A Morality Module for a Care Robot

There are more and more robots being used in health care. Most of them are prototypes, some – like Lio and P-CARE from F&P Robotics – are products that are manufactured in small series. Machine ethics researches and creates moral machines. These are often guided by certain values or meta-rules, they follow predetermined rules, or they learn from situations and adapt their behavior. Michael Anderson and Susan L. Anderson presented their value-driven eldercare robot at the 2019 Berlin Colloquium by invitation of Oliver Bendel. The CARE-MOMO („MOMO“ stands for „morality module“) is a morality module for a robot in the manner of Lio. The idea is that the robot acquires clearly delimited moral abilities in addition to its usual abilities. The focus is to have it perform an act or speech act with high reliability based on a moral assumption or reasoning, with a clearly identifiable benefit to the caregiver or the care recipient. The initiators want to address a common problem in the nursing and care field. Marc Heimann could be recruited for the project at the School of Business FHNW. The supervisor is Oliver Bendel, who has been working with robots in the healthcare sector for ten years and has built numerous moral machines together with his teams.

Fig.: Another robot of the company (Photo: F&P Robotics)

Neuer assoziierter Forscher an der Uni Potsdam

Prof. Dr. Oliver Bendel ist seit Dezember 2021 assoziierter Forscher der PECoG-Gruppe an der Universität Potsdam. Er arbeitet seit 2019 regelmäßig mit ihren Mitgliedern zusammen, hält Vorträge vor Ort und gibt Feedback in Projekten. Seine Forschungsinteressen sind soziale Roboter (Perspektiven: Informationsethik, Roboterethik, Maschinenethik; Themen: Informationelle Autonomie, Verantwortung in Pflege und Therapie, Wohlbefinden beim Einsatz von Sexrobotern, Chatbots und Sprachassistenten mit simulierter Empathie, Entscheidungsbäume mit moralischen Annotationen, Moralmenüs), Serviceroboter (Perspektiven: Informationsethik, Roboterethik, Maschinenethik; Themen: Informationelle Autonomie, Verantwortung beim Einsatz im öffentlichen Raum, Entscheidungsbäume mit moralischen Annotationen, Moralmenüs) und tierfreundliche Maschinen (Perspektiven: Informationsethik, Maschinenethik, Tier-Maschine-Interaktion; Themen: Schutz von Haus- und Wildtieren beim Einsatz von Robotern und Autos, Gesichtserkennung für Bären und Wölfe). Weitere assoziierte Forscher und Forscherinnen sind über www.uni-potsdam.de/de/pecog/mitarbeiterinnen/assoziierte-forscher aufgeführt.

Abb.: In Potsdam

Soziale Roboter in der Science-Fiction

Zahlreiche führende Experten und hochtalentierte Nachwuchswissenschaftler haben am Buch „Soziale Roboter“ mitgewirkt. Von Karsten Weber stammt die Abhandlung „Soziale Roboter in der Science-Fiction: Ein Bericht über das Verhältnis von Herr und Knecht mit wechselnden Rollen für Menschen und Roboter“. Aus dem Abstract: „Viele Definitionen sozialer Roboter sind moralisch aufgeladen und schließen daher reale und vor allem in der Science-Fiction auftretende Roboter aus der Klasse sozialer Roboter oft aus. Ausgehend von einer alternativen Definition, die auf der Konzeption sozialen Handelns bei Max Weber aufbaut, wird für eine moralisch neutrale Sichtweise auf soziale Roboter plädiert. Dies ist notwendig, um die in der Regel moralisch ambivalenten sozialen Roboter in der Science-Fiction überhaupt thematisieren zu können. Es werden drei Zeiträume identifiziert, in denen soziale Roboter in der Science-Fiction auf sehr unterschiedliche Weise präsentiert werden. Schließlich werden Gründe skizziert, warum eine wissenschaftliche Beschäftigung mit sozialen Robotern in der Science-Fiction sinnvoll sein kann, um bspw. Fragen der gelingenden Interaktion, der Akzeptanz oder der Technikfolgenabschätzung in Bezug auf solche Maschinen besser beantworten zu können.“ Das von Oliver Bendel herausgegebene Werk ist Anfang November 2021 erschienen und kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-31114-8 bezogen werden.

Abb.: Soziale Roboter in der Science-Fiction

Video zeigt System zur Gesichtserkennung bei Bären

Zum Projekt „ANIFACE: Animal Face Recognition“ liegt nun ein Video vor, das die Grundzüge des Systems erklärt. Erstellt wurde es von Ali Yürekkirmaz. Prof. Dr. Oliver Bendel hatte 2021 an der Hochschule für Wirtschaft FHNW das Thema ausgeschrieben und die Wahl gelassen, ob es um Wölfe oder Bären gehen sollte. Ali Yürekkirmaz nahm den Auftrag an und konzipierte in seiner Abschlussarbeit ein System, mit dem man in den Alpen – ohne elektronische Halsbänder oder implantierte Microchips – einzelne Bären identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten könnte. Es stehen, so die Idee, in bestimmten Gebieten entsprechende Kamera- und Kommunikationssysteme bereit. Wenn ein Bär identifiziert ist, wird eruiert, ob er als harmlos oder gefährlich gilt. Dann werden die zuständigen Stellen oder direkt die Betroffenen informiert. Spaziergänger können vor den Aufnahmen gewarnt werden – es ist aber auch technisch möglich, ihre Privatsphäre zu schützen. In einem Expertengespräch mit einem Vertreter von KORA konnten wichtige Erkenntnisse zur Wildtierbeobachtung und speziell zur Beobachtung von Bären gewonnen werden, und eine Umfrage hat die Haltung von Teilen der Bevölkerung in Erfahrung gebracht. Aufbauend auf der Arbeit von Ali Yürekkirmaz, die im Januar 2022 abgegeben wurde, könnte ein Algorithmus für Bären entwickelt und ein ANIFACE-System in den Alpen implementiert und evaluiert werden.

Abb.: Das Video zu ANIFACE

Die Struktur der modernen Literatur

Neben mehreren klassischen Romanen und Gedichtsammlungen hat Oliver Bendel von 2007 bis 2011 auch Literatur für das Handy veröffentlicht. Es entstanden zwei Serien, eine um eine junge Detektivin in Berlin, eine andere um eine kleine virtuelle Superheldin, die im Handy lebt und ihm manchmal, sich materialisierend, entsteigt, um ihre Besitzerin zu beschützen, zudem ein Handyroman um einen einsamen Jungen, der seine große Liebe im Netz zu finden scheint. Sie alle wurden vom damaligen Wiener Verlag Blackbetty herausgebracht und konnten wie Klingeltöne über einen SMS-Server bezogen werden. Die ZEIT schrieb am 13. März 2009: „Der bekannteste Autor von Handyromanen im deutschsprachigen Bereich ist der promovierte Wirtschaftsinformatiker Oliver Bendel aus Zürich.“ 2010 erschien „handyhaiku“ im Hamburger Haiku Verlag, wo jedes Gedicht zusätzlich in einem QR-Code enthalten war – im QR-Code direkt, sodass man keine Onlineverbindung haben musste. Es folgten weitere Gedichtbände fürs Handy, vertrieben vom Hamburger Haiku Verlag und von Blackbetty. Es wurden Einladungen ausgesprochen von Goethe-Instituten zu einer Tournee durch die Niederlande und von zahlreichen Einrichtungen zu Lesungen und Vorträgen. Zudem wurden die Werke in Fachartikeln, Lehrbüchern und Standardwerken der Literaturwissenschaft behandelt. Im Februar 2022 erscheint das Buch „Die Struktur der modernen Literatur“ von Mario Andreotti in der 6. Auflage. Es enthält wieder Abdrucke und Einordnungen der Handyliteratur von Oliver Bendel.

Abb.: Das Cover des Standardwerks

 

In Focus: Sound

The Getty Center will host the exhibition „In Focus: Sound“ from June 28-October 2, 2022. „By nature, photographs are silent images, yet photographers have long conjured sound through depictions of music-making, speaking, listening, and poetic insinuation. The photograph and the phonograph are both products of the 19th century that promised to record the otherwise ephemeral sensory perceptions of sight and sound. Drawn from the Museum’s collection, this exhibition includes works by known and unknown makers from the 19th century to the recent past that record the visual while also suggesting the audible.“ (Information Website) According to the Department of Photographs of the J. Paul Getty Museum, there will not be any photographs of smartphones or Amazon devices in the show, but there will be many fascinating photographs on view. Further information via www.getty.edu/visit/exhibitions/future.html.

Fig.: The Getty Center

In den Armen der Maschine

Anfang November 2021 ist der Herausgeberband „Soziale Roboter“ mit insgesamt 30 Beiträgen (das Vorwort eingerechnet) erschienen. Der Herausgeber selbst, Prof. Dr. Oliver Bendel, ist mit fünf Kapiteln vertreten, darunter „In den Armen der Maschine: Umarmungen durch soziale Roboter und von sozialen Robotern“, wobei hier Leonie Stocker und Ümmühan Korucu – zwei ehemalige Studentinnen des Informations- und Maschinenethikers – die Hauptautorinnen sind. Aus dem Abstract: „Umarmungen sind für das Wohlbefinden von Menschen jeden Alters wichtig. Nicht alle können von jemandem umarmt werden oder jemanden umarmen, etwa weil sie einsam, alleinstehend oder isoliert sind. Bei Pandemien besteht die Gefahr einer ungenügenden Anzahl von Umarmungen auch bei der breiten Bevölkerung. Soziale Roboter können Menschen umarmen, Menschen können soziale Roboter umarmen. Die Frage ist, ob der Wunsch danach überhaupt besteht, was die Wirkung und was der Nutzen einer robotischen Berührung ist und wie man durch gestalterische und technische Maßnahmen das Wohlbefinden bei einer robotischen Umarmung verbessern kann. Der vorliegende Beitrag geht zunächst auf die Theorie der Umarmung ein und sammelt einige Fakten und Resultate von Studien hierzu. Dann untersucht er die Möglichkeit robotischer Umarmungen. Schließlich wird eine Onlineumfrage mit fast 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die 2020 an der Hochschule für Wirtschaft FHNW durchgeführt wurde, vorgestellt und zusammengefasst.“ Das Buch kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-31114-8 bezogen werden.

Abb.: Eine weitere Studentin, Nhi Hoang Yen Tran, mit Hugvie

Aufbau und Betrieb eines KI-basierten Voicebots

„Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus schreibt den Aufbau und Betrieb eines KI-Voicebots, der zu unterschiedlichen Förderangeboten in den Bereichen Innovation, Investition und Digitalisierung informiert, mit einem Betrieb für 24 Monate und einer Verlängerungsoption für 12 Monate aus.“ (Website Ministerium) Mit diesen Worten beginnt eine Meldung auf der Website des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus in Baden-Württemberg. Weiter heißt es: „Durch die Implementierung eines KI-Voicebots soll ein Informationspunkt geschaffen werden, welcher über die wichtigsten Förderangebote, Auszeichnungen und Wettbewerbe im Bereich Innovation, Investition und Digitalisierung informiert. Die Zielsetzung umfasst konkret einen Kommunikationskanal, um den Informationszugang insbesondere für KMU zu verbessern. Datenbasis des KI-Voicebots sind aktuelle Förderprogramme, Auszeichnungen und Wettbewerbe des Landes Baden-Württemberg, die von dem Portal www.wirtschaft-digital-bw.de ausgelesen werden sollen. Ergänzend dazu soll eine ‚Erstberatung‘ zu Detailfragen zu einzelnen Förderprogrammen möglich sein.“ (Website Ministerium) Die Bewerbungsfrist für Entwickler von Sprachassistenten endet am Freitag, den 14. Januar 2022, um 13.00 Uhr. Weitere Informationen über wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/ausschreibungen/.

Abb.: Ein bekannter Sprachassistent

Roboter als Barkeeper und Bedienungen

In der Gastronomie findet man verschiedene Modelle von Servicerobotern und sozialen Robotern. Hinter dem Tresen sind Cobots, die Kaffee zubereiten (Kaffeeroboter oder robotische Baristas) und Cocktails mixen. Im Raum sind Transport- und Bedienroboter wie BellaBot unterwegs. BellaBot hat ein Display, auf dem ein Katzengesicht zu sehen ist. Adrian Lobe hat Prof. Dr. Oliver Bendel für die TAZ interviewt. Er wollte u.a. wissen, ob solche Modelle, die weibliche Attribute aufnehmen, Stereotype befördern. Der Informations- und Maschinenethiker hat nichts dagegen, dass soziale Roboter ein Geschlecht vorgeben und z.B. eine weibliche oder männliche Stimme haben. Dies bringt in vielen Menschen etwas zum Klingen. Eine neutrale Stimme leistet dies nicht unbedingt. Zugleich ist es seiner Ansicht nach nicht notwendig, in allen Zusammenhängen weitreichende humanoide oder animaloide Erscheinungsformen zu wählen. Ein Serviceroboter – z.B. ein Transportroboter im Hotel oder im Krankenhaus – sollte oft einfach nur ein Werkzeug sein. Dabei kann es allerdings sinnvoll sein, das eine oder andere soziale Merkmal einzubauen, etwa animierte Augen. Mit diesen stellt der Serviceroboter eine gewisse Verbindung mit dem Benutzer her, der dann u.a. hilfsbereit bzw. nachsichtig wird. Der Artikel ist am 9. Dezember 2021 unter dem Titel „Die miauende Robo-Kellnerin“ in der TAZ erschienen und kann hier aufgerufen werden.

Abb.: Auch Roboter können Cocktails zubereiten

Cloud oder How will we live together?

Unter den Pavillons der Biennale di Venezia 2021 stach der spanische hervor. Die Kuratoren Itziar Okariz und Sergio Prego hatten ihn unter den Titel „Uncertainty“, also „Ungewissheit“, gestellt. Das Architekturmagazin Baumeister schreibt: „Das nimmt nicht nur Bezug auf die Corona-Krise, die der Menschen erneut vor Augen geführt hat, wie unabsehbar viele zukünftige Entwicklungen sind.“ (Baumeister, 20. Mai 2021) Auch das Platzen der spanischen Immobilienblase und damit verbunden der Lebensgrundlage vieler Architekturschaffenden wirke hier nach. Der Pavillon nähere sich dem Thema mehr künstlerisch als architektonisch, nach Ansicht des Autors besonders beeindruckend in der raumfüllenden Installation „Cloud“, die den gesamten Mittelsaal einnehme. „Sie wurde aus tausenden Exposees gefertigt, deren Inhalt um die zentrale Frage dieser Architektur-Biennale kreist: How will we live together?“ Dabei darf man natürlich auch an die Unsicherheit in der Digitalisierung denken, gerade bei Cloud-Lösungen, und daran, wer bei diesen die Macht hat und bei wem die Ohnmacht einkehrt.

Abb.: Die Cloud-Installation im spanischen Pavillon

Studie „Soziale Roboter, Empathie und Emotionen“

Die Studie „Soziale Roboter, Empathie und Emotionen“ bietet einen umfassenden Überblick zu Chancen und Risiken sozialer Roboter für die Schweiz und enthält Empfehlungen für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und die Universität St. Gallen arbeiteten gemeinsam an der von TA-SWISS in Auftrag gegebenen Studie.“ (Medienmitteilung FHNW) Dies ist einer Medienmitteilung zu entnehmen, die die FHNW am 24. November 2021 verschickt hat. Projektleiter und Antragsteller waren Prof. Dr. Hartmut Schulze (Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW), Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW) und Prof. Dr. Maria Schubert (ZHAW, Departement Gesundheit). Der Teil mit der Hersteller-, Entwickler- und Anwenderbefragung und die Expertise aus der Perspektive der Ethik stammen von Prof. Dr. Oliver Bendel und Jeanne Kreis, die Expertise aus der Perspektive der Rechtswissenschaft von Prof. Dr. Monika Simmler (Universität St. Gallen), die Expertise aus der Perspektive der Volkswirtschaftslehre von Prof. Dr. Mathias Binswanger (Hochschule für Wirtschaft FHNW). Die Studie wurde am 8. November 2021 über Zenodo veröffentlicht und kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Jeanne Kreis (ganz links) und Oliver Bendel (ganz rechts) beim Ladenburger Diskurs im Jahre 2017 zu Pflegerobotern (Foto: Daimler und Benz Stiftung)

Robi in Saas-Fee

PostAuto ist für seine innovativen Projekte mit automatischen und autonomen Geräten und Fahrzeugen bekannt. So verkehrte im Wallis früh das SmartShuttle. Nun kommt ein Transportroboter hinzu, der in diesem Zusammenhang auch als Gepäckroboter bezeichnet werden kann. In einer Medienmitteilung stellt das Schweizer Unternehmen das bekannte Problem dar, dass man als Tourist in autofreien Städten oft schwer schleppen muss, bis man bei der entsprechenden Destination angekommen ist. „Die Lösung ist ein intelligenter, selbstfahrender Roboter namens Robi, der nun in einem Pilotprojekt getestet wird. Der Roboter holt die Kundinnen und Kunden an der öV-Haltestelle oder bei der Unterkunft ab und folgt ihnen auf Schritt und Tritt bis zum Zielort. Die Kunden müssen beim Start nur ihr Gepäck auf den Roboter laden. Am Ziel nehmen sie ihre Koffer wieder zu sich, und Robi ist bereit für die nächste Fahrt.“ (Medienmitteilung PostAuto, 22. Oktober 2021) Dies erinnert an das Projekt von Piaggo, nur dass Robi wesentlich größer und vermutlich praxistauglicher ist. Wer ihn kennenlernen und sich von ihm unterstützen lassen will, muss nach Saas-Fee reisen, am besten mit Bahn und Bus.

Abb.: Robi in Saas-Fee (Foto: PostAuto)

Gutachten „Rechtliche Aspekte sozialer Roboter“

Monika Simmler und Olivia Zingg von der Universität St. Gallen haben sich in ihrem Gutachten „Rechtliche Aspekte sozialer Roboter“ der rechtstheoretischen, haftpflicht-, straf- und datenschutzrechtlichen Fragen angenommen, die sich beim Einsatz sozialer Roboter stellen. Aus der Zusammenfassung: „Die soziale Robotik ist eine vielversprechende technologische Innovation, welche das Leben vereinfachen und effizienter machen soll – in Gesundheitsinstitutionen, in der Bildung, im öffentlichen Raum oder im eigenen Haushalt. Unabhängig des konkreten Anwendungsfelds wirft die Emergenz von sozialen Robotern, die aufgrund ihrer Kapazitäten und Erscheinung in direkte soziale Interaktion mit uns treten, diverse rechtliche Fragestellungen auf. Diesen geht das Gutachten auf der Basis einer rechtsgebietsübergreifenden Analyse nach. Nach der Auseinandersetzung mit dem Begriff des sozialen Roboters werden einerseits die Grundlagen de lege lata des ‚Roboterrechts‘ erarbeitet, d.h. es wird festgestellt, was für rechtliche Rahmenbedingungen bereits bestehen. Andererseits wird diskutiert, welche Möglichkeiten de lege ferenda angezeigt sind und welcher Handlungsbedarf sich abzeichnet.“ (Simmler und Zingg 2021) Dem Gutachten wird die Definition sozialer Roboter zugrunde gelegt, die Oliver Bendel im Jahre 2020 entwickelt hat und die fünf Dimensionen unterscheidet. Es kann hier heruntergeladen werden.

Abb.: Pepper in einem Laden

When Simple, Soft Shapes Become Social Robots

How can you make social robots out of simple, soft shapes and objects, i.e. robots for interacting with people and animals? Under the supervision of Prof. Dr. Oliver Bendel, Vietnamese student Nhi Hoang Yen Tran and her fellow student Thang Vu Hoang investigated this question in the project „Simple, Soft Social Robots“ at the FHNW School of Business. They used Hugvie from Hiroshi Ishiguro Laboratories as the basis for their considerations – these labs are most famous for the Geminoid and for Erica. But hugging robots like Telenoid also come from them. The latest product from this series is Hugvie. A pocket for a smartphone is attached to its head. People who are far away from each other can talk to each other and have the impression of hugging and feeling each other. But what else can be done with Hugvie and similar forms? The two students have come up with eleven suggestions. A video explains five of them. Two of them are variants of Hugvie. With their result, the two students have received the highest performance in the bachelor thesis among all graduates of BSc International Management in 2021.

Fig.: Thang Vu Hoang and Nhi Hoang Yen Tran

Wie aus einfachen, weichen Formen soziale Roboter werden

Wie kann man aus einfachen, weichen Formen und Objekten soziale Roboter machen, also Roboter für den Umgang mit Menschen und Tieren? Dieser Frage sind unter der Betreuung von Prof. Dr. Oliver Bendel die vietnamesische Studentin Nhi Hoang Yen Tran und ihr Kommilitone Thang Vu Hoang im Projekt „Simple, Soft Social Robots“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW nachgegangen. Als Grundlage für ihre Überlegungen haben sie Hugvie aus den Hiroshi Ishiguro Laboratories verwendet – diese Labs sind vor allem berühmt für den Geminoid und für Erica. Aber auch Umarmungsroboter wie Telenoid stammen von ihnen. Das jüngste Produkt aus dieser Reihe ist eben Hugvie. An seinem Kopf ist eine Tasche für ein Smartphone angebracht. Voneinander weit entfernte Personen können miteinander sprechen und dabei das Gefühl haben, sich gegenseitig zu umarmen und zu spüren. Aber was kann man mit Hugvie und ähnlichen Formen noch tun? Elf Vorschläge haben die beiden Studenten erarbeitet. Ein Video erklärt fünf von ihnen. Zwei davon sind Varianten von Hugvie.

Abb.: Nhi Hoang Yen Tran mit Hugvie

Simple, Soft Social Robots – Rish

Simple, soft shapes are everywhere. In our home environment you can find pillows, blankets, balls, bottles, clothes, etc. Robots are often expensive and complex. But couldn’t they be thought of in a completely different way? How could social robots emerge from simple, soft shapes? As part of their final thesis at the School of Business FHNW, Nhi Tran Hoang Yen and Thang Hoang Vu from Ho Chi Minh City have answered this question posed by their supervisor Prof. Dr. Oliver Bendel. They have submitted eleven proposals for novel robots. All are shown on informationsethik.net. The eleventh proposal is Rish (go here to the previous). Rish moves like a fish and looks similar to a fish. Thus, it fits well into the community of aquarium animals. Its main purpose is to clean the aquarium from waste and excrement. The authors write in their documentation: „It is recommended to equip a thin, stretchable, and robust ultimate sensor to either detecting the waste or reconfiguring the moving body shapes and tasks of Rish.“ Two books by Oliver Bendel on social robots – „300 Keywords Soziale Robotik“ and „Soziale Roboter“ – will be published in October 2021.

Fig.: Rish (image: Trần Hoàng Yến Nhi & Hoàng Vũ Thắng, Thành phố Hồ Chí Minh, Việt Nam)

Simple, Soft Social Robots – Sleeping Hugvie

Simple, soft shapes are everywhere. In our home environment you can find pillows, blankets, balls, bottles, clothes, etc. Robots are often expensive and complex. But couldn’t they be thought of in a completely different way? How could social robots emerge from simple, soft shapes? As part of their final thesis at the School of Business FHNW, Nhi Tran Hoang Yen and Thang Hoang Vu from Ho Chi Minh City have answered this question posed by their supervisor Prof. Oliver Bendel. They have submitted eleven proposals for novel robots. All are shown on informationsethik.net. The tenth proposal is Sleeping Hugvie (go here to the previous). The normal Hugvie is used to communicate with distant people, giving the feeling of sensing them. You talk to them and hug the robot. In the process, you apparently feel the other person’s heartbeat via the integrated element. The Sleeping Hugvie has a different function. It is supposed to make it easier for babies to fall asleep. Its shape can be adjusted. The integrated element can also simulate the heartbeat – of the mother, for example. Parents can talk to the child or play soothing music (or white noise) via a speaker. A camera for observing the child is optional. Two books by Oliver Bendel on social robots – „300 Keywords Soziale Robotik“ and „Soziale Roboter“ – will be published in October 2021.

Fig.: Sleeping Hugvie (image: Trần Hoàng Yến Nhi & Hoàng Vũ Thắng, Thành phố Hồ Chí Minh, Việt Nam)

Simple, Soft Social Robots – RoofBot

How do social robots emerge from simple, soft shapes? As part of their final thesis at the School of Business FHNW, Nhi Tran Hoang Yen and Thang Hoang Vu from Ho Chi Minh City have answered this question posed by their supervisor Prof. Oliver Bendel. They have submitted eleven proposals for novel robots. All are shown on informationsethik.net. The ninth proposal is RoofBot (go here to the previous). RoofBot was inspired by FLORABORG. FLORABORG is a concept for a plant cyborg from 2015 by Oliver Bendel. RoofBot detects via sensors if there is too much or too little sun and if it is too hot or too cold. When it detects that the plants are thirsty, it gives them water. It can also provide them with shade via a flexible roof. RoofBot, unlike the other proposals, is not necessarily a good example of simple, soft social robots, but it is an interesting variant of FLORABORG, which leaves the plant itself untouched. Two books by Oliver Bendel on social robots – „300 Keywords Soziale Robotik“ and „Soziale Roboter“ – will be published in October 2021.

Fig.: RoofBot (image: Trần Hoàng Yến Nhi & Hoàng Vũ Thắng, Thành phố Hồ Chí Minh, Việt Nam)

Simple, Soft Social Robots – PBotvac

How do social robots emerge from simple, soft shapes? As part of their final thesis at the School of Business FHNW, Nhi Tran Hoang Yen and Thang Hoang Vu from Ho Chi Minh City have answered this question posed by their supervisor Prof. Dr. Oliver Bendel. They have submitted eleven proposals for novel robots. All are shown on informationsethik.net. The eighth proposal is PBotvac (go here to the previous). In the near future, two or three service robots will be found in many households. Children should understand from the beginning what the possibilities and limitations are. It may help them to have a toy that provides basic functions, but is very simple and harmless – and cheap. One such toy is PBotvac. It is essentially made of cardboard. With it, children learn the purpose of a robot vacuum cleaner and to handle it in an appropriate manner. Two books by Oliver Bendel on social robots – „300 Keywords Soziale Robotik“ and „Soziale Roboter“ – will be published in October 2021.

Fig.: PBotvac (image: Trần Hoàng Yến Nhi & Hoàng Vũ Thắng, Thành phố Hồ Chí Minh, Việt Nam)

Elon Musk träumt vom Tesla-Bot

Elon Musk präsentierte beim „AI Day“ von Tesla die Idee eines humanoiden Roboters, der einst – so das Manager Magazin – gefährliche, sich wiederholende oder langweilige Aufgaben übernehmen könnte. Der Tesla-Bot mit dem Namen Optimus „werde rund fünf Fuß acht Zoll (knapp 1,73 Meter) hoch sein, 57 Kilogramm wiegen und zahlreiche Jobs erledigen können, vom Anbringen von Schrauben an Autos bis zur Abholung von Einkäufen im Laden“. Er „werde mit acht Kameras und einem vollwertigen selbstfahrenden Computer ausgestattet sein und die gleichen Werkzeuge nutzen, die Tesla im Auto verwende“ (Manager Magazin, 20. August 2021). Laut der Ankündigung des Unternehmens aus dem Silicon Valley soll der Roboter also physische Arbeiten übernehmen können. Genau damit tun sich Serviceroboter aber im Moment schwer, vor allem humanoide Modelle. Die Visualisierung lässt kaum Rückschlüsse auf die Fähigkeiten des Prototyps zu, der bereits 2022 vorliegen soll. Auf einem großen Display im Kopfbereich könnten Augen und Mund erscheinen und mimische Fähigkeiten umgesetzt werden. Wenn es – wie im Video zu sehen – ausgeschaltet ist, wirkt der Roboter unheimlich und unnahbar. Arme und Füße dürften in dieser Form kaum geeignet sein, den Körper zu tragen. Auch Gelenke sind nur ansatzweise zu erkennen. Insgesamt ist unklar, warum ausgerechnet Tesla die Lücken schließen sollte, die bei Sony, SoftBank und Boston Dynamics auch nach vielen Jahren noch vorhanden sind. Es ist kein Roboter in Sicht, der von der Wohnung im dritten Stock über das Treppenhaus nach unten springt, auf dem Gehweg hunderten Passanten und Hunden (samt Haufen) sowie Skatern und Scootern ausweicht, einen Einkaufswagen mit einer Münze freibekommt, den Supermarkt durch die Schiebe- oder Drehtür betritt und sich an den Regalen so bedient, dass diese danach nicht zerstört sind. Vielleicht soll der Tesla-Bot aber auch nur eine Ergänzung des Tesla-Autos der Zukunft sein und in einem Drive-in eine Pizza und eine Cola holen. Ein Auto mit Armen, eine Idee übrigens, die Oliver Bendel und Frank M. Rinderknecht am Rande eines von SIX moderierten Gesprächs im Jahre 2016 diskutierten.

Abb.: Elon Musk träumt vom Tesla-Bot

Simple, Soft Social Robots – Sylvie

Simple, soft shapes are everywhere. In our home environment you can find pillows, blankets, balls, bottles, clothes, etc. Robots are often expensive and complex. But couldn’t they be thought of in a completely different way? How could social robots emerge from simple, soft shapes? As part of their final thesis at the School of Business FHNW, Nhi Tran Hoang Yen and Thang Hoang Vu from Ho Chi Minh City have answered this question posed by their supervisor Prof. Dr. Oliver Bendel. They have submitted eleven proposals for novel robots. All are shown on informationsethik.net. The seventh proposal is Sylvie (go here to the previous). The normal Hugvie is a communication and hugging device, whereby the communication is not with it, but with friends, partners and family members. Sylvie is a variant of it. You talk directly to her, and when you hug her, you mean her, not a human being. And there’s another difference: while in the classic Hugvie the smartphone is invisibly housed in a pocket on the head, in Sylvie it forms part of the face. Two books by Oliver Bendel on social robots – „300 Keywords Soziale Robotik“ and „Soziale Roboter“ – will be published in October 2021.

Fig.: Sylvie (image: Trần Hoàng Yến Nhi & Hoàng Vũ Thắng, with an addition by Oliver Bendel)

Trustworthy Conversational Agents

The Dagstuhl seminar „Conversational Agent as Trustworthy Autonomous System (Trust-CA)“ will take place from September 19 – 24, 2021. According to the website, Schloss Dagstuhl – Leibniz-Zentrum für Informatik „pursues its mission of furthering world class research in computer science by facilitating communication and interaction between researchers“. Organizers of this event are Asbjørn Følstad (SINTEF – Oslo), Jonathan Grudin (Microsoft – Redmond), Effie Lai-Chong Law (University of Leicester) and Björn Schuller (University of Augsburg). They outline the background as follows: „CA, like many other AI/ML-infused autonomous systems, need to gain the trust of their users in order to be deployed effectively. Nevertheless, in the first place, we need to ensure that such systems are trustworthy. Persuading users to trust a non-trustworthy CA is grossly unethical. Conversely, failing to convince users to trust a trustworthy CA that is beneficial to their wellbeing can be detrimental, given that a lack of trust leads to low adoption or total rejection of a system. A deep understanding of how trust is initially built and evolved in human-human interaction (HHI) can shed light on the trust journey in human-automation interaction (HAI). This calls forth a multidisciplinary analytical framework, which is lacking but much needed for informing the design of trustworthy autonomous systems like CA.“ (Website Dagstuhl) Regarding the goal of the workshop, the organizers write: „The overall goal of this Dagstuhl Seminar is to bring together researchers and practitioners, who are currently engaged in diverse communities related to Conversational Agent (CA) to explore the three main challenges on maximising the trustworthiness of and trust in CA as AI/ML-driven autonomous systems – an issue deemed increasingly significant given the widespread uses of CA in every sector of life – and to chart a roadmap for the future research on CA.” (Website Dagstuhl) Oliver Bendel (School of Business FHNW) will talk about his chatbot and voice assistant projects. These emerge since 2013 from machine ethics and social robotics. Further information is available here (photo: Schloss Dagstuhl).

Fig.: Bird’s eye view of Schloss Dagstuhl (Photo: Schloss Dagstuhl)