Be My Eyes stellt Videodaten für das Training von KI-Modellen zur Verfügung

Be My Eyes plant laut Hans Jørgen Wiberg, dem Gründer der App für blinde und sehbeeinträchtigten Personen, Videodaten aus Gesprächen zwischen blinden Nutzern und sehenden Freiwilligen für das Training von KI-Modellen bereitzustellen. Dies geht aus einer E-Mail von ihm an alle Benutzer hervor. Die Initiative erfolgt unter einer strengen Datenschutzrichtlinie, die den Nutzern die Möglichkeit bietet, die Datenfreigabe abzulehnen. Fotos und deren KI-Beschreibungen werden nicht für das Training genutzt, um bestehende Vorurteile nicht weiterzutragen. Nach Wiberg sollten KI-Modelle die tatsächlichen Erfahrungen und Fähigkeiten blinder Menschen widerspiegeln. Bryan Bashin, stellvertretender Vorsitzender von Be My Eyes, hebt hervor, dass blinde Tester die OpenAI-Modelle verbessert haben, was für ihn beweist, wie wichtig ihre Mitwirkung ist. Be My Eyes hatte 2023 mit dem neuen Feature Be My AI für Furore gesorgt. Das erste Paper dazu hatte Prof. Dr. Oliver Bendel im November 2023 verfasst, im Dezember 2023 eingereicht und im März 2024 an der Stanford University bei den AAAI Spring Symposia vorgetragen.

Abb.: Eine blinde Frau mit ihrem Smartphone (Bild: DALL-E 3)

Der bessere Duden

Der Duden ist ein Wörterbuch der deutschen Sprache mit Hinweisen zu Rechtschreibung und Grammatik. Er geht zurück auf Konrad Duden, der ihn am 7. Juli 1880 als „Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache“ veröffentlichte. Nach 1945 bis zur Rechtschreibreform 1996 war der Duden maßgebend für die deutsche Rechtschreibung. Danach verlor er diesen Status und war nur noch als eine mögliche Referenz eines privatwirtschaftlichen Anbieters zu verstehen. Von aktivistischen Verantwortlichen und Redakteuren wurde das Wörterbuch ab 2020 vollständig umgebaut. So wird das generische Maskulinum im Widerspruch zu linguistischen Erkenntnissen als Form aufgefasst, die ausschließlich männliche Personen bezeichnet. Die Bedeutung von „Bewohner“ gibt der Duden an mit „männliche Person, die etwas bewohnt“. In den anschließenden Beispielen wird diese Erklärung als falsch entlarvt, denn „die Bewohner des Hauses, der Insel“ sind eindeutig generisch zu verstehen. Der Online-Duden ist heute auch durch die massive Schaltung von Werbung unbrauchbar geworden. Eine weitgehend ideologiefreie, sprachwissenschaftlich kompetente und werbefreie Alternative ist das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Dieses wird von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften betrieben.

Abb.: Der bessere Duden (Bild: Screenshot)

Auf der Jagd nach Heidi

Heidi, die berühmte Figur von Johanna Spyri, ist derzeit omipräsent. In der Mediathek von SRF kann man den Film „Mad Heidi“ aufrufen, diesen „Kill Bill“ der Eidgenossenschaft. Leider erst ab 20 Uhr, was dem Jugendschutz geschuldet ist. Im Animationsstudio des Produktionsunternehmens Studio 100 Media entsteht – so meldet es das Heidiseum – derweil die nächste Verfilmung, die im Frühjahr 2025 in die Kinos kommen soll. Die Walensee-Bühne wartet noch bis 27. Juli 2024 mit „HEIDI – DAS NEUE MUSICAL“ auf. Bereits 2023 fiel die Entscheidung der UNESCO, das Johanna-Spyri-Archiv und das Heidi-Archiv in Zürich ins „Memory of the World“ aufzunehmen. Und in den 1970er-Jahren machte eine japanische Zeichentrickserie das Meitli aus Graubünden zum globalen Star. Jüngst schlug Oliver Bendel vor, den ESC 2025 von einem Heidi-Roboter – dem sogenannten HeidiBOT – moderieren zu lassen. Wer mag, kann sich auf die Jagd nach Heidi machen. Hinweise und Bilder finden sich überall.

Abb.: Oliver Bendel in Zürich auf der Jagd nach Heidi (Foto: Stefanie Hauske)

Ein Lexikon zur generativen KI

Im Juli 2024 ist „300 Keywords Generative KI“ von Prof. Dr. Oliver Bendel erschienen – sein fünftes Lexikon in der Reihe von Springer Gabler. Es ist, wie der Titel schon verrät, der generativen KI gewidmet, im Englischen „generative AI“ oder „GenAI“ genannt. In weit mehr als 300 Einträgen wird das Thema ausgeleuchtet. Dabei spielen neben technischen und wirtschaftlichen Fragen insbesondere ethische und ästhetische eine Rolle. So wird nach der Schönheit von Artefakten gefragt, es wird die Stellung von Bildern zwischen Kunst und Kitsch ausgeleuchtet, und es wird eine Bias-Diskussion zu Text- und Bildgeneratoren geführt. So handelt das Nachschlagewerk den „american smile“ ab, zudem die Obsession von DALL-E 3 mit Bärten und Hinterteilen. Insgesamt steht der Nutzen der generativen KI im Vordergrund, und die Freude und Lust, sie zu benutzen. Dies entspricht der Grundhaltung des Wirtschaftsinformatikers und Technikphilosophen aus Zürich zu Ansätzen und Technologien dieser Art. Das Buch kann über SpringerLink heruntergeladen oder im Buchhandel erworben werden.

Abb.: Ein mit Ideogram generiertes Bild

„Soziale Roboter“ erreicht 300.000 Downloads

Das Buch „Soziale Roboter: Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“ (Hrsg. Oliver Bendel) hat am 12. Juli 2024 300.000 Downloads erreicht. Es besteht aus fünf Teilen: „Grundlagen, -begriffe und -fragen“, „Soziale Robotik und andere Disziplinen“, „Gestaltung, Interaktion und Kommunikation“, „Anwendungsbereiche sozialer Roboter“ und „Die Zukunft sozialer Roboter“. Es sind, das Vorwort mitgezählt, 30 Beiträge, mit ca. 35 Abbildungen, bei ca. 570 Seiten. Der Untertitel lautet: „Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“. Mit dabei sind führende Experten der Sozialen Robotik, der Robotik, der Künstlichen Intelligenz, der Soziologie, der Psychologie und der Philosophie. Sie lehren und forschen an Hochschulen in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich, in Dänemark und in Schweden. Auch ein Hersteller ist vertreten, der über den Einsatz seines Produkts berichtet. Das Fachbuch ist Ende 2021 bei Springer Gabler erschienen und kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-31114-8 heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem ist es in jeder Buchhandlung verfügbar.

Abb.: Oliver Bendel mit QTrobot (Foto: Sarah Bestgen)

Wir sind die Roboter

„Die Roboter“ ist ein Lied von Kraftwerk, das 1978 auf dem siebten Album der Band mit dem Titel „Die Mensch-Maschine“ veröffentlicht wurde. Am Anfang heißt es: „Wir laden uns’re Batterie/Jetzt sind wir voller Energie“. Das wirkt durchaus freudvoll, aber im weiteren Verlauf wird es eher trübselig. Zumindest lautet der Text, vom Russischen ins Deutsche übersetzt: „Ich bin dein Diener/Ich bin dein Arbeiter“. Das erinnert an „Rossum’s Universal Robots“, das 1920 erschienene Drama des tschechischen Schriftstellers Karel Čapek, in dem die Roboter rechtlose, ausgebeutete Existenzen sind. Am 11. Juli 2024 spielte Kraftwerk beim Montreux Jazz Festival das Lied, das wie „Das Model“ aus demselben Album die Musik verändert hat. Es klang fast unverändert, aber es erklang in einer Welt, in der Roboter zu einer Selbstverständlichkeit geworden sind. Wer sich eingehend mit der Musik beschäftigen will, kann dies ab November mit einer neuen Biografie „der einflussreichsten deutschen Popband aller Zeiten“ (Klappentext) tun. Sie stammt von Uwe Schütte und trägt den Titel „Wir sind die Roboter: Kraftwerk und die Erfindung der elektronischen Pop-Musik“.

Abb.: Kraftwerk 2024 beim Montreux Jazz Festival

Deadline for ICSR 2024 Extended

The deadline for the International Conference on Social Robotics 2024 (ICSR 2024) has been extended. Experts in social robotics and related fields have until July 12 to submit their full papers. The prestigious event was last held in Florence (2022) and Qatar (2023). Now it enters its next round. The 16th edition will bring together researchers and practitioners working on human-robot interaction and the integration of social robots into our society. The title of the conference includes the addition „AI“. This is a clarification and demarcation that has to do with the fact that there will be two further formats with the name ICSR in 2024. ICSR’24 (ICSR + AI) will take place as a face-to-face conference in Odense, Denmark, from 23 to 26 October 2024. The theme of this year’s conference is „Empowering Humanity: The role of social and collaborative robotics in shaping our future“. The topics of the Call for Papers include „collaborative robots in service applications (in construction, agriculture, etc.)“, „Human-robot interaction and collaboration“, „Affective and cognitive sciences for socially interactive robots“, and „Context awareness, expectation, and intention understanding“. The general chairs are Oskar Palinko, University of Southern Denmark, and Leon Bodenhagen, University of Southern Denmark. More information is available at icsr2024.dk.

Fig.: The venue of the conference (Photo: Jacob Christensen)

The King of the Planet Lonely

Im privat finanzierten Social Robots Lab von Prof. Dr. Oliver Bendel ist seit Juli 2024 das „Cupboo AI Robotic Pet“ zu finden. Es hört auf den Namen Boo Boo (auch BooBoo). Vermittelt wurde es durch Power-User und Cupboo-Botschafterin Julia Rehling. Genmoor schreibt auf seiner Website: „Boo Boo is not just a toy. It is also the king of the planet Lonely …“ (Website Genmoor). Nach Angaben des Herstellers werden die Bewegungen von Boo Boo durch ein komplexes Steuerungssystem ermöglicht. „Therefore please be kind to Boo Boo, it is not an ordinary robotic pet. It could give you different responds according to your interaction.“ (Website Genmoor) Weitere Roboter und Figuren im Social Robots Lab sind Unitree Go2, Alpha Mini, Cozmo, Vector, Furby, Tamagotchi, Hugvie und HUGGIE. Zu Besuch sind ab und zu NAO und Pepper. Die Genmoor Group ist nach eigenem Bekunden eine „exclusive group for daring futurists who love tech-psychology“ (Website Genmoor). Das Unternehmen wurde 2020 in Hangzhou (China) gegründet.

Abb.: Boo Boo in Zürich

Julian Assange’s Freedom is Our Freedom

WikiLeaks reported via the short message service X on June 25, 2024: „Julian Assange is free. He left Belmarsh maximum security prison on the morning of 24 June, after having spent 1901 days there. He was granted bail by the High Court in London and was released at Stansted airport during the afternoon, where he boarded a plane and departed the UK.“ (WikiLeaks, 25 June 2024) The platform continued: „After more than five years in a 2×3 metre cell, isolated 23 hours a day, he will soon reunite with his wife Stella Assange, and their children, who have only known their father from behind bars. WikiLeaks published groundbreaking stories of government corruption and human rights abuses, holding the powerful accountable for their actions. As editor-in-chief, Julian paid severely for these principles, and for the people’s right to know.“ (WikiLeaks, 25 June 2024) The tweet ended with the words: „Julian’s freedom is our freedom.“ (WikiLeaks, 25 June 2024) Julian Assange is a controversial figure overall. Critics accuse him of having published stolen data that was not relevant to the public, but served the sole purpose of damaging political opponents in the United States. In doing so, the platform allegedly cooperated with state actors from Russia. This is reported by the Swiss news magazine Watson.

Fig.: A demonstration in Milan in May 2024

Die Maschinenethik bei der IDEepolis 2024

Bei der Jahrestagung des Instituts für Digitale Ethik (IDE) der Hochschule der Medien am 19. Juni 2024 – der IDEepolis 2024 – ging es um humanoide Roboter, soziale Roboter und Serviceroboter aller Art. Dabei war sozusagen die Maschinenethik des deutschsprachigen Raums fast vollständig vertreten, in Person des Technikphilosophen und Wirtschaftsinformatikers Prof. Dr. Oliver Bendel („Handbuch Maschinenethik“ – Springer VS) und der Philosophin Prof. Dr. Catrin Misselhorn („Grundfragen der Maschinenethik“ – Reclam). Beide veröffentlichen seit 2012 im Rahmen dieser Disziplin. Oliver Bendel hat seitdem auch zahlreiche Artefakte der Maschinenethik auf den Weg gebracht. Sein Vortrag trug den Titel „Es wird ein Mensch gemacht: Die Vision des universellen Roboters“. Dabei behandelte er am Rande moralische Maschinen ganz unterschiedlicher Art. Catrin Misselhorn ging auf „Künstliche Systeme zwischen Subjekten und Artefakten“ ein. Zudem referierten Prof. Dr. Armin Nassehi vom Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München („Das Zusammenwirken von Mensch und Roboter aus soziologischer Perspektive“) und – zugeschaltet aus Japan – Prof. Dr. Christian Becker-Asano von der Hochschule der Medien („Roboter und Emotionen“).

Abb.: Oliver Bendel und Catrin Misselhorn bei der Podiumsdiskussion

Kokeshi 2.0 im Cybrothel

Das Cybrothel in Berlin, entstanden aus einem Kunstprojekt, kann mit neuen Attraktionen aufwarten. Dazu gehört die Alienfrau Liara – und Kokeshi 2.0. Zu dieser heißt es auf der Website: „Entdecke die Geheimnisse der Maschinenliebe hautnah. Revolutionäre Robotik trifft auf streichelzartes TPE und verschmilzt zur leidenschaftlichen [Doll] namens Kokeshi 2.0. Spiel mit ihr und lass deine Fantasie Wirklichkeit werden. Im immersiven Spiel mit einer Stimmschauspielerin kannst du zum ersten Mal auf eine Reise in die Welt des Cyborg Sex begeben. Tauch in sie ein! Fühl, wie sie zum Leben erwacht! Komm mit ihr!“ (Website Cybrothel) Man kann von einer „enhanced doll“ sprechen, wie im Falle von Emma aus China. Wie diese hat Kokeshi 2.0 eine Körpertemperatur, die der von Menschen entspricht. Besonders an ihr ist – neben der erwähnten echten Stimme – die „Taille-Hüfte-Drehung“: Sie reibt ihre Hüften gegen die des Benutzers. Zudem beherrscht das System ein „Oralsaugen“. Über das Etablissement hat Bild TV die Doku „Hey, Puppe“ gedreht, in der neben anderen der Cybrothel-Betreiber Philipp Fussenegger und der Wirtschaftsinformatiker und Technikphilosoph Oliver Bendel zu Wort kommen. Letzterer hat 2020 das Buch „Maschinenliebe“ herausgegeben, mit Beiträgen renommierter Psychologen, Sexualwissenschaftler und Roboterexperten.

Abb.: Kokeshi 2.0 (Foto: Cybrothel)

Programm der Tagung IDEepolis 2024

Bei der Jahrestagung des Instituts für Digitale Ethik (IDE) der Hochschule der Medien am 19. Juni 2024 – der IDEepolis 2024 – geht es um humanoide Roboter, soziale Roboter und Serviceroboter aller Art. Dabei wird sozusagen die Maschinenethik des deutschsprachigen Raums fast vollständig vertreten sein, in Person des Technikphilosophen und Wirtschaftsinformatikers Prof. Dr. Oliver Bendel („Handbuch Maschinenethik“ – Springer VS) und der Philosophin Prof. Dr. Catrin Misselhorn („Grundfragen der Maschinenethik“ – Reclam). Zudem referieren Prof. Dr. Armin Nassehi vom Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und Prof. Dr. Christian Becker-Asano von der Hochschule der Medien (zugeschaltet aus Japan). Aus dem Forschungsprojekt ZEN-MRI (www.zen-mri.de) werden Ideen zur Gestaltung von Robotern im öffentlichen Raum vorgestellt. Im Rahmen der Tagung findet zudem die 20. Verleihung des Medienethik-Awards META statt, in deren Rahmen laut IDE herausragende journalistische Beiträge zum Thema Mensch-Maschine von einer studentischen Jury prämiert werden. Die Keynote von Oliver Bendel trägt den Titel „Es wird ein Mensch gemacht: Die Vision des universellen Roboters“. Die Jahrestagung wird von Prof. Dr. Petra Grimm und Prof. Dr. Oliver Zöllner durchgeführt. Das Programm ist hier abrufbar.

Abb.: Die Hochschule der Medien in Stuttgart

ICSR + AI in Odense

The deadline for the International Conference on Social Robotics 2024 (ICSR 2024) is approaching. Experts in social robotics and related fields have until July 5 to submit their full papers. The prestigious event was last held in Florence (2022) and Qatar (2023). Now it enters its next round. The 16th edition will bring together researchers and practitioners working on human-robot interaction and the integration of social robots into our society. The title of the conference includes the addition „AI“. This is a clarification and demarcation that has to do with the fact that there will be two further formats with the name ICSR in 2024. ICSR’24 (ICSR + AI) will take place as a face-to-face conference in Odense, Denmark, from 23 to 26 October 2024. The theme of this year’s conference is „Empowering Humanity: The role of social and collaborative robotics in shaping our future“. The topics of the Call for Papers include „Collaborative robots in service applications (in construction, agriculture, etc.)“, „Human-robot interaction and collaboration“, „Affective and cognitive sciences for socially interactive robots“, and „Context awareness, expectation, and intention understanding“. The general chairs are Oskar Palinko, University of Southern Denmark, and Leon Bodenhagen, University of Southern Denmark. More information is available at icsr2024.dk.

Fig.: City Hall in Odense

Soziale Roboter und GPTs auf der LEARNTEC

Im Future Lab „Soziale Roboter und GPTs“ am 6. Juni 2024 auf der LEARNTEC konnte man mit Navel und Alpha Mini interagieren und kommunizieren. Zuständig dafür waren Claude Toussaint von navel robotics aus München und Rainer E. Becker von BECKER ROBOTICS aus Wuppertal. Drei Runden gab es hierfür, verteilt über den ganzen Tag. Eingeleitet wurden sie mit Impulsvorträgen von Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker stellte sein Fünf-Dimensionen-Modell für soziale Roboter vor, und er ging auf das Projekt „Alpha Mini für die Schule“ ein. Er präsentierte zudem @llegra, einen Chatbot, der Vallader (ein Idiom des Rätoromanischen) beherrscht, und Social Robotics Girl, ein GPT, das er in seinem Unterricht einsetzt. Mit am Stand waren auch Sünne Eichler und Sonja Rapp vom Steinbeis-Transfer-Institut. Sünne Eichler prägt die LEARNTEC seit Jahren und ist Mitglied des Kongresskomitees.

Abb.: Oliver Bendel mit Navel (Foto: Rainer E. Becker)

YANNY auf der LEARNTEC

Im Future Lab „Soziale Roboter und GPTs“ am 6. Juni 2024 auf der LEARNTEC konnte man mit Navel und Alpha Mini interagieren und kommunizieren. Zuständig dafür waren Claude Toussaint von navel robotics aus München und Rainer E. Becker von BECKER ROBOTICS aus Wuppertal. Rainer E. Becker, Gründer und Geschäftsführer, hat 600 Lösungen im Bereich der Sozialen Robotik im Angebot. Er führte den Besuchern seinen Alpha Mini vor, der bei ihm YANNY heisst. YANNY machte Yoga, Kung Fu und Push-Ups und sagte kluge Dinge. Bei einer Besucherin erschienen plötzlich Herzchen in seinen Augen. Kurator des Future Lab zu sozialen Robotern und GPTs war Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Mit am Stand waren auch Sünne Eichler und Sonja Rapp vom Steinbeis-Transfer-Institut. Sünne Eichler prägt die LEARNTEC seit Jahren und ist Mitglied des Kongresskomitees.

Abb.: YANNY mit Rainer E. Becker und einer Besucherin

 

Navel auf der LEARNTEC

Im Future Lab „Soziale Roboter und GPTs“ am 6. Juni 2024 auf der LEARNTEC konnte man mit Navel und Alpha Mini interagieren und kommunizieren. Zuständig dafür waren Claude Toussaint von navel robotics aus München und Rainer E. Becker von BECKER ROBOTICS aus Wuppertal. Claude Toussaint, Gründer und Geschäftsführer, hatte den jungenhaften sozialen Roboter auf den Bildungskontext vorbereitet. So konnte dieser zu entsprechenden Fragen überzeugende Antworten geben. Dabei schaute er mit seinen plastisch wirkenden, lebensechten Augen den Benutzer an. Fasziniert war er auch von den Oberlichtern an der Decke und überhaupt vom Geschehen in Halle 2. Kurator des Future Lab zu sozialen Robotern und GPTs war Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Mit am Stand waren auch Sünne Eichler und Sonja Rapp vom Steinbeis-Transfer-Institut. Sünne Eichler prägt die LEARNTEC seit Jahren und ist Mitglied des Kongresskomitees.

Abb.: Claude Touissant mit Navel

Proceedings of the 2024 AAAI Spring Symposium Series

The Association for the Advancement of Artificial Intelligence’s (AAAI) 2024 Spring Symposium Series took place from March 25 to 27 at Stanford University in Stanford, California. The symposium series fosters an intimate environment that enables emerging AI communities to engage in workshop-style discussions. Topics change each year to ensure a dynamic venue that stays current with the evolving landscape of AI research and applications. This year’s program included eight symposia: Bi-directionality in Human-AI Collaborative Systems; Clinical Foundation Models Symposium; Empowering Machine Learning and Large Language Models with Domain and Commonsense Knowledge (AAAI-MAKE 2024); Federated Learning on the Edge; Impact of GenAI on Social and Individual Well-being; Increasing Diversity in AI Education and Research; Symposium on Human-Like Learning; User-Aligned Assessment of Adaptive AI Systems. On May 26, 2024, the „Proceedings of the 2024 AAAI Spring Symposium Series“ (Vol. 5 No. 1) were published. They are available at ojs.aaai.org/index.php/AAAI-SS/issue/view/604.

Fig.: The cover of the proceedings

Studentische Beteiligung an der Forschung der FHNW

„Seit vielen Jahren wird Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW auf seinen Konferenzreisen immer wieder von seinen Studenten und Studentinnen begleitet. Diese sind Zweitautoren, manchmal auch Erstautoren der Artikel. Es handelt sich um Projekte, die der studierte Philosoph und promovierte Wirtschaftsinformatiker zum Teil über lange Zeiträume vorbereitet. In den meisten Fällen entstehen Artefakte aus der Maschinenethik, der Tier-Maschine-Interaktion und der Sozialen Robotik heraus, die aus ethischer, sozialwissenschaftlicher und wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive reflektiert werden.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag der Hochschule für Wirtschaft FHNW, der am 27. Mai 2024 veröffentlicht wurde. Er geht auf mehrere Papers ein, die zusammen mit Studenten entstanden und in Proceedings veröffentlicht worden sind. Auch auf ein laufendes Projekt zu Robotern in Gefängnissen kommt die Sprache: „Manche Projekte seien mit Bachelorarbeiten verbunden, andere mit Masterarbeiten. In Ausnahmefällen sei eine Zusammenarbeit schon vor dem Abschluss möglich. Zurzeit besucht er zusammen mit Tamara Siegmann, die im Februar sein Wahlmodul zu sozialen Robotern belegt hatte, Schweizer Gefängnisse und führt Interviews mit Direktoren und Insassen zum Einsatz von Servicerobotern und sozialen Robotern.“ Der Artikel kann hier aufgerufen werden.

Abb.: Tamara Siegmann mit Pepper

UFSKW Paper-of-the-Month Award for March 2024

The article „‚Ick bin een Berlina‘: dialect proficiency impacts a robot’s trustworthiness and competence evaluation“ by Katharina Kühne, Erika Herbold, Oliver Bendel, Yuefang Zhou, and Martin H. Fischer has been granted the UFSKW Paper-of-the-Month Award for March 2024. All authors are researchers in the Potsdam Embodied Cognition Group (PECoG) at the University of Potsdam, with the exception of Oliver Bendel, who works at the FHNW School of Business and is an associated researcher in the group. „UFSKW“ stands for „Universitärer Forschungsschwerpunkt Kognitionswissenschaften“. It is based at the University of Potsdam. The UFSKW Paper of the Month provides a special stage for current cognitive science research at the UFSKW. It is chosen monthly by the selection committee from all submissions. The paper says about the background of the project: „Robots are increasingly used as interaction partners with humans. Social robots are designed to follow expected behavioral norms when engaging with humans and are available with different voices and even accents. Some studies suggest that people prefer robots to speak in the user’s dialect, while others indicate a preference for different dialects.“ The following results are mentioned: „We found a positive relationship between participants‘ self-reported Berlin dialect proficiency and trustworthiness in the dialect-speaking robot. Only when controlled for demographic factors, there was a positive association between participants‘ dialect proficiency, dialect performance and their assessment of robot’s competence for the standard German-speaking robot. Participants‘ age, gender, length of residency in Berlin, and device used to respond also influenced assessments. Finally, the robot’s competence positively predicted its trustworthiness.“ The article can be accessed at www.frontiersin.org/articles/10.3389/frobt.2023.1241519/full.

Fig.: NAO in Oliver Bendel’s office in Switzerland

Ethical Considerations on Animals and Technology

The manuscript of the book „Non-Human Animals, Ethics and Engineering“ (alternative title „Animals, Ethics and Engineering“) was sent to the publisher Jenny Stanford in May 2024. It contains 16 chapters on this topic, including by Clara Mancini („Animal-Centered Technology and Sustainable Development“), Fiona French („Designing and Crafting Systems for Non-Human Animals“), and Leonie Bossert together with Thilo Hagendorff („Animals and AI: The Role of Animals in AI Research and Application“). In “An Investigation into the Encounter Between Social Robots and Animals” (Chapter 12), Oliver Bendel “delves into the evolving landscape of social robots designed to interact with animals, dissecting the intricate dynamics of these interactions and their ethical ramifications” (Information from the editors). The philosopher of technology also presents his own projects, such as concepts and prototypes of animal-friendly machines, developed in the context of machine ethics, animal-machine interaction, and social robotics. The editors are Rosalyn W. Berne and Madeline A. Kibler from the University of Virginia. The book is scheduled for publication in late summer or fall 2024.

Fig.: A cat in front of a laptop

Robot Dreams

Wie die Frankfurter Allgemeine meldet, läuft der oscarnominierte Animationsfilm „Robot Dreams“ im Kino an. Es ist die Geschichte eines einsamen Hunds namens Dog. „Abends läuft bei Dog die Glotze, und es gibt Käse-Makkaroni aus der Mikrowelle.“ (FAZ, 8. Mai 2024) In der Werbung erfährt er vom humanoiden Amica 2000. „Einmal zusammengebaut, wird der Roboter mit den Spaghetti-Armen und -Beinen schnell zu Dogs bestem Freund.“ (FAZ, 8. Mai 2024) Die beiden flanieren durchs alte New York und gehen an den Strand von Coney Island. Dort kann sich der Roboter – wenige Stunden vor der Schließung – plötzlich nicht mehr bewegen. Er muss zurückbleiben und Dog in sein Zuhause und in seine Einsamkeit zurückkehren. Die Zeit zieht sich wie der Käse in den Makkaroni, die Dog alleine isst. Der Roboter befreundet sich derweil mit einer Vogelfamilie. Und beide träumen auf ihre Art vom Wiedersehen. Die FAZ schreibt: „In seiner komplexen Einfachheit ist ‚Robot Dreams‘ ein Familienfilm im besten Sinne: ein sympathischer Film über zwei nichtmenschliche Außenseiter im urbanen Dschungel, der das Menschlichste überhaupt in eine -generationenübergreifende Bildsprache übersetzt.“ (FAZ, 8. Mai 2024) Roboter sind auch nur Menschen. Hunde erst recht.

Abb.: Ein Roboter am Strand (Bild: Ideogram)

A Social Robot Encourages Children in India to Wash Their Hands

According to the WHO, hand hygiene saves millions of lives every year when done at the right time during healthcare. The World Day of Hand Hygiene was established by the organization and is celebrated on May 5th of each year. Dr. Amol Deshmukh is researching how children can be encouraged to wash their hands with the help of social robots. He presented his findings at the ICSR in Qatar in December 2023. The paper by him and his co-authors is entitled „Enhancing Hand Hygiene Practices Through a Social Robot-Assisted Intervention in a Rural School in India“. From the abstract: „This paper discusses pilot deployment of a social robot ‚WallBo‘ that investigated the effectiveness in promoting and encouraging handwashing practices among children in a rural school in India. The results suggest an overall 85.06% handwashing compliance, 51.60% improvement from the baseline handwashing compliance and an overall ~ 50% knowledge improvement about handwashing. We also present students’ perception about ‚WallBo‘ and feedback from the pupils and teachers.“ (Abstract) The chapter in the proceedings is available via link.springer.com/chapter/10.1007/978-981-99-8715-3_21.

Fig.: Dr. Amol Deshmukh during his presentation at Qatar University