Schlagworte: E-Learning

Die Vermessung der Lernenden

“Zuschauen geht nicht! Das Thema Digitalisierung beschäftigt gesellschaftlich und persönlich. Der Weiterbildungskongress Adult and Professional Education (WBK A&PE) 2017 bietet zum Aufbau der nötigen Kompetenzen eine vertiefte sowie alltagsnahe Auseinandersetzung damit. Entwickelt mit Personen aus dem Berufsfeld ist das Programm praxisrelevant gestaltet und regt zur Umsetzung an.” Mit diesen Worten wirbt die PH Luzern für den 10. Weiterbildungskongress A&PE, der vom 17. bis 19. August 2017 in Luzern stattfindet. Ein Vortrag von Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW) trägt den Titel “Die Vermessung der Lernenden”. In der Beschreibung heißt es: “Lernplattformen sind Standard an vielen (Hoch-)Schulen, Massive Open Online Courses (MOOCs) werden auch von Studierenden genutzt. Aus Sicht von Datenschutz und Informationsethik stellen sich viele Fragen. Wie sicher sind die persönlichen Daten? Wo landen sie und wer nutzt sie? Was kann man über das Verhalten, die Lern- und Denkfähigkeit der Benutzer herausfinden?” Es wird vor allem die Perspektive der Informationsethik eingenommen. Weitere Informationen über www.phlu.ch/weiterbildung/wbk/.

Abb.: Wer wird von wem warum und wie vermessen?

Beitrag zu Open Educational Resources

Open Educational Resources (OER) sind Bildungsmaterialien jeglicher Art und in jedem Medium, die unter einer offenen Lizenz (etwa Creative Commons oder GNU General Public License) veröffentlicht werden. Diese ermöglicht den kostenlosen (mehrheitlich insgesamt bedingungslosen) Zugang sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Verbreitung durch andere Personen und Gruppen ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen. Dabei bestimmen die Urheber – gemeinnützige Organisationen, Hochschulen und Unternehmen sowie Privatpersonen – selbst, welche Nutzungsrechte sie einräumen und welche Rechte sie sich vorbehalten. OER können sowohl Lehr- als auch Lernmaterialien sein und damit unterschiedliche Funktionen im formalen und informellen Lernen erfüllen. Zu OER ist am 4. Juli 2017 im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler ein Beitrag von Oliver Bendel erschienen. Auch die Perspektive der Informationsethik wird eingenommen: “Die Informationsethik findet auf diesem Gebiet zahlreiche Forschungsgegenstände, etwa die Sicherstellung der Qualität oder die Vertrauenswürdigkeit der Quelle der Information, die Gewährleistung der Informationsfreiheit sowie die Überwindung des digitalen Grabens.” (Gabler Wirtschaftslexikon) Der Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/open-educational-resources.html aufgerufen werden.

Abb.: OER sind wichtig für E-Learning und Blended Learning

VR und Lernen

Virtuelle Realität ist eine computergenerierte dreidimensionale Wirklichkeit. Sie wird über Großbildleinwände, in Spezialräumen oder über ein Head-Mounted-Display (Video- bzw. VR-Brille) übertragen, mit oder ohne Ton. Bei Mixed Reality wird entweder Realität erweitert (Augmented Reality), wobei für die Darstellung und Wahrnehmung eine AR-Brille (oft Datenbrille genannt) benötigt wird, oder aber Virtualität, im Sinne der Kopplung mit der Realität. Meist sind Formen der Interaktion vorgesehen, und sei es nur im Sinne der Bewegung durch die schöne neue Welt. Zur Interaktion mit Objekten werden neben der Video- oder VR-Brille bestimmte Eingabegeräte gebraucht. Virtual Reality, so der englische Name und die alternative Bezeichnung, eignet sich für Aus- und Weiterbildung, Informationsvermittlung und Unterhaltung. In der Zeitschrift “der freie beruf” vom Mai 2017 ist ein Artikel von Oliver Bendel erschienen. Darin wird auf Chancen und Risiken von VR im Lernbereich eingegangen. Der Beitrag endet mit den Worten: “Es spricht also nichts dagegen, auch einmal nach draußen zu gehen und den analogen Mond zu betrachten oder den Duft der Rosen und der Wälder einzuatmen. Aber wenn man ausgestorbene Lebewesen kraulen und durch den menschlichen Körper sausen und sich nicht allein auf Schriftsteller und Filmemacher bzw. die eigene Phantasie verlassen will – dann ist VR die erste Wahl.” Er kann über diese Website als PDF abgerufen werden.

Abb.: VR im Freien

MOOCs und Ethik

Der Beitrag “MOOCs in der Wirtschaftsinformatik” von Oliver Bendel erklärt den Begriff der MOOCs, arbeitet deren Merkmale heraus und liefert einen Überblick über Angebote, Geschäftsmodelle und Leistungsnachweise. Untersucht wird, inwieweit die Wirtschaftsinformatik von der Bewegung betroffen ist und ob Interessierte und Studierende sich auf diese Weise auf Hochschulniveau aus- und weiterbilden können. Auch auf die Informationsethik wird am Rande eingegangen: “Die Informationsethik hat die Moral der Informationsgesellschaft zum Gegenstand … und untersucht u.a. die Informationsgerechtigkeit. MOOCs können diese befördern, da sie sich prinzipiell an alle Interessierten richten, können aber genauso neue Gräben aufreißen, da sich ihnen eher gut Ausgebildete zuwenden und auch in den 2010er-Jahren nicht alle Zugang zum Internet (und damit Informationsfreiheit in diesem Sinne) haben.” Der Artikel findet sich in der HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik vom Februar 2015 (als “Online-First”-Version bereits Dezember 2014).

Abb.: Lokalisierung von MOOC-Studierenden (Quelle: commons.wikimedia.org; Autor: Ofol)