Design mit der Natur

Im Museum für Gestaltung ist noch bis zum 31. Mai 2026 die Ausstellung „More than Human – Design mit der Natur“ zu sehen. Auf der Website heißt es: „Wir Menschen teilen uns den Planeten mit unzähligen anderen Lebewesen. Angesichts der fortschreitenden Erderwärmung und des globalen Artenrückgangs muss Gestaltung über menschliche Bedürfnisse hinausgehen: Auf dem Spiel stehen Fortbestand und Sicherung ganzer Lebensräume. Wie das gelingen kann und welches Potenzial Design dabei entfalten kann, zeigen innovative Projekte an der Schnittstelle von Architektur, Kunst und Technologie. Die ausgewählten Arbeiten verbinden aktuelle Forschung mit traditionellen Praktiken und lehren uns, wieder mit der und für die Natur zu gestalten.“ Ein besonderes Vergnügen ist „Seduce me“ mit Isabella Rossellini. Sie verkörpert in jeder Folge eine andere Tierart und erläutert auf humorvolle Weise die jeweilige Fortpflanzungsart. Der Ausstellung hätte es sicher gutgetan, wenn man ein Forschungsfeld wie Animal-Computer Interaction einbezogen hätte, zumal im Dezember die führende Konferenz in diesem Bereich in die Schweiz kommt. Zudem hätte man wieder einmal besser auf moralisierende, pädagogische Erklärungen in einer Sondersprache, die die Mehrheit der Bevölkerung ablehnt, verzichtet. Man sollte den Kunstwerken und Wissenschaftsprojekten nicht ihre Autonomie nehmen und nicht den Besucher unterschätzen, der sich selbst eine Meinung bilden und eine Haltung einnehmen kann. Weitere Informationen zur Ausstellung sind über museum-gestaltung.ch/de/ausstellung/more-human-design-mit-der-natur verfügbar.

Abb.: Zuschauer von „Seduce Me“

Ein Wearable Social Robot namens Eiliko

Eiliko ist ein kleiner Wearable Social Robot, der als persönlicher KI-Begleiter konzipiert wurde. Er wird an der Gürtelschlaufe, einer Handtasche oder einem Rucksack befestigt und reagiert auf Berührungen und Bewegungen. Sein 1,28 Zoll großes TFT-Display ist für die Darstellung der Augen und von Animationen zuständig. Eiliko kann einfache Gespräche führen. Durch austauschbare Gehäuse verändern sich die Animationen und sein Verhalten, sodass unterschiedliche Charaktervarianten entstehen. Er verfügt über Berührungs- und Beschleunigungssensoren. Seine Infrarotsysteme dienen der Nahbereichserkennung und Interaktion. Treffen mehrere Geräte aufeinander, interagieren sie miteinander durch gemeinsame Animationen. Jeder Eiliko wird nur einmal dauerhaft mit einem Benutzer gekoppelt und ist somit als persönliches Geschenk und „Haustier“ gedacht. Mit seinem geringen Gewicht (70 g), dem USB-C-Anschluss und der kurzen Ladezeit ist der Roboter für den mobilen Einsatz im Alltag ausgelegt. Eiliko steht somit für einen Ansatz in der Sozialen Robotik, der auf kompakte, tragbare Begleiter abzielt – eben auf Wearable Social Robots. Er muss sich im privat finanzierten Social Robots Lab von Prof. Dr. Oliver Bendel mit Aibi arrangieren, einem anderen Vertreter dieser Richtung.

Abb.: Eiliko inmitten von Tulpen

Keynote Speakers Announced for ACI 2026

Arianna Ferrari, PhD, and Dr. iur. Dr. h.c. Antoine F. Goetschel will deliver the conference keynote addresses at the Animal-Computer Interaction International Conference 2026 (ACI 2026) at the FHNW Campus Brugg-Windisch, Switzerland. Arianna Ferrari, PhD, is based at the AIT Austrian Institute of Technology, Austria’s largest research and technology organization. She is an ethicist and philosopher of science and technology with extensive experience in technology assessment, the critical evaluation of visions of technological futures (vision assessment), foresight, and human-animal studies. Dr. iur. Dr. h.c. Antoine F. Goetschel is a lawyer and former official animal lawyer for the Canton of Zurich in Switzerland. For more than three decades, he has worked at the intersection of law, ethics, and public policy, representing the interests of animals within legal systems and contributing to the development of animal protection standards at both national and international levels. The ACI International Conference is the leading conference in the field of animal-computer interaction. This year, the conference, hosted by Prof. Dr. Oliver Bendel, will include a dedicated call for contributions on animal-machine interaction. Further information is available at www.aciconf.org.

Fig.: The FHNW Campus Brugg-Windisch (Foto: WEISSWERT C. Morin & M. Indermaur)

Submission Deadlines Extended for Robophilosophy 2026

The Robophilosophy Conference 2026 (RP2026), titled „Connected Futures – Nature, Robots, and Society“, will take place August 11-14, 2026, in Dublin, Ireland, bringing together researchers from across disciplines to examine how robotics and artificial intelligence are reshaping human societies and the natural world. As robotic systems become increasingly embedded in everyday life, the conference aims to foster dialogue between fields ranging from social robotics, computer science, and human-robot interaction to the humanities, social sciences, law, economics, and environmental research. Central questions include how robotic technologies can uphold human dignity and social justice, how legal systems must adapt to autonomous decision-making, and whether robots can contribute to sustainability rather than accelerate ecological decline. The event marks the seventh installment in the Robophilosophy conference series and features plenary speakers such as Lynne Baillie, Ryan Calo, Hideki Kajima, Arno Klein, Bertram Malle, and Shannon Vallor. Importantly, the submission deadline for research papers, posters, and artistic contributions has been extended to March 15, 2026, offering additional time for scholars and practitioners to contribute to this interdisciplinary conversation. Registration will open soon, and further details are available here and at www.rp2026.org.

Fig.: The poster of the conference (Image: Robophilosophy)

KI trifft Autismus

Unter dem Titel „KI trifft Autismus“ veranstaltet autismus schweiz am 30. Mai 2026 eine Fachtagung, die sich der Rolle künstlicher Intelligenz in der Gesellschaft und im Kontext von Autismus widmet. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen aus KI und Robotik sowie deren Einfluss auf Alltag, Forschung und Lebensrealitäten, verbunden mit einer Einordnung der Chancen und Herausforderungen dieser Technologien. Fachliche Impulse liefern Matthias Schüssler, Dr. Maya Schneebeli, Prof. Dr. André Frank Zimpel, Dr. Christa Schmid Meier und Prof. Dr. Oliver Bendel. Das detaillierte Programm wurde in der offiziellen Ausschreibung veröffentlicht. Die Teilnahme ist sowohl vor Ort als Live-Anlass im großen Hörsaal Nord des Universitätsspitals Zürich als auch zeitversetzt über eine On-Demand-Version möglich. Während der Live-Veranstaltung werden die Referate aus dem Hauptraum zusätzlich in einen Nebenraum übertragen, der speziell für Personen im Autismus-Spektrum vorgesehen ist. Die Aufzeichnung steht etwa zehn Tage nach dem Anlass bis Ende Juli 2026 über das Veranstaltungsportal zur Verfügung. Weitere Informationen sind über portal.autismus.ch/veranstaltungen/202 abrufbar.

Abb.: Roboter wie QTrobot sollen autistischen Kindern helfen (Foto: Sarah Bestgen)

Submission Deadlines Extended for ICSR + Art 2026

The 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) will take place in London, UK, from 1-4 July 2026. ICSR is the leading international forum that brings together researchers, academics, and industry professionals from across disciplines to advance the field of social robotics. For its 18th edition, the conference will present the special theme ICSR + Art, highlighting how robots can move beyond their conventional roles to become tools, partners, and co-creators within artistic and creative practices. At the same time, the conference remains open to the full breadth of social robotics research, including human-robot interaction, medical and assistive robotics, artificial intelligence and machine learning, ethics, design, education, and cultural applications. Accepted papers will be published in Springer’s Lecture Notes in Artificial Intelligence (LNAI) series and indexed in major academic databases. The conference programme will encompass regular papers, short papers, special sessions, a design and art competition, debates, the Robot Fringe live performance strand, and an Industry Day dedicated to emerging robotics and technology companies. Regular Papers for the main track must follow the submission guidelines provided on the conference website and be submitted via the Springer Meteor system by 6 March 2026. Contributions to Special Sessions should likewise follow the Regular Paper instructions and be submitted to the respective session. Short Papers must comply with the specific Short Paper guidelines and be submitted accordingly. The ICSR Design / Art Competition, proposals for debates, and submissions for the Robot Fringe live robotic performance programme are due by 15 March 2026. Early-stage robotics and technology companies wishing to showcase their work at the Industry Day may apply until 15 May 2026. Further details, submission instructions, and relevant links are available at icsr2026.uk.

Fig.: The British Museum

Über den Genderzwang

Am 9. Februar 2026 erschien das Buch „Genderzwang: Wie Sprachpolitik die Freiheit des Sprechens gefährdet“ von Fabian Payr und Dagmar Lorenz. In einem Artikel vom 12. Februar berichtete die Welt über das Buch. „Wie rigoros der Sprachumbau in Behörden, Ministerien und Unternehmen, in Medien, Verlagen und Forschungseinrichtungen, an Universitäten und in Verbänden durchgesetzt wird, dokumentiert das Buch ‚Genderzwang‘ … In ihm haben Fabian Payr, Germanist und Musikpädagoge, und die Literaturwissenschaftlerin Dagmar Lorenz zahlreiche Fälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengetragen, die beispielhaft für den Druck stehen, der auf diejenigen ausgeübt wird, die der geschlechtersensiblen Sprachlenkung kritisch gegenüberstehen und darauf hinweisen, dass das generische Maskulinum alle nur denkbaren Geschlechtsidentitäten einschließt.“ (Welt, 12. Februar 2026) Die Zeitung kommt zu dem Befund: „Ein Großteil der Erfahrungsberichte kommt wenig überraschend aus dem Hochschul- und Wissenschaftsbetrieb, wo der diversitätspolitische Eifer besonders groß ist. Universitätsleitungen und Dekanate verlangen das Gendern aller Textsorten von der Prüfungsordnung über den Kommissionsbericht bis zur Pressemitteilung; Wissenschaftler müssen in ihren Anträgen auf Forschungsförderung gendern, weil sie sonst die Ablehnung und damit ihre Forschungsprojekte riskieren. Auch viele Wissenschaftsverlage machen das Gendern zur Voraussetzung. Wer sich dem widersetzt, verliert wichtige Publikationsmöglichkeiten, was vor allem für Nachwuchsforscher das frühe Ende der Karriere bedeuten kann.“ (Welt, 12. Februar 2026) Fabian Payr wird mit den Worten zitiert: „Am meisten erschüttert hat mich, dass sich dieser illiberale Geist gerade an den Universitäten so etabliert hat“. „Denn man sollte doch meinen, dass das dies Orte freien Austauschs sind. Doch gerade hier ist es besonders schwierig geworden, abweichende Meinungen zu äußern.“ (Welt, 12. Februar 2026) Dem ist nichts hinzuzufügen.

Abb.: Das Cover des Buchs

Robot Fringe is Now Open for Submissions

The 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) will take place in London, UK, from 1–4 July 2026. ICSR is the leading international forum that brings together researchers, academics, and industry professionals from across disciplines to advance the field of social robotics. As part of the conference program, Robot Fringe 2026 offers a dedicated platform for experimental, daring, and imaginative ideas, presented on a performance stage within the supportive and inclusive environment of ICSR+ART 2026 (icsr2026.uk/robot-fringe/). Drawing inspiration from the Edinburgh Festival Fringe – the world’s largest performing arts festival and the origin of a global tradition of fringe and off-festivals celebrating unconventional and small-scale performances (www.edfringe.com) – Robot Fringe embraces creative risk-taking and non-traditional formats across artistic and technological practices. The variety show will take place on the evening of Thursday 2 July at Senate House in London and runs in conjunction with ICSR+ART 2026. The program is curated and hosted by researcher-comedians Heather Knight and Piotr Mirowski. Further information and submission details are available via the ICSR submission page (icsr2026.uk/submission/) and the Robot Fringe website (www.robotfringe.com).

Fig.: NAO is also part of the program

Die DDR-Mondbasis als KI-Kunst

Im Oktober 2023 startete die fiktive DDR-Mondbasis – zumindest im Kosmos der KI-Kunst. Oliver Bendel definiert diese in „300 Keywords Generative KI“ wie folgt. „KI-Kunst ist mithilfe von KI, u.a. generativer KI, erzeugte Kunst. An Kunstformen sind bei einem weiten Begriff bildende Kunst, Musik, Literatur und darstellende Kunst vertreten. Der Künstler wird zum Prompter oder Prompt Designer und zum Cyborg oder Human-AI Hybrid.“ Hinter dem Projekt steckt der Hannoveraner KI-Künstler Philipp Ladage, der mit KI-generierten Kurzvideos eine alternative Geschichtserzählung entwirft: Die DDR ist nicht untergegangen, sondern kurz vor dem Mauerfall mit ausgewählten Genossen auf den Mond ausgewandert. Die Clips sind klar als KI-Kunst einzuordnen. Sie entstehen ausschließlich über Prompts, ohne reales Foto- oder Filmmaterial. Visuell orientieren sie sich stark an DDR-Propagandafilmen der 1980er-Jahre. Sie enthalten statische Kamerafahrten, lächelnde Kollektive, volkseigene Betriebe wie das „VEB Mondkartoffel-Kombinat“, eine KI-Stimme im pathetischen Kommentarstil und vertraute Formate wie die „Aktuelle Kamera“. Auch bekannte Personen und Symbole – von Erich Honecker bis zum Trabant – tauchen in der Mondlandschaft wieder auf. Was laut NDR als Scherz begann, entwickelte sich rasch zum Netzphänomen auf TikTok, YouTube und Instagram, wie auch die MZ in einem aktuellen Artikel schreibt. Ziel des Künstlers ist nach eigener Aussage nicht Provokation, sondern Entertainment. Entstehen sollte eine Parallelwelt zwischen Ostalgie, Science-Fiction und Satire. Dies ist auf hohem Niveau gelungen.

Abb.: Eine Kosmonautin fährt im Trabi über den Mond – eine der Ideen der DDR-Mondbasis (Bild: GPT Image)

The ACI 2026 Website Includes Visual Elements

Prof. Dr. Oliver Bendel will host the next ACI Conference, bringing the event to continental Europe for the first time as it convenes on the FHNW campus in Brugg-Windisch, Switzerland, from December 2-5, 2026. The conference website is already online at www.aciconf.org, where the most important information is available; individual deadlines may still change. In the meantime, the website has been updated and expanded. It now includes visual elements that reference both the animal world of Switzerland and the thematic focus of the conference, strengthening its visual identity and contextual framing. Building on a tradition that has taken the community from Glasgow to North Carolina, Newcastle, Bloomington, Milton Keynes, Haifa, and Atlanta, this edition continues the conference’s role as a leading venue for advancing Animal-Computer Interaction. As the field grows, researchers and practitioners explore how technology shapes animals’ lives, welfare, cognition, and social dynamics while developing animal-centered systems and methods that embrace multispecies perspectives. The conference maintains its commitment to interdisciplinary collaboration across biology, technology, and cultural studies, supporting work that seeks to design ethically grounded, welfare-enhancing, and inclusive technological futures for all animals, humans included. ACI 2026 will also feature a Special Issue on Animal-Machine Interaction, a research field shaped in important ways by Oliver Bendel. The conference proceedings will be published in a volume of a renowned organization, ensuring wide visibility and long-term accessibility for the contributions presented.

Fig.: One of the visual elements

25 Jahre „E-Learning im Unternehmen“

Das Buch „E-Learning im Unternehmen“ von Andrea Back, Oliver Bendel und Daniel Stoller-Schai erschien im Jahre 2001 bei Orell Füssli. Die drei Autoren waren zum damaligen Zeitpunkt an der Universität St. Gallen beschäftigt – Andrea Back war Lehrstuhlinhaberin – und arbeiteten ab April 2000 an dem Werk. Oliver Bendel verfasste mehrere Kapitel bzw. Abschnitte: In „1.2 Annäherung an den Begriff ‚E-Learning’“ erklärte und verortete er diesen auf mehreren Seiten – bereits 2000 war seine Definition im Netlexikon erschienen. In „4.2 Umsetzung von Lernräumen: Blended-Learning-Modell“ wurden Polaritäten wie „Virtuelles und nichtvirtuelles Lernen“, „Stationäre und mobile Technologien und Systeme“, „Lokale und verteilte Technologien und Systeme“ oder „Statische und dynamische Technologien und Systeme“ aufgezeigt. „4.3 Lern- und Wissensportale“ widmete sich Plattformen, die um die Jahrtausendwende auftauchten. „4.4 Trends“ behandelte „Standardisierung und Learning Objects“ (4.4.1), „Mobile Learning (M-Learning)“ (4.4.2) und „Pädagogische Agenten“ (4.4.3). In letzterem Abschnitt wurde nicht nur auf Chatbots und Virtual Assistants eingegangen, die als Teachers, Coaches, Mentors und Role Players fungierten, sondern auch auf Avatare, die sich stark verbreiteten. Das Buch war das erste, das sich vollständig auf den Begriff „E-Learning“ abstützte, der um 1999 in den USA aufgekommen war. Es galt damals als Bestseller und hat den E-Learning-Bereich über Jahre hinweg maßgeblich mitgeprägt.

Abb.: Das Cover des Buchs

Sexualität bei Krankheit, Behinderung und im Alter

Im Januar ist der Band „Ent-decken: Sexualität bei Krankheit, Behinderung und im Alter“, herausgegeben von Ursula Immenschuh und Bernhard Rauh, bei Mabuse erschienen. Enthalten sind die Beiträge „Sexualität und Selbst: Prolog“ (Ursula Immenschuh und Bernhard Rauh), „Zwischen Kindheit und Lebensabend: Zur Wiederkehr psychosexueller Muster – Psychodynamische Zugänge zu Regression, Sexualität und Fürsorge im Kontext von Alter, Krankheit und Behinderung“ (Judith Bußmann), „Wo bleibt die Liebe?: Zur Unsichtbarkeit der sozialen Bedeutung von Liebesbeziehungen im heilpädagogischen Fachdiskurs über Sexualität und ‚geistige Behinderung'“ (Alexandra Pelka), „Die Haut: Ihre Bedeutung in der Sexualität und der Pflege“ (Bernhard Rauh), „Sexualität und Naturzweck: Der Onanie-Diskurs im Lichte der Sonderpädagogik“ (Marius Cramer), „‚Da musst du die Scham weglassen‘ oder: Warum das gut klingt, aber fatal wäre“ (Ursula Immenschuh), „‚Ich bin noch ein Mensch, so wie du‘: Sexuelle Übergriffe an (männlichen) Pflegeauszubildenden“ (Michaela Kuck), „‚Grenz-Gänge‘: Sexualität als Thema in der Beratung für Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten (Konsulentendienst) – Ein Praxisbericht“ (Martin Jochheim), „Liebespuppen und Sexroboter in Alten- und Pflegeheimen“ (Oliver Bendel), „‚Du glaubst es nicht, aber ich habe sie losgelassen.‘: Von der Liebe, dem Begehren und dem Mord in Michael Hanekes Amour (2012)“ (Jean-Marie Weber) sowie „Übergangsräume und Ent-deckungen: Epilog“ (Ursula Immenschuh und Bernhard Rauh). Weitere Informationen über www.mabuse-verlag.de/anr_9783863217440.

Abb.: Sexualität im Alter

STEAM Challenge in Zürich

Bei der STEAM Challenge – Innovation under Pressure stehen sechs wegweisende Projekte im Mittelpunkt, die live präsentiert werden und mit Kreativität, Überraschung und Innovationsgeist überzeugen wollen. Teams und Einzelpersonen treten gegeneinander an und bringen ihre Ideen auf die Bühne, mit dem Ziel, Publikum und Jury zu begeistern. Moderiert wird der Abend von Sara Taubman-Hildebrand, während Gülsha Adilji, Reena Krishnaraja und Zukkihund mit Comedy, spontanen Interventionen und humorvollen Challenges für Dynamik sorgen und die Projekte kritisch wie unterhaltsam begleiten. Bewertet werden die präsentierten Ideen von einer Fachjury mit ausgewiesener Expertise: Dalith Steiger für künstliche Intelligenz, Nathalie Klauser für digitale Ethik und Raphael Tobler als Entrepreneurship-Experte. Organisiert wird die STEAM Challenge – Innovation under Pressure von der Standortförderung, Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich. Weitere Informationen finden sich unter innovation.zuerich.

Abb.: Die STEAM Challenge findet in Zürich statt

Will AI Enhance or Replace Human Creativity? Exploring Well-Being AI

As part of the AAAI Spring Symposia, the symposium „Will AI Light Up Human Creativity or Replace It?: Toward Well-Being AI for co-evolving human and machine intelligencefocuses on how advances in generative AI, large language models, and multi-agent systems are transforming human creativity and decision-making. It addresses the central question of whether AI will amplify human potential or increasingly take its place. The symposium advances the idea of Well-Being AI, emphasizing human-AI collaboration and co-evolution rather than AI as an isolated or autonomous system. While highlighting the potential of AI to support creativity, discovery, and personal development, it also examines risks such as overreliance, reduced diversity of thought, and loss of human autonomy. Chaired by Takashi Kido of Teikyo University and Keiki Takadama of The University of Tokyo, the symposium brings together researchers and practitioners from technical, philosophical, and social disciplines to discuss principles and frameworks for AI that augments rather than replaces human creativity. Further information on this symposium and the broader AAAI Spring Symposia organized by the Association for the Advancement of Artificial Intelligence can be found at https://aaai.org/conference/spring-symposia/sss26/ and webpark2506.sakura.ne.jp/aaai/sss26-will-ai-light-up-human-creativity-or-replace-it/.

Fig.: At an airport hotel near San Francisco

AAAI 2026 Spring Symposium Series Brings the AI Community Together in the Bay Area

The AAAI 2026 Spring Symposium Series, sponsored by the Association for the Advancement of Artificial Intelligence, will take place from April 7 to April 9, 2026 at the Hyatt Regency, San Francisco Airport in Burlingame. This annual series offers a distinctive format in which multiple symposia run in parallel at a shared venue, creating an intimate yet vibrant environment for exchange across the AI community. Designed as a two-and-a-half-day gathering, the series gives participants substantially more time for discussion, feedback, and collaboration than typical one-day workshops, making it particularly well suited for fostering emerging research communities. Each symposium typically brings together 40 to 75 participants, with attendance structured to encourage deep engagement by having each participant focus on a single symposium. The 2026 program spans a wide range of timely and forward-looking topics, including advances in AI-enabled tactical autonomy from sensing to execution, AI in business and intelligent transformation, AI and humanitarian assistance and disaster response, challenges around the enshittification of embodied AI and robotics, machine consciousness at the intersection of theory, technology, and philosophy, machine learning and knowledge engineering for knowledge-grounded semantic agents, safety and teamwork in multi-agent systems, and the impact of AI on human creativity and well-being in the context of co-evolving human and machine intelligence. By combining focused symposia with a shared setting, the AAAI Spring Symposium Series continues to serve as a meaningful convening point for researchers and practitioners shaping the future of artificial intelligence. However, the fact that this traditional conference no longer takes place at Stanford University is a shame, as is the fact that entering the US today is a matter of conscience. Further details about the program, participation, and updates can be found at aaai.org/conference/spring-symposia/sss26/.

Fig.: In San Francisco

„Tier-Maschine-Interaktion“ bei Springer Nature Link

Seit 20. Dezember 2025 ist das Buch „Tier-Maschine-Interaktion“ von Prof. Dr. Oliver Bendel bei Springer Nature Link verzeichnet. Laut Verlag erscheint es im März 2026. Am Anfang wird der Inhalt skizziert: „Dieses essential gibt eine kompakte Einführung in die Disziplin bzw. das Forschungs- und Anwendungsfeld der Tier-Maschine-Interaktion (TMI). Es zeigt, wie Tiere und Maschinen in unterschiedlichen Kontexten zusammentreffen und miteinander bestehen, welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben und welche Perspektiven sich für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik eröffnen. Ziel ist es, die Leser für die Potenziale und Herausforderungen der Tier-Maschine-Interaktion zu sensibilisieren, Orientierung im interdisziplinären Diskurs zu geben und Anregungen für Forschung, Entwicklung und Entscheidungsprozesse zu liefern.“ Es ist das erste Buch zu diesem Forschungsfeld. Es enthält zwei Abbildungen, drei Tabellen und mehrere Boxen mit Definitionen und Hintergrundinformationen.

Abb.: Das Cover des neuen Buchs

In die Randbereiche des Weltraums

Das Buch „300 Keywords Weltraum“ von Oliver Bendel ist am 28. August 2025 bei Springer Gabler erschienen. Die Verkäufe ziehen allmählich an. Es handelt sich um ein Grundlagenwerk zur Raumfahrt und zum Weltraum. Es enthält zahlreiche Exkurse, etwa zur Weltraumlyrik und zur Weltraumkunst – oder zum mythologischen Hintergrund der Benennung von Himmelkörpern und Galaxien. Damit dringt man auch in die Randbereiche des Weltraums vor. Zentrale Themen, die sich durch das ganze Buch ziehen, sind Ethik, Robotik und Umwelt. In diesen Bereichen ist der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker aus Zürich zu Hause. Man kann sich entweder von A wie Anthropozän bis Z wie Zwergplanet durchlesen oder sich einen der über 300 Begriffe aussuchen und von diesem aus weiterspringen. Es ist das sechste „Keywords“-Buch von Oliver Bendel, wobei zwei davon bereits in zweiter Auflage vorliegen, nämlich das zur Informationsethik und das zur Digitalisierung. Zuletzt erschien in dieser Reihe „300 Keywords Generative KI“. Das Buch kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-49287-8 heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem ist es über den Buchhandel erhältlich.

Abb.: Eine Coverversion von ChatGPT

ICSR 2026 Opens Its Submission System

The 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + Art 2026) will take place in London, UK, from 1–4 July 2026. ICSR is the leading international forum that brings together researchers, academics, and industry professionals from across disciplines to advance the field of social robotics. The conference has now opened its submission system, and full details can be found on the official ICSR 2026 submission page (icsr2026.uk/submission). Authors are invited to submit to a range of categories. Regular Papers for the Main Track should follow the guidelines provided on the conference website and be submitted by 15 February 2026. Special Session submissions follow the same Regular Paper instructions but are directed to individual sessions listed on the Special Sessions page. Short Papers follow their own dedicated instructions and are submitted through the same system. Competitions and Debates each have their own portals, with submissions due by 1 March 2026. Additional tracks such as the Robot Fringe and Travel Grants will be announced soon. All submission links and instructions are clearly detailed on the ICSR 2026 submission page, ensuring authors have everything they need to prepare their contributions for this major event in social robotics.

Fig.: The Senate House (Photo: University of London)

Mona Lisa mit blauen Boxhandschuhen

„Weltberühmte Gemälde mithilfe künstlicher Intelligenz und den [!] beliebtesten Schönheitstrends der letzten 30 Jahre neu gestaltet, modern interpretiert und ins Jahr 2025 geholt. So würden die Meisterwerke aussehen, wenn ihre Schöpfer heute leben würden.“ Dies schrieb die BILD-Zeitung am 2. Dezember 2025. Besonders auffällig sei „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ von Johannes Vermeer (auch Jan Vermeer genannt). „In der modernen Version trägt sie starke Augenbrauen und auffälliges Augen-Make-up.“ (BILD, 2. Dezember 2025) Und weiter im Text: „Auch die berühmte Mona Lisa von Leonardo da Vinci (ca. 1503-1506) hat ein Make-over bekommen – im Look der 2000er-Jahre. Dünne Augenbrauen, dicke blonde Strähnen und frostiger Lidschatten lassen sie aussehen wie aus einem Y2K-Musikvideo.“ (BILD, 2. Dezember 2025) Vermutlich ohne generative KI und Filtersysteme kommt die Streetart-Künstlerin Miss Quark aus. Sie interpretiert in Florenz u.a. berühmte Figuren wie das Mädchen mit dem Perlenohrring oder Mona Lisa und berühmte Frauen wie Frida Kahlo oder Marilyn Monroe neu. La Gioconda (‚die Heitere‘), wie Leonardos Schöpfung im Italienischen genannt wird, ist mit blauen Boxhandschuhen zu sehen. Zu den KI-Kreationen erklärt BILD: „Hinter den Neu-Interpretationen steckt die britische Kosmetikmarke ‚Vitabiotics Perfectil‘, die die Bilder für eine Werbekampagne erstellen ließ.“ (BILD, 2. Dezember 2025)

Abb.: Mona Lisa mit blauen Boxhandschuhen von Miss Quark

Marilyn war nie auf dem Mond

Marilyn Monroe – geboren 1926, gestorben 1962 – hatte keinen Bezug zum Weltraum und zur Raumfahrt. Zumindest ist nichts darüber bekannt. Sie wird aber mitbekommen haben, dass Juri Gagarin 1961 ins All flog. Die erste Mondlandung im Jahre 1969 hat sie nicht mehr miterlebt. Und schon gar nicht kann sie auf dem Mond gewesen sein. Die Werke der Streetart-Künstlerin Miss Quark sind in Florenz zu bewundern. Sie interpretiert u.a. berühmte Figuren wie das Mädchen mit dem Perlenohrring oder Mona Lisa und berühmte Frauen wie Frida Kahlo oder Marilyn Monroe neu. Die Schauspielerin trägt einen modernen oder futuristischen Raumanzug mit Abzeichen und einem Namensaufnäher, auf dem der Name der Künstlerin steht. Im Sommer 2025 hat Oliver Bendel „300 Keywords Weltraum“ bei Springer Gabler veröffentlicht. Er geht darin nicht auf Marilyn Monroe ein, aber auf Frauen wie Katy Perry und Jane Fonda, bei denen es Bezüge zum Weltraum gibt. Das Lexikon kann hier heruntergeladen bzw. bestellt werden – oder in jeder Buchhandlung auf der Welt.

Abb.: Das Marilyn-Bild von Miss Quark

Pixel um Pixel

Favicons sind eine Designrichtung und Kunstform, über die kaum geschrieben wurde. Im Jahre 2009 erschien der Band „Texte zur Medienkunst“, herausgegeben von Manfred Blohm. Er enthielt den Text „Pixel um Pixel: Favicons erobern das Web“ von Oliver Bendel. Entstanden war er bereits im Februar 2008. In der Einleitung heißt es: „Favicons erobern seit Jahren das Web und gehören inzwischen zum Standardangebot von Webdesignern. Das Kunstwort aus ‚Favorites‘ und ‚Icon‘ verweist einerseits auf die Lesezeichen des Browsers, andererseits auf die im Computerbereich verbreiteten Piktogramme. Favicons treten in der Lesezeichenleiste links neben dem Titel der Website und in der Adresszeile links von der URL auf. Unter Windows sind sie zudem auf den Registerkarten bzw. Tabs, in der Taskleiste, im Startmenü und auf dem Desktop verortet. Favicons unterstützen durch eine assoziative Wirkung die Wieder­erkennbarkeit und -auffindbarkeit der Website. Der vorliegende Beitrag behandelt den Zusammenhang zwischen Wiedererkennbarkeit der Website und grafischen Umsetzungsmöglichkeiten für Favicons. Er geht im Anschluss der Frage nach, ob die kleinen Bilder auch als eigenständige Form des Grafikdesigns und der Kunst gelten können.“ Viele kunstvolle Favicons sind inzwischen schmucklosen Simplizitäten gewichen. Ein Beispiel dafür ist die ETH Zürich, die 2008 noch mit einer Abbildung der Kuppel des Semper-Gebäudes aufwarten konnte (die selbst nicht von dem deutschen Architekten stammt). Fast 18 Jahre später wird der kurze Text als Postprint zur Verfügung gestellt.

Abb.: Die Website der ETH Zürich im Jahre 2008

ACI Conference Comes to Continental Europe for the First Time

Prof. Dr. Oliver Bendel will host the next ACI Conference, marking the first time the event comes to continental Europe as it convenes on the FHNW campus in Brugg-Windisch, Switzerland, from 2-5 December 2026. Building on a tradition that has taken the community from Glasgow to North Carolina, Newcastle, Bloomington, Milton Keynes, Haifa and Atlanta, this edition continues the conference’s role as the premier venue for advancing Animal-Computer Interaction. As the field grows, researchers and practitioners explore how technology shapes animals‘ lives, wellbeing, cognition and social dynamics while developing animal-centered systems and methods that embrace multispecies perspectives. The conference maintains its commitment to interdisciplinary collaboration across biology, technology and cultural studies, supporting work that seeks to design ethically grounded, welfare-enhancing and inclusive technological futures for all animals, humans included. The official conference website will go live in January 2026. Information on previous ACI conferences is available at www.aciconf.org.

Fig.: Oliver Bendel at the FHNW campus in Brugg-Windisch (Photo: Jork Weismann)