Avatare fürs Handy: Eine Vision von 2004

„Zur Zeit bereitet man die Avatare auf eine neue Umgebung vor. Sie sollen nicht nur in PCs und Notebooks agieren, sondern auch in Handys. Man bekommt sie mitgeliefert bzw. lädt sie herunter oder erstellt sie selbst und verschickt sie von Gerät zu Gerät. Damit ergeben sich interessante Implikationen. Zum einen ist eine massenhafte Herstellung wahrscheinlich, sowohl als ‚Konfektionsware‘ (Avatare für die Massen) als auch in individueller Form (Massen machen Avatare). Zum anderen werden die Avatare mobil und so zu Begleitern in allen möglichen Situationen.“ Dies schrieben 2004 Dr. Oliver Bendel und Dr. Michael Gerhard – damals Fraunhofer ISST in Dortmund – in ihrem Artikel „Handy-Avatare – neue Möglichkeiten der Informationsversorgung und Kommunikationsunterstützung“, veröffentlicht in der damaligen Zeitschrift Infoweek, dem Vorgänger des Swiss IT Magazine. Die Idee, aus einem Porträtfoto einen 3D-Avatar zu erstellen, der mit einer Nachricht mitgeliefert wird und sie vorliest, mitsamt einem Zwinkern oder Lachen bei entsprechenden Smileys, gefiel Siemens gut. So gut, dass Klaus Kleinfeld, der kurz darauf Vorstandsvorsitzender der Siemens AG wurde, einen Mitarbeiter einfliegen ließ. Alle hatten schon Dollarzeichen in den Augen, als der Konzern seine Handysparte verkaufte. Die beiden Wissenschaftler wandten sich anderen Themen zu. Oliver Bendel ging über Umwege wieder in die Schweiz. Ab 2017 griffen Unternehmen wie Synthesia und Apple die Idee auf. Es folgten Samsung, Meta, Microsoft und Google. Der Artikel kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Avatare fürs Handy (Bild: ChatGPT nach der Vorlage im Artikel)

Von Selfies bis zu Sprachassistenten

Im Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) in Rüschlikon fand am 2. Oktober 2018 der smama Mobile Day statt. Man traf sich auf dem ehemaligen Grundstück des Migros-Gründers, von wo aus man über den Zürichsee blickt, und führte an Stehtischen im Freien erste Gespräche. Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW) zum Thema „In der Hand des Handys: Betrachtungen aus ethischer Sicht“. Er schilderte Chancen und Risiken, die bei Phänomenen wie Handyromanen, QR-Codes, Selfies, Sprachassistenten und Sprachsynthese auftreten. Dr. Jana Hofmann von der Universität Erfurt sprach am Nachmittag zum Thema „Medienstress durch Smartphones“. Walter Heutschi (Hotelier, Ex-CEO Swisscom Mobile) bekannte sich zu seinen „richtigen und falschen Prognosen“. Weitere Informationen und Fotos über www.smama.ch/event/smama-mobile-day-2-18/.

Abb.: Oliver Bendel am Stehtisch (Foto: SMAMA)

Science Brunch zur Mobilkommunikation

Der Science Brunch wird zum 25. Mal durchgeführt. Bei der Jubiläumsveranstaltung der Forschungsstiftung FSM und der ETH Zürich geht es um Mobilkommunikation. Es erzählen, so die Website, vier Persönlichkeiten, „was und wie sie wissenschaftlich und beruflich mit der Technologie zu tun haben, wie sie persönlich und privat über die Mobilkommunikation denken und welche Wünsche oder Forderungen sie an den gesellschaftlichen Umgang mit digitalen Technologien haben“ (Website FSM). Eingeladen sind Prof. Dr. Elsbeth Stern, ETH Zürich, Prof. Dr. Ortwin Renn, IAAS Potsdam, und Prof. Dr. Oliver Bendel, Hochschule für Wirtschaft FHNW. Es moderiert Beat Glogger. „Die Mobilkommunikation ist allgegenwärtig wie kaum eine zweite Technologie. Ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung ist vergleichbar mit derjenigen des Autos. Smartphones sind aus den meisten Berufen nicht mehr wegzudenken und Handys prägen unsere Alltagsroutinen, unser Sozialleben, unser Verhalten und unsere Erwartungen an Dritte. Dabei gibt es Seiten, die man kritisch beobachten muss: mögliche gesundheitliche Effekte der Strahlung etwa, ständige Erreichbarkeit, die Befeuerung einer Ego- und Selfiekultur, sozialer Druck durch Peers oder Fragen zum Datenschutz.“ (Website FSM) Weitere Informationen über www.emf.ethz.ch/de/angebot/veranstaltungen/science-brunches/science-brunch-25-jubilaeumsveranstaltung/.

Abb.: Das Smartphone hat unser Leben verändert

Digital Kids

Das aprentas-Forum 2014 am 27. November trägt den Titel „Digital Kids in a Digital World“. Thema ist laut Website die „Entwicklung der Kommunikationsmittel und ihr Einfluss auf Bildung und Gesellschaft“. Nach der Begrüßung durch Dr. Jürgen Brokatzky-Geiger referiert Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW) zur Informationsethik. Insbesondere die Datenbrille und die Privatdrohne hat er im Blick. Danach widmet sich Prof. Dr. Christa Dürscheid (Universität Zürich) Diensten und Plattformen wie „SMS, WhatsApp und Facebook“ und stellt die Frage: „Wohin soll das führen?“ Auf jeden Fall zur Pause und zum Networking. Danach machen Lernende der aprentas-Mitgliedfirmen einen „Selbstversuch“ zum Thema „Mein Handy und ich“. Zwei weitere Vorträge und ein Schlusswort von Dr. Rolf Knechtli runden den Nachmittag im Hilton in Basel ab. Weitere Informationen und Anmeldung über www.aprentas.com/forum.cfm.

Abb.: Augmented Reality und Virtual Reality gewinnen an Bedeutung