Vor einem Vierteljahrhundert definierte Oliver Bendel für das Lexikon der Wirtschaftsinformatik von Springer den Begriff des Avatars. Dieser stamme aus dem Sanskrit, wo er die Gestalt bezeichne, „in der sich ein (hinduistischer) Gott auf der Erde bewegt“. Es handelt sich also um eine Hülle, eine Verkleidung, einen Stellvertreter – man will unerkannt bleiben. „Im Computerbereich hat sich der Begriff durchgesetzt für grafisch, teils dreidimensional realisierte virtuelle Repräsentationen von realen Personen oder Figuren.“ Zunächst wird der erste Typ erläutert, der sich auf Personen, etwa Benutzer, bezieht: „Avatare finden zum einen Verwendung in kollaborativ genutzten virtuellen Räumen wie Chats, Internet-Spielwelten (MUDs und MOOs), webbasierten Lern- und Arbeitsumgebungen und kommerziellen 3D-Anwendungen. Sie fungieren dort als sichtbare und teils auch bewegliche und manipulierbare Stellvertreter eines Benutzers. Avatare dieser Art können ein menschliches Aussehen haben, aber auch jede beliebige andere Gestalt und Form. Als Stellvertreter realer Personen haben sie kaum autonome Züge.“ Dann wird der zweite Typ erläutert: „Avatare können zum anderen eine beliebige Figur mit bestimmten Funktionen repräsentieren. Solche Avatare treten – beispielsweise als Kundenberater und Nachrichtensprecher – im Internet auf oder bevölkern als Spielpartner und -gegner die Abenteuerwelten von Computerspielen.“ Sie haben, so der Autor, häufig ein anthropomorphes Äußeres und eigenständige Verhaltensweisen oder sogar einen regelrechten Charakter. Der Beitrag wurde im Jahre 2000 verfasst. Das Lexikon erschien im Jahre 2001. Zum letzten Mal übrigens, denn das Lexikonsterben hatte begonnen. Ein Grund dafür war Wikipedia. Die Definition hat immer noch Bestand. Hinzufügen kann man, dass man inzwischen auch physische Stellvertreter als Avatare bezeichnen kann. Wissenschaftler in Genua – wie Daniele Pucci – oder in Japan – wie Hiroshi Ishiguro – arbeiten an Umsetzungen.
Abb.: Avatare von Artificial Life um die Jahrtausendwende
On May 28, 2025, the „Proceedings of the 2025 AAAI Spring Symposium Series“ (Vol. 5 No. 1) were published. Oliver Bendel was involved in two papers at the symposium „Human-Compatible AI for Well-being: Harnessing Potential of GenAI for AI-Powered Science“. The paper „Revisiting the Trolley Problem for AI: Biases and Stereotypes in Large Language Models and their Impact on Ethical Decision-Making“ by Sahan Hatemo, Christof Weickhardt, Luca Gisler, and Oliver Bendel is summarized as follows: „The trolley problem has long served as a lens for exploring moral decision-making, now gaining renewed significance in the context of artificial intelligence (AI). This study investigates ethical reasoning in three open-source large language models (LLMs) – LLaMA, Mistral and Qwen – through variants of the trolley problem. By introducing demographic prompts (age, nationality and gender) into three scenarios (switch, loop and footbridge), we systematically evaluate LLM responses against human survey data from the Moral Machine experiment. Our findings reveal notable differences: Mistral exhibits a consistent tendency to over-intervene, while Qwen chooses to intervene less and LLaMA balances between the two. Notably, demographic attributes, particularly nationality, significantly influence LLM decisions, exposing potential biases in AI ethical reasoning. These insights underscore the necessity of refining LLMs to ensure fairness and ethical alignment, leading the way for more trustworthy AI systems.“ The renowned and traditional conference took place from March 31 to April 2, 2025 in San Francisco. The proceedings are available at ojs.aaai.org/index.php/AAAI-SS/issue/view/654.
On May 28, 2025, the „Proceedings of the 2025 AAAI Spring Symposium Series“ (Vol. 5 No. 1) were published. Oliver Bendel was involved in two papers at the symposium „Human-Compatible AI for Well-being: Harnessing Potential of GenAI for AI-Powered Science“. The paper „Miss Tammy as a Use Case for Moral Prompt Engineering“ by Myriam Rellstab and Oliver Bendel is summarized as follows: „This paper describes an LLM-based chatbot as a use case for moral prompt engineering. Miss Tammy, as it is called, was created between February 2024 and February 2025 at the FHNW School of Business as a custom GPT. Different types of prompt engineering were used. In addition, RAG was applied by building a knowledge base with a collection of netiquettes. These usually guide the behavior of users in communities but also seem to be useful to control the actions of chatbots and make them competent in relation to the behavior of humans. The tests with pupils aged between 14 and 16 showed that the custom GPT had significant advantages over the standard GPT-4o model in terms of politeness, appropriateness, and clarity. It is suitable for de-escalating conflicts and steering dialogues in the right direction. It can therefore contribute to users’ well-being and is a step forward in human-compatible AI.“ The renowned and traditional conference took place from March 31 to April 2, 2025 in San Francisco. The proceedings are available at ojs.aaai.org/index.php/AAAI-SS/issue/view/654.
Es sind viele Bücher zum Weltraum auf dem Markt. Auf Amazon bekommt man aber vor allem welche für Kinder und Jugendliche angezeigt. Das ist natürlich insofern erfreulich, als diese Zielgruppe dieses Thema tatsächlich heiß und innig liebt. Allerdings möchten sich vielleicht auch Erwachsene in den Tiefen des Alls verlieren. Bei Springer wird man immerhin fündig, mit Büchern wie „Weltall, Neutrinos, Sterne und Leben“ (Dieter Frekers und Peter Biermann), „Einführung in Astronomie und Astrophysik“ (Arnold Hanslmeier) und „Von Eratosthenes bis Einstein“ (Michael Bürker). Auch Verlage wie Kosmos können punkten, mit Perlen wie „Die 42 größten Rätsel der Astronomie“ (Ilja Bohnet). Es fehlt dennoch – zumindest bei Springer – ein kurzes, prägnantes Nachschlagewerk. Diese Lücke schließt noch dieses Jahr Prof. Dr. Oliver Bendel mit seinem Buch „250 Keywords Weltraum“. Es geht um Weltraumroboter, Weltraumwirtschaft und Weltraumethik ebenso wie um Weltraumkunst. Das Werk ist für Ende November 2025 eingeplant. Es ist nicht das erste, das Oliver Bendel zum Weltraum verfasst hat. „Die Astronautin“ erschien 2020 und enthält Gedichte in Form von 3D-Codes.
Abb.: Eine Astronautin auf dem Mars (Bild: ChatGPT/4o Image)
„Teamplayer Zukunft: Von intelligenten Organismen und lernenden Maschinen“ von Patricia Piekenbrock richtet sich an Jugendliche, ist aber auch für Erwachsene ein Gewinn. Die Diplom-Physikerin absolvierte ihr Studium in Heidelberg. Den Master of Advanced Studies in Journalism erwarb sie in Österreich. Sie hat als Konzernpressesprecherin und Redakteurin für Technologiethemen der Daimler AG und für die Daimler und Benz Stiftung gearbeitet. Der Klappentext fasst den Buchinhalt so zusammen: „Künstliche Intelligenz, Miniaturlabore, Roboterameisen und automatisierte Bioreaktoren: Wohin bewegen wir uns? Die Natur hat ihr Know-how in lebenden Organismen gespeichert. Wenn wir von Algenzellen, Pflanzen und Tieren lernen, können wir Technologien mit Perspektive schaffen – auch unser Gehirn ist Vorbild für lernende Systeme. Mit diesem Wissen lässt sich eine lebenswerte Zukunft gestalten.“ (Website Verlag) Zum Buch gibt es eine App. Über diese lassen sich Details zu den Buchinhalten abrufen: „Videos, Augmented Reality, 3D-Animationen, Chats mit historischen Personen und Podcasts mit Menschen, die über die Zukunft nachdenken.“ (Website Verlag) Über die Website des Verlags kann eine Leseprobe abgerufen und eine Bestellung aufgegeben werden.
Abb.: Das Cover des Buchs (Foto: Vogel Professional Education)
In der einst so sprachsicheren FAZ findet man kaum noch fehlerfreie Teaser. Und auch die Texte lassen immer mehr zu wünschen übrig. Über Deklinationsfehler und Fehler bei Zusammen- und Getrenntschreibung wurde schon berichtet. Schwer tut sich die Zeitung auch in anderer Hinsicht mit der Wortbildung im Deutschen. Immer wieder taucht das Wort „geliked“ auf, das es allerdings nicht geben kann – es muss „geliket“ oder „gelikt“ heißen. Im Artikel „Polizei ermittelt wegen Abi-Motto-Vorschlag im NS-Jargon“ vom 19. Mai 2025 steht der Satz „Zuvor sei einer der drei genannten Vorschläge auffallend oft geliked worden“ … Ein Einzelfall? Überhaupt nicht, eher die Regel. Allerdings kann sich die FAZ seit 2023 ausgerechnet auf den Rechtschreibrat berufen. Dieser erlaubt seitdem die Schreibweise „geliked“ neben „gelikt“. Damit übernimmt er die unselige Strategie des unseligen Duden: Wenn ein Fehler häufig genug vorkommt, ist er kein Fehler mehr. Der Deppenapostroph wurde in einigen Fällen einfach anerkannt. Natürlich verändert sich die Sprache, in letzter Zeit übrigens mehr von oben als von unten, wie einst in der DDR. Aber Strukturprinzipien der Sprache kann man nicht einfach außer Kraft setzen. Man kann nur hoffen, dass der Rechtschreibrat beim Gendersternchen nicht eines Tages den gleichen Fehler begeht. Wobei dieses von der Mehrheit der Sprachgemeinschaft – man könnte auch sagen, von der Sprachgemeinschaft, wenn man annimmt, dass die Befürworter der Sondersprache jene verlassen haben – klar und deutlich abgelehnt wird. Zurück zur FAZ: Wenn die Redakteure an der Schönheit und der Funktionsfähigkeit ihrer Sprache interessiert wären, würden sie aus den zwei möglichen Varianten diejenige wählen, die den Grundprinzipien der Wortbildung entspricht.
Abb.: Steckt dahinter wirklich immer ein kluger Kopf? (Foto: ladydi_saster, CC BY 2.0)
Yps war ab 1975 viele Jahre lang das Kultheft für Kinder. Diese fieberten vor allem den Gimmicks entgegen, von denen sich einige bis heute im kollektiven Gedächtnis erhalten haben, etwa der Solarzeppelin, das Abenteuerzelt und die Maschine, mit deren Hilfe man eckige Eier macht. Auch Raumfahrt und Robotik waren immer wieder ein Thema. In Yps 385 (23.02.1983) fand man das Gimmick „Der Weltraum-Roboter GE 5P“ (in Zusammenarbeit mit Playmobil), in Yps 440 (21.03.1984) das Gimmick „Der Mars-Astronaut mit kompletter Weltraum-Ausrüstung“ (in Zusammenarbeit mit Playmobil). 2000 erschien die vorerst letzte Ausgabe. Aber man versuchte immer wieder, in den Markt zurückzukommen. Eine Ausgabe des Jahres 2016 wartete mit einem Schwerpunkt zu Robotern und Cyborgs auf. Auf Seite 20 fand sich ein Interview mit Oliver Bendel zu Robotik und Maschinenethik. Wie Egmont Ehapa Media im Mai 2025 verkündete, feiert man heuer ein halbes Jahrhundert Yps mit einer Jubiläumsausgabe, die am 4. September 2025 erscheint. In der Pressemitteilung heißt es: „Die Yps-Jubiläumsausgabe richtet sich an alle heute Erwachsenen, die mit Yps groß geworden sind und in Erinnerungen schwelgen wollen. Das Magazin unternimmt mit seinen Fans eine nostalgische Zeitreise in vergangene Kindertage und lässt klassische Yps-Comics wieder aufleben.“ (Pressemitteilung vom 6. Mai 2025) Natürlich liegen der Ausgabe, so der Verlag, ein neues Yps-Gimmick und ein weiteres Überraschungsextra bei.
Abb.: Ein fiktives Yps-Cover (Bild: ChatGPT/4o Image)
FORUM ist ein Wochenmagazin mit Themen „aus Berlin, dem Saarland, Deutschland und dem Rest der Welt“ (Website Forum). Regelmäßig liegt ein Sonderheft zur Gesundheit bei. Das Sonderheft zur FORUM-Ausgabe 09/2025 widmet sich dem Schlaganfall. Daneben sind Alkoholsucht und Roboter in der Pflege Schwerpunkte. Zu Robotern in der Pflege gibt es ein sechsseitiges Interview mit Prof. Dr. Oliver Bendel. Er ist Herausgeber des Standardwerks „Pflegeroboter“ – erschienen 2018 im Springer-Verlag, hat es inzwischen 525.000 Accesses. Auch in seinem Band „Soziale Roboter“ (2021) mit 363.000 Accesses (Stand Mai 2025) werden Pflege- und Therapieroboter behandelt. Oliver Bendel spricht sich für eine Hinzunahme von Robotern zur Unterstützung von Pflegebedürftigen und -kräften aus. Fast jedes Pflegeheim, Altenheim oder Krankenhaus kann mehrere Serviceroboter sinnvoll und zeitgleich beschäftigen, im Bereich der Pflege wie auch bei Transport, Sicherheit und Reinigung. Für eine Lösung des Pflegenotstands hält der Technikphilosoph den Einsatz von Pflegerobotern aber nicht. Bessere Ansätze sind gesteigerte Wertschätzung des Personals, höhere Bezahlung und mehr Verantwortlichkeit. Er selbst möchte am Ende des Lebens gerne einen Assistenzroboter um sich haben. Aber auch Menschen, die Zuneigung schenken und Trost spenden. Das gesamte Heft kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Seit Ende 2023 kann man sogenannte GPTs erstellen, die auf bestimmte Aufgaben spezialisiert sind. Am 21. Januar 2024 kam DIE HAIKU-LIEBHABERIN auf die Welt. Sie trägt seitdem Haikus von Oliver Bendel vor und interpretiert sie auf Wunsch des Benutzers. Gefüttert wurde der Chatbot mit zwei Sammlungen, nämlich „handyhaiku“ und „stöckelnde dinger“ … Der erste Band war 2010 im Hamburger Haiku Verlag erschienen, in gedruckter Form. Neben den Texten waren QR-Codes zu sehen, aus denen die Haikus direkt aufs Handy übernommen werden konnten, ohne dass man online sein musste. Der zweite Band wurde ebenfalls 2010 veröffentlicht, und zwar als Handybuch bei Blackbetty, einem Wiener Verlag. Im Mai 2025 wurde der Bildgenerator bei der HAIKU-LIEBHABERIN aktiviert. Seitdem kann sie die Gedichte auf Wunsch auch visualisieren. Allerdings ist sie als Chatbot von OpenAI – um es freundlich auszudrücken – außerordentlich schüchtern. So werden einem immer wieder Bilder zu Haikus verwehrt. Man kann insgesamt sagen, dass LLMs nur bedingt geeignet sind für Kunstprojekte. An die Stelle der Staaten und Kirchen, die früher Zensur bei der Kunst ausübten, sind nun die Konzerne getreten. Oliver Bendel veröffentlicht seit über 40 Jahren Gedichte und trägt sie zu seltenen Gelegenheiten auch vor.
Abb.: Die Schüchternheit der HAIKU-LIEBHABERIN (Bild: ChatGPT/4o Image)
„Weltraummüll … ist Müll oder Schrott, der sich im Orbit der Erde, auf dem Mond oder auf dem Mars befindet, zudem auf weiteren Planeten und Trabanten und im Raum zwischen den Planeten. In der Erdumlaufbahn, wo er den Hauptteil ausmacht, besteht der Weltraummüll u.a. aus Satellitenteilen und Raketenstufen, auf der Mond- und Marsoberfläche auch aus Landern, Rovern, Instrumenten und Utensilien. Man kann ihn nach Herkunft, Entstehungsart, Bewegungsprofil, Größe, Alter, Material, Zustand und Gefährlichkeit klassifizieren.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 5. Mai 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt werden einige Beispiele genannt, im dritten zunächst mögliche Folgen: „Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn gefährdet die Raumfahrt, die Raumstationen und die Satelliten. Wenn Teile auf die Erde stürzen, können sie Gebäude und Infrastrukturen zerstören sowie Menschen verletzen. Ferner entstehen für den Flugverkehr gewisse Risiken.“ Dann nimmt der Autor die Perspektive der Ethik ein. Der Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/weltraummuell-173610 aufgerufen werden.
„Streaming … ist die Übertragung von Audio- bzw. Videodaten von einem Server auf einen Client, wobei die Wiedergabe umgehend erfolgt. Auf diese Weise kann etwa Musik gehört oder ein Film angesehen werden. Man unterscheidet On-Demand- und Livestreaming. Auf Anbieterseite finden sich Streamingportale und Mediatheken, auf Nachfragerseite ein Browser oder eine App auf Smartphones, Tablets, Notebooks oder Fernsehern.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 28. April 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt wird auf die Geschichte und auf Beispiele eingegangen, im dritten die Perspektive der Ethik eingenommen: „Beim Streaming entsteht wie beim Download eine Kopie beim Client, die aber mehr oder weniger flüchtig ist. Es hat die Musik- und Filmbranche verändert, nicht immer zugunsten der Künstler und Produzenten, zudem den Konsum: Die Benutzer bauen i.d.R. keine Sammlungen mehr auf wie bei Schallplatten, CDs sowie MP3- und MP4-Dateien, sondern allenfalls Listen. Sie müssen sich oft Werbung gefallen lassen oder sich davon freikaufen. Medien- und Informationsethik untersuchen Chancen und Risiken von Streaming, etwa in Bezug auf Urheber- und Nutzungsrecht sowie Datenmissbrauch.“ Der vollständige Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/streaming-173461 abrufbar.
„Eine Marsstation ist eine Station auf dem Mars, auf der Menschen leben und arbeiten. Es gibt gegenwärtig keine Umsetzung davon. Wie eine Raumstation dient die Marsstation der Forschung, Entwicklung und Erprobung. An sie angegliedert könnten Einrichtungen mit Weltraumteleskopen sein. Sie wird anders als eine Mondstation – die ebenfalls noch nicht Realität ist – zunächst kein Ausgangspunkt oder Aufenthaltsort für den Weltraumtourismus sein, schon weil die Reise zum roten Planeten sehr lange dauert, nämlich ca. neun Monate, und die Bedingungen dort extrem sind.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 28. April 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt wird auf die Geschichte und auf Beispiele eingegangen, im dritten der Betrieb erläutert, im vierten die Perspektive der Ethik eingenommen und das Engagement von Elon Musk beurteilt: „Insgesamt dürfte Elon Musk einem Irrtum erliegen: Selbst eine weitgehend zerstörte Erde dürfte ein lebenswerterer Ort sein als der Mars.“ Der vollständige Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/marsstation-173495 abrufbar.
Abb.: Der Mond als Zwischenstation für den Mars (Bild: NASA)
„Eine Mondstation ist eine Station auf dem Mond, auf der Menschen leben und arbeiten. Es gibt gegenwärtig keine Umsetzung davon. Abzugrenzen ist die Mondstation von einer Raumstation, die sich in der Umlaufbahn der Erde befindet. Wenn eine Raumstation in der Umlaufbahn des Monds errichtet wird, wird diese nicht als Mondstation bezeichnet. Wie eine Raumstation dient die Mondstation der Forschung, Entwicklung und Erprobung.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 28. April 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt wird auf die Geschichte und auf Beispiele eingegangen: „Das Artemis-Base-Camp-Konzept der NASA von 2020 sieht eine moderne Mondkabine, einen Rover (einen Mondrover) und eine Art Wohnmobil vor. Eine Verwirklichung könnte in den 2030er-Jahren erfolgen, wobei sie von einer internationalen Zusammenarbeit und einem politischen und unternehmerischen Gestaltungswillen abhängig ist.“ Im dritten Abschnitt wird der Betrieb erläutert, im vierten die Perspektive der Ethik eingenommen. Der vollständige Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/mondstation-173494 abrufbar.
„Eine Raumstation ist eine Station im Weltraum, auf der Menschen leben und arbeiten. Sie befindet sich in der Umlaufbahn der Erde und dient Forschung, Entwicklung und Erprobung. Die Forschung bezieht sich auf das Weltall, seine Strukturen, Phänomene und Implikationen, und die Erde, etwa die Klimaveränderung und die Umweltzerstörung. Entwicklung und Tests finden im technischen, biologischen und medizinischen Bereich statt.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 28. April 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt wird auf die Geschichte und auf Beispiele eingegangen, von Saljut 1 über die ISS bis zur CSS, im dritten der Betrieb erläutert, im vierten die Perspektive der Ethik eingenommen: „Eine moderne Umweltethik berücksichtigt die Umwelt außerhalb der Erde. Wissenschaftsethik und Tierethik beleuchten Möglichkeiten und Grenzen einer Forschung im Weltall in Bezug auf die unbelebte und belebte Natur.“ Der vollständige Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/raumstation-173493 abrufbar.
Abb.: Die ISS vor der Erde (Foto: NASA/ESA/Thomas Pesquet)
„Weltraumtourismus … ist eine Form des Tourismus, die mit Blick auf das Weltall und im Weltraum stattfindet. Man unternimmt einen Orbital- bzw. Suborbitalflug oder reist zu einer Raumstation, um dort eine bestimmte Zeit zu verbringen. Man verfolgt dabei andere Ziele als ein Astronaut oder ein Wissenschaftler. Es geht um Spannung, Unterhaltung und Anerkennung respektive Werbung. Geplant ist, Weltraumtourismus auf Trabanten wie den Mond und Planeten wie den Mars auszudehnen. Dabei sollen Mond- und Marsstationen sowie Weltraumroboter eine Rolle spielen.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 22. April 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt wird auf die Geschichte und den Hintergrund eingegangen, im dritten die Perspektive der Ethik eingenommen: „Die Umweltethik betrachtet nicht nur die moralischen Implikationen der Umweltzerstörung auf der Erde, sondern auch die der Eingriffe auf Mond und Mars. Die Emissionen, der Schrott und der Abfall, die bei Flügen und Aufenthalten entstehen können, sind zudem Gegenstand von Umweltschutz und Technikethik.“ Der vollständige Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/weltraumtourismus-173386 abrufbar.
Abb.: Die Reise kann losgehen (Bild: ChatGPT/4o Image)
„Mehrere humanoide Roboter haben sich in Peking bei einem Halbmarathon mit Menschen gemessen. Nach 2 Stunden, 40 Minuten und 24 Sekunden lief mit großem Abstand auf den schnellsten Menschen (1:11:07) der Humanoid Tiangong als erster Roboter über die Ziellinie. Ein zweiter folgte knapp eine Stunde danach.“ (Golem, 19. April 2025) Dies schreibt Golem in einem Artikel vom 19. April 2025. Oliver Bendel erklärt im Gabler Wirtschaftslexikon: „Humanoide Roboter sind Roboter mit menschenähnlichem Aussehen. Das Spektrum reicht dabei von einer abstrakten Gestalt mit menschlichen Merkmalen über ein cartoonhaftes menschenähnliches Äußeres bis hin zu realistischem oder hyperrealistischem Design nach unserem Vorbild.“ Man spricht auch von robotischen Zweibeinern. Unter diesem Stichwort führt Oliver Bendel im Gabler Wirtschaftslexikon folgende Beispiele an: „Neben Atlas (seit 2024 in der elektrischen Version) kann man H1 und G1 von Unitree, Figure 02 von Figure, Digit von Agility Robotics, 4NE-1 von Neura Robotics und Optimus (Tesla Bot) von Tesla als Vorstufen universeller Roboter ansehen. Manche von ihnen werden als Allzweckroboter … vermarktet.“ In Bezug auf die läuferischen Fähigkeiten muss man nun auch den chinesischen Tiangong Ultra – so sein vollständiger Name – im Auge behalten. Der Artikel von Golem schließt mit den Worten: „Eine echte Chance auf den Gesamtsieg hatte kein Roboter. Chinas Regierung will die Entwicklung im Bereich künstliche Intelligenz und Roboter in diesem Jahr besonders fördern.“ (Golem, 19. April 2025)
The article „Image Synthesis from an Ethical Perspective“ by Prof. Dr. Oliver Bendel was published as an electronic version in the journal AI & SOCIETY on September 27, 2023. It addresses the ethical implications of image generators, i.e., a specific form of generative AI. It can now also be found in the current print edition from February 2025 (Volume 40, Issue 2). From the abstract: „Generative AI has gained a lot of attention in society, business, and science. This trend has increased since 2018, and the big breakthrough came in 2022. In particular, AI-based text and image generators are now widely used. This raises a variety of ethical issues. The present paper first gives an introduction to generative AI and then to applied ethics in this context. Three specific image generators are presented: DALL-E 2, Stable Diffusion, and Midjourney. The author goes into technical details and basic principles, and compares their similarities and differences. This is followed by an ethical discussion. The paper addresses not only risks, but opportunities for generative AI. A summary with an outlook rounds off the article.“ A lot has happened with image generators since 2023. The new one from OpenAI now also allows photorealistic images, and it has fewer problems with average-looking people – DALL-E 2 and 3 favored beauty over mediocrity and ugliness. The article can be downloaded from link.springer.com/article/10.1007/s00146-023-01780-4.
Fig.: An average-looking woman (Photo: OpenAI Image Generator)
The Pioneer hat am 5. April 2025 den Podcast „Liebespuppen, Sexroboter und die Zukunft der Intimität“ mit Prof. Dr. Oliver Bendel veröffentlicht. Geboten wird auf der von Gabor Steingart gegründeten Plattform nach eigenen Worten unabhängiger Journalismus „zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, direkt vom ersten Medienschiff der Welt“ (Website The Pioneer). Ein wesentlicher Bestandteil sind die Podcasts. Der Technikphilosoph aus Zürich war bereits am 13. Dezember 2024 im Gespräch mit Alev Doğan gewesen, der stellvertretenden Chefredakteurin, die den „8. Tag“ verantwortet. Zusammen erkundeten sie die Welt der Liebesroboter und Sexroboter, sprachen über einschlägige Bordelle und Betriebe und über schüchterne junge Männer, die sich Alienfrauen, Mangamädchen und Elfen zuwenden. Letztlich ging es um die Zukunft der Intimität. Der Podcast kann über www.thepioneer.de/originals/der-achte-tag/podcasts/liebespuppen-sexroboter-und-die-zukunft-der-intimitaet aufgerufen werden.
„Lebensmittel sind Stoffe oder Erzeugnisse, die von Menschen als Nahrung aufgenommen werden. Man unterscheidet grob zwischen Nahrungsmitteln mit fester und Getränken mit flüssiger Konsistenz. Zudem gibt es flüssige Nahrungsmittel wie Milch. Lebensmittel können pflanzlichen, pilzlichen, tierischen und mineralischen Ursprungs sein oder mit chemischen Verfahren hergestellt werden. Sie sind unverarbeitet, teilweise verarbeitet oder verarbeitet. Lebensmittel führen uns Nährstoffe zu und ermöglichen uns das Leben. Dabei existieren gesunde und ungesunde Varianten. Lebensmittelzusatzstoffe und Nahrungsergänzungsmittel zählen ebenfalls zu den Lebensmitteln und können gesund und ungesund oder wirkungslos sein.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 3. April 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt wird auf den Hintergrund eingegangen, im dritten die Perspektive der Ethik eingenommen, u.a. die Perspektive der Tierethik: „Die Tierethik beschäftigt sich mit dem Umstand, dass Tiere gehalten, getötet und zu Lebensmitteln verarbeitet werden, wobei Leidensformen und Angstzustände in der Massentierhaltung die Regel sind – dies, obwohl moralische Rechte und Tierschutzgesetze bestehen.“ Der vollständige Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/lebensmittel-172858 abrufbar.
The 16th edition of the ICSR (ICSR 2024) brought together researchers and practitioners working on human-robot interaction and the integration of social robots into our society. The title of the conference included the addition of „AI“. This was a clarification and demarcation related to the fact that since 2024 there have been two other formats with the name ICSR. ICSR’24 (ICSR + AI) was held as a face-to-face conference in Odense, Denmark, from 23 to 26 October 2024. The theme of the conference was „Empowering Humanity: The role of social and collaborative robotics in shaping our future“. The topics of the Call for Papers included „Collaborative robots in service applications (construction, agriculture, etc.)“, „Human-robot interaction and collaboration“, „Affective and cognitive sciences for socially interactive robots“, and „Context awareness, expectation and intention understanding“. The general chairs were Oskar Palinko, University of Southern Denmark, and Leon Bodenhagen, University of Southern Denmark. The three proceedings volumes were published in March 2025 and are available free of charge until 23 April 2025.
„Unterwasserroboter sind ferngesteuerte, teilautonome oder autonome Roboter, die unter Wasser zu Forschungszwecken und für Such-, Bergungs-, Überwachungs- und Reinigungsarbeiten eingesetzt werden. Sie verfügen wie andere Roboter über Sensoren und Aktoren. Mit Kameras ermöglichen sie die Sicht unter Wasser. Sie erinnern an kleine U-Boote bzw. kleine Fahrzeuge oder orientieren sich als bionische Roboter an der Gestalt von Tieren, etwa Pinguinen, Fischen oder Walen und Quallen. In manche von ihnen ist künstliche Intelligenz (KI) integriert.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 3. April 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt wird das eine oder andere Beispiel aufgeführt, von POODLE bis Belle, im dritten die Perspektive der Ethik eingenommen: „Sie können in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen beim Reinigen von Gewässern, bei dem bislang vor allem passive Systeme verwendet werden, oder beim Erkennen von Anzeichen von Umweltzerstörung. Wichtig ist zum einen, dass sie die Tiere im Wasser nicht stören und nicht verletzen. Hier ist die Tierethik – in der Begründung von Rechten und Abwägung von Interessen – zusammen mit dem Tierschutz gefragt. Wichtig ist zum anderen, die Produktion und den Betrieb möglichst umweltfreundlich und ressourcenschonend zu gestalten, wo wiederum Umweltethik und Umweltschutz sich einbringen können, mit Richtlinien und Vorgaben.“ Der vollständige Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/unterwasserroboter-172865 abrufbar.
Abb.: Teledyne Slocum (Foto: Matti Blume, Wikimedia, CC BY-SA 4.0)
Three Bachelor students from the new FHNW School of Computer Science gave a presentation at the AAAI 2025 Spring Symposia. Şahan Hatemo, Christof Weickhardt, and Luca Gisler were on site in San Francisco on April 1, 2025 and presented the paper “Revisiting the Trolley Problem for AI: Stereotypes and Biases in Large Language Models and their Impact on Ethical Decision-Making” at the symposium “Human-Compatible AI for Well-being: Harnessing Potential of GenAI for AI-Powered Science”. Prof. Dr. Oliver Bendel from the FHNW School of Business, the fourth author, gave them feedback on the paper and located the project in the discipline of machine ethics. Şahan Hatemo also presented the paper “Miss Tammy as a Use Case for Moral Prompt Engineering” by Myriam Rellstab and Oliver Bendel, who were unable to be in San Francisco. For the technology philosopher, the chatbot is an implementation of machine ethics methods in the field of Large Language Models (LLMs). He speaks of moral prompt engineering, by which he means the combination of prompt engineering and, where appropriate, retrieval augmented generation (RAG). The proceedings of the AAAI 2025 Spring Symposia will be published shortly.