Creepy Little Sophia

Hanson Robotics is most famous for Sophia. Now the Hong Kong-based company is preparing to launch a new robot. According to the website, Little Sophia is the little sister of Sophia and the newest member of the Hanson Robotics family. „Little Sophia can walk, talk, sing, play games and, like her big sister, even tell jokes! She is a programmable, educational companion for kids, that will inspire children to learn about coding, AI, science, technology, engineering and math through a safe, interactive, human-robot experience. Unlike most educational toys designed by toy companies, Little Sophia is crafted by the same renowned developers, engineers, roboticists and AI scientists that created Sophia the Robot.“ (Website Hanson Robotics) In photos, Little Sophia looks even creepier than Sophia. In videos, this impression is no different. What is special about her is that she has a wide range of facial expressions. It must be emphasized that, as in the case of Sophia, this is not a virtual face, but a real one. From a technical point of view, this is without a doubt an interesting product.

Fig.: An even creepier doll

Alexa Knows What You Want

Amazon’s Alexa can perform actions on her own based on previous instructions from the user without asking beforehand. Until now, the voicebot always asked before it did anything. Now it has hunches, which is what Amazon calls the function. On its website, the company writes: „Managing your home’s energy usage is easier than ever, with the Alexa energy dashboard. It works with a variety of smart lights, plugs, switches, water heaters, thermostats, TVs and Echo devices. Once you connect your devices to Alexa, you can start tracking the energy they use, right in the Alexa app. Plus, try an exciting new Hunches feature that can help you save energy without even thinking about it. Now, if Alexa has a hunch that you forgot to turn off a light and no one is home or everyone went to bed, Alexa can automatically turn it off for you. It’s a smart and convenient way to help your home be kinder to the world around it. Every device, every home, and every day counts. Let’s make a difference, together. Amazon is committed to building a sustainable business for our customers and the planet.“ (Website Amazon) It will be interesting to see how often Alexa is right with her hunches and how often she is wrong.

Fig.: Alexa in the cloud

Tierfreundliche Windkraftanlagen

„Mähdrescher, die für Rehkitze bremsen. Rasenmäher, die Igel verschonen. Selbstgesteuerte Autos, die keine Tiere überfahren. Das klingt zuerst wie Science-Fiction. Doch bereits heute sind erstaunliche Dinge möglich! Mehr darüber berichtete der Ethiker und Technologie-Experte Prof. Dr. Oliver Bendel (FHNW) in seinem Vortrag.“ (Website AnimalRights) AnimalRights Switzerland, eine Tierrechtsorganisation mit Sitz in Zürich, hatte dazu eingeladen. Der Vortrag „Tierfreundliche Maschinen“ fand am 16. September 2020 per Videokonferenz statt. Oliver Bendel ging auf eigene Projekte wie ROBOCAR (Konzeption), LADYBIRD (Prototyp) und HAPPY HEDGEHOG (Prototyp) ein. Zudem stellte er andere Projekte wie Fliegender Wildretter (DLR), DTBird für Windkraftanlagen (Liquen Consultoría Ambiental) und Wildlife Vehicle Collision Avoidance System (RIT) vor. Das Video zum Vortrag kann seit Mitte Januar 2021 über animal-rights-switzerland.ch/tierfreundliche-maschinen/ abgerufen werden.

Abb.: Eine Windturbine in den Bergen

Neue und alte Fragen zu Pflegerobotern

Ein Interview mit Prof. Dr. Oliver Bendel zu Pflegerobotern wurde am 4. Januar 2021 auf der Plattform Digitales Gesundheitswesen veröffentlicht. Die erste Frage von Heiner Sieger lautete: „Was werden soziale Roboter in der digitalen Pflegewelt der Zukunft können und was nicht?“ Die Antwort des Informations- und Maschinenethikers aus Zürich war: „In manchen Bereichen traut man sozialen Robotern zu wenig zu, in anderen zu viel. Das Ausziehen und Anziehen von Pflegebedürftigen sowie das verletzungsfreie Reichen von Nahrung wird vielleicht auch 2025 nicht beherrscht. Auch das Umbetten und Aufrichten wird wohl nur zusammen mit einer Pflegekraft geleistet werden können. Andere Tätigkeiten, wie Dinge holen, aufheben und reichen, Flaschen öffnen und Patienten einsammeln, sind für Modelle wie Lio schon heute Standard.“ Das ganze Interview kann über digitales-gesundheitswesen.de/oliver-bendel/ aufgerufen werden.

Abb.: Beim Berliner Kolloquium zu Robotern in der Pflege (Foto: Daimler und Benz Stiftung)

Posthumane Cyborgliebe

Ende Oktober 2020 ist das Buch „Maschinenliebe“ (Hrsg. Oliver Bendel) erschienen. Es enthält 16 Beiträge international renommierter Expertinnen und Experten. Der Beitrag „Posthumane Cyborgliebe“, der von Dr. Melike Şahinol stammt, wird im Abstract so zusammengefasst: „In diesem Beitrag werden Mensch-Maschine-Verhältnisse der spezifischen Art, nämlich die der Cyborgliebe, aus einer soziologischen Perspektive diskutiert. Das Hauptaugenmerk liegt dabei darauf, die Anpassung des menschlichen Körpers an maschinelle Angebote im sexuellen Bereich aufzuzeigen. Dabei wird die technisch ver- und übermittelte Liebespraktik mit teledildonischen Maschinen fokussiert. Entsprechend sind die Fragen danach relevant, ob es sich bei der jeweiligen Anpassung um ein symbiotisches Verhältnis zwischen Mensch und Maschine handelt und ob bzw. wann man von Cyborgliebe sprechen kann. Denn auch wenn dies noch futuristisch anmutet, werden bei der Fülle und Weiterentwicklung von liebes- bzw. sexualitätsdinglichen Angeboten posthumanistische Tendenzen deutlich, die der romantischen Liebe, auf die das Konzept der Kernfamilie als zentraler Institution der Gesellschaft aufgebaut ist, den Boden unter den Füßen wegzuziehen scheinen. Liebe, so lautet die Hauptthese, stellt im posthumanen Zeitalter keine bloß soziale, sondern eine sozio-bio-technische Beziehung dar – vor allem dann, wenn es sich um die Liebe zu und mit Maschinen handelt.“ Das Buch kann über Springer bezogen werden. Wer einen Zugang zu SpringerLink hat, kann es kostenlos herunterladen.

Abb.: Posthumane Cyborgliebe

Soziale Roboter im Gesundheitsbereich

„Pflegebedürftige umbetten, Windeln wechseln, Gespräche führen: Bis sogenannte ’soziale Roboter‘ im Gesundheitswesen wirklich zur Entlastung beitragen können, wird es noch einige Zeit dauern. Doch das eine oder andere haben die digitalen Gesellen schon drauf. Aber auch, wenn manche sogar recht niedlich aussehen – spätestens bei den Emotionen kommen Pepper, Paula, Paro & Kollegen an ihre Grenzen.“ Mit diesen Worten beginnt ein Text von Heiner Sieger, der am 21. Dezember 2020 auf der Plattform Digitales Gesundheitswesen erschienen ist. Zu Wort kommen u.a. Prof. Dr. Oliver Bendel (Institut für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule für Wirtschaft FHNW) und Prof. Dr. Jan Ehlers (Lehrstuhl für Didaktik und Bildungsforschung im Gesundheitswesen an der Uni Witten/Herdecke). Der Beitrag kann über digitales-gesundheitswesen.de/soziale-roboter/ aufgerufen werden.

Abb.: Beim Berliner Kolloquium zu Robotern in der Pflege (Foto: Daimler und Benz Stiftung)

Zwischen den Geschlechtern

Ende Oktober 2020 ist das Buch „Maschinenliebe“ (Hrsg. Oliver Bendel) erschienen. Es enthält 16 Beiträge international renommierter Expertinnen und Experten. Der Beitrag „Trans-Formers“, der vom Herausgeber stammt, wird im Abstract so zusammengefasst: „Als Trans-Formers werden hier Sexroboter, Liebespuppen oder „Spielfiguren“ bezeichnet, die unterschiedliche Gestalt annehmen können. Sie vollziehen Metamorphosen, wie Ovid sie in seinem Werk mit diesem Titel beschrieben hat, je nach Geschmack und Laune des Besitzers oder Benutzers oder je nach den Bedürfnissen unterschiedlicher Menschen. Die Trans-Formers wechseln ihr Geschlecht, werden vom Mann zur Frau oder von der Frau zum Mann, oder sie treten als Transgender bzw. intersexuelle Person auf. Auch Verwandlungen anderer Art sind denkbar, in Tiere, Monster, Aliens, Fantasyfiguren und in abstrakte und dingliche Formen. Der Beitrag beleuchtet die technischen Anforderungen und Möglichkeiten, geht auf gegenwärtig vorhandene Modelle und Ansätze ein und diskutiert Chancen und Risiken der Umsetzung einer solchen Idee. Trans-Formers können eine Bereicherung für die Sexualität sein, stellen aber das Menschenbild in Frage und verändern das Menschsein auf eine Weise, die noch kaum beurteilt werden kann.“ Das Buch kann über Springer bezogen werden. Wer einen Zugang zu SpringerLink hat, kann es kostenlos herunterladen.

Abb.: Auf einer Messe in den USA (Foto: Realbotix)

Cozmo 2.0

One year ago, The Robot Report reported that Anki’s little robots might be making a comeback. Digital Dream Labs in Pittsburgh acquired the patents, trademarks, and domain. The start-up company „is planning to revive and manufacture more units of each product in the following order: Overdrive, Cozmo, Vector“ (The Robot Report, 26 December 2019). Digital Dream Labs founder H. Jacob Hanchar told The Robot Report „the goal is to have all three products available for purchase for Christmas 2020“ (The Robot Report, 26 December 2019). Now it seems that pre-orders of Cozmo 2.0 are possible: „Cozmo is a fun, educational toy robot that you can be used to teach children the basics of coding. Whether he is performing tricks, exploring his environment or teaching coding, Cozmo is always full of personality. Pre-order your new Cozmo today for delivery as early as May 15th.“ (Website Digital Dream Labs) Cozmo and his friends belong to the best social robots that the industry has ever produced. What is special about Cozmo is the many emotions it can show (but of course doesn’t have). It also has face recognition and a night vision device. More information at www.digitaldreamlabs.com.

Fig.: Cozmo 1.0

Vortrag zu tierfreundlichen Maschinen

„Mähdrescher, die für Rehkitze bremsen. Rasenmäher, die Igel verschonen. Selbstgesteuerte Autos, die keine Tiere überfahren. Das klingt zuerst wie Science-Fiction. Doch bereits heute sind erstaunliche Dinge möglich! Mehr darüber berichtet der Ethiker und Technologie-Experte Prof. Dr. Oliver Bendel (FHNW) in seinem Vortrag. Und geht dabei auch auf neue Roboter ein, die er selbst mitentwickelt hat.“ (Website AnimalRights) Mit diesen Worten wird von AnimalRights ein Vortrag angekündigt, der am Mittwoch, 16. Dezember 2020 von 19:00 bis 20:00 Uhr über Zoom stattfindet. Das Ziel von AnimalRights Switzerland ist laut eigener Aussage, dass wirksame Tierrechte in der Schweiz eingeführt werden. „Damit die Rechte auf Leben und Unversehrtheit eingeführt werden können, muss zuerst die gesellschaftliche Entwicklung weg von der Tiernutzung weitergehen. Immer weniger Menschen möchten unnötiges Tierleid unterstützen – hier setzen wir an. Animal Rights Switzerland wirbt deshalb für einen tierfreundlichen Lebensstil und informiert über Tierrechte.“ (Website AnimalRights) Weitere Informationen über animal-rights-switzerland.ch/vortrag-tierfreundliche-maschinen/.

Abb.: Auch Autos könnten tierfreundlicher sein

Sexroboter light

Das Buch „Maschinenliebe“ (Hrsg. Oliver Bendel) enthält 16 Beiträge international renommierter Expertinnen und Experten. Dabei handelt es sich nicht einfach um eine Sammlung, sondern um eine Komposition, um das Thema der Liebespuppen und Sexroboter möglichst gut abzudecken. Der Beitrag „Sexroboter light“, der vom Herausgeber stammt, wird im Abstract so zusammengefasst: „Menschen im Alten- und Pflegeheim haben ebenso wie andere den Wunsch nach Zärtlichkeit und Liebe. Durch die halböffentliche Situation ist es jedoch schwierig für sie, diesen zu erfüllen. Zudem finden sie vielleicht keinen geeigneten Partner mehr, oder es fällt ihnen aus geistigen oder körperlichen Gründen schwer, eine Beziehung zu führen. Auch Menschen, die zu Hause wohnen, können von dieser Problematik betroffen sein. Sie können womöglich jemanden leichter und diskreter empfangen als die Insassen einer Einrichtung, aber einige Alte und Behinderte sind vielleicht eingeschränkt in den entsprechenden Möglichkeiten. Der vorliegende Beitrag untersucht die Chancen und Risiken, die sich mit Blick auf Pflegeroboter bieten. Zunächst geht er auf das sexuelle Wohlbefinden ein. Dann stellt er robotische Systeme von Sexrobotern bis hin zu Pflegerobotern vor. Auf Pflegerobotern liegt schließlich der Fokus, wobei der Autor technischen und gestalterischen Fragen nachgeht. Eine kurze ethische Diskussion rundet den Beitrag ab. Das Ergebnis ist, dass Pflegeroboter mit sexuellen Assistenzfunktionen eine Bereicherung des Alltags von Pflegebedürftigen sein können, dass aber einige technische, gestalterische und moralische Aspekte beachtet werden müssen.“ Das Buch kann über Springer bezogen werden. Wer einen Zugang zu SpringerLink hat, kann es kostenlos herunterladen.

Abb.: Sexroboter light

HMD-Heft mit Schwerpunkt Robotik

Das neue Heft der HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt Robotik ist Ende November 2020 erschienen. Herausgeber sind Sara D’Onofrio und Stefan Meinhardt. Von ihnen stammt auch der Beitrag „Robotik in der Wirtschaftsinformatik“. Weitere Beiträge sind u.a. „Bewertung der Einsatzpotenziale und Risiken von Robotic Process Automation“ (Jennifer Brettschneider), „Mobile Robotik im Laufe der Zeit – Wohin geht die Fahrt?“ (Sarah Uttendorf), „Kollaborative Robotikanwendungen an Montagearbeitsplätzen“ (Tobias Rusch, Hannah Ender, Florian Kerber), „Roboter zur Unterstützung im Alter“ (Esther Ruf, Stephanie Lehmann, Cora Pauli, Sabina Misoch), „KI-basierte Mensch-Roboter-Interaktion durch die Weiterentwicklung multifunktionaler Serviceroboter zur Unterstützung in der klinischen Pflege“ (Svea Schuh, Tobias Greff, Florian Winter, Dirk Werth, Anne Gebert) und „Der Einsatz von Servicerobotern bei Epidemien und Pandemien“ (Oliver Bendel). Der zuletzt genannte Beitrag kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Pepper im Futurium

Buch „Maschinenliebe“ erschienen

Mitte Oktober 2020 ist das Buch „Maschinenliebe“ (Hrsg. Oliver Bendel) erschienen. Aus dem Klappentext: „Sexroboter sind ein Thema, das die Medien mit Vorliebe behandeln und die Gesellschaft spaltet. Es gibt einige Modelle wie Emma oder Harmony. Viel verbreiteter sind allerdings einfache Liebespuppen mit überzeugender Haut und auswechselbaren Körperöffnungen. Sie finden sich in zahlreichen Bordellen und können problemlos bei Amazon und Co. bestellt werden. Zwischen Liebespuppen und Sexrobotern sind die Grenzen fließend. Sobald Liebespuppen sprechen können oder Sensoren und Aktoren haben, werden sie zu Sexrobotern. Einzelne Varianten weisen mimische Fähigkeiten auf und können den Kopf bewegen. Das Buch erklärt Grundbegriffe, geht auf technische Details ein und diskutiert psychologische, soziologische und philosophische Erkenntnisse und Herausforderungen. Es beleuchtet die Praxis der Sexarbeit und liefert Stellungnahmen von Herstellern und Benutzern.“ Das Buch kann über Springer bezogen werden. Wer Zugang zu SpringerLink hat, kann es kostenlos herunterladen.

Abb.: Harmony bei einer Messe (Foto: Realbotix)

Serviceroboter bei Epidemien und Pandemien

Am 14. Oktober 2020 ist der Beitrag „Der Einsatz von Servicerobotern bei Epidemien und Pandemien“ von Oliver Bendel in der HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik erschienen. Aus dem Abstract: „Seit jeher werden Roboter eingesetzt, um gefährliche oder für uns nicht bewältigbare Aufgaben zu erledigen. Sie entschärfen Bomben, transportieren Gefahrenstoffe und arbeiten sich in für uns nicht erreichbare Gebiete vor. Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass auch Serviceroboter, die eigentlich nicht für Sonderfälle vorgesehen sind, hilfreiche Dienste bei der Versorgung von Isolierten und bei der Eindämmung von Krankheiten leisten können. Der vorliegende Beitrag stellt vier Typen von Servicerobotern vor. Dann gibt er Beispiele für die Roboternutzung während der Coronakrise im Jahre 2020. Schließlich wird der Frage nachgegangen, in welchem Umfang und in welcher Weise die Robotertypen zusammenarbeiten können und ob man manche von ihnen zu Generalisten weiterentwickeln kann. Zudem werden Geschäftsmodelle und Betriebsmöglichkeiten thematisiert. Der Beitrag zeigt, dass Kohorten von Robotern in Zukunft lebenswichtig sein könnten.“ Er ist Teil von Band 57, Heft 6 (Dezember 2020) mit dem Schwerpunkt Robotik und als Open-Access-Publikation kostenlos hier verfügbar.

Abb.: Serviceroboter werden überall auf der Welt eingesetzt

Deep Fakes in der Bilanz

Ein Deepfake oder Deep Fake ist nach der Darstellung von Prof. Dr. Oliver Bendel ein mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstelltes Bild oder Video, das authentisch wirkt, es aber nicht ist. Auch die Methoden und Techniken in diesem Zusammenhang würden mit dem Begriff bezeichnet. „Verwendet werden Machine Learning und speziell Deep Learning. Mit Deepfakes will man Kunst- und Anschauungsobjekte schaffen oder Mittel zur Diskreditierung, Manipulation und Propaganda. Politik und Pornografie sind entsprechend eng mit dem Phänomen verwoben. Medien kritisieren Deepfakes und benutzen sie absichtlich oder unabsichtlich zur Desinformation.“ (Gabler Wirtschaftslexikon) In der Bilanz vom 7. Oktober 2020 ist der Beitrag „Was für Pornos erfunden wurde, könnte künftig Kriege auslösen“ von Norbert Lossau erschienen. Zitiert wird auch Oliver Bendel. Der Beitrag ist online über www.welt.de/wissenschaft/plus197745219/Deep-Fakes-Wie-erkennt-man-gefaelschte-Videos-im-Internet.html aufrufbar.

Abb.: Auch von Barack Obama existieren Deep Fakes

An Empathic Voicebot

Social robots are robots that come close to animals and humans, interact and communicate with them. They reproduce characteristics of animals and humans in their behavior and appearance. They can be implemented both as hardware robots and as software robots. The SPACE THEA project should have already started in March 2020. Because of COVID-19 it had to be postponed. Now Prof. Dr. Oliver Bendel (School of Business FHNW) starts with the preparatory work. In winter 2020/2021 and spring 2021 the programming of the voicebot is then carried out. SPACE THEA is designed to accompany astronauts to Mars and to show them empathy and emotions. In the best case, she should also be able to provide psychological counseling, for example, based on cases from the literature. The project will use findings from social robotics, but also from machine ethics. The results will be available by summer 2021.

Fig.: An empathic voicebot

Die Sichtbarkeit der Chatbots

Chatbots gibt es seit ca. 60 Jahren, wenn man Joseph Weizenbaums Eliza als Startpunkt nimmt. Um die Jahrtausendwende fand ein regelrechter Hype statt. Die Deutsche Bank konnte mit Cor@ auftrumpfen, Artificial Life mit Luci, Roy und Alma. Zu dieser Zeit wurde viel Wert auf den Avatar gelegt – ein Begriff, der von Oliver Bendel im „Lexikon der Wirtschaftsinformatik“ von 2001 definiert wurde. Heute haben Chatbots und Sprachassistenten wieder eine hohe Sichtbarkeit, und sie können mit KI-Systemen aller Art verbunden werden, etwa zur Emotionsanalyse (Sprache und Bild) und zur Textgenerierung über GPT-2 oder GPT-3. Weniger Wert wird erstaunlicherweise auf die Visualisierung gelegt, auf diese Sichtbarkeit im wörtlichen Sinne. Bei Chatbots ist sie in den Hintergrund getreten, bei Sprachassistenten war sie kaum je vorhanden, wenn man von der Gatebox absieht, in der ein Hologram Girl wohnt. Es ist an der Zeit, sich an Cor@ der Deutschen Bank, an Leo von Schweppes und an viele weitere Musterbeispiele zu erinnern, sie mit neueren Konzepten wie den Neons zu verbinden und dem Benutzer zu erlauben, etwas nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Dies kann wichtig sein, wenn Mimik und Gestik eine Rolle spielen, wenn bei Schwerhörigkeit oder Taubheit von den Lippen abgelesen (oder Gebärdensprache verwendet) werden soll – oder einfach, um ein Erlebnis für alle Sinne zu schaffen. Eine Einführung zu Chatbots ist im Buchbeitrag „Von Cor@ bis Mitsuku“ von Oliver Bendel verfügbar, abgedruckt im „Handbuch Digitale Wirtschaft“ (Hrsg. Tobias Kollmann, Springer 2019).

Abb.: Die Chatbots von Artificial Life im Jahre 2000/2001

A Project on Robot Enhancement

Social robots and service robots usually have a defined locomotor system, a defined appearance and defined mimic and gestural abilities. This leads, on the one hand, to a certain familiarization effect. On the other hand, the actions of the robots are thus limited, for example in the household or in a shopping mall. Robot enhancement is used to extend and improve social robots and service robots. It changes their appearance and expands their scope. It is possible to apply attachments to the hardware, extend limbs and exchange components. One can pull skin made of silicone over the face or head, making the robots look humanoid. One can also change the software and connect the robot to AI systems – this is already done many times. The project or thesis, announced by Oliver Bendel in August 2020 at the School of Business FHNW, should first present the principles and functional possibilities of robot enhancement. Second, concrete examples should be given and described. One of these examples, e.g., the skin made of silicone, has to be implemented. Robots like Pepper or Atlas would be completely changed by such a skin. They could look uncanny, but also appealing. The project will start in September 2020.

Fig.: Enhanced Henry (photo: Realbotix)

A Markup Language for Moral Machines

In many cases it is important that an autonomous system acts and reacts adequately from a moral point of view. There are some artifacts of machine ethics, e.g., GOODBOT or LADYBIRD by Oliver Bendel or Nao as a care robot by Susan Leigh and Michael Anderson. But there is no standardization in the field of moral machines yet. The MOML project, initiated by Oliver Bendel, is trying to work in this direction. In the management summary of his bachelor thesis Simon Giller writes: „We present a literature review in the areas of machine ethics and markup languages which shaped the proposed morality markup language (MOML). To overcome the most substantial problem of varying moral concepts, MOML uses the idea of the morality menu. The menu lets humans define moral rules and transfer them to an autonomous system to create a proxy morality. Analysing MOML excerpts allowed us to develop an XML schema which we then tested in a test scenario. The outcome is an XML based morality markup language for autonomous agents. Future projects can use this language or extend it. Using the schema, anyone can write MOML documents and validate them. Finally, we discuss new opportunities, applications and concerns related to the use of MOML. Future work could develop a controlled vocabulary or an ontology defining terms and commands for MOML.“ The bachelor thesis will be publicly available in autumn 2020. It was supervised by Dr. Elzbieta Pustulka. There will also be a paper with the results next year.

Fig.: Test scenario (Illustration: Simon Giller)

Wahlmodul zu sozialen Robotern

An der Hochschule für Wirtschaft FHNW wird ab Herbstsemester 2021 das Wahlmodul „Soziale Roboter“ angeboten. Es steht Wirtschaftsinformatikern und Betriebsökonomen offen. Dozent ist Prof. Dr. Oliver Bendel. Das Wahlmodul „Soziale Roboter“ klärt Grundbegriffe und -konzepte, stellt den Zusammenhang zwischen der Sozialen Robotik und anderen Disziplinen (Künstliche Intelligenz, Maschinenethik, Künstliches Bewusstsein) her, nennt Beispiele sozialer Roboter und geht auf Anwendungsgebiete sozialer Roboter ein. Die Studierenden lernen ausgewählte soziale Roboter kennen, auch im direkten Kontakt. Sie entwickeln Szenarien, die folgende Komponenten umfassen: Beschreibung eines fiktiven sozialen Roboters (Zeichnung, Produktbeschreibung), Skizze einer Organisation oder Situation, in der der Roboter eingesetzt wird (Organigramm, Firmenbeschreibung), Darstellung der Interaktion und Kommunikation sowie der Datenflüsse (Modellierung), Diskussion technischer, ethischer und rechtlicher Fragen. Die Ergebnisse werden in Gruppen im Plenum präsentiert.

Abb.: Pepper gibt einem Kind die Hand

A Drone on Mars

The Perseverance rover, which is on its way to Mars, is carrying a drone called Ingenuity. According to NASA, it is a technology demonstration to test powered flight on another world for the first time. „A series of flight tests will be performed over a 30-Martian-day experimental window that will begin sometime in the spring of 2021. For the very first flight, the helicopter will take off a few feet from the ground, hover in the air for about 20 to 30 seconds, and land. That will be a major milestone: the very first powered flight in the extremely thin atmosphere of Mars! After that, the team will attempt additional experimental flights of incrementally farther distance and greater altitude.“ (Website NASA) After the drone has completed its technology demonstration, the rover will continue its scientific mission. Manned and unmanned flights to Mars will bring us several innovations, including novel chatbots and voicebots.

Fig.: Ingenuity (photo/concept: NASA)

Ein Gedichteband mit 3D-Codes

Am 3. Juli 2020 ist das vermutlich erste Buch erschienen, in dem längere Gedichte in 3D-Codes enthalten sind. Es wurde von Oliver Bendel veröffentlicht. Von ihm stammt auch der Band „handyhaiku“ (2010, Hamburger Haiku Verlag), der mit QR-Codes (also bestimmten 2D-Codes) mit japanischen Kurzgedichten aufwartete. Seit Sommer 2020 ist mit dem JAB Code des Fraunhofer SIT ein 3D-Code verfügbar, der eine höhere Speicherkapazität als ein 2D-Code hat. Möglich macht das eben die dritte Dimension, die Farbe (momentan werden bis zu 8 Farben verwendet, zukünftig 16 und 32 Farben). Die Gedichte im Band „Die Astronautin“, entstanden zwischen 2013 und 2015, wurden Anfang Juli 2020 über jabcode.org umgewandelt und können über jabcode.org auch zurückverwandelt werden, in für Menschen lesbaren Text. Am besten eignet sich ein Smartphone. Es muss keine App heruntergeladen werden. Es genügt, den Browser zu öffnen, die genannte Adresse einzugeben und dann der Verwendung der Kamera zuzustimmen. Man kann aber auch einen beliebigen Computer nehmen, das Bild im Dokument abspeichern und dann hochladen. Der schmale Band kann hier kostenlos bezogen werden.

Abb.: Das Cover des Bändchens

Ausschreibung „Bioelektronik“

Die TA-SWISS hatte bereits vor geraumer Zeit eine Studie zur „Bioelektronik“ ausgeschrieben. Die Frist zur Einreichung wurde nun bis zum 16. August 2020 verlängert. Aus dem Text, der per E-Mail versandt wurde: „Aktuelle Entwicklungen in der Elektronik, bei Sensoren und Werkstoffen machen es möglich, dass elektronische Geräte direkter mit dem menschlichen Körper verbunden werden können als bisher. Das ist vor allem in der Medizin von Interesse, wo solche Geräte für die Stimulation von Nerven oder die Erfassung von Signalen verwendet werden. Es gibt auch bereits erste Anwendungen, die der Leistungssteigerung (Human Enhancement) und für spielerische Zwecke dienen sollen.“ (E-Mail TA-SWISS) Außerdem ermöglichen, so die Schweizer Einrichtung für Technologiefolgenabschätzung, implantierbare Chips als reine Speichermedien die Identifikation von Personen, beispielsweise für die Zutrittskontrolle. Weitere Informationen über www.ta-swiss.ch.

Abb.: Der Bioelektronik gehört die Zukunft