bedeutet. In der ersten Variante werden Mensch und Maschine als ontologisch different vorgestellt, in der zweiten Variante werden Mensch und Maschine als gleich, weil gegenseitig affizierbar gedacht. Als neuralgischer Punkt wird sich in beiden Ansätzen die Frage nach der Geschlossenheit oder Offenheit der jeweiligen Konstellationen erweisen. Zielt die Beziehung zu der Maschine auf eine Bestätigung des menschlichen Selbst und kommt es damit über den Ausschluss des anderen als anderen zu einer Figur der Kälte? Oder gibt es einen Riss im Begehren, der das Gefüge erschüttert und damit ‚warm‘ macht? Ausgehend von Überlegungen zum Zusammenhang von Angst und Begehren wird abschließend die These zur Diskussion gestellt, dass robotische Begehrensbeziehungen nicht möglich sind, weil das technische Gegenüber nicht ’nackt‘ im metaphysischen Sinne ist.“ Das Buch kann über Springer bezogen werden. Wer einen Zugang zu SpringerLink hat, kann es kostenlos herunterladen.
Abb.: Der Roboter, der ein bisschen nackt ist (Foto: Realbotix)
„Die Privatsphäre ist der nichtöffentliche Raum eines Menschen, in dem er seine Persönlichkeit und Individualität auslebt und entfaltet und Grundbedürfnisse wie Sexualität, Reinigung und Entleerung befriedigt (Intimsphäre). Das Recht auf Privatsphäre ist ein Menschenrecht und vom allgemeinen Persönlichkeitsrecht abgedeckt.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel im Gabler Wirtschaftslexikon, der am 3. Februar 2021 erschienen ist. Am Ende wird die Perspektive der Ethik eingenommen: „Die Privatsphäre wurde immer wieder in der Medienethik und in der Rechtsethik behandelt, etwa im Zusammenhang mit der Berichterstattung über Prominente. Sie ist ein wichtiges Thema der Informationsethik, vor allem mit Blick auf die informationelle Autonomie, also die Möglichkeit, selbstständig auf Informationen zuzugreifen, über die Verbreitung von eigenen Äußerungen und Abbildungen selbst zu bestimmen sowie die Daten zur eigenen Person einzusehen und gegebenenfalls anzupassen. Nicht zuletzt können Wirtschaftsethiker diverse Fragen aufwerfen. So mag der Arbeitsplatz, auch wenn er in einem Büro oder in einer Fabrik angesiedelt ist, die Privatsphäre verletzen, z.B. wenn private E-Mails gelesen werden oder Überwachungskameras installiert sind.“ Der Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/privatsphaere-122247 aufgerufen werden.
„Ein Corona-Impfpass oder Corona-Impfausweis ist ein Impfpass, der Daten zu den Schutzimpfungen festhält, die eine Person mit Blick auf COVID-19 bekommen hat (Name, Alter, Adresse, Infektionskrankheit, Impfstoff, Datum der Impfung).“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel im Gabler Wirtschaftslexikon, der am 3. Februar 2021 erschienen ist. Nebenbei wird auch gefragt, ob Geimpfte gewisse Vorteile erhalten sollten. Am Ende heißt es: „Die angesprochenen etwaigen Vorteile durch einen Corona-Impfpass können sich auf Bahn- und Flugreisen, den Besuch von Veranstaltungen aller Art oder das Betreten des Büros beziehen. Sie werden aus Politik-, Wirtschafts-, Rechts- und Medizinethik heraus diskutiert. Weitergehende Bevorzugungen erschienen allenfalls legitim, wenn alle Betroffenen die Möglichkeit zu einer Impfung gehabt hätten. Allerdings kann man ebenso argumentieren, dass es in bestimmten Zeiten keine absolute Gerechtigkeit geben kann und damit immerhin Einzelnen und Betrieben geholfen wird. Störend wäre freilich, wenn Personen, die sich eine Impfung durch Bestechung oder Beziehungen erschlichen haben, nochmals belohnt würden. Aus Sicht der Informationsethik interessiert, ob bei einem digitalen Impfpass die informationelle Autonomie gewahrt bleibt.“ Der Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/corona-impfpass-123223 heruntergeladen werden.
In ihrem Beitrag „Artificial Ethics und die Maschinenliebe“ im Blog der Universität Witten/Herdecke geht Leonie Weber auf das Phänomen der Maschinenliebe ein, die Zuwendung zu Liebespuppen und Sexrobotern. Sie schreibt in ihrer Einleitung: „Zunächst fand ich das Thema der selbstfahrenden Autos interessant, entdeckte aber kurze Zeit später das viel spannendere Feld der Maschinenliebe. Nicht erst seit verschiedensten Hollywoodfilmen wie Westworld, Her oder Blade Runner ist Zärtlichkeit oder Liebe zwischen Menschen und Maschinen beziehungsweise Robotern ein kontrovers diskutiertes Thema. Deshalb wollte ich das Feld der Maschinenliebe und speziell die Realdolls in einer ausführlichen qualitativen Arbeit untersuchen und dabei herausfinden, was da den Unterschied ausmacht und wie die Nachfrage nach Maschinenliebe aktuell aussieht.“ (Blog UWH, Januar 2021) Sie führte Interviews mit einer Sexarbeiterin und einer Bordellbetreiberin, beide bekannte Persönlichkeiten im deutschsprachigen Raum. Weiter heißt es: „Für diese Interviews arbeitete ich mit dem Maschinenethiker schlechthin, Professor Oliver Bendel, zusammen. Dieser ließ mir bei der Gestaltung freie Hand, stand mir allerdings jederzeit für Fragen zur Verfügung. Die dabei entstandenen Texte sind Teil seines neuesten Werks ‚Maschinenliebe: Liebespuppen und Sexroboter aus technischer, psychologischer und philosophischer Perspektive‘ …“ (Blog UWH, Januar 2021) Der Beitrag kann über blog.uni-wh.de/blog/2021/artificial-ethics-und-die-maschinenliebe abgerufen werden.
„Die Swico House View untersucht bereits zum vierten Mal, wie sich die Marktzahlen ausgewählter ICT-Technologien global entwickeln und legt in der aktuellen Ausgabe einen noch stärkeren Fokus auf den Schweizer Markt.“ (Medienmitteilung Swico) So beginnt eine Medienmitteilung von Swico vom 1. Februar 2021. Swico ist nach eigenen Angaben der Schweizer Wirtschaftsverband der ICT- und Online-Branche und vertritt die Interessen etablierter Unternehmen und Start-ups in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ein Schwerpunkt sind in dieser Ausgabe Informations- und Technikethik (manche sprechen auch von digitaler Ethik). Einer der Gastautoren zu diesem Thema ist Prof. Dr. Oliver Bendel. Er untersucht das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) aus ethischer Sicht. Lanciert werde die House View – so die Medienmitteilung weiter – mit einem Dialog, den Swico-Geschäftsführerin Judith Bellaiche mit Doris Leuthard zu digitaler Ethik geführt habe. Den Link zum Film finde man auf www.swico.ch/houseview … Dort ist auch das Dokument selbst abrufbar, im EPUB-Format und als interaktives PDF.
SRF 1 Trend hat in seinem Beitrag „Künstliche Intelligenz und die Moral“ vom 8. Januar 2021 diverse Fragen von Roboterpsychologie, Roboterethik und Maschinenethik behandelt. „Die Fähigkeiten von künstlichen Intelligenzen werden besser und besser. Und das wirft Fragen auf. Sollen die Maschinen auch ethische und moralische Entscheide fällen dürfen? Und wenn ja, welche und nach welchen Regeln? Verschiedene Länder arbeiten an ethischen Standards. Doch das ist gar nicht so einfach. Ethische und moralische Vorstellungen können weit auseinander gehen. Künstliche Intelligenz und die Moral: ‚Trend‘ erläutert die Problematik und begleitet den Roboter Lio, der in einem Altersheim ein Pflege-Praktikum absolviert und dabei viel zu lernen hat.“ Zu Wort kommen u.a. Alina Gasser von F&P Robotics und Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Zusammen mit Joel Siebenmann (ebenfalls F&P Robotics) hatten sie vor einiger Zeit das Paper „Co-Robots as Care Robots“ verfasst, das beim AAAI 2020 Spring Symposium „Applied AI in Healthcare: Safety, Community, and the Environment“ angenommen wurde. Der Radiobeitrag kann über www.srf.ch abgerufen werden.
Die Künstliche Intelligenz (KI) hat nach Dekaden des Auf- und Abschwungs im 21. Jahrhundert eine enorme Bedeutung in Forschung und Praxis erlangt. Maschinenethik und Maschinelles Bewusstsein (Künstliches Bewusstsein) konnten zur gleichen Zeit ihre Begriffe und Methoden in die Öffentlichkeit tragen, wo sie mehr oder weniger gut verstanden wurden. Eine Grafik versucht seit 2018 die Begriffe und Zusammenhänge von Künstlicher Intelligenz, Maschinenethik und Maschinellem Bewusstsein zu klären. Sie wird ständig weiterentwickelt und dadurch präziser, aber auch komplexer. Seit Anfang 2021 liegt eine neue Version vor. In ihr wird noch deutlicher gemacht, dass die drei Disziplinen bestimmte Fähigkeiten (meist von Menschen) nicht nur abbilden, sondern auch erweitern können.
„Wo liegt der Unterschied zwischen einem Sexroboter und einem Dildo?“ Dies hat sich Rafael Schuppisser gefragt. Die Antwort hat er im Fachbuch „Maschinenliebe“ gefunden. Besonders interessiert hat den Schweizer Journalisten, wie sich Liebespuppen und Sexroboter verwandeln, um sich an die Vorlieben ihrer Nutzerinnen und Nutzer anzupassen. Es gibt hier erst zarte Anfänge, etwa bei Harmony, die mit einem Penis ausgestattet werden kann, aber der Phantasie der Entwicklerinnen und Entwickler sind kaum Grenzen gesetzt. Ebenfalls interessiert hat den Schweizer Journalisten, dass sich vor allem Wissenschaftlerinnen dem Thema widmen. Sie gehen in ihrer Mehrheit vorurteilsfrei und tatsachenbasiert mit dem Thema um. Der Beitrag ist mit unterschiedlichen Titeln u.a. in der Aargauer Zeitung, der Neuen Luzerner Zeitung und der Schweiz am Wochenende erschienen, zusammen mit einer Buchinformation (Grunddaten und Cover).
Abb.: Harmony mit ihrem Erfinder (Foto: Realbotix)